Schlafstörungen verstehen – wie die Psyche unseren Schlaf prägt
Shownotes
In dieser Folge dreht sich alles um das Thema Schlaf. Zelda spricht mit Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Jörn darüber, wie eng Schlaf und psychische Gesundheit miteinander verbunden sind.
Zelda erzählt von ihren eigenen Erfahrungen: Schon als Kind hatte sie große Ängste, Albträume und Schwierigkeiten, allein einzuschlafen. Bis heute fühlt sie sich selten richtig erholt. Gemeinsam gehen die beiden der Frage nach, wie sich solche Erfahrungen entwickeln und warum manche Ängste und Schlafprobleme auch im Erwachsenenalter bleiben. Die Folge zeigt: Viele Menschen sind von Schlafproblemen betroffen, doch niemand muss damit allein bleiben.
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Transkript anzeigen
00:00:08: Willkommen bei deinem Podcast, es braucht das ganze Dorf.
00:00:10: Hier sprechen jugendliche Alltagsexpertinnen und Experten mit Profis aus der Wissenschaft ehrlich und authentisch über mentale Gesundheit und alles was dazugehört.
00:00:19: Du bist nicht allein denn manchmal braucht es ein ganzes Dorf um den Weg zu finden.
00:00:23: Schön dass du Teil des Dorfes bist.
00:00:32: In diesem Podcast sprechen wir offen über Themen rund um mentale Gesundheit, die für einige emotional herausfordernd sein können.
00:00:39: Wenn du denkst dass das für dich der Fall sein könnte empfehlen wir die Episode nicht allein zu hören.
00:00:44: in der Beschreibung findest du hilfreiche Angebote und Ressourcen die dir Unterstützung bieten
00:00:48: können.
00:00:54: Hi, schön dass ihr wieder da seid.
00:00:55: Ich bin Sela und heute geht es um das Thema Schlaf- und psychische Erkrankung.
00:01:00: Wir sprechen darüber wie sich das eine auf das andere auswirken kann Und wie es sich anfühlt damit Schwierigkeiten zu haben.
00:01:07: Heute setzen wir wieder Jörn gegenüber.
00:01:09: Schön, dass du da bist Magst du dich kurz vorstellen?
00:01:11: Ja, Kerner Hallo ich bin Jörnn Ich bin Kinder- und Jugendliche und Psychotherapist in eigener Praxis.
00:01:17: Ja, ich freu mich hier zu sein und über das Thema zu sprechen mit ihr.
00:01:20: Du hast ja das Thema gewählt?
00:01:22: Schlaf- und psychische Erkrankung... Wieso ist es ein Thema für dich?
00:01:26: Ich glaube, es ist auf was, was mich.
00:01:28: schon immer einfach begleitet.
00:01:30: Und was in jede Richtung für mich schon mal Thema war oder Thema ist, als Kind war ich da vor allem sehr ängstlich und ... Ich hab sehr lange bei meinen Eltern nachts geschlafen und hatte viele Albträume und Angst einzuschlafen.
00:01:44: Heute ist es
00:01:44: v.a.,
00:01:45: dass ich Schwierigkeiten habe, nachts gut zu schlafen auch viele Alpträume hab und dementsprechend tagsüber noch müde bin und immer wieder auch schlafe.
00:01:53: Genau also...
00:01:55: Weil dein Schlaf dann nachts gestört ist, ein bisschen tagsüber müde?
00:01:59: Ja genau und weil es nicht... Also das ist halt nicht erholsam meistens.
00:02:02: Ich habe auch oft Schwierigkeiten einzuschlafen oder Angst davor deswegen zu viel schlafen, zu wenig schlaffen, nachts nicht schlaven aber tagsüber Angst zu haben, Albträume.
00:02:10: ich hab' bisschen alles Sachen die ich schon mal irgendwie in einer Form
00:02:13: gehabt hab.
00:02:14: Weißt du wieviel Stunden schlaft du so ungefähr brauchst um dich fit zu fühlen?
00:02:18: Nee.
00:02:19: Ich glaub wichtiger für mich ist immer wie ich träume Und wann und wie schnell ich es schaffe, einzuschlafen.
00:02:27: Also das sind immer so ... Wie ich ganz gut messen kann, ob ich gut geschlafen hab?
00:02:31: Aber mit Stunden oder so ist ganz unterschiedlich.
00:02:33: deswegen...
00:02:34: Ah okay!
00:02:35: Gibt's eine Faustformel so grob dass man sagt zwischen acht und zehn ungefähr soll man im Jugendalter schlafen.
00:02:43: Aber ja, das ist halt individuell.
00:02:45: Kannst du dich erinnern, dass so das erste Mal für dich irgendwie ein Thema ist?
00:02:49: Oder würdest du sagen naja ich war klein und dann hab' ich gemerkt ich habe Angst irgendwie einzuschlafen.
00:02:55: Weiß ich nicht, meine Eltern möchten.
00:02:57: Ich mag den Bett einschlafen und wenn ich nachts aufgewacht bin, hatte ich Angst.
00:03:01: Dann bin ich zu denen rüber oder so.
00:03:03: wie war das?
00:03:03: Ich glaube es ist schon immer so.
00:03:06: Also ich bin lange nicht aus dieser Phase rausgekommen dass ich halt bei meinen Eltern geschlafen habe.
00:03:10: Aber bist du auch eingeschlafen?
00:03:12: Das war kein Thema.
00:03:13: oder wollte die, dass du bei dir schläft?
00:03:16: Sie haben das irgendwann schon gewollt und dann war sozusagen irgendwann auch die Regel, ich schlafe bei mir auf jeden Fall ein.
00:03:22: Es ist aber über Jahre regelmäßig so gewesen, ich bin immer nachts aufgewacht also wirklich jede Nacht und da bin ich immer zu einem von meinen Schwestern weil ich mich nicht alleine runtergetraut habe und die haben mir dann Lichter gemacht um mich heruntergebracht und es war so'n Ritual irgendwie und dann bin ich zu meinen Eltern.
00:03:37: irgendwann hab ich's auch allein geschafft runterzugehen um mir Lichter zu machen.
00:03:40: Aber das hat mir schon immer groß Angst gemacht und dann durfte ich halt nachts dahin.
00:03:44: Da wurde ich auch nie weggeschickt oder so.
00:03:46: Aber sie haben dann schon versucht, dass wir abmachen.
00:03:49: Dass ich wenigstens bei mir einschlafe.
00:03:52: Weißt
00:03:52: du
00:03:53: wieso?
00:03:54: Es hat vermutlich eine Bedeutung gehabt von selbstständig... Kalt oder groß werden muss irgendwas sein.
00:04:03: Ja, denke ich auch also dass ich es halt lerne und mich dran gewöhne.
00:04:08: Denke ich mal so ist ja auch irgendwie so üblich das oder das ist ja oft nicht so gerne gesehen wenn Kinder solange bei Eltern schlafen.
00:04:16: da wäre vielleicht noch eine Frage an dich ob das überhaupt so richtig ist dass das irgendwie schädlich ist oder sowas weil Ich mir doch denken man kann den Kindern ja auch die Zeit geben die sie brauchen.
00:04:25: Aber ich glaube, dass das ja auch früher oft anders gesehen wurde.
00:04:30: Ja, das ist total spannend!
00:04:31: Weil ich würde sagen dieses Alleinschlaf ist eher so eine kulturelle Vorstellung.
00:04:37: Wenn ich mich nochmal genauer durchschaftigt habe, würde mir noch mal deutlich, dass zum Beispiel in Lateinamerika oder Teilen von Asien und auch in Afrika ... Also ist das komplett anders.
00:04:48: Und selbst auch zum Beispiel in Japan, was ja auch eher dem der westlichen Misfere zuordnen würde von einer Kultur oder zumindest Industrialisierung oder so.
00:04:59: Selbst da ist es normal dass Kinder und Jugendliche noch lange bei den Eltern schlafen.
00:05:03: also ein kulturelles Ding und ich glaube es eine kulturelle Interpretation von Selbstständigkeit und Selbständigkeit ist zumindest in Deutschland Erziehungsziel Nummer eins.
00:05:14: Man will Kinder Aber man will sich sehr schnell ... Entschuldigung, ein bisschen weghaben.
00:05:18: Also bei Selbstständigkeit ja auch was Schönes ist okay.
00:05:22: Und ich finde, man kann aber Autonomie auch anders messen als mit dem alleine schlafen.
00:05:27: Man könnte sagen, Autonomies kann man daran messen, dass jemand wahrnimmt, was er braucht
00:05:33: und sich entscheidet zu sagen, ich brauche Begleitung?
00:05:35: Genau!
00:05:36: Und dann sich Unterstützung und Hilfe sucht.
00:05:38: Ich glaube der Punkt dabei ist das Kinder- oder Jugendliche lernen dass Sicherheit nicht nur damit zusammenhängt, dass jemand anderes da ist.
00:05:50: Sondern das Kinder oder Jugendlichen mit der Zeit lernen quasi auch.
00:05:54: ich kann mir Sicherheit geben und das ist aber halt ein Lernprozess und den würde ich nicht an einen Alltag knüpfen weil es auch individuell ist so.
00:06:03: Das hat bei mir auch komplett gefehlt, das fehlt bis heute eigentlich teilweise immer noch.
00:06:07: also... immer der große Unterschied gewesen, dass wenn jemand bei mir im Zimmer war dann konnte ich einschlafen.
00:06:12: Es war gar kein Ding also manchmal trotzdem ein bisschen Angst.
00:06:16: aber wenn die andere Person wach war und irgendwie in meinem Zimmer sich beschäftigt hat dann ging es.
00:06:20: Ich habe auch dann mit meinen Eltern wenn ich da eingeschlafen bin dann manchmal hat mein Vater noch im Zimmer gearbeitet oder so.
00:06:26: Aber soweit ich allein war konnte ich mich nicht mehr beruhigen.
00:06:29: Deswegen haben wir versucht, ein bisschen Rücken zu finden.
00:06:32: Dass meine Tür aufgeblieben ist und nicht abgeschnitten war.
00:06:35: Ein Licht an so ein bisschen ... Inzwischen hab ich eine Katze, das hilft mir total.
00:06:40: Weil die in meinem Zimmer schläft und ich nicht alleine fühle oder Angst habe.
00:06:46: Genau, dieses sich da nicht allein helfen können hat für mich einen großen Unterschied gemacht.
00:06:53: Man hat ja früher gesagt, man muss die Kinder mal alleine lassen, dann wird es schon.
00:06:56: Aber das ist halt ... Es
00:06:59: gibt ja dieses schreckliche Buch, nach teilweise vielleicht Eltern heute immer noch ihre Kinder versuchen zum Schlafen zu bringen.
00:07:07: Diese Kinder können alleine schlafen oder?
00:07:09: Ja einfach lassen und...
00:07:11: Genau!
00:07:11: Und da ist ja die Idee von dieser Frau quasi man sieht das ein Kind irgendwann mal aufhört zu schreien und dann ist alles gut.
00:07:18: aber man hat irgendwie quasi nicht kapiert dass halt das Kind aufgegeben
00:07:22: hat.
00:07:23: Das ist krass,
00:07:24: ne?
00:07:24: Ja.
00:07:24: Und ich glaube man hat verwechselt dass Selbstständigkeit nicht allein sein bedeuten muss und ich würde so... Also wenn ich jetzt an meine Geschichte denke dann war das auch glaube ich irgendwie relativ klar dass mein Bruder und ich jeweils in einem Zimmer das wir halt einschlafen.
00:07:40: aber da hat mir auch geholfen dass unsere Türen offen waren und ich Licht gesehen habe und ich auch zu meinen Eltern durfte.
00:07:46: Aber es war glaube ich kulturell gesehen völlig klar dieses alleine einschlarven müssen.
00:07:52: Auch wenn wir es jetzt auf unsere Kultur noch mal runterbrechen, ist das auch erst zur Zeit hundertzwanzighundfünfzig Jahren so.
00:07:59: Vorher war es völlig klar dass man zusammen schläft in einem Raum und erst mit der Industrialisierung wurde das wichtiger weil dann die Erwachsenen manchmal sie brauchten einen besseren Schlaf möglicherweise sind zu verschiedenen komischen Zeiten aufgestanden oder mussten auch mal tagsüber schlafen wenn sie Schicht gearbeitet haben.
00:08:17: Ich
00:08:17: glaub, es wird irgendwie so ein bestimmtes Alter geknüpft an bestimmte Entwicklungsschritte als würde das halt so dazugehören.
00:08:25: und also ist es bei mir auch irgendwie noch eingeprägt dass es halt im paar Jahre gehen die Kinder nochmal zu den Eltern oder haben Eipträume oder können nicht alleine ohne Licht oder sowas und dann verwext sich das.
00:08:37: dann hex man da raus und ich brauche immer noch All diese Hilfsmittel, außer dass ich inzwischen mit geschlossener Tür schlafen kann.
00:08:43: Ich geh nicht mehr zu meinen Eltern aber ... Ich hab trotzdem Licht an und manchmal mach ich mir auch irgendwie ... Also gibt ja so Sachen die man sich anmachen kann als Gehäusch hintergrund.
00:08:54: Ich hab meine Katze, ich hab kurze Tiere also... Mir ist es voll oft sogar unangenehm, aber ich glaube man muss sich davon lösen dass das zu einer bestimmten Altersstufe gehört.
00:09:04: Dass man da sozusagen rausgewachsen ist?
00:09:06: Genau!
00:09:07: Ich finde es gibt die Möglichkeit und es ist total gesund dass Menschen sich autonom fühlen also Jugendliche und auch selbstständig fühlen Und trotzdem immer wieder merken dass es ihnen jetzt gut tut wenn sie mit anderen zusammenschlafen würden und ich glaube mal muss so ein bisschen... Also wenn wir jetzt eh über schlaf Störungen sprechen, dann wäre das so diagnostisch gesehen.
00:09:29: Wenn man die Kriterien bilden will ist es, dass man sagt dreimal die Woche.
00:09:34: Es ist problematisch und über drei Monate.
00:09:36: Das sind Sachen wie, dass Man Probleme hat mit dem Einschlafen.
00:09:41: Man kann Probleme haben im Durchschlafen.
00:09:43: ein Symptom wäre Frühes Erwachen und überhaupt ein Problem mit dem Schlafwachrhythmus.
00:09:49: Und es ist völlig normal, wenn man immer wieder mal schlecht schläft.
00:09:53: also das wäre überhaupt kein Zeichen dafür dass man da mit einem Problem hat.
00:09:57: und eben diese Probleme wie Einschlafen durchschlagen frühes Erwachen Schlafachrhythmust die zeigen sich dann am Tag in Mütigkeit Konzentrationsprobleme eine Gereizzeit schlechte Stimmung und vielleicht auch Leistungs-Einbrüchen.
00:10:12: zum Beispiel bei kleineren Kindern könnte es auch so was sein Und ich würde jetzt nicht drei Monate warten, wenn das mehrmals die Woche ist oder mehr als dreimal um was zu tun.
00:10:24: Das wären so grobe diagnostische Merkmale für eine Schlafstörung
00:10:29: und auch da kommt es ja drauf an.
00:10:30: also das ist ja gar nicht unbedingt damit gegeben dass man vielleicht nicht alleine schlafen kann.
00:10:34: Kann man trotzdem in der Hose am Schlaf haben?
00:10:36: Ja genau!
00:10:37: Ich glaube auch das auf jeden Fall.
00:10:38: gut ist hinzuschauen Man merkt, das wirkt sich auf den Tag halt
00:10:42: aus.
00:10:43: Wie es nachts
00:10:44: ist.
00:10:45: Interessant ist ja, dass man sagen kann eine Schlafstörung, die kann für sich stehen.
00:10:51: Sie kann aber auch ein Ergebnis sein von einem Problem.
00:10:55: Zum Beispiel von Ängsten ... oder von Stress im Alltag, oder von irgendeinem traumatischen Erlebnis.
00:11:01: Und gleichzeitig kann eben die Schlafstörung auch dann eine Ursache sein für ein neues Problem.
00:11:08: Also manchmal ist das dein Kreisläufer.
00:11:11: Weißt du bei dir?
00:11:12: Würdest du sagen da war vielleicht bei mir schon immer ein quasi vielleicht Ängste und die führten dazu... Themen habt ihr mit dem Schlafen oder würdest du so sagen?
00:11:23: Oder auch von denen, was vielleicht deine Eltern berichten als Kind.
00:11:28: Ich glaube alles top aber dann habe ich halt Schlafprobleme bekommen.
00:11:32: Ich glaub es hat sich gegenseitig etwas verstärkt und ich glaube schon dass das sehr viel mit Ängsten zu tun hatte gerade dieses nicht alleine schlafen können und eben sowas wie Lichtbrauchen und die Albträume vor allem.
00:11:42: also ich hab wirklich, ich denke immer phasenweise richtig toll Albtäume Fast jeder Nachtlebträume.
00:11:50: Und was aber vielleicht sozusagen für sich alleine stand, war dass ich auch super lange gebraucht habe um überhaupt einzuschlafen hatte auch mit Angst zu tun wenn mich nicht getaut hat meine Augen zu schließen.
00:11:59: aber ich war auch teilweise einfach lang gebrauch unabhängig davon oder bin eben öfters aufgewacht.
00:12:04: Das heißt, es war so beides wirklich sagen und ich glaube gerade diese Angst hat sich halt durchgezogen und wir haben darüber ja auch schon gesprochen dass ich ja hoch sensibel bin und gerade deswegen gab's über den Tag verteilt halt immer viele Dinge die mir Angst gemacht haben die dann mich abends noch mehr davon abgehalten haben zu schlafen.
00:12:19: Und heute würde ich halt sagen ist das noch ein bisschen anders weil halt mit der Zeit immer auch andere Sachen dazu gekommen sind.
00:12:25: also ich habe auch nur pdbs also postformatische Belastungsstörung davon träum ich ständig von so Sachen, die passiert sind.
00:12:33: Ich glaub da hat sich mit der Zeit immer viel entwickelt was ich gegenseitig verstärkt hat.
00:12:38: Also eben gerade so dieser Kreis, auf den du angesprochen hast?
00:12:41: Ich kenne das ein bisschen auch von mir, von depressiven Phasen.
00:12:46: Da weiß ich gar nicht was eigentlich erst losgeht.
00:12:49: Ich vermute mal eher dieses bisschen grüblerische Nachdenkliche und dadurch dann einen schlechterer Schlaf.
00:12:56: Und der schlechtere Schlaf führt dazu dass ich mich tagsüber noch schlechter fühle Und noch mehr ins Krübel kommen und dann also Kreisläufe entstehen, die sich dann gegenseitig verstärken.
00:13:09: Ja dieses psychische kann ja auch voll Kraft
00:13:11: brauchen.
00:13:13: Wegen den Albträumen hast du ganz ganz verschiedene oder immer wiederkehrende ähnliche?
00:13:19: Weil
00:13:20: das früher sehr klassisch so mit Verfolgung oder dass ich online gelassen wurde Meck gegeben wurde oder so was.
00:13:29: Aber auch so gewalttätig, das ist sowas.
00:13:31: Inzwischen ist es sehr oft wiederkehrend nicht exakt aber dieselben Themen oder ähnliche Situationen, dass schon manchmal einfach komisch, aber oft wirklich so, dass es einen nicht verlässt den Tag über.
00:13:45: also man ist es so intensiv und surreal, dass man den Tag übert, dass ich mich davon eigentlich erholen muss und die ganze Zeit ein komisches Gefühl habe.
00:13:52: Man fühlt sich nicht ganz da fast wie so ein bisschen dissoziiert irgendwie.
00:13:57: Und das wird dann auch im Laufe des Tages irgendwann besser, aber das ist halt auch wenn ich lange schlafe keinen erholensamer Schlaf.
00:14:04: Ich nehme halt auch Medikamente und das hilft beim Einschlafen total, aber da es auch das Problem ... Es gibt Medikamente die sozusagen diese Tiefschlafphasen verlängern und verstärken.
00:14:15: Das sind die Phasen in denen man viel träumt.
00:14:17: D.h.,
00:14:17: dass kann sein, dass die Träume dadurch eigentlich noch schlimmer geworden sind.
00:14:21: Das weiß ich nicht genau.
00:14:23: Was ist so schwierig, wenn man versucht das eine Problem zu bearbeiten?
00:14:25: Dass dann was anderes auch schlimmer werden kann.
00:14:28: Auch so Morgenmüdigkeit kann von Medikamenten zusätzlich kommen und dass es immer ein schmaler Grad für so ne gute Schlafhygiene und sowas worauf man nachtet.
00:14:38: Ja, das ist spannend!
00:14:38: Also die Altträume würde man sagen sind eigentlich total normal Und wie du gerade gesagt hast, ganz spannend.
00:14:47: Es gibt ja Schlafhasen eigentlich zwei also den Rämschlaf und den No-Rämsschlaf das heißt ja die... Also da spricht man ja irgendwie von schnellem Augenbewegung.
00:15:00: Rapid Eye Movement ist dieses Rämmen und in der Rämpfase werden ja Emotionen und Erlebnisse besonders verarbeitet und die eigentlich sind so ungefähr so neunzig Minuten Phasen die sich immer so abwechseln.
00:15:14: Rämmenschlaf ist der Tiefschlaf, er holt sich der Körper eher und sammelt wieder Energie.
00:15:18: Und Gedächtnisinhalte werden da auch gefestigt und zum Morgen hin verlängert sich dann der Rämschlaf.
00:15:26: Von daher hast du also eher dieses Thema wenn du dann morgens wach bist dass du dich an die Träume erinnerst oder das du aus dem Traum rauskommst weil da dann eher mehr diese Rämpenschlaf-Phasen sind.
00:15:38: Dann weiß man aber eben sag ich mal, empfindliches Nervensystem haben und da quasi stärker auf innere Bilder reagieren oder Emotionen.
00:15:49: Und dann auch deswegen ihre Träume besser erinnern und dadurch diese Albträume auch morgens eher im Gedächtnis bleiben.
00:15:57: Also das klingt so ein bisschen
00:15:58: bei dir?
00:15:59: Also würdest du aber auch sagen dass Albtröme in welchem Ausmaß ist das normal und ab wann?
00:16:05: sollte man sagen... irgendwie mal mit jemandem besprechen sollte und kann man überhaupt wirklich was machen.
00:16:11: Ja, ist
00:16:12: ganz spannend.
00:16:13: genau also ich würde sagen erst einmal dass sie ganz normal sind weil wir ja also sowas wie Stress und Angst oder Depressionen oder Traumatisierung wir also quasi verarbeiten.
00:16:23: auch jetzt habe ich schon so in eine tiefe Kiste reingepackt aber wir verarbeiten ja quasi im schlaf alles was wir am tag erleben.
00:16:30: und wenn jetzt aber wir eben noch verschiedene heftigere Themen haben verarbeiten wird es halt eben auch eben am Tag viel belastendes erleben, dann wird das auch ein Stück weit mehr im Schlaf auftauchen.
00:16:44: Es ist vermutlich zu einfach zu sagen, wenn ich viel schlimmes Erlebe am Tag, werde ich auch unheimlich viele Altpräume haben.
00:16:50: Das wäre zu einfach aber ein Stückchen wird stimmen.
00:16:53: Aber Altepräumen sind erst mal normal weil wir Sachen verarbeiten.
00:16:57: Ich glaube behandlungsbedürftig werden sie sehr häufig auftreten und nachher einen großen Leidensdruck machen nämlich also wenn man im Alltag quasi die man an ihnen haften bleibt.
00:17:07: Und da gibt es aber tatsächlich ganz interessante Therapiemethoden, zum Beispiel so eine, dass man den Traum, den man sehr häufig hat versucht sich noch mal herbeizuholen und ihn dann versucht quasi zu verändern.
00:17:21: also das man wie ein neues Drehbuch schreibt.
00:17:23: Ein
00:17:24: anderes Ende?
00:17:24: Ein
00:17:24: anderes Ende!
00:17:26: Also oft sind Albträume so, dass Man sich ohnmächtig fühlt und hilflos und dass man im Wachzustand der Therapie das verändert eben dann quasi für sich merkt, ich bin da handlungsfähig und kann was tun.
00:17:39: Und ein neues Drehbuch schreibt und das Gehirn dann dieses Drehbuch lernt.
00:17:44: Und irgendwann im Traum
00:17:45: auch?
00:17:45: Einerseits vielleicht ist es im Traumen dann sogar anders aber auf jeden Fall ist es nach dem Aufwachen anders dass ich mir diese mein eigenes Dreh Buch dann hole und es dann mal sie so überschreibe und von der Emotion wegkomme.
00:17:59: Das wäre so die Idee.
00:18:00: Und da gibt es, also zumindest sagen dann die Patientinnen und Patienten, dass das ihnen hilft... ...und sie nicht in diesen Alltag reinverfolgt sehr stark.
00:18:09: Das hat einen bestimmten Begriff, den ich mir nicht merken
00:18:11: konnte.
00:18:12: Gibt ja lozides Träumen auch?
00:18:14: Ja!
00:18:15: Also ist ja etwas anderes glaube ich.
00:18:17: aber, das ist auch ganz spannend weil ich habe das glaube ich früher, habe ich das ein bisschen ohne es mich zu wissen Ich glaube, auch meine Träume beeinflusst.
00:18:25: Und ich kann das manchmal heute auch so ein bisschen ... Also was ich halt früher gemacht hab, weil ich wirklich so oft Albträume hatte, war dass ich mir jeden Abend vor meinen Schlaften gesagt habe ist es nur ein Traum und irgendwann konnte ich mir im Traum sagen Es ist nur ein traum und auch merken, dass es ein Trauum ist.
00:18:40: und ja, ich wurde mit dessen bewusst.
00:18:42: Was also hat schon geholfen?
00:18:44: Das fand aber auch ganz krass, dass das ging.
00:18:46: Und was heute manchmal auch geht, ist, dass sich mich entscheiden kann aufzuwachen.
00:18:49: Also ich merk', dass es anstrengend ist... Richtig schwer, meine Augen dann zu öffnen.
00:18:54: Aber manchmal habe ich die Wahl und kann sagen Ich wach jetzt auf.
00:19:00: Und das hat mir auch auf jeden Fall geholfen.
00:19:01: Ich weiß gar nicht genau, ob wir das... Also das Früher hab' ich mir schon so bewusst antrainiert aber zu sagen dass sich jetzt aufwachen kann manchmal habe mich mir nicht eigentlich antrainieren Aber da bin ich auch total dankbar für.
00:19:13: Also, wenn man es vielleicht gar nicht so versteht und viel bei der Schlafsach gar nicht erforscht ist schon ganz spannend dass man ein bisschen Einfluss dann schon auch drauf haben kann.
00:19:23: Ja also das was sich in der Literatur gefunden hat war diese bestimmte Art der Therapie.
00:19:29: Das ist natürlich sehr verhaltenstherapeutisch lastig quasi Dass man eben ja aktiv den Traum erinnert und ihm ein anderes Ende gibt.
00:19:39: Und das immer wieder wiederholt, und das scheint gute Wirkung zu haben, dass dann die Menschen sich wirksamer fühlen und nicht mehr so ausgeliefert.
00:19:47: Das ist bestimmt bei Träumen auch... Also es ist glaube ich auf einem großes Thema, dass man das geführt hat, man kann ja gar nicht so richtig was machen, kannst jetzt nicht eine Sache am Tag ändern und dann träumst du nicht mehr schlecht.
00:19:58: Man kann ein bisschen üben, wie stark lasse ich die Emotionen an mir haften.
00:20:06: Ich kenne das auch, dass ich morgens aufwache und hatte irgendwas geträumt.
00:20:10: Vielleicht hat er Schuldgefühle oder Trauer.
00:20:14: Das ist den ganzen Tag so mitgezogen.
00:20:16: Und ich hab's oft nicht verstanden mehr rum.
00:20:20: Das kann man therapeutisch ganz gut bearbeiten wenn es sehr häufig ist.
00:20:24: diese Fähigkeit, Ich möchte diese Emotionen jetzt auch trennen.
00:20:31: Man trainiert nicht, dass man jetzt nicht mehr empfindlich ist ...
00:20:34: Oder nicht mehr träumt?
00:20:36: Genau!
00:20:36: Sondern nur anschließender Umgang damit.
00:20:40: Bist du eigentlich früh ein oder sehr spät oder
00:20:45: eine
00:20:46: Späteinschläferin?
00:20:48: Ja, und da ist auch schwierig.
00:20:50: Wie gesagt mit meinen Medikamenten ist das deutlich besser jetzt weil die ja auch so ein bisschen gegen Angst abends helfen.
00:20:56: aber was bei mir oft ist dass ich mich mit etwas wachhalten muss beschäftigt halten muss bis ich so müde bin dass sich direkt einschlafen kann wenn ich meine Augen schließe weil ich Angst davor habe darauf zu warten einzuschlaven und weil ich auch manchmal dann mein Augen nicht schließen kann weil ich angst hab oder weil ich dann mich mit meinen Gedanken ja alleine bin Das heißt, ich halte mich viel zu lange wach.
00:21:19: Damit ich nicht diese Phase habe, wo ich drauf liegend darauf warte, dass ich
00:21:23: einschlafe.".
00:21:24: Das ist natürlich aber auch total dumm, gerade wenn man da noch am Handy ist oder sowas, das ist man ja sowieso nicht mehr so vom Schlafengehen.
00:21:31: Ja, aber das passiert mir leider dann ziemlich oft.
00:21:33: Gerade in Phasen, wo die Nacht vorher ein Albtraum hatte, hab ich eine Angst, dass sich wieder so träume.
00:21:39: Und dann zieht sich das natürlich alles in, dass man morgens noch mehr müde.
00:21:42: So dass du glaubst, du kriegst nicht genügend Schlaf?
00:21:46: Weil der Abend zu spät wird und du musst morgens früh den Schlaf abschneiden quasi oder wie... Ja, ja.
00:21:54: Das ist ein Riesenproblem mit der Schule, ne?
00:21:56: Ja, das war auch... ich war chronisch zur Spätkümmerin Bestimmt auch nicht nur deswegen, aber war auch ein Thema.
00:22:03: Ich bin schon als Kind nicht wach geworden und ich wurde dann immer noch schlafen, irgendwie zum Frühstück getragen.
00:22:09: Und ich hab es aber, ich habe sich hingekriegt aufzuwachen bis ich halt einfach richtig spät dran war.
00:22:14: Auch heute, ich schlaf durch meinen Wecker wenn ich dann endlich mal schlafe ja und auch tagsüber auch und das ist eigentlich auch nicht so gut.
00:22:21: Aber Auch da muss ich immer wieder mal mich hinlegen.
00:22:24: Man sagt, dass die innere Uhr sich an das so nach hinten verschiebt bei Jugendlichen auch völlig normal und es dann quasi eine Konfrontation gibt mit der Gesellschaft mit der Schule halt.
00:22:37: Es ist total spannend zum Beispiel Estland Das führt jetzt ab September, dass die Schulen erst ab neun beginnen.
00:22:45: Und ich sage ganz klar, eine Studienlage ist das auf jeden Fall.
00:22:49: dann Jugendliche beta einschlafen können oft erst und dann aber ja ihre acht bis zehn Stunden brauchen.
00:22:56: Deswegen hat man gesagt okay nicht vor neun.
00:22:58: und in Kalifornien gibt es sogar ein Gesetz, dass Schulen glaube ich frühestens ab halb neun beginnen dürfen.
00:23:05: England-Staatenschulen starten Schulen später.
00:23:09: Ja, und hier ich bin manchmal in Schulen Für Workshops eine Schule, die startet immer zehn vor acht.
00:23:15: Mir war fünf vor acht
00:23:16: ... Und das geht einig?
00:23:19: Man sagt doch, dass in der ersten Stunde nicht so viel bringt für die Jugend oder ... Das hab ich auf jeden Fall ... Nee, nicht
00:23:26: so!
00:23:27: Die sind
00:23:29: gar genau ... Aber das zieht sich natürlich auch an den Tag rein.
00:23:33: Man müsste das System umstellen, damit man später startet.
00:23:37: Da würde ich grundsätzlich sagen, Ich mir wünschen würde, dass Lehrer vielleicht
00:23:42: auch mal nachfragen.
00:23:43: Und natürlich wie wir gesagt haben so das dann eine größere Müdigkeit ist oder man mehr schlaft braucht es natürlich normal in bestimmten Phasen.
00:23:52: aber wenn man irgendwie häufig zu spät kommt oder ich habe auch echt teilweise Schwierigkeiten gehabt mich im Unterricht einfach wachzuhalten und jetzt auch gerade in den letzten Schuljahren ständig mit meinen Augen zu gefallen Und dass man da vielleicht nicht immer direkt davon ausgeht, dass irgendwie einfach keine Lust auf Schule da ist oder die oder der Jugendliche nachts noch gezockt hat.
00:24:13: Weil ... oder sie kein Bock hat oder so was.
00:24:17: Sondern dass man vielleicht einmal fragt, woran liebt's denn?
00:24:21: Ist alles okay bei dir und es nicht so schnell zu Unterstellungen kommt.
00:24:25: Ich glaub das hätte ich mir auch schon gewünscht, dass jemand nachfragt unter Mittelschufe.
00:24:30: Warum bist du eigentlich so viel zu spät?
00:24:32: Das merke ich auch.
00:24:33: Ich glaube, das ist oft so ein ... Oder ich arbeite mich oft ab an diesem Begriff der Faulheit und finde oder wundere mich oft wenn Jugendliche in der Schule zum Beispiel schlechter werden oder seltener kommen dass also das sehr schnell einfach damit so assoziiert wird mit Faulhalt Und man quasi nicht irgendwie einen Schritt weitergeht und überlegt Moment mal was ist eigentlich los Woran könnte das liegen?
00:24:59: Und die wenigsten Menschen sind... Foul, wenn jemand nicht irgendwo mehr hinkommt oder immer zu spät kommt.
00:25:07: Oder irgendwas nicht leistet was er mal geleistet hat.
00:25:11: Dann liegt es eigentlich nie daran dass er keine Lust mehr hat sondern dann steckt irgendetwas dahinter und das müssen wir erfragen.
00:25:18: Und da
00:25:18: müssen wir auf
00:25:19: diese Ebene kommen.
00:25:20: eben also es kann ja auch sein als die Person dann eben so wie sagt ich kann dieses Thema jetzt nicht machen Ich habe keine Lust drauf.
00:25:27: aber auch das bedeutet Ja Es ist mir so fremd dieses themen Es ist so was von mir fern, ich kann das nicht mehr abliefern.
00:25:35: Wir haben eigentlich immer Ursachen und die werden sehr selten erfragt, sondern es kommt dann das Label drüber, Pubertät, Faul oder so irgendso ein Zeug.
00:25:44: Und so denke ich auch beim Schlaf also beziehungsweise mit diesen zu spät kommen.
00:25:48: Also ich glaube jetzt gibt's wenig Jugendliche, die quasi innen drin sich total Bock haben nachts um vier ins Spiel zu spielen.
00:25:55: Das hat eine Bedeutung!
00:25:57: Entweder ist man traurig oder einsam, oder hat zu viele Gedanken.
00:26:01: Die einen quälen die muss ich also quasi unterdrücken oder was auch immer?
00:26:06: Ja oder es ist man vermeidet auch vielleicht nur wie Schule oder
00:26:10: so.
00:26:11: Das ist sehr super häufig finde ich das.
00:26:13: dann mir Jugendliche sagen.
00:26:15: Also quasi dass sie lieber sagen Ich hatte kein Bock als ich hab's nicht hingekriegt Oder ich habe Angst, dich kriegst nicht hin.
00:26:23: Dann lieber quasi sagen ... Ich hab keinen Bock!
00:26:26: Weil dann bleibt mein Selbstwert nach
00:26:28: oben.".
00:26:28: Und das war auch mehr eine Entscheidung?
00:26:30: Ja genau, es hat niemand von außen mir gesagt, du kriegest's nicht hin...
00:26:34: Ja, aber glaubt ihr hast was Kontroverses gesagt als ich glaube, dass würden sehr viele anders sehen.
00:26:40: Ich hatte auch ein Lehrer wo es wirklich ... und haben sie schon öfter gesagt so wir sind halt alle faul Und sowas?
00:26:48: Ja, das vermutlich geht es danach um Menschenbild.
00:26:51: Also ob ich so denke ... Der Mensch kann immer abliefern und wird nicht sonderlich stark von irgendwas Emotionalen auch beeinträchtigt oder so.
00:27:01: Das sehe ich natürlich komplett anders.
00:27:03: Das hat dann aber fast was Maschinenhaftes, dass Menschen so abliefern können.
00:27:07: Und das Spannende finde ich ja gerade jetzt.
00:27:09: also die Biologie zeigt das, dass eben die innere Uhr sich nach hinten schiebt der Schlafwache.
00:27:17: muss nach hinten geht und man dann eben ein gesellschaftliches Problem bekommt.
00:27:21: Wir könnten ja auch sagen, wieso organisieren wir nicht den Alltag von Jugendlichen so wie es Jugendliche brauchen und nicht wie sie erwachsen wollen?
00:27:28: Weil da müssten mir viele Sachen umstellen im Busfahrplan, wir müssten Hobbys weiter nach hinten nehmen oder die Schule müsste länger gehen.
00:27:36: Eltern müssten morgens später zur Arbeit kommen dürfen weil die Kinder erst um neun in der Schule sein müssen.
00:27:42: aber das passiert ja nicht.
00:27:44: Aber in Estland klappt's ja jetzt mal.
00:27:46: Also es ist so ganz unmöglich, ist das nicht?
00:27:50: Ja vielleicht muss man es auch... also ich hab' jetzt auch das Gefühl dass es irgendwie fühlt sich nicht realistisch an, dass jemand das wirklich umsetzen würde.
00:27:56: Weil vielleicht ist es dann auch irgendwie unterschätzt man dann auch, dass er funktionieren kann.
00:28:00: wenn sich halt also jemand entscheidet wird sozusagen was das jetzt gemacht hat.
00:28:04: Also ich kenne schon Schulen die sind so.. also zum Beispiel die Schule meiner Kinder beginnt glaube ich um halb neun Ja, und dann auch erst so gleitend mit nämlich Morgengreis.
00:28:14: Und nicht mit Lernen lernen, sondern ankommen erstmal im Kreis.
00:28:19: wie geht es dir?
00:28:21: Aber für die Kinder, die quasi weiß ich nicht mehr zu Hause sein können weil Eltern weg sind oder so, dann gibt's aber eine Betreuung ab weil es nicht wie Flur ist.
00:28:31: Das müsste man dann eben auch einführen, dass dann auch Eltern sagen können ich habe jetzt keine Angst, dass mein Kind über eine Stunde allein zu Hause ist und dann geht das Kind schon mal hin.
00:28:41: Und
00:28:41: noch da kann man ja sagen, das muss ja auch nicht von der fünf Stunden Klasse so beginnen.
00:28:45: Wenn die Kinder dann irgendwie langsam wirklich richtig in die Oberteel kommen,
00:28:50: dass
00:28:50: sich das dann verändert... Ja also...
00:28:53: Ja das stimmt!
00:28:54: Ich glaub grundsätzlich, da vielleicht auch die Jugendlichen mehr zu fragen und einzubeziehen.
00:28:59: Ja.
00:28:59: Und halt nicht so schnell was zu unterstellen wäre, glaub ich schon hilfreich?
00:29:03: Generell also dieses ... ja, dass man in diese Faulheit unterstellt.
00:29:08: Weißt du etwas ja gerade gesagt, dass dir dieser Einschlafprozess Angst macht oder Augen schließen?
00:29:15: Findest du es auch sehr spannend, weil das hat nämlich, finde ich, was damit zu tun ist, man ja so loslässt, Kontrolle losläßt, wenn man so Augen sucht!
00:29:23: Das ist schon schwierig.
00:29:25: Also auch der Körper loslässt, er wird dann so kraftlos und ich weiß als Kind und Jugendlicher habe ich ewig gebraucht zum Einschlafen, ewig.
00:29:34: Es gibt eine Zeit wo die Wissenschaft sagt bis dahin es ist normal, die würde ich gleich sagen aber weißt du wie lang du so gebrauchten oder wie das so war?
00:29:45: Ich
00:29:45: weiß es ehrlich gesagt nicht genau, ich weiß dass sich super lange angefühlt hat und es wollte einfach nicht so, es ging einfach nicht
00:29:54: Und hast dann Druck gemacht, ich muss einschreiben.
00:29:56: Ja und es war einfach anstrengend frustrierend, es war nervig.
00:30:01: Ich glaube auch da ist es aber schneller nervig als was die Wissenschaft sagt, was noch normal
00:30:07: ist.
00:30:08: Also dreißig Minuten bis
00:30:11: zu drei Stunden oder so?
00:30:12: Weil ich habe von irgendwem gehört dass das eine Stunde dauern darf.
00:30:18: Aber das ist also schon eine lange Zeit um zu liegen und zu warten.
00:30:24: Ja, also ich würde auch sagen nach zehn Minuten Viertelstunde würde ich nervös werden.
00:30:29: Und dann jetzt erst recht irgendwie nicht?
00:30:31: Und dann aber sagt man ja eigentlich auch wenn man das Gefühl hat es funktioniert nicht und soll mir wieder raus.
00:30:38: Also das Bett soll ja eigentlich, und das ist auch noch mal ein spannendes Thema finde ich.
00:30:42: Wie hat man überhaupt ein Ereigniszimmer?
00:30:45: Das ist irgendwie selbstverständlich.
00:30:47: Auch wenn es irgendwie so getan wird.
00:30:50: Ich habe tatsächlich auch viele Jugendliche in Therapie die haben gar keinen Eregnistimmers funktioniert gar nicht.
00:30:58: Wo kann man denn eigentlich ganz gut ausruhen und Zeit verbringen... Im Idealfall sollte man es nicht auf dem Bett machen, sondern das Bett soll dem Schlafen dienen.
00:31:09: Ich glaube, es geht oft gar nicht anders.
00:31:11: Aber wenn man merkt, man kann nicht einschlafen, dann sollte man nach einer halben Stunde wieder das Bett verlassen und woanders hingehen, was sich lesen oder so ... Und noch mal einen Versuch starten.
00:31:22: Verbringst du viel Zeit im Bett?
00:31:24: Auch zum einfach so sein?
00:31:26: Das
00:31:27: war schon sehr schön!
00:31:28: Ja,
00:31:28: das ist bestimmt auch nicht so ganz hilfreich.
00:31:31: Aber auch alleine wenn ich irgendwie den Tagsüber noch mal hinlege oder sowas dann bin ich ja auch wieder im Bett.
00:31:37: Wie lange schliefst du?
00:31:39: Wenn du tagsüber schläfst.
00:31:40: Ich versuche inzwischen entweder zu sagen, ich mache halt so eine Schlafphase, so neunzig Minuten Oder ich mache so forty-fünf Minuten, damit ich mich versuche noch vorher irgendwie rauszuziehen.
00:31:52: Es ist meistens mehr wie eine Stunde was natürlich dann nicht so gut ist.
00:31:56: und man sagt auch eigentlich so zehn bis zwanzig Minuten ist super!
00:31:59: Genau.
00:32:00: also ja nicht mehr als ne halbe?
00:32:02: Ja es schwierig!
00:32:05: Gerade wenn... Ich bin halt dann so müde und ich glaube ich höre auch immer wieder so ja du würdest ja nachts schlafen wenn du tagsüber nicht schlaffen würdest.
00:32:13: Das ist ja irgendwo, da ist ja schon Wahrheit drin.
00:32:16: Dass natürlich ... dass den Rhythmus durcheinanderbringt und so.
00:32:20: Aber ich bin so müde davon das immer zu hören.
00:32:23: Weil mich auch wenn ich nachts schlafe nicht oft meistens nicht erholte am Schlafen Und es auch dann nicht tagsüber so ist, dass sich... Ich hab dann nicht das Gefühl, ich habe eine Wahl!
00:32:33: Schlafe jetzt gleich.
00:32:35: Deswegen leg ich mich ins Bett, damit ich nicht woanders schlafe, was auch auf Konjunktur.
00:32:41: Ich glaub das ist manchmal so nicht einfach zu sagen man hält sich den Tag überwacht und dann klappt es nachts schon gerade wenn ... gestattetes Schlafverhalten, hat gestatteten Schlaf.
00:32:54: Ist es oft nicht so leicht dass das damit dann getan ist?
00:32:57: Ja das stimmt!
00:32:58: Es gibt noch so paar Tipps finde ich die wichtig sind dadurch dass ja vermutlich die meisten Jugendlichen unter der Woche zu wenig schlafen weil es nicht gut funktioniert mit der inneren Uhr also dass man eigentlich erst später müde ist morgens früh raus muss hat man auf zu wenig und dann hat man ja so die Idee dann schlafe ich am Wochenende aus Und das ist auch gesund, weiß man mittlerweile.
00:33:20: Da sagt man so der Unterschied sollte höchstens zwei bis drei Stunden sein.
00:33:27: also wenn ich jetzt tatsächlich nicht so gesund unter der Woche dann was will sich sechs Stunden und jetzt schlafe ich dann mal am Wochenende irgendwie vierzehn.
00:33:38: Also das Problem dabei ist, dass man diesen Schlaf wachrückt muss dann wieder zu stark durcheinanderbringt.
00:33:43: Und das ist eigentlich das große Problem, weil man dann wieder so in diese Woche startet mit zum Social Chat-Lack und dann baut sich das Problem quasi wieder
00:33:52: auf.
00:33:52: Das heißt, wir müssen schauen, wie lange ich brauche am Wochenende?
00:33:57: Dann sagt man, da brauche ich irgendwie zehn Stunden und dann muss man rückrechnen, okay, wie viel muss ich unter der Woche schlafen damit der Abstand nicht die Differenz nicht zu groß ist
00:34:06: Ja, oder dass man quasi sagt also es ist ja eben ein Problem was dann langfristig auch wirklich krank machen würde wenn ich unter der Woche immer zu wenig habe.
00:34:17: Vorschlafen kann man nicht.
00:34:19: Man kann natürlich bedingt irgendwie nachschlafen, aber ich kann keine Rechnung aufmachen, dass sich sage Ich habe jeden Tag in der Woche nur sechs Aber ich bräuchte zehn und jetzt schlafe ich am Wochenende zweimal fünfzehn Und dann kann ich mein Grundruh wieder ausgleichen.
00:34:34: das funktioniert nicht.
00:34:35: was aber tatsächlich ein Problem ist dieser wenn der Unterschied so krass ist.
00:34:39: Also dieses ganze Schlafthema, und das ist ja auch so der Begriff Schlafhygiene – es ist schon ganz schräg, ne?
00:34:45: So Hygiene ist schon voll ... Ich wollte sagen langweiliger, aber Hygienne ist nicht langweillig... Aber er ist so steril!
00:34:52: Und ich finde, das Thema Schlafen ist so voll konträr zu Lust und Autonomie und Jungsein.
00:35:00: Und ich glaube, das ist aber halt... Ich glaube man muss irgendwie ein bisschen verstehen dass es halt wichtig ist und man muss ja nicht vielleicht alle Schlafregeln einhalten.
00:35:10: Aber so die, ich glaub schon mal wichtig eine Grundidee zu haben, dass es voll gesund ist zwischen acht und zehn zu schlafen und ab achtzehn können sie auch ein bisschen weniger sein oder so.
00:35:20: Das ist ja nicht statisch, aber wenn man dann achtzehneinzehn wird, dann reichen auch.
00:35:26: Aber man sagt, ich versuche am Wochenende nicht nur Rhythmus voll umzuhauen.
00:35:31: Das ist das Wichtige.
00:35:33: Sondern dass da der Unterschied höchstens so zwei Stunden ist.
00:35:38: Vielleicht kann man ja auch sagen, es ist wichtig, dass es eine Art von Rotik mehr gibt?
00:35:43: Ja!
00:35:44: Das ist die perfekte Routine ist, die dann aber nur selten erreicht wird.
00:35:49: Also der Körper sich das dann ja schon irgendwann auch so merken kann und man sich dran gewöhnen können.
00:35:53: Ja es muss ja nicht perfekt sein und da muss man natürlich auch für sich rausfinden was funktioniert.
00:36:01: Ich hab vorhin gefragt, was sagt denn so deine innere Uhr?
00:36:03: Aber das ist natürlich auch noch mal viel schwieriger wenn man auch Medikamente nimmt und so.
00:36:08: Für alle die das jetzt nicht nehmen wird es hilfreich zum Beispiel in den Ferien zu gucken Wann werde ich eigentlich abends müde Und wann mach' ich eigentlich ohne Wecker auf?
00:36:18: Das aber wirklich paar Tage.
00:36:20: Natürlich macht's aber keinen Sinn Es zu beobachten, wenn ich jetzt vier Tage am Stück feiern gegangen bin.
00:36:25: Das macht keinen Sinn quasi.
00:36:27: Und natürlich macht auch keinen Sinn in dieser Zeit quasi viel Koffein zu trinken oder so ein Zeug, ne?
00:36:34: Ja und es ist auch... Also ich glaub' ich find's so schwer zu beantworten.
00:36:37: Weil ich weiß nicht, wann ich das selbst mal aufgewacht bin um mich erholt gefühlt hab'.
00:36:40: Ich weiß nicht wie sich das anfühlt, nicht dann noch müde zu sein.
00:36:45: Das Gefühl haben wir uns eigentlich noch weiterschlafen oder ich komme nicht aus dem Bett oder nicht, dann wieder im Laufe des Tages total müdezuseinig.
00:36:51: Weiß nicht wie sie sich das anfühlt.
00:36:53: und dann ist es auch so schwer sagen okay das hilft mir Das hilft mir nicht.
00:36:57: Das muss ich vermeiden, weil ... Ich glaub, ich kenn das gar nicht so richtig und ganz selten hab ich mal einen Morgen, wo ich das Gefühl habe, irgendwie hab ich ... Bist du frisch?
00:37:09: Irgendwie hab ich ein bisschen mehr Energie als sonst.
00:37:12: aber ... Und ich glaube es ist auch gerade, wenn man verschiedene psychische Erkrankungen hat die sich gegenseitig beeinflussen, Medikamente dann ja
00:37:19: zu viel ... Dann kommt schon viel durcheinander.
00:37:21: Da kann's ja auch in ganz vielem liegen.
00:37:23: also da muss man erst mal die Ursache rausfinden.
00:37:26: Aber ich glaube, dass das auch viele kennen, dass man gar nicht weiß wie sich erholsamer Schlaf anfühlt und dann weiß man auch nicht was normal ist und worauf man achten soll.
00:37:37: und dann verschieben sich die Maßstäbe für einen guten Schlaf.
00:37:40: Für mich ist jetzt ein guter Schlaf wenn ich mich nicht an meinen Traum erinnere und nicht dass ich mich erholt und ready für den Tag fühle.
00:37:47: Und ich glaube das ist so schwierig denn wenn man sowieso schon irgendwie kein gutes Gefühle dafür hat dann zu wissen, was das Ziel
00:37:55: ist.
00:37:56: Ich glaub halt, dass es zumindest tatsächlich auch nur rauszukriegen wäre in den Ferien.
00:38:02: Und das über eine ganze Weile mal zu schrauen.
00:38:05: Dieses Mal fühl ich mich abends müde und aber da kann ich mir halt auch wieder vorstellen, dass man das halt auch genießt an diesen Schlafwachrhythmus mal sehr nach hinten zu schieben, weil ich's ja kann.
00:38:15: Dann werde ich natürlich nicht irgendwie so automatisch müde gegen vielleicht zehn, elf, zwölf, sondern wenn das hier eine Weile verschoben ist, dann passiert sich erst um zwei.
00:38:24: Das wäre aber vermutlich nicht normal.
00:38:26: Und da ist ja zum Beispiel auch Melatonin, das Schlafhormon, was eigentlich dann ausgeschüttet wird wenn es dunkel wird.
00:38:34: Das ist so der Schlafanknipser, der uns sagt, hey, so langsam müde werden.
00:38:39: Das kann man als Medikament nehmen.
00:38:42: Das wird ja auch ein bisschen unterdrückt durch dieses blaue Licht aus dem Handy oder ... was wir sich laptop
00:38:50: oder zwischen glaube ich aber auch umstellen genau
00:38:54: ja.
00:38:54: es ist aber auch tatsächlich gar nicht so krass entscheidend sondern dass man heute glaub ich ein bisschen mehr als entscheiden sieht sind die inhalte mit denen man sich eigentlich kurz vor dem man will schlafen beschäftigt oder wenn man jetzt irgendwas spielt oder sowas das das system so hochgefahren ist und gar nicht jetzt unbedingt dieses licht
00:39:16: Vielleicht beim letzten Podcast auch kurz gesagt, Nachrichten vom Schlafen geht.
00:39:20: Geht für mich nicht.
00:39:22: Dann kann ich nicht gut schlafen oder einschlafen und habe schlechtere Träume.
00:39:26: Auch schwierige Filme.
00:39:28: Nicht wenn
00:39:28: es dunkel ist und nicht vom Schlaf.
00:39:30: Aber ich glaube auch da muss man für sich irgendwie das so kennenlernen was da hilft und was es schlimmer
00:39:37: macht.
00:39:38: Aber eben da total wichtig, dass man sich von vorgeblichen Normalitäten lösen darf.
00:39:46: Dass du selbst entscheidest, das tut mir gut und nicht gut.
00:39:50: Dass man auch entscheidet, ich finde es voll Mist, dass ich abends hier jetzt noch viel kommuniziere ... muss es einfach aushalten oder auch hinnehmen, dass ich eigentlich weiß tut mir nicht gut und dann lasse ich.
00:40:04: Und das total individuell ist also dieses... Ich kenne das zum Beispiel auch, dass sich schneller abends müde wurde Und alle meine Freunde halt nicht.
00:40:14: Ich fand es ja so bescheuert, dass ich jetzt eigentlich heimgehen will schlafen oder auch selbst wenn ich mich heute noch mit meinen alten Freunden treffe und treffen uns in irgendeiner Stadt und schlafe da zwei Nächte unternehmen was?
00:40:26: Der Jonas der als erstes müde wird und die wollen noch weg gehen oder so.
00:40:30: Ich bin ins Bett jetzt tut mir leid aber heute kann ich das gut aushalten.
00:40:35: Das ist irgendwie dann auch egal.
00:40:37: Das ist aber einem, glaube ich mit sechzehn nicht egal.
00:40:39: Und das ist so ein bisschen zumindest darüber nachzudenken und auch zu wissen, dass man damit nicht falsch ist und komisch ist.
00:40:45: Und nochmal der gesunde Schlaf ist halt wahnsinnig wichtig für unsere Psyche und auch für den Körper.
00:40:52: Es beeinflusst wirklich alles.
00:40:53: Ja
00:40:54: genau.
00:40:55: Ich glaube es ist auch, dass Man es auf jeden Fall ernst nimmt wenn es dann mit Schwierigkeiten geht weil es wirklich für alles... die komplette Lebensqualität einen Unterschied macht.
00:41:03: Und
00:41:03: das ist auch okay, wenn man sich eingesteht, dass da was vielleicht nicht gut läuft und das aber auch kein Zeichen von irgendwie Charakterschwäche oder persönlichem Versagen ist oder
00:41:13: sowas.
00:41:13: Aber genau, dass man es auf jeden Fall ernst nimmt wenn man dauerhaft schlechten oder gestörten Schlaf hat, dass man sich absolut für Hilfe holt?
00:41:23: Genau.
00:41:24: Das meinte ich vorhin.
00:41:25: Ich glaube, ich würde jetzt gar nicht drei Monate warten.
00:41:28: Wenn ich als Jugendliche merke ... Ich hab das mindestens drei-, viermal die Woche ganz schlechtes Einschlafen.
00:41:35: Oder währenddessen auch in der Nacht aufwachen, wie wir nicht einschlaffen können und so weiter.
00:41:41: Dann würde ich versuchen, mir Hilfe zu holen.
00:41:43: Und dann in der Therapie wird ja nämlich erst mal abgeklärt, ist das eine Reihe.
00:41:48: eine Schlafgeschichte oder ist das eben auch, zum Beispiel wir es vorhin gesagt haben.
00:41:52: Eine Ursache vielleicht von Ängsten oder aus Depressiven oder von was Traumatischen und dann ist es ja oft so dass man gar nicht an diesem Schlaf rummacht sondern an der Ursache und sich dadurch den Schlaf wieder reguliert
00:42:07: wenn man Glück hat?
00:42:08: Ja, vielleicht kann man hier auch im Schlaf ein bisschen den allgemeinen Zustand, also gibt einem Hinweise auf den Allgemeinzustand und kann man ja so ein bisschen auch lernen zu lesen über sein Leben hinweg.
00:42:19: Dass wenn bestimmte Sachen auftreten dass das einem vielleicht auch schon über die Ursachen sogar einen Hinweis dazu gibt.
00:42:26: Ja ist ein schöner Hinweis genau.
00:42:29: Ich hatte das die letzten Wochen, dass ich nicht einschlafen konnte.
00:42:34: paar Nächten habe ich kapiert, dass mich was beschäftigt.
00:42:39: Und dann war das aber zumindest für mich eben nicht mehr jetzt irgendwie schlimm sondern ich hab dann quasi mich einfach damit mehr beschäftigt und es war gut und dann habe ich mir verstanden und dann hat sich's wieder reguliert.
00:42:51: also ist ganz ganz spannend.
00:42:52: ja und das ist ja auch finde ich der das gute dabei oder das sinnvolle dabei wenn man nicht gut schläft.
00:42:58: wir vorhin kurz über Medikamente gesprochen haben es gibt ja tatsächlich Schlaf-Tabletten.
00:43:04: Und das sind ja eigentlich vom Prinzip Angstlöser, also es fährt ein Nervensystem runter, die dann aber... Also das ist auch legitim, aber auf die Dauer macht's sehr abhängig weil leider alles gegen Angst abhängigt macht und ich kenne tatsächlich gerade in der älteren Generation Leute, die das so versucht haben zu lösen.
00:43:23: Die haben sich nicht quasi damit beschäftigt, was ihr Nervensystem da gerade macht.
00:43:28: Sondern haben aber das Tom weggedrückt und dann wird halt nichts besser.
00:43:33: Weil ja sogar noch nicht mal der Schlaf gesund ist.
00:43:36: Der ist jetzt auch gar nicht erholsam.
00:43:37: Also von daher ... Wenn man merkt wie du grad sagtest, dass es irgendwas mit dem schlaft, dann dürfen wir nachdenken und gucken worauf weiß das uns denn hin?
00:43:47: Ja, dann gute Nacht!
00:43:50: Schlaf schön.
00:43:50: Schlaf
00:43:51: gut.
00:43:52: Herzlichen Dank, dass ich hier sein durfte.
00:43:55: Und jeder draußen macht es gut und schlaft gut.
00:43:58: Bis zum nächsten Mal!
00:44:00: Tschüss!
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