Aus Trauer wird Veränderung: Alix über die Entstehung von tomoni

Shownotes

Alix verlor ihren Sohn Emil durch Suizid, als dieser 16 Jahre alt war. Er lebte mit einer unentdeckten Autismus-Spektrum-Störung und schweren Depressionen. In dieser Spezialfolge teilt Alix im Gespräch mit Elisa die Geschichte der Gründung von tomoni, von der ersten Idee bis zu Wünschen und Visionen für eine bessere Zukunft, in der Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen früher Unterstützung erhalten.

In dieser Folge geht es auch darum, wie wir Menschen begegnen können, die einen Verlust erlebt haben. Was hilft, wenn die richtigen Worte fehlen? Da sein und zuhören, den Verlust ansprechen, Essen vorbeibringen oder gemeinsame Erinnerungen teilen. Oft sind es gerade die kleinen Gesten, die in einer solchen Zeit Halt geben.

Eine persönliche Folge über Trauer, Verlust und die Frage, was sich in Schule und Gesellschaft verändern muss, damit junge Menschen gesehen werden und die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Denn es braucht das ganze Dorf.

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Die nächste Episode erscheint in zwei Wochen.

Dieser Podcast dient der Information. Er ersetzt keine individuelle Diagnose oder Therapie. Wenn du Hilfe brauchst, findest du sie hier:

Im Notfall

Rettungsdienst: 112 (rund um die Uhr erreichbar)

Telefonische Hilfsangebote:

  • Nummer gegen Kummer: 116 111 (kostenfrei, anonym, montags bis samstags von 14:00 - 20:00 Uhr)
  • Telefonseelsorge: 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos)

Online-Beratung

  • Neben der telefonischen Beratung kannst du dich bei der Telefonseelsorge auch per online Chat beraten lassen.
  • Die Nummer gegen Kummer hat auch eine Online-Beratung, an die du dich wenden kannst.
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  • Bei U25 wirst du von gleichaltrigen Peers online, anonym und kostenfrei beraten.
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  • Hier findest du Hilfe und Informationen zu Alkohol- und Drogensucht

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Transkript anzeigen

00:00:08: Willkommen bei deinem Podcast, es braucht das ganze Dorf.

00:00:10: Hier sprechen jugendliche Alltagsexpertinnen und Experten mit Profis aus der Wissenschaft ehrlich und authentisch über mentale Gesundheit und alles was dazugehört.

00:00:19: Du bist nicht allein denn manchmal braucht es ein ganzes Dorf um den Weg zu finden.

00:00:23: Schön dass du Teil des Dorfes bist.

00:00:32: In diesem Podcast sprechen wir offen über Themen rund um mentale Gesundheit, die für einige emotional herausfordernd sein

00:00:38: können.

00:00:39: Wenn du denkst dass das für dich der Fall sein könnte empfehlen wir die Episode nicht allein zu hören.

00:00:44: in der Beschreibung findest du hilfreiche Angebote und Ressourcen die dir Unterstützung bieten können.

00:00:54: Hallo, schön dass ihr wieder dabei seid.

00:00:56: Ich bin Elisa, ich bin Game Changerin bei Tumuni und wir haben heute noch eine Spezialfolge denn gegenüber von mir sitzt die Mitgründerin von Tumoni Alex Puer.

00:01:04: Hallo!

00:01:05: Hallo Ellie, schön, dass ich da sein darf.

00:01:06: Ja,

00:01:07: schön das du heute mit mir da ein bisschen redest für einen Interview was natürlich um Tumuni geht wie es entstanden ist aber auch ein bisschen darum wie du so aufgewachsen bist wie deine Jugend war.

00:01:18: genau und ich würde sagen wir liegen einfach mal los.

00:01:21: kommen jetzt mal ein bisschen zu Tonie, also das was du jetzt machst und dass wo dich auch der Podcast entstanden ist.

00:01:27: Was ist denn Tonie erstmal?

00:01:29: Was bedeutet es vor allem auch?

00:01:32: Wir haben Timoni gegründet, zwei Jahre nachdem sich unser Sohn das Leben genommen hat mit sechzehn Jahren.

00:01:37: Der im Autismus-Spektrum war und dann noch eine schwere Depression entwickelt hat.

00:01:42: Und rückblickend alle sagen – und wir auch!

00:01:45: – der war eindeutig im Autismus-Spectrum.

00:01:48: Das hat ihm aber nicht besonders viel genützt weil es war nur rückblickend.

00:01:54: Irgendwie überlegt das, dass diese sehr traurigen Situationen, ob es irgendwas gibt, was wir daraus machen können.

00:02:01: Weil wollen war eine deiner Fragen?

00:02:03: Ich lebe sehr nach dem.

00:02:05: Es wird schon für irgendetwas gut sein und der Tod eines Kindes ist nie für irgend etwas gut aber vielleicht kann man irgendwas draus entwickeln, was für anderen Unterschied macht.

00:02:13: Und dann haben wir uns immer überlegt Was hätten wir eigentlich gebraucht und was hätte E-Mail gebraut und was Hätte E-mail so Umfeld gebrauchten.

00:02:20: Dann sind wir darauf gekommen, dass psychische Erkrankungen sehr häufig sind.

00:02:23: dann sind wir darauf gekommen, dass man anzeichen.

00:02:26: erkennen kann, weil es sich oft um Veränderungen handelt.

00:02:29: Dann sind wir darauf gekommen dass das Umwelt von Kindern und Jugendlichen dafür aber eigentlich nie richtig sensibilisiert worden ist und gelernt hat wie man dann auch wenn man was sieht dann noch handeln kann.

00:02:38: ich wusste vor sechs Jahren nicht was ein Psychiater macht was im Psychotherapeut macht worauf ich gucken muss was ein Heilpraktiker ist?

00:02:45: wo ist mein Ansprechpartner?

00:02:46: Wie geht das?

00:02:47: Wo ist eine Therapie gut?

00:02:48: Was bedeutet Therapie eigentlich?

00:02:50: Das ist anstrengend!

00:02:51: Wie häufig gehe ich zu einem Therapeuten?

00:02:53: fünf mal die Woche einmal im Monat?

00:02:54: eher keine Ahnung, woher auch?

00:02:57: Weil in unserem Umfeld hat niemand über psychische Erkrankungen gesprochen.

00:03:00: Also wir kannten niemanden der Erfahrung damit hatte den wir hätten fragen können.

00:03:04: und das plus dieser Wunsch für all diese Kinder von denen dann nach und nach E-Mails tot gehört hatten, denen es auch nicht gut geht einen Unterschied zu machen.

00:03:13: Und dann haben wir nach zwei Jahren Tumoni gegründet.

00:03:15: Tumonie bedeutet zusammen auf Japanisch was eine kleine Erinnerung ist an E-Meal.

00:03:19: aber es geht in diesem Unternehmen nicht um E-mail sondern es geht um all diese Kinder die jetzt da draußen sind die vielleicht nicht gesehen werden die Eltern haben die nicht verstehen dass es ihnen nicht gutgeht sich äußern, aber keiner kann die Signale lesen.

00:03:33: Es geht um die Lehrkräfte von diesen Kindern, die vielleicht was sehen oder nicht wissen wie sie helfen können.

00:03:39: Stuhlsozialarbeiter, also die nicht sehen dass sie was sehen könnten und die dann entsprechend schon gar nicht mehr helfen können.

00:03:46: Und diese Idee es braucht das ganze Dorf ist daraus entstanden eben auch mit Blick auf unsere eigene Geschichte hätte ich.

00:03:52: Es geht nicht darum den Menschen von E-Mail um so Umfeld etwas vorzuwerfen sondern wir wissen noch gar nicht ob E-mail sich anders entschieden hätte aber er hätte vielleicht noch eine Chance gehabt sich anders damit zu beschäftigen.

00:04:04: Deswegen wenn jemand früher gesehen hätte Skills lernen können, hätte er lernen können.

00:04:10: Wir mit dem Weg wie sein Gehirn funktioniert, wie sein Verhalten ist besser auf sich aufpassen zu können.

00:04:16: Werden früher verstanden das was er da äußert.

00:04:19: Dicke Anzeichen einer Depression sind und nicht nur Pubertät oder mal nur eine Phase also alles Wörter die wir benutzt haben.

00:04:25: Und ich glaube es gibt viele Menschen Die gerne würden aber nicht wissen wie's geht.

00:04:30: Es gibt viele menschen die Angst haben die immer den und denen möchte mir die angst nehmen Was falsch zu machen.

00:04:34: das einzige was falsch ist es nichts zu machen und da haben wir uns dann Reingearbeitet.

00:04:39: Und zu sagen, es war auch oder hat auch geholfen, ein bisschen damit umzugehen?

00:04:44: Ich

00:04:44: habe das immer abgelehnt und ich dachte, nee, das hat gar nichts mit E-Mail zu tun.

00:04:48: aber natürlich hat das geholpen weil jedes Kind hier der Jugendliche jeder Elternteil der sagt hey durch das was ihr macht kann nicht anders Auf meinen Kind gucken bin ich ein bisschen besser in der Lage, mein Kind zu unterstützen.

00:05:00: Habe ich plötzlich was mitgenommen, das ich vorher nicht wusste und bin deswegen vielleicht eine andere Lehrkraft?

00:05:06: Da hilft es auch bei uns persönlich beim Heilen!

00:05:09: Natürlich engt Tumoni und E-Mail zusammen aber versuchen ist so gut es geht zu trennen.

00:05:13: was geht nicht um E-mail sondern... Es geht um alle Kinder, aber bei uns ist natürlich ... Emil ist schon immer noch dabei.

00:05:19: Weil viel von dem wie es bei uns gelaufen ist, bei anderen genau so läuft und einfach unbedingt besser werden muss.

00:05:25: Also ihr habt ja angefangen mit Tumoni euch auf Lehrkräfte zu spezialisieren sozusagen?

00:05:31: War das damals eine Sache die auch oder wie ihr auch auf Emil aufmerksam geworden seid, dass es ihm nicht gut geht?

00:05:39: Oder wie seid ihr darauf gekommen, dass Lehrkräfter da einen großen Unterschied machen können?

00:05:44: mehrere Gründe, Grund eins.

00:05:47: Nach Emils Tod haben wir die Lehrkräfte der gesamten Schule zu uns nach Hause eingeladen.

00:05:52: Ich war Schulälternbeiräte und ich wusste, ich werde sie wieder treffen Und mir war es wichtig persönlich mit denen zu sprechen.

00:05:57: Die haben uns dann sehr schnell gesagt Wir sind nicht dafür ausgebildet diese Anzeichen zu erkennen.

00:06:02: Wenn man aber weiß dass fünfzig Prozent der Erkrankungen von Erwachsenen erst mal aufgetreten sind bis die Menschen fünfzehn sind Dann das sind ganz schön viele also fünfzig prozent jeder zweite Erkankung und dass man anzeichen frühzeitig erkennen kann, was naheliegend damit anzufangen wo alle Kinder hingehen zwangsweise in die Schule.

00:06:23: Und ich war eben Statteltern-Beirätein.

00:06:25: deswegen ich kannte das System Schule.

00:06:27: Ich hatte ein Netzwerk.

00:06:28: ich konnte Leute fragen wie findet ihr eigentlich diese Idee?

00:06:30: Ich konnte Leute Fragen als wir erste Ideen hatten.

00:06:33: also konkrete Ideen.

00:06:34: könnt ihr damit etwas anfangen?

00:06:35: Wir hatten Leute die wir fragen konnten es wir deutschlandwahrheit Lehrkräfte befragen konnten.

00:06:39: Es war für uns so klar Gute oder das Einfache ist, Lehrkräfte haben eine klare... Also A weiß ich wohl Lehrkräftes sind.

00:06:48: Das heißt wir sind... Ich kann sie irgendwie ganz gut erreichen.

00:06:50: und B ist auch die Aufgabe der Lehrkräften ja sehr beschränkt.

00:06:53: also es ist ja eine andere als die von Eltern und ihr geht wirklich von.

00:06:56: ich erkenne was, gleitet das Kind und dann übergebe ich aber an die Eltern.

00:07:00: Es ist ne andere Verantwortung und ein ganz kurzes Stück Wegbegleitung was man so wichtig sein kann.

00:07:06: und Ja!

00:07:08: war für uns klar, Lehrkräfte können eine so große Rolle spielen.

00:07:12: Und sie dazu befegen diese Rolle tatsächlich Spielen zu können und sie darin zu bestärken, weil ich durch meine Arbeit einfach auch so viele tolle Lehrkräftekennen gelernt habe.

00:07:20: Engagierte also als Stadtelternbarrer der Schulelternfahrt, das klassen beide.

00:07:24: Dass ich weiß dass da so viele Leute sind und die weiß aber auch dass viele von denen sich alleine fühlen in ihrem Engagement, weil andere dann sagen wieso machst du das denn?

00:07:32: Brauchst du den?

00:07:33: und es kostet ja viel Zeit und Energie Die darin zu bestärken.

00:07:37: mit Fortbildungen erschien uns ein guter Start.

00:07:40: Es war von Anfang an klar, dass das nur ein Start ist und aber wir wollten halt irgendwo mal anfangen weil sonst ist es immerhin man müsste mal.

00:07:46: Wir könnten ja auch sagen können, dass die Aufgabe von den Bundesländern ihre Mitarbeiter zu schulen.

00:07:51: Aber die Rückmeldung war ja total wichtig und dann passierte nichts.

00:07:55: Und da haben wir gedacht wie?

00:07:57: Das geht nicht!

00:07:57: Weil all die Zeit des Sachen passieren wenn sie nicht passieren.

00:08:01: Ein Kind hat genau nur diese fünf Jahre dies oder vier Jahre dies in der Grundschule.

00:08:05: wenn die Grundschullehrkraft das nicht sieht, das Kind hat keine weitere Chance.

00:08:08: Deswegen konnten wir auch nicht aushalten dass hier nichts passiert und deswegen haben wir für uns wichtig einfach jetzt mal ins Tun zu kommen und dann eben zu überlegen wie geht es weiter?

00:08:18: Und was ist der Luxus am Sonnen?

00:08:20: eigenen Unternehmen.

00:08:21: Luxus eben zu sagen, jetzt haben wir weitere Ideen.

00:08:25: Lass uns mal mit was anderen beschäftigen.

00:08:27: Der Nachteil ist es halt selbst und ständig.

00:08:29: also klar beschäftigt uns das von morgens bis abends.

00:08:32: Also deswegen die Lehrer waren für uns nun Anfang sind wann wichtiger anfangen und sie sehen halt im Gegensatz zu Eltern einfach viele Kinder in der Lehrkraft am Gymnasium sieht.

00:08:41: die Woche neunzig hundertzwanzig hundertfünfzig Kinder im Vergleich da sind einfach Wenn dann eins sich verändert, das sehe ich viel besser.

00:08:50: Und habe ich eher eine Chance zu sehen als wenn ich mein eines Kindes zu Hause habe was nach Hause kommt und sagt wie geht es gut?

00:08:56: Und die Tür zu knallt!

00:08:57: Und ich nicht weiß machen das alle anderen auch?

00:08:59: oder ist hier irgendwas ein bisschen anders als bei anderen?

00:09:01: Ja guten Kinder

00:09:02: verhalten sich ja dann auch

00:09:03: nochmal anders

00:09:04: Zuhause als sie's in der Schulter tun.

00:09:06: Klar, tun wir alle meistens besser.

00:09:09: Du hast gesagt, dass ihr die Lehrkräfte eingeladen habt zu euch nach Hause?

00:09:13: Wir haben sie reagiert.

00:09:14: Also gab es da auch welche, die irgendwie gesagt haben wir wollen überhaupt nichts mit dem Thema Suizid jetzt vor allem zu tun

00:09:20: haben.

00:09:20: Im ersten Schritt ging's ja vor allen Dingen also nach Emils Tod gings um um E-Mail und die Trauer.

00:09:26: Und das war Corona, es war dieser erste Sommer wo eigentlich noch keiner wusste was da auf uns zukommt.

00:09:31: Große für unsere und große Vereinsamung und mir war's halt so wichtig eine Möglichkeit zu geben gemeinsam zu trauern.

00:09:39: Mir war vor allen Dingen auch wichtig zu sagen wir geben niemandem Schuld weil bei Suizid ist.

00:09:43: sofort die Frage habe ich was übersehen hab?

00:09:45: bin ich schuld?

00:09:46: glauben andere dass sich etwas übersehen haben?

00:09:48: geben die mir die Schuld und mir wars?

00:09:50: ich wollte einfach sicherstellen dass keiner glaubt dass wir irgendwann mit die Schuld gehen was leichter war, weil Emil ja zu dem Zeitpunkt schon fast ein Jahr nicht mehr an der Schule war.

00:09:59: Aber das war mir wichtig, dass ich es gesagt habe und ich hab schon auch gesehen als ich Emil es Sonntags gefunden worden, als ich Montag in die Schule gekommen bin wie sehr alle betroffen waren, was daran lag, dass sich Schulältern waren, den waren mich alle kannten.

00:10:13: aber ich glaube, das wäre bei jedem anderen Kind auch so gewesen hin zu verlieren, es ist einfach nochmal einschneiden und passiert Gott sei Dank ja auch nicht so häufig.

00:10:23: Und ich fand einfach die Möglichkeit zu geben mit uns zu sprechen und sie haben zwei Drittel des Kollegiums sind gekommen also wirklich viele und viele die nicht kommen konnten haben sich dann auch bei uns entschuldigt und haben gesagt wir wären gerne gekommen aber sie müssen Kinder abholen oder was auch immer und ich habe denen das damals hoch angerechnet.

00:10:42: Wir haben es jetzt auch selber erlebt, wenn wir bei anderen Leuten waren wo es ein Todesfall gibt.

00:10:45: Wir wissen nicht mehr wie das geht.

00:10:47: und so dieses erste Gespräch, wie gehe ich auf jemanden zu?

00:10:50: Also auch mir sagt das Herz in die Hose und ich denke Gott mache jetzt das Richtige!

00:10:54: Und ich finde dass die Menschen dann gekommen sind und sich dem ausgesetzt haben.

00:11:00: Das rechnete allen damals wirklich noch mal hoch an.

00:11:03: Das gehört eine ganz schöne Portion Mut, Entschlossenheit und Überwindung.

00:11:08: Ich würde

00:11:08: dazu sagen das ist auch so die beste oder die wichtigste Reaktion nach einem Todesfall?

00:11:15: Ich glaube es hängt davon ab was sich die Angehörigen wünschen.

00:11:19: aber ich kann nur sagen die wichtigsten Reaktionen zu reagieren und zwar tatsächlich.

00:11:23: Und das kann der Brief sein mit ... Ich habe keine Worte, aber ich möchte wissen, dass ich an euch denke.

00:11:28: Das kann die Umarmung sein.

00:11:30: bei richtigen Worten gibt es eh nicht.

00:11:32: Also, das können und das ist ein tolles Geschenk wenn man die hat gemeinsame Erinnerungen.

00:11:36: also jeder, der uns erzählt geschrieben am Tollsten ist geschrieben weil man viel vergisst von Erlebnissen mit E-Mail.

00:11:43: Das war toll!

00:11:44: Die haben Leute vor der Haustür haben sie Kerzen angezündet uns hingestellt.

00:11:47: Das haben wir jeden Abend eingesammelt, das haben wir angeguckt.

00:11:49: Das fand super.

00:11:51: mit Suppe Kuchen gekommen sind.

00:11:54: Ich hätte dann alles gedacht, noch nicht an Essen.

00:11:57: Das war super hilfreich!

00:11:58: Aber ich glaube... Und es ist dieser erste Moment, dass man das Gefühl hat jetzt in fünf Wochen vergangen.

00:12:05: Jetzt kann ich doch nicht mehr beileiten.

00:12:06: Es ist so spiel und dann trifft man sich ein halbes Jahr wieder.

00:12:09: Dann auch Gottes Willen!

00:12:10: Was mache ich denn jetzt?

00:12:11: Das ist uns immer wieder passiert, dass Leute nach zwei Jahren, nach drei Jahren sagen müssen mir unfassbar unangenehm.

00:12:17: aber ich habe nie kondoliert und bei manchen Leuten weiß ich also das stimmt.

00:12:21: Ich weiß es nicht reagieren.

00:12:24: Und es immer wieder standen noch Leute vor der Tür, wo wir die Tür nicht aufgemacht haben weil's einfach grad nicht gepasst hat oder jemand anders da war oder wir schlafen mussten oder was auch immer dann zu gehen und zu sagen Bart halt nicht gepasst anstatt beleidigt zu sein also in dieser Trauerphase so ein bisschen das Spiel zu zu gucken, was passt jetzt gerade.

00:12:43: Ich finde wenn es eine öffentliche Trauer oder eine Einladung gibt zur Trauerfeier das auch zu nehmen und zu sagen weil dieses alleine dazustehen ist.

00:12:51: also wir hatten viele Leute hinter uns unterstärkt auch wenn man sie gar nicht weiß wer es eigentlich da war.

00:12:57: deswegen wenn man zur trauer feier geht und er liegen so zettel ausschreibt sich da einzutragen, damit man es hinterher nachvollziehen kann.

00:13:03: Und ich fand toll und finde das auch immer noch toll wenn Leute kommen... Also wenn man sagt Ich schreibe auch?

00:13:09: Wenn mir nichts einfällt dann schreib' ich meldet euch wenn ihr was braucht.

00:13:13: Mir fällt auch oft nichts Besseres ein.

00:13:15: Das ist aber Quatsch!

00:13:17: Du bist total nett gemeint und schreib's hin, wenn dir nichts besseres einfällt.

00:13:22: Aber die werden sich nie melden weil du bist so in deinem Plase ist es nicht, aber in deiner Trauer gefangen.

00:13:27: und es gab immer wieder Freunde die gesagt haben wir gehen spazieren Dienstag oder Donnerstag suchst ihr aus.

00:13:33: Mir hat das geholfen.

00:13:34: Das eine und das zweite ist so.

00:13:36: nach vier Monaten hört es auf auch diese... Und das ist aus Sicht des Umfelds total verständlich.

00:13:41: Das Leben geht weiter.

00:13:42: Deeren Kinder gehen zur Schule da schreiben sie Leute ne Drei und wie die Welt geht unter.

00:13:47: man kann nicht der Trauer von fremden Leuten verharren Aber für die Betroffenen bleibt halt... Es war total erstaunlich dass dann und dass die Sonne aufgeht, weil bei uns ging gar keine Sonne mehr auf.

00:13:58: Und dann war es toll, wenn noch Beileitsbriefe kamen.

00:14:01: Wir sind nicht vergessen.

00:14:02: Dann war es tol, wenn Leute gesagt haben, wenn sich dann gemeldet haben ... Weil hier das große ... Hier haben sich die Klinge in die Hand genommen weg.

00:14:12: Jetzt hab ich über Zeit, wie wär's?

00:14:14: Fand ich toll!

00:14:15: Ich find auch immer noch toll, Wenn Leute ein E-Mail Geburtstag oder Todestag schreiben.

00:14:19: Das finde ich gar nicht auftringlich.

00:14:22: Und da reicht einfach nur ich Denk an dich.

00:14:24: Reicht mir.

00:14:25: Ich bin sehr subjektiv, aber ich kann wirklich immer noch alle mitgeben handeln.

00:14:28: Also wirklich Briefschreiben, WhatsApp... Es gibt auch Leute, die sagen, wer habe ich nun eine WhatsApp?

00:14:33: Dann schreibe ich halt ne WhatsApp!

00:14:34: Ich weiß, dass das jetzt geht so ist, aber das ist besser als gar nichts und ich hab dir auch alle aufgehoben.

00:14:39: Die sind alle gespeichert ausgedruckt irgendwo weil es uns durch die Tagen- und Wochen getragen hat.

00:14:45: Ich glaube du gibst dann einen guten Einblick in der Zeit, die keiner so richtig weiß was man machen soll.

00:14:53: Nee, woher auch.

00:14:54: Also ich finde auch und wenn dann Leute sagen ... Ich versuch mich nicht reinzuversetzen oder so.

00:14:59: Ich denke nee, möchtest du nicht?

00:15:00: Weil, möchst du nicht!

00:15:02: Und wenn du nicht musst, dann lass es.

00:15:04: Wenn deine Kinder nach Hause kommen zum Abendessen, find ich schön, dass du nimmst dir den Arm und sagst, ich hab dich lieb.

00:15:10: Aber das mitzutragen und dieses Verständnis, dass wenn ein Kind stirbt, ich glaub jetzt, ich habe's Gott sei Dank nur einmal erlebt, aber das ist, glaub' ich egal... Also wenn diese Reihenfolge des Sterbenes durcheinander kommt dann ist dieses nach einem Jahr, es sozusagen das Leben wieder halbwegs normal.

00:15:26: und ja ich traue meinen Vater der mit aber über neunzig gestorben ist.

00:15:30: Natürlich denke ich noch an ihn.

00:15:31: natürlich hätte ich ihm gern da aber das eine andere Trauer zu durchzuhalten und irgendwie halt im zweiten Jahr war es noch genauso schäußlich wie am ersten.

00:15:40: Es wird jetzt, im Rückblick merke ich ja, ist das leichter?

00:15:42: Ich bin... Also es gibt mehrere Leute, es gibt verschiedene Bilder und für mich ist es, ich bin um die Trauer rumgewachsen.

00:15:47: Für mich ist die Traue mir doch gleich groß aber ich habe einfach dazugelernt und ein neues Leben und ein anderes Leben mehr aufgebaut.

00:15:55: Aber die sind auch da!

00:15:56: Und mit Leuten sich trauen über E-Mail zu sprechen oder irgendwie mit uns.

00:15:59: Was glaubt ihr was würde er jetzt machen den Namen überhaupt nur erwähnen?

00:16:02: Auch das ist ja schon eine Hemmschwelle.

00:16:05: Menschen, der nicht da sprechen.

00:16:06: Und ich finde dann kann man sich unsicher als fragen.

00:16:08: Also ich finde, ich habe auch lieber das Leute irgendwie mich fragen und willst du gerade darüber reden?

00:16:12: oder wer hatte einen so ein Erlebnis?

00:16:14: Da war eben gerade noch nicht so lange tot.

00:16:16: Das ist zwar noch der Sommer und dann fragte mich jemanden wie geht es gut Wie geht's?

00:16:21: Und ich hab so reflexartig gut geantwortet, was mir tatsächlich in dem Moment mal drei Minuten tatsächlich gut ging.

00:16:26: Ich glaube man merkt mir, dass das aus vollem Herzen und ich weiß noch wie die mich entsetzt angeguckt hat.

00:16:32: Das ist mit so hängen geblieben.

00:16:33: Aber auch eine andere, die dann so sagte es wird ja alles wieder gut.

00:16:41: Man merkt sich leider nur die Nähe... Auch die negativen Sachen.

00:16:44: Ich dachte, nee es wird gar nicht... Also für mich ist das ein neues Gut als wenn man dann gefragt hat wie geht's?

00:16:51: und hab gesagt dass neue gut weil es natürlich ein anderes Gut ist.

00:16:53: aber wir haben immer noch drei gesunde Kinder.

00:16:55: Wir leben noch wie Sonne scheint wir fahren den Urlaub Aber es sind natürlich anders Und ich finde das zu respektieren.

00:17:03: am Anfang war viele Leute Wie gehe ich damit um?

00:17:05: Kann ich erzählen, was meine Kinder machen?

00:17:08: Kann Ich erzählen.

00:17:09: Was die Gleichaltrigen machen?

00:17:11: Möchte das jeden Tag hören?

00:17:12: Dass die Freunde von E-Mail alles Tolles machen?

00:17:14: Ja natürlich möchte ich es hören weil sie mich interessiert und weil ich mich auch für Sie freue.

00:17:18: und nein, ja, nein möchte ich's hören Nein!

00:17:20: Aber manchmal denke ich, wer weiß was er gemacht hätte aber wir leben ja weiter.

00:17:25: Deswegen finde ich, wenn mich Leute fragen wollen wir drüber reden.

00:17:30: Mir tut es gut.

00:17:34: Die Frage kam gerade, weil ich Träne in den Augen habe aber das gehört dazu und ich finde dieses emotionale... Ich glaube das haben wir einfach verlernt, ich finde diese zu lernen da kommen dann Tränen uns traurig Aber das gehört dazu.

00:17:45: Das ist ein unangenehmes Gefühl, aber es ist kein schlechtes.

00:17:48: Es gehört jetzt zu meinem Leben so wie es jetzt ist dazu und ich plane damit umzugehen.

00:17:52: Und ich möchte auch da sein für meine anderen Kinder.

00:17:55: Wir haben natürlich auch nach E-Mails tut ... Ich kenne viele Leute.

00:17:58: Ich kenn wahrscheinlich überdurchschnittlich viele Leute!

00:18:00: Ich hoffe, ich kenne überd Durchschnittliche die ähnliche Situation erlebt haben mit denen ich darüber reden kann.

00:18:07: Ein neuer Teil des Dorfs der sich da geöffnet hat für einander da sein.

00:18:15: Ich brauche dieses Dorf und ich brauche aber auch einen Dorf, das ganz normal durchs Leben geht und sich eben über eine dreiein Religion ärgert.

00:18:21: oder konnte ich dann irgendwann schon wieder?

00:18:24: Aber nicht mehr so, weil es nicht mehr noch so wichtig ist!

00:18:28: Und ich finde, da hat sich dann auch dran zu reiben, warum ist dir das

00:18:30: wichtig?!

00:18:31: Ich habe dann auch mal Freunden gesagt, der Rede kriegt sich einer furchtbar auf über den Sohn, der nicht das Tatwasser tun soll, dafür weiß man was... Es war schon ein Gemein, aber weißt du was der lebt?

00:18:41: Jetzt gehst du nach Hause und drückst ihn.

00:18:42: Und sagst ihm das eigentlich auch wenn jetzt die Noten nicht so toll sind wirklich sehr lieb hast.

00:18:47: Der Sohn hat es hinter ihm bedankt!

00:18:49: hat gesagt, es hätte beim Vater dann doch noch mal was bewegt.

00:18:52: Der wäre schon immer in die alte Rolle zurückgefallen.

00:18:54: jetzt machen wir etwas für die Schule aber ihm dann auch die Chance geben zu sagen es gibt auch andere Dinge.

00:18:58: ich glaube das wird über darunter austauschen und ich merke halt wenn ich anfange zu erzählen wenn mich Leute fragen wie viele Kinder hast du?

00:19:05: Und wie viel?

00:19:06: also drei zu sagen ist falsch und bei vier ist klar dass dann was machen sie denn?

00:19:10: Und dann kommt man ins Gespräch.

00:19:12: Ich kenne so viele Geschichten von Frühgeburt, Todgeburten, frühener Schwangerschaft verloren.

00:19:17: Plötzlich sind die Gespräche ganz anders und viel intensiver und möchte ich das jedes Mal haben manchmal nicht aber ich habe ganz andere Verbindungen zu Menschen.

00:19:26: also deswegen auch da gibt es was was anders ist.

00:19:30: Ich versuche es anderen zuzuhören und ich versuche dann anders dazu sein, als ich es wahrscheinlich vorher gemacht habe.

00:19:37: Und auch wenn mir das nicht immer... Es gelingt nicht immer und ich glaube dieses zu lernen, es gelingt nie immer.

00:19:42: Das ist okay aber man zumindest versuchen.

00:19:44: Da hab' ich einfach furchtbar viel gelernt.

00:19:46: Ich würde gerne noch mal.

00:19:47: zu Tumoni zurückkommen.

00:19:48: Wie war das für euch?

00:19:49: Also hat das große Überwindung gekostet, du hast gesagt zwar zwei Jahre nach Emi ist tot wo ihr Tumonis Leben gerufen habt was musst du dir lernen dafür?

00:20:00: Wir mussten lernen.

00:20:01: also das wussten wir.

00:20:02: jetzt muss wenn ich lerne wir können es nicht alleine.

00:20:04: Ich bin Juristin Olli is BWL'er.

00:20:06: wir sind nicht prädestiniert für das was wir gerade tun als haben wir uns umgeben mit Menschen die das tun und die uns beraten können, Beiräte sind.

00:20:14: Und haben dann einen pädagogischen Beirat, die am Anfang wahnsinnig wichtig waren.

00:20:18: Also sind sie auch immer noch aber im Anfang besonders um zu bestärken.

00:20:21: ja diese Idee früh Sachen frühzuerkennen.

00:20:23: das kann auch uns entlasten in Klinik und macht das und es ist wichtig und wir geben unsere Namen und unsere Zeit dafür weil wir glauben dass das langfristigen Unterschied machen kann.

00:20:31: Dann werden pädagogen bei Rat.

00:20:33: Weil ich mal wissen wollte Ich kann mehr viel ausdenken Aber es ist den Schule wirklich so Braucht ihr die Angebote wie lange dürfen die sein?

00:20:40: Was ist die Sprache Was sind die Sorgen?

00:20:42: Was müssen wir ansprechen, was braucht es

00:20:43: nicht?".

00:20:44: Und dann haben wir eben durch ganz großes Glück und zu unserem Glück überhaupt euch Jugendliche kennengelernt.

00:20:51: Die wir jetzt Game-Changer nennen.

00:20:53: Das war das erste Mal, dass wir an die Öffentlichkeit gegangen sind.

00:20:57: War schon ein Jahr nach E-Mails tot.

00:20:59: Da haben wir gemeinsam mit dem Statülerinnenrat den ersten Suizidpräventionstag für Frankfurt gemacht.

00:21:04: Zwei hundert junge Menschen in der Paulskirche waren.

00:21:07: Da habe ich zum erst mal unsere Geschichte öffentlich erzählt.

00:21:10: Die Reaktion war, dass eben Leute aufgestanden sind vor oneinundundzig anderen Wildfremden und angefangen haben von ihren Erfahrungen zu erzählen.

00:21:17: Und die waren zum Teil wirklich scheuselig!

00:21:19: Und das hat uns so darin bestärkt, zu sagen dafür für diese Kinder wollen wir einen Unterschied machen.

00:21:26: Und dieses Bild von der ersten die aufgestanden ist und dann eben unsere vielen von euch die eben sagen ja wir tragen es mit!

00:21:34: Ja die Idee habt ihr nicht so gut.

00:21:36: Die ihr ehrlich zu uns seid, die ihr eure Erfahrungen mit uns teilt.

00:21:41: Die sagt wir machen... Wir geben euch was davon ab, die Podcast macht.

00:21:45: Die rieferetikitiert und eintütet... ...die einfach sagen ja, die an uns glauben!

00:21:50: Also das haben wir entnehmen wir schon noch als echte Verantwortung.

00:21:55: Das trägt uns sehr Und es trägt aber auch Tumoni.

00:21:58: Deswegen ist Tumuni gut Weil eben all diese Perspektiven eine Chance haben Und weil wir diese Perspective immer wieder.

00:22:04: alles, was wir machen, tragen wir bei den Gamechangers vorbei Tragen wir beim pädagogischen Beirat vorbei.

00:22:08: Dann haben wir jetzt für Sport gemacht.

00:22:09: Natürlich haben wir uns da sofort Leute gesucht kein offizieller Beirat sind, aber wir haben am Anfang uns einen großen Gruppe gesucht die uns eben ehrlich ihre Meinung gesagt haben und die uns aus ihrer Perspektive das gesagt haben.

00:22:21: Weil du kannst es so schnell dass du an.

00:22:23: ja ich kann für Jugendliche ganz tolle Sachen machen und glaube dass das ganz toll ist.

00:22:26: und ihr guckt nach drei Minuten drauf und sagt ey taugt überhaupt nicht!

00:22:29: Und ich glaube das Dank all dieser Menschen und diese Unterstützer haben ist uns gelungen das richtig und einen Unterschied zu machen, braucht das Bild einfach so gut.

00:22:39: Das braucht ein ganzes Dorf.

00:22:40: Es braucht Leute die Bremsen, es braucht Leute, die aufs Gas drücken, es brauchen Leute die Lightplacken geben, braucht auch Leute die ab uns mal von hinten winken sagen hey habt uns vergessen.

00:22:49: hätte ich das geglaubt dass wir irgendwann über fünf Tausend Leute reichen damit hunderttausende von Kindert.

00:22:54: Nein, hätte ich geglaubt, dass wir einen Podcast haben?

00:22:57: Nein natürlich nicht!

00:22:58: Aber der erst entstanden weil jemand gesagt oder weil ihr mehrere von euch gesagt habt ist so südzieht Präventionstag.

00:23:03: das tut uns gut was uns passiert es was saublötes was furchtbar ist.

00:23:07: indem wir's weitergeben können wir ein unterschied machen und das tut auch uns gut.

00:23:11: wären wir ohne euch darauf gekommen im leben nicht deswegen.

00:23:14: nein hätten wir uns das vorstellen können?

00:23:15: nein sind wir jeden tag dafür dankbar?

00:23:17: ja hätten wir Toni gerne nicht gegründet weil email jetzt da draußen wo studiert oder irgendwo arbeitet, in Japan den Blöckler.

00:23:24: Aber das tut dann nun mal nicht.

00:23:25: und dafür finde ich jetzt zu wissen dass es vielleicht andere Kinder früher erkannt werden, dass ihr gestärkt werdet indem was ihr erlebt das teilen, dass Eltern anders zuhören können, dass Eltern vielleicht die Fehler die wir gemacht haben oder andere Eltern sie mit uns teilen nicht mehr macht.

00:23:40: Ja!

00:23:41: Das tut schon

00:23:42: gut.

00:23:42: Was für Rückmeldung bekommt ihr so?

00:23:44: von allen Richtungen.

00:23:45: Also

00:23:46: wir bekommen ja sozusagen jeden Tag Rückmeldung, weil also was wir anbieten sind Fortbildungen.

00:23:51: Wir haben angefangen mit Fortbildung für Anweiterführenden und Schulen tätige.

00:23:55: Das sind Schulsozialarbeiter, Schulsekretärin, Lehrkräfte, Schulleitung.

00:23:59: Alle am liebsten auch noch Schulhausverwalter alle die an Schulen weiter sind.

00:24:02: das war unser erstes Produkt Und wir haben von Anfang an gesagt A muss es wissenschaftlich evaluiert werden und B wollen wir eigentlich nach jeder fortbildung wissen wie's war und wir fragen nach jeder Fortbildung.

00:24:11: können Die Leute uns Rückmeltungen geben und ich lese die jede Lese, jeder Einzelne dieser Rückmeldung.

00:24:16: Das steht ganz oft drin!

00:24:18: Also steht oft drin Danke, steht oft innen drin ein.

00:24:20: Ich fühle mich bestärkt, es steht oft drinnen... Jetzt fange ich an zu verstehen was ich da sehe.

00:24:25: Wir kriegen immer mal wieder auch Monate und Jahre später wieder einen Dank zu.

00:24:30: Ich habe Gespräche geführt Und das hatte uns jetzt gerade jemand geschrieben Nicht wörtlich Aber die hat geschrieben Die hat vor zwei Jahren Tumuni gemacht Und jetzt wäre zwei Jahre später ein Mädchen Was sie daraufhin anders gesprochen hat Zu ihr gekommen hat sich bedankt Und gesagtes Gespräch hätte einen großen Unterschied gemacht als hätte sie nie gemacht, hätte sie Tumoni nicht gemacht.

00:24:49: Lange Geschichte aber!

00:24:50: Wir hatten eine Schülerin aus Ost, also es ist ein Bundesland sehr weit weg von ihr die in ihrer Schule einen Spendenmarathon gemacht hat der dann selbst an uns ging und mir dann ermöglicht noch ein Video zu zeigen also uns eben zu erklären was wir eigentlich machen.

00:25:05: und ich dachte wow Also, wir haben jetzt gerade das Geld aus einer Klassenkasse bekommen.

00:25:09: Wo die Eltern in einer Klasse das Geld was noch übrig war uns gespendet haben.

00:25:12: Das sehe ich alles als Rückmeldung ist es wichtig und wir hören ganz oft genau das was wir jetzt brauchen weil das gab es so noch nicht so wie wir uns wie wir das konzipiert haben.

00:25:23: Die Termine heraus suchen kannst dass du das online ist, dass du eben im besten Fall jemanden triffst der du sitzt in Süddeutschland und da sind aber Leute aus Nord- und Ost- und Westdeutschen auch drin und hörst wie sie's an anderen Schulen.

00:25:35: deswegen Ja, wir kriegen viele Rückmeldungen.

00:25:38: Die uns bestärken und die sagen so können wir anders auf Kinder gucken und das hilft.

00:25:44: Und dann natürlich uns auch noch Ideen mitgeben was wir noch machen können.

00:25:47: Wenn man denken könnte wenn wir einfach viel mehr Geld und viel mehr Hände hätten dann würden wir ja noch viel mehr machen.

00:25:51: Aber es ist irgendwie gut das eins nach dem anderen aufzubauen und dass es irgendwie so ineinander greift.

00:25:58: Was wäre denn so ein Bereich wo jetzt noch mehr

00:26:01: oder wo

00:26:01: ihr noch mehr machen wollen würdet?

00:26:03: Naja, so ein Bereich ist mehr noch für Eltern.

00:26:06: Weil das wissen wir auch selber und das hören wir von allen Eltern, die sich alleine fühlen nicht wissen wen du fragen kannst Psychotherapeutin werden kriegen diese Elternstunden nicht bezahlt manchmal.

00:26:16: Ich finde es auch schwierige Das Kind geht schon im Therapeuten-Therapeuten Ist dass jetzt jemand der auch mir sagt wie's geht.

00:26:22: aber damit ist ja das Vertrauen des Kindes.

00:26:24: also ich find' es... Also das ist nicht vorgesehen Im System Wie das funktioniert?

00:26:29: Ich fand dieses Exas vor der Akkutsstation hatte keine Ahnung das geht.

00:26:34: Damals habe ich mir gedacht, wie schön wäre es wenn ich jetzt irgendwo so jemanden anrufen kann?

00:26:38: Am liebsten jemand noch den ich nicht kenne, dem ich über einmal erzählen kann der da auch schon war und der mir sagen kann hilft.

00:26:43: also für Eltern haben wir was.

00:26:45: Wir würden gerne noch mehr machen Auch für die Trainer im Sport Und wir würden gern auch noch ein bisschen mehr Netzwerk ermöglichen Für die Lehrkräfte.

00:26:52: und wir haben auch Ideen für Jugendliche aber da ist noch zu früh drüber zu sprechen.

00:26:56: Aber wir würden gerne den Podcast noch größer rausbringen Um Ideen, der Tag hat leider nur vierundzwanzig Stunden.

00:27:01: Das sind ungefähr vierzig zu wenig.

00:27:03: Gibt es

00:27:04: Dinge die dich richtig müdend machen?

00:27:07: Vor allem halt jetzt in Bezug auf mentale Gesundheit und das System dahinter... Ich

00:27:11: mache unfassbar wütend dass man weiß, dass zwei Millionen Kinder und Jugendliche betroffen sind jedes fünfte Kind alle Anstrengungen da rein fließt, diese Kinder deren Eltern, deren Geschwister zu unterstützen.

00:27:27: Wenn man weiß dass diese Kinder die Wahrscheinlichkeit das sie wenn sie erwachsen sind auch noch erkrankt sind und einfach je früher erkannt der so besser behandelbar.

00:27:35: Manches geht nicht weg aber ich kann besser damit leben bis dann Ein Fokus drauf geht.

00:27:39: Mich macht unfassbar wütend, wie wenig mit Kindern und Jugendlichen gesprochen wird, dass immer wenn wir mit euch irgendwo sind hinterher alle sagen Kinder und Jugendliche muss man sprechen!

00:27:48: Und dann kommt drei Monate später, drei Jahre später wieder gleiche Wandscheidung hinterher wieder diese unfassbare Erkenntnis, das man doch mit Kindern- und Jugendlichensprechen muss.

00:27:55: Das macht mich wütent.

00:27:56: Ich mache wütends, wie langsam Veränderungen sind.

00:27:59: Man könnte ja... Diese Dinge alle machen.

00:28:02: Mich mach wütende, wie man in Anfangsstrichen ressource Bildung umgeht.

00:28:06: Wenn es euch nicht gut geht dann können die Lehrer sich da vorne querlegen.

00:28:09: Ich bin, wenn mich macht wütend das sieben Prozent oder neun Prozent... ich weiß gar nicht was die aktuelle Zahl ist der Kinder ohne Bildungsabschluss abgehen.

00:28:16: alle sagen oh das ist ganz schlimm.

00:28:18: und dann gibt es überall einzelne Sachen.

00:28:19: aber dass anzugehen und da sind bestimmt eine ganze Reihe dabei wo es psychische Erkrankungen der Grundsinn und das nimmt man so gelassen hin.

00:28:27: Mich mach wütent wenn Lehrkräfte die sich engagieren.

00:28:30: wenn's dann heißt ach Psychotante jetzt mach mal hier nicht einen Markt kaputt dass du zu viel tust.

00:28:34: also ich finde es gibt viele zu sein, sondern ich möchte aktiv fachen.

00:28:38: Ich möchte nicht man müsste mal sein, ich möchte bei denen da sein die sagen wenn du auch wütend bist dann gibt's hier was was du tun kannst.

00:28:45: Tumoni bedeutet zusammen und ich glaube das geht nur zusammen es geht nicht gegeneinander.

00:28:48: Gibt es konkrete Sachen die sich ändern müssen?

00:28:52: Deiner Meinung nach also leicht... Also einmal in der Schule.

00:28:56: In der Schule muss sich enden Schule muss sich grundsätzlich ändern, weil das wie Schule im Moment aufgebaut ist.

00:29:01: Das passt nicht!

00:29:02: Ich glaube es aber auch euch muss klar sein Wissen erwerben dürfen ist ein Geschenk und wissen Erwärmen ist anstrengend und Wissen erwärmen heißt nicht irgendwie einen Prompt einzuschreiben.

00:29:11: Das ist kein Wissen.

00:29:12: Aber ich glaube also ich träume immer noch davon von dieser Schule die wo die Kinder morgens gerne hingehen und wo aber doch die Lehrkräfte gerne morgens hingehen.

00:29:21: Wo man am besten Fall wenn ich träumen darf mittags gemeinsam Mittag ist und zwar ein ordentliches Essen Wo Ruhe ist, wo Platz ist.

00:29:31: Und wo nicht immer auf die Schwäche geguckt wird, sondern auf die Stärke.

00:29:34: Gibt es

00:29:35: etwas, das jeder Mensch schüssen

00:29:37: sollte?

00:29:37: Ich glaube, psychische Erkrankungen können jeden treffen.

00:29:40: und hätte ich den Satz seit mir vor sieben Jahren jemand gesagt ... Ich dachte, bei uns bestimmt nicht.

00:29:47: Warum?

00:29:48: Wir haben noch alles!

00:29:48: Also ich glaube ... Weil wenn du den Satz heißt, hat zur Folge jeder muss sich ein bisschen informieren.

00:29:53: Jeder wird ein bisschen gnädiger und die Leute sind auch dafür, dass den Menschen, die psychisch erkrankt sind geholfen werden.

00:30:00: Vielleicht wäre das ein guter Wunsch, wenn ich einen Wunsch hätte.

00:30:02: Dann

00:30:03: würde mir zuletzt eine Frage kommen.

00:30:05: Gibt es einen Tipp, den du an junge Menschen weitergeben würdest?

00:30:09: oder dein liebes Motto, dein wichtigster Tipp vielleicht auch was, was du selbst mal als Tipp bekommen hast?

00:30:15: gerade weil ich das bei so vielen Eltern habe, schafft euch ein Netzwerk.

00:30:19: Und dieses Netzwerk muss gleich alt sein, dass sich Menschen haben mit denen nicht mich austauschen kann.

00:30:25: Ich brauche aber auch ältere Mit-Mehr-Lebenserfahrungen die dann halt wenn man gerade mitten in so etwas ist ganz schlimm wie beim Abitur und wenn man mittendrin steckt denkt man es ist das Schlimmste was einem je passiert ein bisschen drüber ist weiß man das ist nicht ganz so schlimm dass ich Ansprechpartner bei der Netzwerke habe sei die mir spiegeln.

00:30:42: Ey, manchmal stimmt gerade nicht.

00:30:43: oder wie kann ich helfen?

00:30:45: Die fragen kann wenn es mir nicht gut geht.

00:30:46: Ich glaube das da geht's nicht um einen ich helfe dir und dann musst du mir auch helfen sondern für mich ist ein bisschen... Ich helfe dir, du hilfst irgendjemand anderem und irgendwie der hilft jemand anderem.

00:30:57: Und irgendwann wenn das Geh da macht, irgendwie kommt's... Wenn es überhaupt zurückkommen muss?

00:31:01: Es muss nicht zurückkommen aber dass es so ein System gibt, sich darauf einzulassen und ich helfe und erwarte nicht Drückhilfe.

00:31:07: Aber wenn du irgendwo mal kannst, mach du doch!

00:31:09: Wenn man das für sich als Lebensmotor hat, glaube ich, kommt man ganz gut weit.

00:31:15: Man bekommt Hilfe und kann auch Hilfe geben.

00:31:17: Netsch

00:31:21: Das hilft gegen Einsamkeit, das hilft gegen viel und hilft für viel.

00:31:25: Und eben in alle nach alt-junger, für kleinere Geschwister Vorbild sein.

00:31:31: Was ihr macht wenn ihr in Schulen geht?

00:31:33: Ihr seid Vorbilder!

00:31:34: Das ist auch ein Teil des Netzspinns.

00:31:36: Interlass da spuren und werdet Kindern gestärkt haben dass sie fragen können.

00:31:42: Da haben wir beim Suizidpräventionstag immer wieder das Kinder hinterher sagen ich bin danach zu meinen Eltern gegangen Und wir haben gesprochen.

00:31:49: und jetzt geht's mir besser, weil ich Krieger helfe.

00:31:51: Weil sie wissen Bescheid ein Netz was ihr gesponnen habt und kümmert euch um diese Netze.

00:31:55: pflegt das es ist wichtige und gute Zeit.

00:31:58: investiert braucht das ganze Dorf.

00:32:01: Vielen Dank, dass du alle meine Fragen beantwortet hast.

00:32:05: Wie geht's dir jetzt nach unserem Gespräch?

00:32:07: Also ich merke, ich hätte früher viel öfter fragen müssen also auch genau diese Frage wie bist du da hingekommen?

00:32:12: warum hast du das gemacht?

00:32:13: was sind Dinge die dir im Leben weiter geholfen haben?

00:32:17: und dann kann man sich es anhören und ich finde sich es anhören und dann aber für sich selber auszusortieren wie diese dreißig Sekunden regeln die finde ich gut übernählich.

00:32:24: Und das morgens was aufschreiben übernehme ich mit weil das bin ich nicht Aber dafür habe ich drei Steine in meiner Tasche.

00:32:30: Ich schiebe immer rechts und links, wenn mir was Gutes passiert ist.

00:32:33: Man muss nicht immer das Rad neu erfinden aber ich muss hören wo gibt's Räder?

00:32:36: Und wie funktionieren die für andere?

00:32:37: Deswegen ich geb es gern weiter und finde natürlich auch deine Fragen spannend weil du denen dabei etwas denkst und erstens in zwanzig Jahren sprechen was du mitgenommen hast.

00:32:48: Dann vielen Dank fürs Zuhören.

00:32:50: Danke an dich, Alex für die Podcastfolge und wenn ihr irgendwelche Fragen habt oder Ideen für neue Podcastfolgen dann schreibt uns doch gerne eine E-Mail, die findet ihr in den Show Notes genau!

00:33:02: Und was zum nächsten Mal?

00:33:03: Bis zum nächsten mal und sagt eurem Umfeld das ihr lieb habt, toll findet und passt gut auf euch

00:33:09: auf!

00:33:10: Tschüss!

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