Leben in der Jugendhilfe: Was, wenn es zuhause nicht mehr geht?

Shownotes

Was passiert, wenn das eigene Zuhause kein Ort mehr ist, an dem man gut aufwachsen kann? In dieser Folge sprechen Lino und Loreena offen über ihre Erfahrungen mit dem Jugendamt. Sich Hilfe beim Jugendamt zu holen ist für viele Menschen immer noch ein Tabu und mit vielen Ängsten verbunden: Wird mein Kind aus der Familie genommen? Schade ich damit meinen Eltern oder meinen Geschwistern? Was denken die anderen?

Gemeinsam erklären die beiden, was Jugendhilfe eigentlich bedeutet und welche Unterstützung es gibt – von ambulanten Hilfen über Wohngruppen bis hin zum betreuten Wohnen. Lino und Loreena ist es in dieser Folge besonders wichtig, die Angst vor dem Jugendamt zu nehmen. Denn sich Hilfe zu holen ist kein Versagen, sondern ein Zeichen von Stärke.

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Die nächste Episode erscheint in zwei Wochen.

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00:00:08: Willkommen bei deinem Podcast, es braucht das ganze Dorf.

00:00:10: Hier sprechen jugendliche Alltagsexpertinnen und Experten mit Profis aus der Wissenschaft ehrlich und authentisch über mentale Gesundheit und alles was dazugehört.

00:00:19: Du bist nicht allein denn manchmal braucht es ein ganzes Dorf um den Weg zu finden.

00:00:23: Schön dass du Teil des Dorfes bist.

00:00:32: In diesem Podcast sprechen wir offen über Themen rund um mentale Gesundheit, die für einige emotional herausfordernd sein können.

00:00:39: Wenn du denkst, dass das für dich der Fall sein könnte, empfehlen wir, die Episode nicht allein zu hören!

00:00:44: In der Beschreibung findest du hilfreiche Angebote und Ressourcen, die dir Unterstützung bieten können.

00:00:54: Willkommen zu einer neuen Spezialfolge von Tomoni Podcast.

00:00:57: Heute sind nur zwei Jugendliche dort kein wissenschaftlicher Expert.

00:01:01: Und ich bin Lorena, ich bin neunzehn Jahre alt in einer Jugendhilfe-Einrichtung.

00:01:07: Mit dabei habe ich ...

00:01:09: Hi, mein Name ist Lino und ich habe zu lange in einer stationären Wohngruppe gewohnt und bin zurzeit im betreuten Wohnen angebunden.

00:01:17: Heute reden wir zwei Alltagsexpertinnen über das Thema der Jugendhilfen.

00:01:22: Wir haben

00:01:22: ja... Echt viel darüber gesprochen in anderen Folgen, wie man mit seinen Eltern reden kann.

00:01:28: Wie man irgendwie zu Hause die Situation verbessern kann was es da für Tipps gibt oder was ist dafür Erfahrungen gibt.

00:01:34: aber worüber wir heute sprechen wollten is der Fall wenn man merkt okay es ist vielleicht wirklich nicht mehr realistisch Zuhause zu wohnen im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen Aber auch einfach von der Dynamik.

00:01:47: Und wir wollen ein bisschen die Angst nehmen und über unsere Erfahrungen sprechen, was dann passiert wenn man das... Merkt, was es für Möglichkeiten gibt und vielleicht auch was das eigentlich

00:01:57: bedeutet.

00:01:58: Also das Überthema ist so Jugendamt ... Was bedeutet das zum Jugendamt zu gehen?

00:02:03: Und zu sagen hey irgendwie funktioniert's Zuhause gerade nicht so.

00:02:06: was da so für?

00:02:07: Ja ja was es bedeutet.

00:02:08: und uns ist dabei auf jeden Fall Lorena auch schon gesagt hat sehr wichtig euch die Angst vom Jugendamt zunehmen und so bisschen Die Mütten dieses die darum irgendwie so existieren ein bisschen aufzuklären.

00:02:19: wir haben beide verschiedene Geschichten mit der Jugendhilfe.

00:02:23: Aber am Anfang wollte ich ein bisschen kurz einfach klarstellen, was ist für... Also was man unter Jugendhilfen überhaupt versteht wie Jugendhilfenaussehen kann?

00:02:32: Es gibt nämlich ganz verschiedene Jugendhilferangebote.

00:02:34: es gibt zum Beispiel ambulante Hilfen die hatte ich eine Zeit lang also sowas wie Erziehungsberatung für Eltern sozialpädagogische Familienhilfen oder erziehungsbeistelle.

00:02:44: Ich hatte einen Erziehungen Beistand ich glaube ja oder so und anderthalb Jahre vielleicht.

00:02:48: Was bedeutet das so einen Erziegungsbeistan zu haben?

00:02:50: Also

00:02:51: bei mir war es so, dass ich nachdem mich das erste Mal in der Klinik war quasi als Empfehlung von immer ins Lastbericht sowas wie Erziehungsbestand stand.

00:03:01: Und das war eine Audi, die so drei, vier mal die Woche haben wir uns getroffen und es war ja ziemlich an mir orientiert was ich gebraucht habe.

00:03:10: also zu einer Zeit wo zum Beispiel voll viel los war irgendwie in der Schule haben wir hingesetzt und haben irgendwie Plan gemacht, wie ich das besser schaffe.

00:03:19: War nicht wie Lerner oder... Ich weiß nicht wenn man kann zusammen Eis essen gehen oder so.

00:03:24: Man kann auch einfach ein bisschen reden aber ich weiß dass zum Beispiel auch Leute gibt die irgendwie zusammen dann einkaufen gehen.

00:03:31: also es geht einfach ein bißchen drum sich an dem Jugendlichen Jungerwachsen zu orientieren und den Alltag ein bisschen zu erleichtern.

00:03:39: Teilweise geht es auch um die Kommunikation, die Situation zu Hause natürlich.

00:03:44: Wenn ich über irgendwas berichtet hab, gab's Angebote für Gespräche mit meinen Eltern oder so?

00:03:49: Also als Mittel-Kommunikationsglied zwischen den Eltern und den Kindern ...

00:03:54: Ja!

00:03:55: Aber es ging auf jeden Fall hauptsächlich um mich und irgendwie wie ... man meinen Alltag erleichtert.

00:04:01: Es gibt teilstationäre Hilfen, so was wie Tagesgruppen.

00:04:04: über manche dieser Form der Jugendhilfe kann ich persönlich eben nicht so viel sagen.

00:04:08: es gibt stationäre Jugendhilfen also sowas wie Pflegefamilien, betreutes Wohnen oder halt.

00:04:15: das ist die Art der Einrichtungen in der ich gerade bin intensive sozialpädagogische Wohngruppe.

00:04:21: Ich bin zum Beispiel in einer therapeutischen Wohngruppe, wo ... das war bestimmt jetzt nicht alles.

00:04:28: Das ist ungefähr das, was nur ein bisschen zu zeigen.

00:04:32: Es ist nicht so, dass wenn man sagt, man geht in die Jugendhilfe oder hat sie beantragt.

00:04:37: Das heißt okay du wirst jetzt ans andere Ende der Welt verschleppt und dann wohnst du da und hast nie wieder mit Kontakt.

00:04:44: eben ein großer Teil von diesen Jugendhilfemaßnahmen angeboten ist zur Kommunikation mit der Familie und zu Hilfe im Alltag.

00:04:54: Und die können also so sehr individuell aussehen, was da gemacht wird.

00:04:58: Auch die Wohngruppen sind alle irgendwie sehr unterschiedlich und es gibt ja auch einen Unterschied soweit ich das weiß zwischen stationären Wohngruppe.

00:05:04: Da sind dann vierzehn sich im Betreuerender die arbeiten im Schichtdienst.

00:05:06: Die haben dann auch nach Dienst beziehungsweise bei uns war das Bereitschaftsdienst.

00:05:09: Das heißt sie durften dann irgendwie von null bis sechs Uhr durften die sozusagen schlafen und mussten nur erreichbar sein.

00:05:14: und Es gibt aber noch so Ich glaube die heißen Außengelegene wohngruppen.

00:05:19: da sind dann sozusagen nur tagsüber betreuerend darunter wochen denn nicht.

00:05:22: dass du sozusagen den Schritt weiter zur Verselbstständigung und Betreuteswohnen ist die Art der Jugendhilfe, die ich gerade beziehe.

00:05:28: Also ich habe auch sehr lange in einer Stationengruppe gewohnt und bin jetzt sozusagen im betreutes Wohnen.

00:05:31: Das bedeutet dass ich alleine wohne in einer Wohnung, die sozusagen vom Jugendamt bezahlt wird und das sich dort Geld kriege sozusagen um mein Leben zu finanzieren und mich so zwei drei mal die Woche mit meinen Betreuern enttreffe und Sachen kläre und Hilfe bekomme.

00:05:44: und es ist meistens der letzte Schritt zur Verweigerung bewegt zur vollkommenden Selbstständigkeit, in die man dann entlassen wird.

00:05:52: Was war ... Du wolltest noch mal sagen?

00:05:54: Ich

00:05:54: wollte nur sagen wir also es kann voll sein dass da irgendwas fehlt und das wir Sachen nicht richtig benannt oder falsch erklärt haben ist wie gesagt heute sind keine Expertinnen der Wissenschaft anwesend oder der ich weiß nicht ... des Jugendamts oder so.

00:06:12: Es geht eigentlich vor allem, also wir wollten es kurz erklären, aber es geht vor allem um unsere Erfahrungen und Geschichten in der Jugendhilfe.

00:06:19: Ja

00:06:19: dann kann ich dich auch schon direkt mal fragen wie ist dein erster Kontakt mit dem Jugendamt gewesen?

00:06:24: Wie kam's dazu dass du irgendwie wusstest was so eine Jugendhilfee ist, was da Angebote sind?

00:06:29: Wie kommst du in die Jugendhilfer rein?

00:06:31: Bei mir war es tatsächlich so das ich nach meinem ersten langen Klinikaufenthalt dort schon mal teilweise Thema wurde.

00:06:38: Und das ist da auch verschiedene, ja von meinen Mitpatienten gab die zum Beispiel in der Wohngruppe gewohnt haben und ich einfach das Konzept da kennengelernt hab.

00:06:46: Ja, auch dort zum Beispiel besprochen wurde ob sowas eine Option für mich wäre.

00:06:50: Ich habe dann als ich entlassen wurde und dann zu Hause also bei meinen Eltern gewohnte wieder, ja hatte ich einen wie gesagt einen Erziehungsbeistand und wir haben also von mir aus ... angesprochen hatte, haben wir drüber geredet ob das eine Option wäre und ich habe mich erst dagegen entschieden.

00:07:10: Ich bin weiter zur Schule gegangen als es mir dann aber irgendwie wieder schlechter ging im Verlauf meiner Therapie auch mit meinem Erziehungsbeistand.

00:07:19: Habe ich tatsächlich also zufällig jemanden getroffen den ich in der Klinik kennengelernt hab?

00:07:23: Und sie ist in die Wohngruppe... gegangen damals und hat mir davon erzählt.

00:07:28: Und ich hab gesagt, ich bin gerade am überlegen bzw.

00:07:31: suche nach einer Wunschgruppe wenn es eine Möglichkeit gäbe irgendwie in Frankfurt für mich.

00:07:35: und dann habe ich noch Bewerbung geschrieben beziehungsweise Ich glaube, ich habe die zusammen mit meinem einzelnen Brück geschrieben.

00:07:45: Weil ich weiß ... Ich hab mich auf jeden Fall nicht getraut, die abzuschicken der Masse und dann hat sie mir immer die Mails geschickt, die geantwortet wurden.

00:07:52: Dann hab' ich ihr die Antwort geschickt und Sie hat die Antworten abgeschickt!

00:07:55: Auf wen lieber war?

00:07:56: Und in der Wohngruppe von der ich damals aufgenommen wurde, in der wohne ich immer noch.

00:08:01: Das

00:08:01: heißt du war auch schon eine Eigeninitiative von dir?

00:08:03: Ja ja, auf jeden fall.

00:08:04: also ich meine... Das Konzept wurde mir von außen so erklärt und näher gebracht.

00:08:09: Also ich habe auf jeden Fall lange, als es eine Option war, eine mögliche Option für mich gesagt Ich möchte das gerade nicht und ich möchte das zuhause versuchen.

00:08:16: Es hat auch bei mir viel mit Schule zu tun gehabt.

00:08:19: also zum Beispiel dass ich sagen das erste Angebot für ne Jugendhilfe wäre Mit einer Schule zusammen gewesen.

00:08:26: Das war so ein Konzept, dass es eine Schule bei der Wohngruppe gibt und die miteinander zusammenarbeiten auch.

00:08:34: Ich hatte mich damals bei der Schule ne Woche ausbitiert.

00:08:39: Dann hat ich mich aber gegen die Schule und deswegen halt auch gegen die Wohngruppen entschieden, weil das so hand in Hand gegangen ist.

00:08:44: Und dann dachte ich ... Ich weiß nicht.

00:08:47: Es ist gerade irgendwie in Ordnung für mich wie's ist.

00:08:50: Dann ist es lange geblieben bis ich von mir aus wiedergemerkt hab.

00:08:56: informieren und möchte mir das anschauen.

00:08:59: Und ich hatte auch so eine Probefrist festgelegt mit meinen Eltern und meinem Erziehungsbeistand, dass sich so ein-zwei Wochen schaue in der Wohngruppe, ob ich dann das Gefühl habe, dass ich mich irgendwie wohl fühle?

00:09:12: Und in der Zeit haben zum Beispiel meine Eltern nichts in meinem Zimmer verändert oder sowas... gesagt hab, ich glaube, ich bleibe hier.

00:09:21: Hat sich das rauskristallisiert, dass ich da weiterhin wohnen werde und jetzt auch immer noch wohne?

00:09:26: Wie alt warst du dann damals?

00:09:27: Ich

00:09:28: war ... siebzehn, glaub

00:09:30: ich.

00:09:30: Oh, okay krass!

00:09:31: Es war sehr anders als es bei mir passiert ist.

00:09:34: Bei mir war das so, ich habe damals durch den Stadtschiller in einem Rad kennengelernt, der auch in einer Jugendwohneinrichtung gewohnt hat.

00:09:44: Da war das zum ersten Mal für mich.

00:09:45: wie das ist so... Ich wusste nicht, dass es so existiert.

00:09:49: Weil ich damals tatsächlich sehr viel Angst vom Jugendamt hatte.

00:09:52: Für mich war meine Mutter in der Kinderbetreuung arbeitete.

00:09:55: Hatte ich so Angst ... für mich war Jugendamt bedeutet dich weggenommen und sie verliert ihren Job.

00:10:01: Da arbeitet sie mit Kindern.

00:10:02: Äquivalent wird sie nie wieder arbeiten können!

00:10:05: Und in meinem Kopf war so jung dafür gehen, ich ruiniere das Leben meiner Mutter.

00:10:10: Und ich habe aber schon früh irgendwie selber gemerkt, dass das nicht so funktioniert.

00:10:15: Ich hab immer so in meinem Kopf, ja, ich muss einfach anfangen zu arbeiten und ziehe dann halt bevor ich acht sind bin aus.

00:10:19: Ja.

00:10:20: Dann hab ich von dieser einem anderen Personen kennengelernt.

00:10:25: Man kann mit dem Jugendamt ausziehen.

00:10:27: Es war auch da aktuell sehr kurz nach meinem Outing.

00:10:29: Also ich hab mich damals als Trans geoutet und meine Mutter kam damit auf jeden Fall nicht klar.

00:10:33: Wir hatten vorher schon Probleme in unserer Beziehung, aber das war der Kipppunkt ... in Corona aufeinandersitzen mit meinem Outing, mit dem sie das Sehen nicht akzeptiert hat.

00:10:41: Dann hab ich eine andere Transperson kennengelernt, die mit dem Jugendamt ausgezogen ist und war so ... Habt die Person dann irgendwann als es richtig schlimmer angeschrieben?

00:10:48: Und war so, hey, kannst du mir erklären wie das

00:10:51: ging?".

00:10:52: Ich hab dann einmal mit der Person telefoniert und hab was erzählt, was zu Hause abgegangen ist.

00:10:57: Brauch ich euch gar nicht Detail zu gehen.

00:10:58: Die Person war direkt so, ähm ja... Geh mal zum Jugendamt, lass dich beraten.

00:11:03: Dann habe ich viel rumtelefoniert und hab dann herausgefunden, welches Jugendamt für mich verantwortlich ist.

00:11:08: Ich saß in der Sitz in meiner Schule, die Sozialarbeit in der Schule.

00:11:13: Und hab mit einer Sozialarbeiterin dort geredet und angerufen, wo ich schon wusste, dass das nicht verantwortliche ist.

00:11:21: Die sind nach Bezirken worden aufgeteilt.

00:11:23: Ich bin abends nach der Schule mit meinem Fahrrad noch so hin so braten lassen.

00:11:28: Und ich hab das mich erst getraut, dahin zu gehen nachdem mir sehr klargemacht wurde nur wenn du für ein Beratungsgespräch dahin gehst bedeutet es nicht dass deine Aktion dran folgt.

00:11:38: Ich hatte ganz viel Angst dass ich irgendwie dahingehe und die erlauben mir dann nie wieder zurück zur meiner Mutter zu gehen und ich hatte so Angst.

00:11:43: ich gehe da hin und komme dann wieder zurück zu meiner mutter.

00:11:45: aber irgendwie dachte ich auch so...ich habe sehr viel mit dem Gedanken gelebt.

00:11:49: Mir geht's ja gar nicht schlecht genug Zuhause weil ich habe immer Essen da ich lebe nicht im Siff ich bin sauber Die Wohnung ist sauber, das Essen da.

00:11:58: Meine Mutter ist nicht physisch gewalttätig mehr gegenüber und es ist ja nicht so schlimm.

00:12:02: Da bin ich hingegangen und habe mit zwei Leuten besprochen.

00:12:05: Und die eine Sozialarbeiterin war super lieb.

00:12:08: Das später hat meine Sachbearbeiterin geworden und hab denen alles erzählt.

00:12:14: Wir mussten kurz mit unserer Chefin reden, weil es war nach der Schule abends gegen neunzehn Uhr.

00:12:18: Es war schon dunkel, whatever.

00:12:20: Dann war sie so, wir müssen kurz mit einer Chefin riechen.

00:12:24: Also hier liegt auf jeden Fall ein schwerwiegender Fall von Kindeswohlgefährdung vor.

00:12:27: Und wir sind uns gerade nicht sicher, ob wir dich legal nach Hause gehen lassen dürfen.

00:12:30: und ich war so in meinem Kopf bei so aller Alarmglockenangang.

00:12:32: Ich war so was!

00:12:34: Für mich war das so krass weil ich zum ersten Mal sozusagen die Bestätigung bekommen habe dass es wirklich so schlimm ist.

00:12:40: Zuerstweise dass es noch schlimmer ist als ich gedacht habe, dass es ist... hat mir viel Sicherheit gegeben, habe auch viel kaputt gemacht.

00:12:47: Das bedeutet auch, dass ich so anerkennen muss und es zu Hause nicht gut

00:12:50: lief.".

00:12:50: Ich hab dann aber sehr schnell gesagt, ich möchte auf jeden Fall noch nachhause gehen.

00:12:53: Dass sich das meiner Mutter nicht antun möchte einfach von null auf hundert oder dass sie weiß was abgeht ohne dass sie weiss, dass da ein Problem zwischen uns herrscht.

00:13:01: Einfach zu verschwinden?

00:13:02: Und da waren die so hey ja ist okay!

00:13:03: Und haben dann aber gesagt wir würden ganz gerne mal für einen Gespräch deine Mutter sozusagen einladen.

00:13:08: also meine Eltern sind.

00:13:10: Da haben da zu dem Zeitpunkt schon getrennt gelebt.

00:13:11: Ich glaub, beide meine Eltern hatten bis zu meinem achtzehn-Wurzag auch noch meinen Erziehungsrecht.

00:13:16: Das heißt nicht Erziehungerecht?

00:13:17: Mein Sorgerecht genau!

00:13:18: Aber mit meinem Vater hatte ich keinen Kontakt so.

00:13:20: D.h.,

00:13:20: da war primär ging's um meine Mutter und dann hatte ich sehr viel Angst davor, dass meine Mutter zu sagen, dass ich sozusagen beim Jugendamt war.

00:13:27: Dann auch an dem Tag, an dem ich ihr das gesagt habt.

00:13:30: Am Freitag treffen wir uns mit dem Jugendamt und drehen darüber.

00:13:33: Ich hatte meine Schwester als mentalen Support dabei.

00:13:37: Also, ich bin der Jüngste von vielen Geschwistern.

00:13:39: Ich hätte eine ältere Schwester dabei, die alle ausgezogen waren.

00:13:41: Und habe dann einen Rucksack gepackt für die Zeit zum Überbrücken bis zu den Tagen, an denen wir geredet haben bei meiner Schwester.

00:13:48: Ich habe dann in dem Gespräch meine Schwester mitgenommen als Mental Support.

00:13:55: In diesem Gespräch, wo so das Jugendamt meiner Mutter und ich sozusagen da saßen und geredet haben um zu planen was ist denn der Plan?

00:14:02: Was wollt ihr haben?

00:14:03: Wollt ihr eine Familienhilfe haben?

00:14:05: Ist der Plan, dass er auszieht?

00:14:07: Was ist die Idee?

00:14:10: da in dem Gespräch äußert, dass ich nicht wieder nach Hause ziehen möchte.

00:14:13: Ich weiß nicht ... für mich war das irgendwie sehr klar, dass sich das dann nicht möchte und ich werd fast eine In-Out-Boot-Name gekommen.

00:14:21: Kannst du erklären was eine In Out-Bot-Namen ist?

00:14:23: Ein Ort wo Kinder und Jugendliche, wenn sie wirklich wegen Gefährdungssituationen aus ihrer Familie ... Ausziehen müssen oder dort gerade nicht sein können.

00:14:33: Temporär schlafen können, auf jeden Fall kein Ort, wo man ... So, dann weiterhin wohnen soll.

00:14:39: Die Zwischenstufe zwischen wir suchen grad nach einer Wohngruppe für dich?

00:14:42: Haben sie aber noch nicht gefunden, aber du musst trotzdem schon jetzt direkt zu Hause raus.

00:14:45: Ja wo man halt irgendwie ja ... vermittelt wird.

00:14:48: Ja,

00:14:48: d.h.,

00:14:49: in Obbutnahme.

00:14:49: Da hätte ich Thierryt schreien gemusst sozusagen weil ich gesagt habe, ich möchte wirklich auch nicht mehr nach Hause gehen.

00:14:54: Weil für mich war das richtig schlimm.

00:14:57: Dann haben wir aber einen Mittelweg gefunden und dann durfte ich bei meiner Schwester so lange wohnen bis eine Wohngruppe für mich gefunden wurde.

00:15:04: Und dann hab ich glaube ich monatlang bei meiner Schwestern gelebt.

00:15:07: Auch in einer anderen Stadt also nicht in Frankfurt und hab tatsächlich probiert in der Zeit noch zur Schule zu pendeln.

00:15:12: Aber es ging mir so mental schlecht dass ich das nicht hingekriegt habe.

00:15:15: Also ich hab's für zwei Tage Und bin tatsächlich mehrfach auf dem Schuh nach Hause weg, wenn dann so zusammengebrochen und musste Pause auf eine Parkbank machen.

00:15:23: Weil ich nicht mehr laufen konnte, weil die ganze Situation krass schlimm für mich war.

00:15:29: Ich habe ungefähr einen Monat, nachdem ich dieses Gespräch mit meiner Mutter hatte.

00:15:32: Also das, wo das Jugendamt auch dabei war in der Wohngruppe gezogen.

00:15:36: Es ist auch ne queerspezifische Wohngruppee gewesen... queer Leuten auskennt.

00:15:42: Deswegen wollte die Sachbearbeiterin, hat auch sehr spezifisch gesagt, ich würde dich ganz gerne in die reinpacken weil ich glaube das ist irgendwie ganz gut für dich da andere queere Menschen irgendwie um nicht drum herum zu haben und aus dem kennen sie sich auch irgendwie damit aus.

00:15:53: und dann bin ich einen Monat später da eingezogen Und tatsächlich war ich da, also ich war fünfzehn zu der ganzen Zeit.

00:15:58: Ich hab da fast vier Jahre gewohnt und bin jetzt letzten, also im Oktober bin ich jetzt ausgezogen ins betreute Wohnen in anderer Stadt um zu studieren.

00:16:05: Wir haben auf jeden Fall krass unterschiedliche Erfahrungen weil ich weiß dass meine Eltern auf jeden fall dabei waren bei dem ganzen Prozess.

00:16:13: Also ich habe Gespräche mit denen geführt darüber was eine wohngruppe eigentlich ist warum ich mir das vorstellen kann.

00:16:20: Wir quasi miteinander darüber gesprochen.

00:16:23: Und meine Eltern haben dann, als ich meinen Standpunkt erklärt hab gesagt jetzt nicht ja super toll aber das wenn ich denke dass es das Beste für mich ist und wenn mir dort besser geht dass sie das irgendwie unterstützen dann.

00:16:38: Aber ich kann mir vorstellen, es war auf jeden Fall total schwer alleine und mit fünfzehn.

00:16:44: Ist

00:16:44: das bei dir?

00:16:45: Also so vielen Leuten ist es ja so, wenn man da eine Distanz hat, wenn wir nicht jeden Tag aufeinander sitzen hockt sozusagen oder nicht den ganzen Tag lang auseinander angewiesen sind.

00:16:53: Ich immer sieht, dass dieser Abstand vielen Leuten hilft, sich eine bessere Beziehung zu ihren Eltern aufzubauen.

00:16:58: War das bei Dir so?

00:17:00: Ich persönlich finde schon ... Es kommt ein bisschen darauf an, wie man für wen besser definiert.

00:17:06: Aber ich fühle mich sehr, sehr viel wohler mit der Beziehung jetzt.

00:17:10: Also ich weiß einen krasser Wendepunkt für mich war als ich nachziehen geworden bin.

00:17:14: Es gab immer wieder auch Elterngespräche in meiner Wohngruppe.

00:17:19: Die HPGs?

00:17:20: Ja, HPGs aber auch Eltern-Gespräche.

00:17:23: Wir würden kurz rein-crashen

00:17:24: in ein Hilfeplangespräch.

00:17:26: Ein HPG ist eine Abgrüßung für Hilfeplagengespräch und die soll man, soweit ich weiß es, die ... Man muss das einmal mehr machen.

00:17:33: Man sollte das halbe Jahr machen oder wird.

00:17:35: so setzen meistens du deinen Erziehungsberichtigten.

00:17:38: Das kann ja auch jemand anderes sozusagen sein.

00:17:39: wenn deine Eltern das Erziehungsschrechen erfolgen wird dann kriegst du einen, wie heißt das?

00:17:43: Vormund genau!

00:17:44: Dann kriegste einen gesetzlichen Vormunt Und dann sitzen sozusagen alle Leute da irgendwie was zu sagen haben in deinem Leben und du sitzen da und werden besprechen sowas weitere Ziel der Jugend dafür ist.

00:17:54: Das kann so was sein wie einen guten Umgang mit Geldlöhnen, es kann aber auch so etwas sein wie wieder regelmäßig zur Schule gehen und die Rückführung in die Familie probieren oder Abstand weiter zur Familie den Kontakt zu Eltern reduzieren.

00:18:08: Es wird individuell dann herausgearbeitet und beim nächsten HPG guckt, wie gut du das hingekriegt hast.

00:18:15: Und dann werden neue Ziele verfasst.

00:18:17: Oder auch neue Einschätzungen für eine Hilfe, die du gerade eigentlich benötigst?

00:18:22: Also es gab ja bei den HPGs aber es gab auch trotzdem regelmäßige Elterngespräche außerhalb von Hilfeplanggesprächen bis ich halt achtzehn war und ich weiß das seit ich achtzehnt bin und quasi selber die Kontrolle darüber habe welche Informationen meine Eltern weitergeleitet werden oder nicht.

00:18:38: also bei mir war großer Grund für meinen Auszug auch, dass ich einen anderen Umgang mit meiner Erkrankung im Alltag gebraucht habe.

00:18:48: Ich weiß das es für mich eine echte Stütze war in Krisensituationen, dass da Fachpersonal war und Leute die halt dann nicht so sehr getroffen davon waren ja wenn ich halt eine Krise hatte wenn es irgendwelche emotionalen Themen gab Und das hat mir total geholfen, irgendwie den Umgang mit meiner Erkrankung und was ich da brauche zu trennen.

00:19:12: dem Kontakt mit meinen Eltern.

00:19:14: Seitdem, also vor allem seit ich dann achtzehn geworden bin und eben gesundheitliche Informationen so weit weiter leite wie ich es möchte fühle ich mich sehr viel wohler und verbringen viel lieber Zeit mit meinen Eltern.

00:19:28: Ich finde das auch sehr schön.

00:19:29: Es hat voll viel mit Männer individuellen Geschichte und meiner Familiendynamik zu tun.

00:19:35: aber ich weiß dass sich einfach gut angefühlt hat Die Wohngruppe als Stütze für Probleme im Alltag, für meine psychische Gesundheit und alles darum herum zu haben.

00:19:45: Und meine Eltern für Themen mit ... Für die ich meine Eltern hab.

00:19:49: also... Ich weiß nicht!

00:19:51: Wenn ich mich zum Beispiel mit denen treffe, dann rede ich halt über Sachen, die uns interessieren.

00:19:56: Also ich werd's mit meinem Vater.

00:19:58: gehe ich ins Theater oder so.

00:20:00: Und mit meiner Mama und meiner Schwester kann ich dann halt filmisch schauen, ohne darüber reden zu müssen wie ich jetzt in welche Schule komme oder nicht und wie belastbar ich in dem Bereich bin oder nicht.

00:20:11: Das macht das für mich einfach viel leichter.

00:20:13: also ja ich finde... Die Distanz macht es bei mir auf jeden Fall leichter.

00:20:17: Ich glaub, bei anderen Leuten die ich kenne auch...

00:20:20: Das ist ja oftmals auch um... Also ich weiß nicht, ob ich das Beispiel dafür bin.

00:20:24: Aber oftmals ist ja die Idee von Jugendhilfe sozusagen die Rückführung des Kindes

00:20:29: in die

00:20:29: Familie so zu sagen dass das auch oftmals also die Betreuerenden probiert dann auch immer so auch noch mal sozusagen zu appellieren hey probierst doch nochmal lass doch langsam an gehen und für viele hat's auch manchmal geholfen dann sozusagen mit dem Auszug erst einmal einen fast ganzen Kontaktabbruch einzufordern und das dann so nach ihren Maßstäben diesen Kontakt wieder aufzubauen.

00:20:45: Und ich finde es auch so schön, weil das kann manchmal richtig helfen eine kaputte Beziehung zu einer gesunden Instehen zu lassen.

00:20:51: So wie ich das Gefühl hatte dass es jetzt bei dir so ist, dass du auch also was mir so aufgefallen hast.

00:20:57: Du hast gesagt du hast jetzt einfach mehr Spaß dran oder hast mehr Lust sozusagen Zeit mit deinen Eltern zu verbringen, weil es auch für dich jetzt so was schön ist.

00:21:04: Und ich finde das ja eigentlich auch etwas erstrebenswertes, dass man so Spaß hat mit Leuten zu Hause zu verbringen und dass man das gerne macht!

00:21:10: Ich weiß also... Ich find die Jugendhilfe-Fälle sind immer so krass individuell.

00:21:15: Also finde ich auch noch mal so ein Reminder dazu sagen hey wir sind auch nur zwei Leute, die irgendwie von ihren eigenen Geschichten erzählen.

00:21:21: Das kann man auf jeden Fall nicht auf alle Leute anwenden.

00:21:25: nicht unsere Beziehung geholfen.

00:21:27: Also der Abstand hat mir geholpen auf jeden Fall, aber unserer Beziehungen nicht, weil meine Mutter das so... Zumindest in meinem Fall war das so das erste Mal dass ich meiner Mutter Widerworte gegeben habe oder mal sehr aktiv eine Grenze aufgezeigt habe und gesagt hab kein Schritt hier drüber fertig.

00:21:39: Ja also trotzdem würde ich gerne fragen für die Leute, die vielleicht immer noch ein bisschen ja Angst haben ist es so, dass du diese Realisation dann in der Wohngruppe irgendwann gemacht hast?

00:21:50: Also dass du gemerkt hast okay die Beziehungsveränderte sich jetzt nicht irgendwie nicht mehr in diese positive oder in die Richtung für Mehrkontakt gehen.

00:21:59: Oder wurde dir von außen dann eingetrichtert, dass du keinen Kontakt mit deinen Eltern haben solltest?

00:22:04: Weil das ist zum Beispiel was ich glaube viele Eltern und aber auch Jugendliche sich Sorgen drum machen...

00:22:08: Dass die Kinder da integriert

00:22:10: werden!

00:22:10: Ja ja natürlich, dass man dann, dass es das Jugendamt die Kinder nur wegnehmen möchte und alles was einem an der Wohngruppe gesagt wird ist.

00:22:16: Deine Eltern sind schlimm!

00:22:17: Also meine Wohngruppen hat immer so ... naja also ich habe auch noch mit meinem Treuer darüber geredet, also mit meinen Betreuerinnen dass sie für mich da sind, was mit meiner Mutter passiert.

00:22:27: Ihnen das nicht, was Sie sich kümmern müssen und ich weiß es hat mich damals auch schon gestört weil ich war so wie!

00:22:34: Meine Mutter ist euch egal.

00:22:35: Aber gleichzeitig finde ich es auch super wichtig, weil meine Mutter ist ein erwachsener Mensch und war Kind, ich war fünfzehn.

00:22:40: Ich bin da nicht in die Jugendhilfe eingezogen und wurde gesagt, bleh ich kontakt mit meiner Mutter!

00:22:44: Ich weiß aber das bei mir trotzdem so war, dass halt so gesagt wurde hey wir merken, dass es dir immer schlecht geht wenn du bei deiner mutter warst und dann darüber geredet wird und auch gesagt würde denkst du vielleicht dass es gut für dich ist den Kontakt zu reduzieren?

00:22:55: oder was denkst Du?

00:22:56: Also dass so probiert wurde halt Lösungsansätze dafür zu finden dass es mir damit besser geht und da war unter anderem halt eine Lösung.

00:23:02: Also ja, Kontakt reduzieren.

00:23:04: Ich glaube was mein Problem auch damit war das sozusagen meine Mutter so sehr explosiv auf meinen Kontakt reduziert hat anstatt mal also zu reflektieren und sagen okay warum möchte man denn jetzt gerade keinen Kontakt zu mir?

00:23:17: Warum könnte man denn arbeiten?

00:23:18: Was könnte man dann machen dass so dieser Moment nicht kam einfach.

00:23:22: Und das hat mir dann, ich weiß nicht, deswegen fand es richtig gut in einer Wohngruppe zu wohnen und die Möglichkeit so haben auch mal eine Grenze zu setzen sozusagen und zu sagen hey okay ich möchte gerade irgendwie nicht dich viel sehen weil ich nicht das Gefühl habe dass es besser wird.

00:23:33: und ich persönlich würde auch soweit zu gehen um zu sagen dass der Auszug von meiner Mutter und die Einzogene der Woden in die Wohngruppee für mich, dass sich nicht unbedingt viel länger überlebt hätte werde ich weiter bei meiner Mutter gewohnt wenn ich so sein war Krass schlimm war, da zu wohnen.

00:23:49: Also für mich was richtig, richtig wichtig auszuziehen und ich weiß ... Ich bin jetzt vielleicht auch eher in den Extremer-Fallen.

00:23:56: Und ihr solltet nicht erst zum Jungdamm gehen, wenn an einem Punkt steht, an dem ich stande.

00:24:00: Bitte geht vorher zum Jungdamt!

00:24:03: Mir ist es superwichtig das auch noch mal irgendwie den ganzen Jugendlichen mitzugeben, dass das nicht darauf ankommt, was andere Leute sagen, sondern darauf wie ihr euch fühlt?

00:24:12: Ja also ich mein... In meiner Situation War es dann tatsächlich so, dass mir gesagt wurde von außen?

00:24:17: Ey, denkst du nicht.

00:24:18: Ihr bräuchtet vielleicht Hilfe aber man muss nicht solange warten bis andere sagen da ist ein Problem sondern ab dem Punkt wo ihr selber die Wahrnehmung habt das ihr Hilfe braucht oder das hier euch gerade so nicht wohlfühlt, dass das so nicht funktioniert geht es nicht darum zum Jugendamt zu gehen und zu sagen ich finde meinem Eltern scheiß und die Eltern sagen nee wir sind gut und dann stellt das Jugendamt fest wer von euch hat eigentlich recht und sind jetzt entweder scheiße oder gut?

00:24:42: Es geht einfach darum wo ihr denkt, ihr braucht Hilfe.

00:24:46: Dass ihr sie bekommen sollt.

00:24:47: und es geht auch nicht darum wer Recht hat im Endeffekt sondern darum dass ihr euch sicher fühlen könnt und ihr eurer Wahrnehmung vertrauen dürft.

00:24:56: wenn ihr einen Leidensdruck habt dann ist der da egal welche Regel jetzt drüber oder drunter war oder welche Dynamik jetzt tatsächlich.

00:25:05: wie war eure

00:25:06: Wahrnehnung?

00:25:06: weil wenn ihr was auf eine bestimmte Art wahrnimmt dann ist das eure Realität und damit ist es real egal was sozusagen Ausnummer um das sagt.

00:25:16: und genauso ist halt Jugendhilfe beantragen trifft es keine Aussage über ihre Eltern.

00:25:20: Also auch an die Eltern, Jugendhilfen beantragend bedeutet nicht dass ihr schlechte Eltern seid.

00:25:23: Ihr müsst auch keine Kriterien erfüllen um ich sage mal aus euch zu verdienen dann oder irgendwie schlimm genug zu sein um diese Hilfe zu benötigen.

00:25:33: kein Beispiel, ab wann man Hilfe beantragen kann und was aber nicht so schlimm ist.

00:25:40: Und was dann schlimm genug ist, wendet euch an die Stellen, die euch die Hilfe anbieten?

00:25:45: Wie genau wird man zusammen erarbeiten können?

00:25:48: Aber jeder von euch hat das Recht diese Hilfe in Einspruch zu nehmen.

00:25:52: Würdest du dir ... im Nachhinein wünschen, dass du dich früher getraut hättest, dich ans Jugendamt zu wenden?

00:25:58: Ich glaube schon.

00:25:59: Also ich finde das... also deswegen ist es mir auch so super wichtig sozusagen die Angst vom Jugendamtzunehmen, dass das Jugendamt nicht so dieser scary unbekannte diese gruselige unbekannte Bacht ist, die sozusagen einfach Kinder weg nimmt.

00:26:13: Dazu muss ich ja noch mal gesagt haben, Kinder werden sehr.

00:26:17: Eltern müssen sehr, sehr viel machen das denen ihre Kinder weggenommen werden.

00:26:20: Total!

00:26:21: Also auch vor allem bei jüngeren Kindern können Eltern sich leider also naja gut leider so ein Anfang strichen sehr viel erlauben mit ihren Kindern bevor die ihnen weggenommen werden.

00:26:29: wirklich und bei Jugendlichen kommt es super viel darauf an was die Jugendlichen sagen.

00:26:33: also Leute werden nicht ohne Grund gegen ihren Willen aus Familien rausgerissen.

00:26:37: Und was mir zum Beispiel auch noch sehr wichtig ist zu sagen, ich glaube es ist bei total vielen Jugendlichen die dann irgendwie in die Jugendhilfe gehen.

00:26:45: Also das ein großer Punkt auch ist, was denkt das Umfeld von meinen Eltern?

00:26:49: Also ich weiß dass... Ich meine es ist ein bisschen wie du gesagt hast zum Beispiel, dass deine Mutter ja mit Kindern arbeitet.

00:26:55: und was heißt das denn über ... Sie oder bei mir gab es, also bei mir war auch ein Thema okay.

00:27:01: Was sagt das denn dann über unsere Familie?

00:27:03: Wenn unsere Tochter irgendwie auszieht in eine Wohngruppe und nicht dann noch zu Hause bleibt?

00:27:10: Und ich glaube mir wäre es total wichtig zu sagen Also ich finde es auch irgendwie ganz gut dass wir so naja Ich mein wie gesagt jeder jedenfalls individuell aber dass wir ein bisschen zwei sehr verschiedene Erfahrungen und Geschichten haben weil Von meiner Seite würde ich auf jeden Fall sagen, Jungtüfe.

00:27:25: Also irgendwie Jungtöfe zu beanspruchen auch wenn es dann stationär ist und man auszieht heißt nicht dass das eine total gewaltsame Familie ist oder so was und die Erziehung komplett fehlgeschlagen ist, dass die Eltern alles falsch gemacht haben Das bedeutet es nicht grundsätzlich Und es ist auch nichts wofür man sich schämen muss.

00:27:45: Grundsätzlich heißt erst mal Also als Eltern, bereit seid euch und eurem kindjugendlichen jungen Erwachsenen Hilfe zu holen.

00:27:54: Und das ist was Gutes.

00:27:55: Das

00:27:55: bedeutet nämlich meistens auch dass man dann in Bereitschaft ist an sich so arbeiten um etwas zu lernen?

00:28:00: Ich finde der Fokus sollte also von der Elternsicht finde ich sollte der Fokuss darauf sein eine gute gesunde Beziehung mit seinem Kind zu führen.

00:28:06: Und ja, manchmal ist die Bedingung für eine gesunde Beziehung halt das Abstand durch vielleicht einen Auszug in eine stationäre Wohngruppe.

00:28:14: Also ich hab auch schon Leute aus meiner ... also der Wohngruppen, den ich gewohnt habe erlebt, die sozusagen wieder zurückgezogen sind zu ihren Eltern nach einer Weile weil es dann halt besser gelaufen ist.

00:28:22: Auch teilweise kann das auch an, ich weiß nicht, Erkrankungen oder irgendetwas anderem liegen dass es überhaupt nicht geht bei den Eltern zu wohnen und gar nicht an zum Beispiel nur der Familiendynamik oder so gleichzeitig.

00:28:33: wenn es aber so ist zu Hause gefährdet ist wegen der Situation, kann man sich auch auf jeden Fall dahin wenden.

00:28:40: Also es gibt ich sage mal beide Wege oder mehrere ganz viele Wege.

00:28:45: ja ich glaube mir wäre ganz wichtig zu sagen dass man sich nicht schämen muss Hilfe zu holen und das vor allem es keinen schlimmen genug oder Streit genug oder Gewalt genug geben muss in der Familie.

00:28:55: Es geht einfach darum auf den Punkt wo man merkt man braucht Hilfe Sie sich holen und hat man das verdient, sie sich zu holen.

00:29:03: Wenn man sich unsicher ist ob man Hilfe braucht oder nicht ein Beratungsgespräch beim Jugendamt.

00:29:07: Das

00:29:08: muss nichts... bedeuten.

00:29:10: Also du kannst da hingehen und sagen, hey irgendwie streite ich mich seit einer Woche mit meinen Eltern irgendwie darüber?

00:29:14: Und keine Ahnung.

00:29:15: und vielleicht sagen sie dir irgendwie grundlegendes Problem, möchtest du die und die Hilfe haben, dass ihr das möchtet tun?

00:29:21: oder sie sagen dir hast du schon mal probiert das zu machen, möchest du irgendwie eine Kommunikationshilfe zwischen euch irgendwie haben?

00:29:27: also so eine Beratung, sprich beim Jugendamt schadet nicht.

00:29:30: Also, falls ihr da sitzt und zuhört und euch grade denkt, okay keine Ahnung.

00:29:34: Ich weiß nicht wie gut es gerade mit meinen Eltern läuft, ich weiß nicht, wie gut ich mich damit gerade fühle, dass dich vom Jugendamt beraten ist?

00:29:39: Das ist so ein Beratungsgericht.

00:29:40: Schade niemanden!

00:29:41: Ihr werdet dann nicht direkt aus eurer Familie weggenommen... ...ich bin ein schlechtes Beispiel dafür.

00:29:45: Und kann auf jeden Fall einfach super oder helfen.

00:29:48: Es ist das Jugendhilfe, die Betonung ist darauf irgendwie auf sie möchte Jugendlichen helfen.

00:29:54: Ja.

00:29:54: Und echt wäre das sehr wichtig, das zu betonen.

00:29:58: Hilfe.

00:29:58: Und was mir das auch noch eingefallen ist, ich weiß wo viele Leute sozusagen auch Angst haben und zwar ältere Geschwister ist so... Was bedeutet das denn jetzt für meine Familie von Geschwisters?

00:30:07: Also dazu kann ich nicht sagen, ich bin der Jüngste in meiner Familie aber möchtest du dazu irgendwie kurz noch ein paar Morte verlieren?

00:30:11: Ich

00:30:11: habe tatsächlich eine kleine Schwester also sie war auf jeden Fall ein Faktor der es mir sehr schwer gemacht hat zu sagen dass sich ausziehe oder dessen Betracht zu ziehen.

00:30:20: Aber ich hab auch also mein Schäster ist fünfzehn.

00:30:23: Das heißt ich habe Kontakt mit ihr vereinbare treffen mit ihr und ich habe auch Kontakt mit meinen Eltern, das heißt ich treffe mich auch mit denen und meiner Schwester.

00:30:32: Ich hatte sehr viel Angst davor was es irgendwie bedeutet und was sie davon denkt also ob es für sie zum Beispiel den Eindruck macht okay ich ziehe von ihr weg oder aus, aber mittlerweile ist das ziemlich normal.

00:30:46: Eigentlich wollen alle Seiten den Kontakt fördern ja und es hat übrigens auch nicht für meine Schwester bedeutet dass sie dann auch ausziehen muss oder sowas.

00:30:54: und vor allem bedeutet es auch nichts für meine Eltern, in deren ... weiß ich nicht.

00:31:00: Berufsleben?

00:31:01: Führungsakte oder so was!

00:31:03: Genau es wird nicht den engeren Führungshakter aufgenommen.

00:31:06: Eltern die Kindergärten mit Kindern und Jugendlichen als Lehrkräfte arbeiten haben keinen Effekt auf ihren Job davon.

00:31:12: also für euch Eltern aber auch für die Jugendlichen weil ich weiß das ist für mich ein ganz großer Faktor ja dass mir super wichtig war dass kein Effekt.

00:31:20: Das Leben von meiner Mutter hat keinen negativen Effekt.

00:31:26: Wir haben viel geredet, wie das Umstieg der Auszug von den Eltern in einer Wohngruppe ist.

00:31:34: Dann würde mich interessieren, wie ist denn überhaupt dieses Leben in der Wohngruppee?

00:31:39: Wie sieht es aus und was kann ich mir darunter vorstellen?

00:31:41: Also ... Ich bin in einer intensivtheopathischen Wohngruppe, das heißt bei mir ist ja ... Ja.

00:31:47: Jemand da nachts auch, aber die schlafen und wenn wir klopfen oder anrufen dann sind die da.

00:31:52: Also es ist quasi ... Wir haben einfach ein Haus und jeder hat so sein Zimmer.

00:31:58: Ich wohne gerade mit zehn Leuten zusammen.

00:32:03: Es gibt immer mal ... Einzüge und Auszüger, aber es ist nicht wie jetzt irgendwie in einem Krankenhaus oder so.

00:32:09: Dass jede zwei Tage irgendwas wechselt.

00:32:11: Es ist schon dafür gedacht, dass man dort wohnt und lebt und zu Hause ist.

00:32:15: Aber es passiert immer mal das jemand aussieht oder einzieht.

00:32:20: Wahrscheinlich, dass da irgendwer mehr Flukteration drin ist.

00:32:22: Aber ich hab zehn Mitbewohner im Alter von dreizehnt bis... Also eigentlich glaube ich einundzwanzig aber also ich bin jetzt gerade die älteste, ich bin neunzehn.

00:32:30: Krass!

00:32:30: Aber es ist gemischt, wir haben irgendwie auch keine getrennten geschlechter Flur oder so was über Stockwerke und Ich weiß nicht, im Erdgeschoss ist so ein Büro, wo die Betreuen sind und wo wir mit denen reden.

00:32:44: Es gibt eine Kirche, wo jeden Tag gekocht wird.

00:32:48: Wir haben einen Raum für Lernen-Hausaufgaben, Wohnzimmer als Zimmer, einen kleinen Raum für Kreatives.

00:32:54: Und zum Beispiel weil wir in der Therapeutischwohngruppe sind hat unsere Einrichtung einer Therapeutin dabei.

00:33:01: Also jeder hat sein eigenes Zimmer?

00:33:03: Was man auch abschließen kann?

00:33:04: Dann kann ich direkt mal so eine ganz interessante Frage stellen, weil ich das natürlich nicht selber weiß.

00:33:08: Dürfen die Betreuerinnen denn einfach in die Zimmer reinkommen?

00:33:10: oder wie kann ich mir das vorstellen?

00:33:11: Nein!

00:33:12: Das ist wirklich...

00:33:15: Kinder haben recht tatsächlich einen.

00:33:18: Wir haben es nicht so dass dann auf einmal alle Privatsphäre weg sind.

00:33:23: Jeder hat sein Zimmer und wird geklopft bevor man reinkommt.

00:33:28: Und außer es ist zum Beispiel so, dass irgendwie wir erlaubt haben, dass jemand reinkommt wenn wir verschlafen oder so.

00:33:36: Dass wir gesagt haben das okay, wenn du reinkomst dann um mich zu wecken, wenn ich dann klopfe mir einfach wie wild.

00:33:40: Aber also... Es kommt nicht einfach so jemand rein ausser erstens, es ist erlaubт oder zweitens Man denkt Du bist in einer guten Gefährdungssituation und brauchst gerade Hilfe.

00:33:50: Im Prinzip?

00:33:51: Ich weiß nicht!

00:33:52: Das ist wie Zuhause mit ein paar mehr Geschwister.

00:33:56: Ich finde, dass ich es eher um diesen ganzen Vibe zusammenfassen.

00:34:00: Das ist so ein bisschen wie eine Klassenfahrt.

00:34:02: Ja!

00:34:03: Also das fasst irgendwie ganz gut zusammen.

00:34:05: Du bist halt mit Leuten zusammen, die du dir nicht unbedingt ausrufen konntest und man kann auch mal streiten bei den Jünglichen innerhalb der Wohntgobots haben.

00:34:10: Total!

00:34:10: Es war bei uns auch ein paar Mal so... Und es ist irgendwie immer eine professionelle Aufpassperson, die da ist aber du ... hast ein eigenes Zimmer, dass du dich zurückziehen kannst.

00:34:18: Steins ist es und wir haben auch teilweise in unserer Wohngruppe damals auch Freundesgruppen gegründet und haben Leute für das Leben gefunden und zwar auch echt schön.

00:34:27: aber wir hatten auch Leute die da gewohnt haben aber die waren halt nur zum Schlafen da und die haben gesagt hey ich hab gar keinen Lust mich mit Leuten hier zu socialisieren ich habe kein Lust auf euch alle und es war auch voll okay.

00:34:36: also man ist nicht verpflichtet sich in dem Gruppenalltag irgendwie einzufinden.

00:34:40: ja Taschengeld ist auch gesetzlich geregelt.

00:34:43: Wir mussten auch noch Putzdienste damals machen.

00:34:45: Da haben wir uns sehr viel angestritten.

00:34:48: Aber ich wohne ja tatsächlich nicht mehr in der Wohngruppe, das heißt, ich werde gar nicht mehr so viel darüber reden und zwar im betreuten Wohnen.

00:34:54: Da hatten wir kurz vorher ganz am Anfang schon eingeschnitten.

00:34:57: Ich wohn halt alleine in einer Wohnung und krieg Geld gestellt im Monat und muss davon meinen Clubapier kaufen, mein Kaffeepulver wichtig kaufen ... Und wohnen tatsächlich ziemlich selbstständig dadurch.

00:35:13: Ich find das auch schon auf jeden Fall noch mal ein krass großer Unterschied von der Wohngruppe, dass man plötzlich dann ganz alleine ist und ich muss für mich das krasse Umstellung von so immer Leute um mich drum herum haben oder das immer immer da und man hört immer irgendein Wehen zu ... Ich wohne jetzt alleine und manchmal lege ich nach meinem Bett und es ist einfach so still?

00:35:32: Ja!

00:35:33: Du bist ganz komisch...

00:35:34: Ich hab das auch total, dass ich jetzt ... Ich kann nur schlafen wenn ich Geräusche höre weil Und wenn es leise ist, denke ich mir, irgendwas ist gerade.

00:35:43: Ich finde das wirklich komisch!

00:35:45: Das ist die größte Umstellung für mich jetzt plötzlich alleine zu wohnen und nicht mehr so konstant einen Geräuschbekel zu haben.

00:35:50: Ansonsten find' ich das aber so schön weil... jetzt auf einmal nur noch für meine eigenen Sachen verantwortlich bin, also dass ich mich an keinen Putsplan mehr halten muss.

00:35:58: Hat mir irgendwie sehr geholfen weil ich fand Putzplan immer... Also ich verstehe mal in einer Wohngruppe muss man das irgendwie machen damit es klappt.

00:36:04: Ich find's schön ist jetzt so nur noch von meinen eigenen Scheißverantwortlich zu sein und ich weiß nicht für mich ist es jetzt nur noch ein sehr kleiner Teil von meinem Leben weil dadurch dass ich irgendwie studiere und jetzt irgendwie so sehr viele Sachen neben dran auch noch hobbymäßig mache ist das für mich so.

00:36:16: ja ich sehe meine Betreuer erinnern jetzt halt so zweimal die Woche Gehe ich wieder?

00:36:24: Wobei, ich wollte sagen.

00:36:26: Ich glaube es gibt auch so Konzepte von betreuten Wohnen wo du mit zwei anderen Leuten oder einer anderen Person in der WG wohnst.

00:36:34: Ja das ist also einzulöse.

00:36:36: Wohnungen sind tatsächlich oftmals sehr schwer zu finden im betreutten Wohnen und dass auch mehr so eine Du findest.

00:36:41: du brauchst meistens so ein halbes Jahr glaub ich um die Wohnung zu finden Und dann kannst du halt sagen ja passt oder passt nicht und hast nicht erstes nicht so viel nicht sowieso Man bewirbt sich auf Wohnungen, sondern die sagen halt da ist jetzt einen Platz frei.

00:36:53: In dieser Wohnung mit dieser Person entweder gehst du halt hin oder halt nicht und dann kann soll sagen ja oder kann sagen nein und da musst du wieder ein halbes Jahr lang warten bis du sozusagen die nächste findest.

00:37:01: also es ist nicht so ein einfacher Prozess.

00:37:03: da sollte man vielleicht auch noch sagen Jugendhöfe ändert tatsächlich rechtsmäßig mit dem einzwanzigsten Geburtstag Aber auch nicht so, dass du dann so ... Du bist ein-zwanzig.

00:37:11: Jetzt bist du obnachlos.

00:37:12: Viel

00:37:13: Spaß!

00:37:13: Nee.

00:37:13: Das passiert nicht.

00:37:14: Sondern es ist so, also du wirst da sehr raus begleitet und das auch nicht direkt mit deinem ein- zwanzigsten Geburtstag.

00:37:20: Und ...

00:37:20: Es kommt auch mal drauf an was du hast, wer du bist unter welchen Umständen?

00:37:25: Genau.

00:37:26: Ich hab auch meine Erfahrungen und meine Kritiepunkte und Auseinandersetzung gehabt.

00:37:30: aber insgesamt muss ich sagen... Ist es so eine Erleichterung, dass sich weiß, System, dass es dieses Konzept gibt und ich weiß das auch.

00:37:39: Wenn es eben zum Beispiel in meiner spezifischen Wohngruppe nicht klappt oder mit dem Kontakt dort oder der Schule da oder so, dass ich weiß, dass das Jugendamt oder mein Sozialrathaus drübergibt was halt irgendwie versucht mir... dabei zu helfen, selbstständiger zu werden.

00:37:56: Erwachsen zu werden und was in diesem Prozess ... Ich bin erwachsen offiziell aber so.

00:38:00: Ja natürlich!

00:38:01: Dabei ist ja wie du sagst mit sowas wie hey, wie fühl ich das da aus eigentlich?

00:38:06: oder wie mache ich diese Abrechnung?

00:38:09: Und keine Ahnung, was bedeutet das jetzt eigentlich?

00:38:11: Wie

00:38:11: macht man einen Wählerantvertrag?

00:38:13: Was

00:38:13: ist ein zu teurer

00:38:14: Wähleranvertrag?!

00:38:16: Und ich freue mich einfach, ich bin so dankbar dafür dass ich für solche Sachen jemanden habe der es irgendwie Mir leichter macht in meinem Alltag.

00:38:24: Also ich find auch, dass das Jugendhilfe mir auf jeden Fall das Leben gerettet hat zum gewissen Grad?

00:38:30: Ich bin so auch so selbstwie gespalten.

00:38:32: Ich weiß nicht ob es tatsächlich gespaltet wirklich das richtige Wort dafür ist... Das Konzept Jugendhilfen ist super wichtig!

00:38:39: Dass es das gibt und das das Jugendamt gibt.

00:38:41: Dass da Leute sind zu denen du dich wenden kannst.

00:38:43: Dass die Möglichkeit gibt auszuziehen.

00:38:45: Dass dir alles gibt finde ich super super super wichtig.

00:38:49: Und also ist so viel wert hat so viele Leute das Leben besser gemacht.

00:38:53: Gleichzeitig bin ich einer wegen der System auch sehr viel kritisiert, zugebenermaßen studiere ich jetzt auch Erziehungs- und Bildungswissenschaften also gehe ich auch in eine ähnliche Richtung.

00:39:01: dann beim späteren Job wahrscheinlich.

00:39:03: Ich finde, gleichzeitig läuft in Wohngruppen auch viel schief.

00:39:07: Es gibt viele Probleme innerhalb Wohngruppe und viele Sachen wollte ich nicht sagen, das geht gar nicht.

00:39:12: Ich find generell die Idee von Wohngruppem super wichtig, dass du die Möglichkeit hast aus dem Sinn deiner Eltern.

00:39:16: Gleichzeitig muss man halt auch bedenken, dann wohnen da fünfzehn Jugendliche auf einem Ort, den es allen mental nicht so gut geht, die alle irgendwie nicht ganz so präsente Eltern in ihrem Leben haben.

00:39:25: Natürlich entwickeln sich da ungesunde Dynamiken natürlich passierender Sachen, die da nicht passieren sollten.

00:39:30: Jugendhilfe hat viele Probleme.

00:39:31: Trotzdem bin ich unfassbar dankbar, dass es eine Möglichkeit ist, von so Hause auszuziehen und Hilfe zu bekommen.

00:39:39: Wir haben jetzt ein paar Mütten und Ängste vielleicht aufgereimt, ein bisschen Einblick darin gegeben wie das eigentlich bedeutet sich irgendwie Hilfe zu holen was das ganze Jugendhilfekonzept ist und dass es ja vor allem nicht so gruselig und willkürlich ist, wie man sich vielleicht vorstellt.

00:39:56: Und tatsächlich ist es auch nicht die letzte Folge, die wir zu diesem Thema geplant haben.

00:40:00: also wir wollen auf jeden Fall noch viel mehr über den Alltag in der Wohngruppe und irgendwie ich weiß nicht mehr auf unsere Erfahrungen von Leben in der Jugendhilfe eingehen.

00:40:11: Vielleicht auch tatsächlich mit Personen, die in der Wohngruppe arbeiten.

00:40:15: Ich hoffe, ihr habt irgendwie was Neues lernen können.

00:40:17: Und wie gesagt, ich hoffe dass wir euch die Angst vom Jugendamt nehmen konnten sowohl den Eltern als auch den Jugendlichen oder keine Ahnung Lehrkräften.

00:40:25: Ich weiß nicht mehr heran.

00:40:26: Dass wir euch wie gesagt diese Angst nehmen konnten.

00:40:28: und falls ihr auch noch weitere Fragen habt, lasst ihr uns gerne irgendwie zukommen.

00:40:31: Ich bin mich sehr, Lorena und ich auf jeden Fall bereit sind noch für eine weitere Folge um eure Fragen zu beantworten und weiter über unsere Erfahrungen zu reden.

00:40:38: Bereit sind zurückzukommen und das auch gerne machen!

00:40:52: Und niemand ist da, um euch zu verurteilen.

00:41:02: Sondern eigentlich wollen alle nur helfen.

00:41:04: Danke, dass ihr uns zugehört habt und wir hoffen, ihr konntet ein bisschen was mitnehmen.

00:41:09: Tschüss!

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