Getrennte Eltern: Marlas Kindheit zwischen zwei Familien auf Distanz

Shownotes

Gemeinsam mit Psychologin Colin spricht Marla in dieser emotionalen Folge über ihre ganz persönliche Geschichte: Ihre Eltern trennten sich, als sie fünf Jahre alt war. Was folgte, waren zwei Zuhause, 600 Kilometer Entfernung zwischen ihren Familien und das Gefühl, nirgendwo wirklich dazuzugehören.

Marla erzählt offen, wie sie zwischen die Konflikte ihrer Eltern geraten ist, früh Verantwortung übernehmen musste und wieso die Trennung schließlich auch ihre psychische Gesundheit belastete. Gleichzeitig erklärt Colin, warum eine Trennung für Kinder nicht immer traumatisch verlaufen muss. Die beiden sprechen darüber, worauf Eltern nach einer Trennung besonders achten sollten, wie Kinder in dieser schweren Zeit gut begleitet werden können und welche Fehler sich vermeiden lassen.

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Die nächste Episode erscheint in zwei Wochen.

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Transkript anzeigen

00:00:08: Willkommen bei deinem Podcast, es braucht das ganze Dorf.

00:00:10: Hier sprechen jugendliche Alltagsexpertinnen und Experten mit Profis aus der Wissenschaft ehrlich und authentisch über mentale Gesundheit und alles was dazugehört.

00:00:19: Du bist nicht allein denn manchmal braucht es ein ganzes Dorf um den Weg zu finden.

00:00:23: Schön dass du Teil des Dorfes bist.

00:00:32: In diesem Podcast sprechen wir offen über Themen rund um mentale Gesundheit, die für einige emotional herausfordernd sein können.

00:00:39: Wenn du denkst dass das für dich der Fall sein könnte empfehlen wir die Episode nicht allein zu hören.

00:00:44: in der Beschreibung findest du hilfreiche Angebote und Ressourcen die dir Unterstützung bieten können.

00:00:54: Ich hab heute das Thema mitgebracht.

00:00:56: Das Ende einer Familie, der Anfang von zweieinhalb, dazwischen getrennte Eltern und ich denke vor allem in der heutigen Zeit ist es sehr normal geworden dass sich Eltern trennen fast ja auch per se erst mal gar nicht so schlecht ist weil die Leute sich bewusst geworden sind.

00:01:10: okay wenn ich mich nicht wohlfühle dann kann ich auch wieder gehen aber sobald man Kinder im Spiel hat ist das natürlich ein bisschen eine andere Geschichte und auch eine schwere Geschichte.

00:01:18: Genau, ihr Lieben wir sind halt auch wieder zu zwei zum Thema Passt ja gut dazu, ne?

00:01:23: Zu zweieinhalb.

00:01:24: Genau!

00:01:24: Ich bin Kulin, ihr kennt mich schon Psychologen und tatsächlich auch uns mal von der Wechselnähe um auch tatsächlich ein Scheidungskind.

00:01:29: Meine Eltern haben sich auch getrennt.

00:01:30: da war ich noch sehr jung.

00:01:31: deswegen können wir euch heute glaube ich hier zwei unterschiedliche Geschichten und Perspektiven erzählen und euch auch ein bisschen allgemein zu dem Thema was.

00:01:38: Weil ich mag so dich aber nochmal vorstellen.

00:01:39: das ist das Thema jetzt schon so schön vorgestellt aber wir wissen ja gar nicht wer du bist.

00:01:42: Ja ich bin Mala, ich bin zwanzig Jahre alt und im Moment mache ich mich selbstständig mit Kunst.

00:01:47: Das finde ich so cool.

00:01:48: Danke!

00:01:50: Gut, schön, dass wir heute darüber reden, liebe Mada.

00:01:52: Magst du einfach mal erst einmal zählen vielleicht warum dir das Thema so wichtig ist oder was deine Erfahrung ist?

00:01:56: Damit die Leute wissen, warum wir uns halt jetzt was amsetzen?

00:01:59: Ja also meine Eltern haben sich getrennt als ich fünf Jahre alt war.

00:02:03: Davor lief das aber immer noch nicht ganz gut.

00:02:05: Hat zu wenig auch gleich noch etwas sagen, was meine Mutter mir schon gesagt hat.

00:02:08: und bei mir war es noch ein bisschen spezieller weil meisten Eltern zumindest von den Leuten, die ich ... wo sich die Eltern getrennt haben.

00:02:14: Die ziehen dann vielleicht eine Straße weiter, einen Dorf weiter, zehn Kilometer weiter... Ja meine Mutter hat das Ganze ein bisschen ins Extrem gezogen und ist dann sechshundert Kilometer weit weggezogen.

00:02:24: Okay, deutlicher Abstand würde ich sagen!

00:02:26: Mein Vater fand es natürlich auch nicht schön und meine ganze Familie hier in Frankfurt.

00:02:31: Meine Mutter hat aber in Kiel studiert und hat dann auch den Bezug da wieder zugefunden.

00:02:35: Meine vom Studium jemanden in Kiel, da hat sie studiert.

00:02:39: Und er hat sie angerufen und ihr zum Geburtstag gratuliert als sie gerade in der Trennung von meinem Vater war.

00:02:45: Und dann haben die beschlossen okay ich wohne hier in einem riesen Haus kommen doch einfach her.

00:02:49: So und dann haben meine Mutter ihre Sachen gepackt und uns eingepackt.

00:02:52: Und ist einfach mal sechsohn Kilometer weit nach oben gezogen.

00:02:54: Gut ich mein auf der einen Seite verstehst natürlich wenn du sagst sie kommt daher vielleicht auch eine Verbindung hin und dann also Trennungen sind ja selten schön.

00:03:00: und dann hat sich wahrscheinlich so ne Tür aufgebracht und gesagt hey guck mal ich hab Platz ich habe jetzt mein Zimmer klar aber

00:03:07: Definitiv.

00:03:08: Deswegen verstehe ich diese Entscheidung auch komplett und ich bin total zufrieden im Norden, mir geht es da auch viel besser.

00:03:14: Ich bin ein richtiges Strandkind und mir gehts da auch super!

00:03:17: Ich habe mein ganzes soziales Umfeld da aber natürlich hat es eine tolle Distanz zwischen mich und meinen Vater gebracht Tag des Umzuges.

00:03:29: Es kam ein riesiger Umzugswagen an mit dem Bruder von meinem Stiefvater, der ist nämlich so UPS-Fahrer deswegen dass ich angeboten weil er das Ding halt fahren kann und da habe ich den das erste mal kennengelernt.

00:03:41: Das heißt aber das entschuldige wenn du das so sagst es heißt da gab's dann schon eine neue Beziehung von Seiten deiner Mutter?

00:03:46: Also sie wurde ja angerufen an ihrem Geburtstag von denen sie hier im Studium kennengelernt hat in den neunzig Jahren.

00:03:52: Das ist mal mit Steve hatte?

00:03:54: Ah, okay ich dachte es wäre vielleicht einfach nur ein Freund und gesagt

00:03:56: hey komm hoch.

00:03:57: Nee, nee das

00:03:58: ging direkt ins Beziehung.

00:03:58: Also... Das heißt du bist quasi von einem Familienkonzept direkt in die neue Paar-Beziehungskonstellation.

00:04:04: Okay da gab's keine... Als fünfjähriges

00:04:05: Kind hat er genau.

00:04:06: aber das hat man als fünfjähriges Kind nicht verstanden.

00:04:08: Nein natürlich nicht!

00:04:08: Aber jetzt rückblickend ist dann klar du hattest nie so eine Zeit.

00:04:11: ok da waren Mama, ich und mein Bruder alleine dass wir uns da irgendwie gesettelt haben und dann ist eine neue Konstellation entstanden sondern bis quasi von einer Konzentration die andere.

00:04:19: Wir waren dann kurz allein in dem Haus, wo sie die Sachen gepackt hat.

00:04:21: Aber wie gesagt habe ich keine Ahnung an nur die Kartons, die unten stehen.

00:04:25: So und dann sind wir hochgefahren.

00:04:26: das ist halt auch eine zehn Stunden Autofahrt gewesen.

00:04:29: Das ist ordentlich weit weg!

00:04:30: Ja und dann haben wir angekommen.

00:04:32: und an den Tag erinnere ich mich noch so klar Wir sind da auf die Einfahrt hoch gefahren.

00:04:36: es war ein allein stehendes Haus.

00:04:38: Dann sind wir in diesem Haus angekommen.

00:04:40: wir wurden von meinem Stiefvater begrüßt und rechts neben uns war eine Tür.

00:04:44: die war zu Und dann kamen da ein Mädchen raus.

00:04:46: das hingen dann so im Tür und Angel und hat sich als meine Stiefwürste vorgestellt.

00:04:51: Direkt so?

00:04:52: Also sie war glaube ich nicht so begeistert, wäre auch ich nicht gewesen, sie war zu dem Zeitpunkt zwölf oder dreizehn.

00:04:57: Oh

00:04:57: okay deswegen wollte ich mich gerade fragen was die an einem Alter oder auch eine Fräse

00:05:00: waren.

00:05:00: Und dann kommen zwei kleine Kinder an.

00:05:02: mein Bruder war zu den Zeitpunkte drei ich fünf.

00:05:04: Okay dann hast du natürlich als Teenie und dann kommt dein Vater hat da jetzt irgendwelche neuen Kittys eingelangen.

00:05:09: Ja okay verstehe ich glaub wenn wir als Teenies in der Zeit alle so sind.

00:05:12: Sie wurde gezwungen Hallo zu sagen.

00:05:14: Ich erinnere mich auch noch.

00:05:16: Ich war sofort begeistert, habe ich das erste Mal kennengelernt und dann sind wir nach oben und haben erst meinen Bruder nicht die erste Nacht auf einer Matratze geschlafen.

00:05:24: Es wurden schon Sachen ausgepackt zwischen Kartellungslagenwetter auf dieser Matratzer.

00:05:27: Das war natürlich komplett verwirrend für mich in der Situation weil irgendwie gab es keinen Zeitpunkt wo uns einmal erklärt wurde was abging.

00:05:34: Okay, weil ich hab grade nämlich auch so gedacht.

00:05:35: Eigentlich, wenn ich das so höre ... Als Kind hätte man es ja als Abenteuer lesen können.

00:05:39: Wo sind wir jetzt hier?

00:05:40: Das neue Haus und irgendwie schlafen wir uns auf der Matranze!

00:05:43: Aber ich hab nicht das Gefühl, dass bei dir so verankert ist oder eher ein bisschen Verlohranheit hör' ich da raus.

00:05:49: Der erste Tag war ziemlich spannend.

00:05:50: In unserem Zimmer gab's eine Hänge-Sesselstuhl.

00:05:53: Das hängt von der Decke.

00:05:55: Wir haben dann mit Dalila Spiele auf dem Boden gespielt.

00:05:57: Daran nehne ich mich noch.

00:05:59: Sie war auch ein sehr kindliches Kind da noch.

00:06:03: gespielt, Spiele gespielt.

00:06:05: Da hab ich sehr schöne Erinnerungen dran und sie ist auch für mich immer noch meine Schwester.

00:06:09: Schön!

00:06:09: Das ist mir sehr wichtig und ich habe es ja auch

00:06:12: echt gern.

00:06:13: Oh, das ist schön.

00:06:14: Ja.

00:06:14: Sie wohnt jetzt leider auch wieder ein bisschen weiter weg.

00:06:16: also dann sind wir da angekommen.

00:06:18: das Leben hat da begonnen.

00:06:20: quasi bin Kindergarten gegangen meine Mutter hat erst nicht gearbeitet und hat Zeit mit meinem Bruder verbracht haben wir eine Ausflüge gemacht und mich dann vom Kindergarten abgeholt.

00:06:29: Da begann aber schon der Konflikt zwischen meinen Eltern, sich immer so weiter zu vergrößern nicht zu verkleinern wie man das jetzt erwarten würde wenn sie nicht mehr zusammen sind sondern er wurde immer größer.

00:06:40: also es wird auch dann jedes mal angesprochen okay und dann sollten mir immer eine Entscheidung treffen.

00:06:45: wenn ich das immer sage ja spätestens mit vierzehn seid ihr wieder unten so und du sitzt da so und denkst Ich mag meine Freunde, ich mag meinen Strand.

00:06:52: Ich liebe das Haus, den Garten und mein Dorf.

00:06:55: Ich hab da meine Freunde ...

00:06:57: Wolltest du wissen, je nachdem wie alt du bist was mit vierzehn ist?

00:07:00: Du denkst ja bei sich doch gar nicht.

00:07:02: Vielleicht finde ich es dann hier um Scheiße aber vielleicht auch nicht.

00:07:06: Schwierig geliehen!

00:07:07: Wie gesagt, ich verstehe den Ort von dem das kommt, macht's einfach nicht.

00:07:11: Vor allem bei so kleinen Kindern.

00:07:13: Das hast du gerade gesagt, das macht bei denen viel im Kopf.

00:07:16: vor allem möchtest du ja auch... Nicht deine Familie enttäuschen.

00:07:19: Es fing damit an, dass wir alle zwei Wochenenden runtergefahren sind.

00:07:23: Das ist auch eine Strecke?

00:07:24: Vor allen Dingen nur Wochenende.

00:07:26: Du hattest eigentlich nur den Samstag.

00:07:27: Wir hatten immer noch den

00:07:30: Samstag.

00:07:30: Freitags sind wir zu Schule gegangen und meine Mutter hat dann gearbeitet.

00:07:34: Wir konnten erst um die Uhr runterfahren.

00:07:36: Dann waren wir erst bis zu drei Uhr da.

00:07:39: Vom Freisag gab es gar nichts mehr.

00:07:41: Dann gab's den Samstage.

00:07:42: Da haben wir mit meinem Vater Auslüge gemacht.

00:07:44: Meistens sind wir im Sonntag ... immer so gegen dreizehn, vierzehn Uhr fuhr der Zug.

00:07:49: Es war einmal der gleiche, wir sind wieder hochgefahren und waren halt auch erst abends wieder da.

00:07:54: Und das war halt auch stressig weil ich ja ... Ich bin dann schon zur Schule gegangen

00:07:58: Das denke ich mich auch, alle zwei Wochen.

00:07:59: Das Wochenende ist schon für alle beteiligt.

00:08:02: Auch für die Mama ist es dann so ... Das Wochenend ist erst mal weg.

00:08:06: Der Samstag ist gefüllt hoffentlich mit schönen Dingen, aber trotzdem zwei Tage fehlen komplett und müssen fast nach Hausaufgaben gemacht werden oder Dinge vorbereitet werden.

00:08:15: Ja,

00:08:15: das war immer echt nicht schön.

00:08:18: Ich mag diese langen Zugfahrten auch nicht.

00:08:21: Ich hab da meinen ersten Zahn verloren.

00:08:23: Ich habe da mein achten Geburtstag drin gefeiert einfach nur bei meiner Eltern.

00:08:27: dann wollten, nee du kommst auch an deinem Geburtstag jetzt zu mir.

00:08:31: Also liebe deutsche Baden hier seht ihr ja habt jemand der mit euch groß geworden ist.

00:08:34: also ich finde ihr könntet ihr mal irgendwie ein Bonusprogramm starten?

00:08:37: Ja bitte!

00:08:38: Ihr hätt

00:08:38: den ersten Zahn bei euch verloren.

00:08:40: Ich kann noch ganz viele Stories räumen.

00:08:42: Also was da schon alles passiert ist Halleluja.

00:08:46: Jedes Mal haben wir natürlich auch vor allem ich mein Buddha auch aber ich habe jedesmal angefangen zu heulen als er wieder im Zug saßen weil dieses Wieder weggerissen zu werden Kann ich nicht so, und ich wollte auch nie liefern.

00:08:58: Von zu Hause, also von meinem Haus oben.

00:09:01: Wollte ich auch nie runter erst, weil wir hatten noch Kaninchen und wollte immer nicht wieder zurück.

00:09:07: Das heißt es wurde quasi immer eine Wunde wieder aufgerissen.

00:09:10: Bin

00:09:11: ich da hin?

00:09:11: Und dann wird noch ein Rundwunder aufgerissene.

00:09:14: Mir hätte das besser getan wäre ich länger jeweils da gewesen und nicht immer nur so kurz.

00:09:17: Sollte ich nämlich aufhauen wie du's erlebt hast ob jetzt eher so einen war, so yay!

00:09:21: Wir fahren heute runter und ah es ist wieder das Wochenende mit dem Abenteuer oder ob es halt wirklich eher für dich war aber... Ich will doch eigentlich gar nicht.

00:09:28: Geburtstagssache.

00:09:30: Du hast das Gefühl von fremdbestimmt gehabt?

00:09:32: Ja!

00:09:32: Weil einfach meine Eltern wollten, nee.

00:09:34: Wir wollen beide dich an deinem Geburtstag sehen und ich wollte mit meinen Freunden irgendwas im Garten

00:09:38: machen!

00:09:39: Eltern, ich versteh das irgendwo ne?

00:09:40: Aber euer Kind sollte vielleicht selbst darüber bestimmen können was es an seinem Geburtstag tut...

00:09:47: Ja da kommen natürlich dann noch die Feiertage hinzu.

00:09:50: Die Ferien wurden immer aufgetaktet in Hälfte der Hälften.

00:09:52: Das heißt man konnte gar nicht über seine eigenen Ferien bestimmen.

00:09:56: Viele haben ja auch dort ihren Geburttag gefeiert und war ich immer weg.

00:09:58: okay Es waren viele in den Ferien weg weil sie immer am Urlaub waren

00:10:01: oder dieses Fremdbestimmte.

00:10:04: Dann kam immer diese Diskussion, nee jetzt bleiben die Ostern aber hier, letztes Mal haben sie schon da gefeiert.

00:10:09: und wenn man dann sagt, ich würde Ostern lieber gerne hier feiern, dann geht das nicht weil es muss sich an den Plan gehalten werden.

00:10:15: Also da kann ich übrigens aus meiner eigenen Erfahrung erzählen, ich mag Weihnachten zum Beispiel nicht besonders.

00:10:19: Ich auch überhaupt nicht!

00:10:20: Und ich

00:10:20: würde fast vermuten es kommt aus derselben Ecke bei uns.

00:10:23: weil Weihnachten ist für mich in meiner Erinnerung immer und ich möchte dazu sagen, ich habe eine ganz andere Erlebnisgeschichte von Trennungen.

00:10:29: aber auch da du hast halt an zwei Familien.

00:10:31: natürlich jeder will dich sehen und du willst ja auch als Kind jeden sehen.

00:10:34: Aber Weihnachten isst für mich immer assoziiert mit Planung.

00:10:37: Nicht dieses Entspannte, wie das Freund hat und so, oh, dann gehen wir vielleicht dort mal rüber und dann schauen wir bei denen vorbei und euch freuen... Das war immer so okay heilig, am ersten bist du dort, am zweiten bist du da und weil du nicht alle geschafft hast müssen wir im sieben Zwanzig noch einmal dahin und deswegen mag ich Weihnachten tatsächlich überhaupt nicht!

00:10:53: Und es ist bis heute, weil das wird ja mit Partner übrigens oder mit Partnerin nicht anders.

00:10:57: Weil dann hast du noch eine Familie die du managen musst und deswegen... Die schlimmste Zeit des Jahres ist für mich aber wenn die ersten Fragen übrigens in der Regel im Juli anfangen wisst ihr schon wo ihr Weihnachten dieses Jahr seid?

00:11:07: Ich würde immer so gern sagen zu Hause alleine mit den Katzen!

00:11:10: Nicht weil ich euch nicht lieb hab, aber einfach weil jetzt schon

00:11:12: Stress ist.

00:11:14: Ja, die Frage finde auch unfassbar schlimm.

00:11:17: Jedes Mal bei meiner Freundin dann so boah ich freu mich voll auf Weihnachten war ich immer so Ich hätte es immer angefangen zu heulen, weil ich mich wieder entscheiden musste.

00:11:26: Vorher war's abwechselnd und konsequent aber ab einem gewissen Alter sollten wir selber entscheiden.

00:11:31: Das Ding ist so darfst du eigentlich nicht sein?

00:11:32: Ja!

00:11:33: Aber manchmal würde man einfach sagen das ist nicht auch einfach cool.

00:11:35: wenn ich bleibe dieses Jahr mit meinen Freunden und nächstes Jahr dann ist ja auch nie eine Option.

00:11:40: Und jeder

00:11:41: also immer bei einer beleidigt so ich muss mich entscheiden Egal was ich mache, ist es falsch.

00:11:46: Ich hasse Weihnachten auch immer noch!

00:11:48: Es ist schlimm... Also ihr seht, ihr habt hier Team Grinch diesmal sitzen?

00:11:51: Meine Familie im Norden, sag' mich jetzt einfach mal, die war für mich auch die bringste Zeit meiner Kindheit.

00:11:57: Als Familienleben das ich hatte, das ging von zehntausendzehn bis zweitausendachzen.

00:12:02: Also quasi, wo deine Mutter mit dem Stiefvater da liegt?

00:12:04: Genau.

00:12:05: Da haben wir Ausflüge gemacht und hatten Familienleben.

00:12:07: Ich habe viele Dinge erlebt, die mich bis heute prägen.

00:12:09: Das war wirklich der größte Teil meiner Kindheit.

00:12:12: Und dann sind sie ausgezogen... ...und ab dem Zeitpunkt war ich kein Kind mehr!

00:12:15: Weil meine Mutter mich als Erwachsener benutzt hat.

00:12:17: Ab dem Zeitpunkt an dem sie keinen mehr hatte, war ich ihr Ersatz-Erwachsener mit zwölf.

00:12:21: Okay.

00:12:22: Und ab da ging... Also, seitdem hab ich auch keine Mutter

00:12:25: mehr.

00:12:25: D.h.,

00:12:25: ihr seid zu dritt ausgezogen?

00:12:27: Nee, wir sind da geblieben.

00:12:28: Die anderen sind ausgezogen.

00:12:30: Wir sind dargeblieben und es hat sich verteilt.

00:12:32: Mein Bruder ist in das Zimmer meiner Schwester gezogen...

00:12:35: Okay, also ihr konntet euch da zumindest räumen lassen ein bisschen wieder.

00:12:37: Genau!

00:12:37: Aber wie gesagt, ab dem Zeitpunkt die Beziehung meiner Mutter hat da geendet.

00:12:41: Okay krass.

00:12:42: Ich sag mal das Fachwort damit Leute, die's wissen wollen einschlagen, eine Parantifizierung wenn das Kind quasi zum Ersatz erwachsenen oder im Zweifel zur Ersatz Partner-Partnerinnen herangezogen wird.

00:12:52: irgendwelchen weirden Wegen, wie ihr jetzt denkt.

00:12:54: Sondern dass das Kind als Gleichberechtigte für Emotionen ein Ballast genutzt wird für Klärung Aufgaben zu übernehmen die eigentlich sonst einem gleichberechtigten Partner-Partnerin zustehen würden.

00:13:03: damit hier wehre Gedanken gleich mal ausgekennselt werden.

00:13:06: Und das Wort hab ich auch das erste Mal gehört, als ich in der Klinik war.

00:13:09: Das ist die Geschichte meiner Therapeutin erzählt habe.

00:13:12: Da hat sie das Wort direkt in den Mund genommen.

00:13:14: Ich hab jetzt auch so gedacht ...

00:13:18: Genau!

00:13:19: Dann war es auch ein kleiner Ehr-Aha-Effekt?

00:13:21: Oh mein Gott, es gibt wirklich was, dass genau das

00:13:24: beschreibt.

00:13:24: Ist ja mal krass, ich hör' das so oft auf wenn wir über Diagnosen reden, aber jetzt immer solche Dinge, was ja keine Diagnose ist weil man einfach merkt, so krass da gibts nen Wort für,

00:13:31: d.h.,

00:13:31: das is jetzt nicht, was ich mir ausgedacht hab oder falsch wahrnehme sondern offensichtlich haben soll da Menschen schon hingesetzt und gesagt, Mensch das passiert so oft.

00:13:38: Und es wird so offen stehen.

00:13:39: vielleicht bräuchten wir mal ein Wort

00:13:40: auf.

00:13:40: Ich habe

00:13:41: mich schon oft erleichtert weil man merkt so crazy.

00:13:44: Da gibt's ein ganzes Wort für.

00:13:45: das heißt dass jetzt nicht nur mein eigener Scheiß.

00:13:47: Ja

00:13:48: was ich auch noch sagen wollte ist zum Beispiel Parentifizierung.

00:13:51: Kein zwölfjähriges Kind, das ich kenne musste nach der Schule nach Hause kommen und nach Wohnungen suchen.

00:13:56: Nee?

00:13:56: Würde ich auch den meisten Zwölfjährigen jetzt einfach nicht zutrauen wollen ohne böse Hinterabsicht.

00:14:00: aber so wenn ich eine erwachsene Person bin denke ich mir so... Ich weiß nicht ob der Wohnungsmarkt jetzt das ist wo ich meinen Kind draufschmeißen möchte.

00:14:07: Ich habe jeden Tag nach der Schuler auf im Muskat meine Zeit verbracht und auch geguckt

00:14:12: Okay, und jetzt nicht nur zur Klärung.

00:14:13: Nicht weil du in deinem Pubertäern ... Du kannst mich mal nicht sehen aus.

00:14:17: Ich such mir eine Wohnung gesucht?

00:14:18: Nein!

00:14:19: Genau

00:14:19: als wir noch zu sechs gehaust haben.

00:14:22: Ach krass.

00:14:23: Weil meine Mutter niemanden mehr hatte mit dem sie über meinen Vater lästern konnte.

00:14:27: Hat sich das halt mit mir gemacht.

00:14:29: In dieser Stelle ganz großer Einwand, nochmal.

00:14:32: Trennung passieren.

00:14:33: Und ich bin ein großer Vertreter dessen, wenn man zusammen nicht mehr funktioniert sollte man sich trennen.

00:14:38: aber Wenn man Kinder hat, das hast du vorhin auch schon gesagt.

00:14:41: Wer lässt da nicht über den Ex-Partner Partnerin mit den Kindern?

00:14:44: Weil die haben eine andere Verbindung wenn es die Eltern sind.

00:14:47: Das ist dann immer noch der Papa und die Mama oder wie auch immer die Konstellation ist.

00:14:50: Und please redet darüber mit euren Freundinnen, mit eurem Kumpelz Ihr könnt da richtig abkotzen, das ist auch gut für die Seele.

00:14:55: manchmal Bitte nicht mit eure Kindern!

00:14:59: Ich finde einer der goldensten Regeln meiner Trennung Du lässt das nicht mit deinem Kind über den EX-Partners Partnerin.

00:15:04: Please don't do it.

00:15:05: Für die Kinder ist das ja immer noch der Vater, die Mutter und mit denen verstehen sie sich auch.

00:15:09: Die haben ja mal mit denen kein Problem.

00:15:10: also wenn es gut läuft.

00:15:10: Und ich hab... Ja!

00:15:12: Okay, ich habe den Papa lieb aber die Mama sagt dem Papa ist ein Arsch Aber zu mir ist er doch kein Arsch.

00:15:17: Kann ich ihn jetzt nicht mehr liebhaben?

00:15:18: Bitte fügt das euren Kindern nicht

00:15:20: zu.

00:15:21: Und ich mein, bei mir liegt es ja jetzt ein paar Jahre auch in der Vergangenheit und die Elternwelt verändert sich ja im Moment sehr stark.

00:15:28: aber ich habe eine sehr gute Freundin einer erwachsene Freundin.

00:15:31: sie nennt mich eher Adoptivkind.

00:15:33: Ich hab auch mal drei Wochen bei ihr gewohnt bevor ich in die Klinik gekommen bin weil ich's bei meiner Mutter nicht ausgehalten hat und die ist gerade an der Trennung und die hat auch zwei kleine Kinder so was ich da höre.

00:15:44: nein also ihr lieben nochmal wirklich wenn wir euch trennen wenn ihr als Paar nicht mehr funktioniert Das ist schade, aber das passiert.

00:15:51: Ich glaube da sind wir alle, der Chor man trifft sich, man ist verliebt und irgendwann funktioniert es nicht mehr.

00:15:55: Das kann passieren vielleicht häufiger als man denkt, aber Eltern seid ihr halt für immer!

00:16:00: Und ich finde, man kann den Partner die Partnerin scheiß finden und sagen du blödes was auch immer denkt durch euren schlimmes Wort aus.

00:16:05: Ich sag eh mal schon genug schlimme Wörter hier aber nichtsdestotrotz das andere Elternteil was diese Person auch symbolisiert Das ist immer noch da und dann müsst ihr einen Weg finden und ich finde ihr müsst nicht Heidi-Titie miteinander sein.

00:16:17: Aber für das Kind müssen Dinge einfach funktionieren.

00:16:19: Wie gesagt dann hat es angefangen dass meine Eltern sich wieder mehr über einander ausgekürzt haben und bei meiner väterlichen Familie Seite hatte ich Ganz starke Probleme, einfach weil ich nicht so akzeptiert wurde wie ich

00:16:33: bin.

00:16:34: Ich wollte mich fragen, hast du es geschafft über die Jahre da, die Bindung hinzuhalten?

00:16:37: Trotz der Entfernung gibt's ja Möglichkeiten und das war voll schön.

00:16:40: oder hat sich das eben auch distanziert?

00:16:43: Also

00:16:43: wir wurden immer gezwungen dann hineinzugehen, denn man musste dann die Hälfte der Viren da verbringen, Weihnachten blablabla... Ich wollte das aber lieber oben verbringen wegen meinem Hund.

00:16:55: Ach so, der durfte gar nicht mit?

00:16:57: Nein.

00:16:58: Und mein Bruder hat eine chronische Krankheit, Mokovistidose, kurz CF.

00:17:03: Das ist eine Lungkrankheit, die ist angeboren und kommt von den Eltern.

00:17:08: Mit guten Gehen, schlechten Gehen ... Ich gab es da auch Schuldzuweisungen.

00:17:12: Ja, das hat er von deiner Mutter ... Natürlich!

00:17:16: Weil ja, es ist hart.

00:17:18: Mokvistidosa ist eine beschissene Sache, total genetisch.

00:17:22: kodierte Geschichte, das ist nichts was man erwirbt.

00:17:25: Sondern wenn die Gene da an der Stelle das sagen dann ist es für die Kinder leider so... Es macht ja keine Absicht nicht!

00:17:30: Also niemand sagt ja oh ich weiß dass ich dein Gendeffekt habe den gebe ich mal weiter.

00:17:33: also das ist richtig scheiße das dem anderen fortzuwerfen.

00:17:36: oder sagen wir's mir so alle machen Fehler und weinen wir noch vielleicht dahin kommen in deiner Erzählung?

00:17:41: Die Frage ist immer wenn du darauf angesprochen wirst und man sagt hey weißt du das lief damals nicht so richtig gut und das hat für mich Stress bedeutet oder Probleme Ja, einfach für mich negative Auswirkungen gehabt.

00:17:52: Und ich finde die Frage ist wie du dann reagierst?

00:17:54: Weil Fehler machen wir alle und wir können nur das umsetzen was wir selber gelernt haben.

00:17:58: Das find' ich völlig in Ordnung.

00:17:59: Also woher soll ich's wissen wenn ich selber vielleicht... Ich sag mal so Wenn ich selber beschissene Eltern hatte Ist es ja schon geil wenn ich nur noch nicht ganz so geil bin als Eltern.

00:18:06: Es ist auch völlig okay Wir alle machen Fehler.

00:18:08: Aber wenn ein Kind zu dir kommt und sagt Hey!

00:18:09: Das hat mich damals verletzt Und wie du Dann reagierest Das ist für mich, finde ich Die Gretchen-Frage.

00:18:13: Also es ist sehr witzig dass Du das jetzt sagst weil ich hatte actually vor Einer Woche?

00:18:19: Oha!

00:18:20: Also, eine Explosion.

00:18:21: Ich hab mit meiner Mutter... Bevor ich in der Klinik war, habe ich versucht mit ihr darüber zu reden.

00:18:26: Das erkläre ich aber gleich noch.

00:18:27: Ich komme jetzt erst mal zur Sache von einer Woche und ich weiß

00:18:30: gar nicht wie

00:18:32: wir zu dieser Situation gekommen sind.

00:18:34: Aber ich hab ... Ich hab gesagt, du warst ja nie eine Mutter für mich.

00:18:37: Das ist jetzt halt so.

00:18:38: Es ist keine Mutterbeziehung.

00:18:40: Ich weiß nicht, wie wir darauf gekommen sind.

00:18:44: Ich red mit ihr generell nicht viel, aber vor allem darüber red ich nicht viel.

00:18:47: Aber es hatte akut ne Auslöser und hab ich's einfach so gesagt.

00:18:51: Weil das ... Ja, ich hab mich damit abgefunden.

00:18:54: Dann war sie so, ich dachte immer, wir hätten voll die gute Beziehungen.

00:18:58: Das denkt sie immer.

00:18:59: Da hat sie sehrfach strahlt auch nach allem was passiert is.

00:19:02: Und dann war ich so, ja also Sie hat auch viel richtig gemacht, mit was Freiheiten angeht und Kommunikation ... Nein.

00:19:10: Sie kann nicht kommunizieren.

00:19:12: Aber sie hatte halt auch, was du auch gerade meintest, ihre Mutter, zwar auch noch eine ältere Generation meiner Oma ist um dreizig geboren also Auch Kriegskind und so.

00:19:23: Und die waren dann auch immer so, was denken denn die Leute?

00:19:26: Also ich liebe meine Oma, ich hab auch ein Tattoo für sie.

00:19:29: Sie ist leider verstorben.

00:19:31: Sie hatte keine einfachen Kindheit, mein Opa war auch Alkoholiker.

00:19:35: Die haben sich ja auch getrennt aber da war es schon älter.

00:19:38: Auf jeden Fall hat sie halt immer versucht alles anders zu machen als ihre Mutter gemacht hat.

00:19:42: Der Fehler ist, sie geht davon aus, sie macht jetzt alles perfekt!

00:19:46: Aber nur wenn man das nicht macht ... Heißt das nicht, dass es andere Automatik

00:19:49: direkt richtig ist?

00:19:50: Und

00:19:50: das verstehen Sie auch nicht.

00:19:52: Gut, dass du das aber auch sagst!

00:19:53: Wir können uns immer nur im Po irren, aber perfekt werden wir sowieso alle nicht.

00:19:56: Ja

00:19:56: doch sie... Also vor allem wenn man denkt, wann ist die perfekte Mutter dann ist man nicht der perfekten Mutter.

00:20:01: Wer sagt er ist der König, ist nicht

00:20:02: der Könige.

00:20:02: Genau und sie hat das schon öfter gesagt.

00:20:05: Ja okay, ich ziehe euch allen mal den Zahnern Perfekt wären wir alle nicht!

00:20:08: So.

00:20:08: und dann meinte ich so ja ne, du warst halt nie die Mutter für mich.

00:20:12: Das ist jetzt halt so kann man noch nichts mehr ändern Man kann die Zeit nicht zurückdrehen und ich möchte auch nicht, dass sie sich schlecht fühlt.

00:20:17: Es ist jetzt passiert ... Ich nehm das Wort depressiv in den Hund.

00:20:24: Dass man depressiv wird, weil man die Zeit eben nicht verändern kann.

00:20:27: So.

00:20:28: Und das möchte ich nicht, dass sie da jetzt in den Loch fällt von dem was ihr nichts ändern kann?

00:20:31: Ich verstehe auch Eltern tatsächlich... Weil ist das finde ich immer sehr witzig, wenn du auch Erfahrungen hast, aber ganz oft höre ich gerade wenn es dann später zum Beispiel auch um Kontaktabbruch oder so etwas geht, dass dann Eltern ganz oft sagen ja aber sie hat mir nie gesagt was falsch läuft oder er hat ja nie gesagt, was der Grund ist.

00:20:46: und ich würde hier die steile These aufstellen doch haben Sie alle mehrfach immer wieder und selbst wenn wir nicht bis in dieses Extrem gehen grade was Du auch beschrieben hast.

00:20:54: ich bin mir sehr sicher, dass Du nicht das erste Mal in deinem Leben gesagt Wir haben nicht diese Beziehung, wie du glaubst das wir sie haben.

00:20:59: Vielleicht sagt man es manchmal nicht so deutlich aber man sagt es und damit meine ich jetzt nicht dass man es verklausuliert weil ich glaube jetzt kann ich mir vorstellen dass jetzt einige Menschen die Eltern sind deine Aussage gehört haben und dieses ja wir haben halt einfach nicht.

00:21:10: dieses Mutter-tochter-Verhältnis ist jetzt halt so sofort gesagt ja wie kann sich das sagen?

00:21:13: Es ist mega rotsig und mega nee genau wie du's ja zum glück auch danach erklärt hast das ist ein eigentlich will ich damit sagen wir können das jetzt nicht ändern.

00:21:20: wir können jetzt nur von diesem punkt an dem wir stehen weiter machen.

00:21:25: Das ist gar nicht so ein Hingerotzt, sondern ein Abhirjetzt.

00:21:29: Aber das ist bestimmt ... Ich bin mir sicher, einige haben gesagt, wie kann sie es wagen?

00:21:33: Hätten Sie mal vorher was gesagt?

00:21:35: und ich schwöre euch!

00:21:36: Sie hat vorher was

00:21:37: gesagt.

00:21:37: Ja, das komme ich jetzt drei Jahre nachdem mein Stiefvater sich an meiner Mutter getrennt habe.

00:21:44: Es war nicht genau drei Jahre danach, es war vor Corona noch.

00:21:46: Und die haben sich seit Jahrzehnten und achtzehn getrenned.

00:21:50: Da war ich vierzehn.

00:21:51: gemerkt, so kann das nicht weitergehen.

00:21:54: Ich fühle mich hier so unwohl.

00:21:55: Das ist ... ich kann es nicht

00:21:57: mehr.".

00:21:58: Da fingen auch dann die soziale Gedanken in Selbstverletzungen.

00:22:01: Das fing alles schon mit drei Zonen an, fast schon mit zwölf.

00:22:05: Also, Selbstverlettung schon mit Zwölf!

00:22:08: Also wirklich kurz nachdem die ausgezogen sind?

00:22:11: Mit vier Zonen ist mir bewusst geworden.

00:22:13: Du musst das gar nicht so machen.

00:22:15: Also, du musst jetzt nicht hier zu

00:22:16: leben.".

00:22:18: Krasser

00:22:18: Kettens, finde ich mich.

00:22:19: Ja und dann dachte ich so, ich nehme das jetzt in die Hand und statt dass sich jetzt oben mit meinem Zimmer immer von mir hin heul gehe ich jetzt runter und schmeiß meiner Mutter jetzt die ganzen Dinge an den Kopf, die hier so gewaltig schief laufen.

00:22:31: Da habe ich mich da hingesetzt an den Tisch und hab ihr das wirklich sachlich erzählt.

00:22:35: aber es war wie eine Gummimauer.

00:22:36: Ich habe die Dinge gegengeworfen und sie sind direkt wieder zurückgeworft worden ohne dass sie angekommen sind Und sie hat mich überhaupt nicht verstanden.

00:22:43: Alles, was ich gesagt habe, sie nicht verstand und dann hab' ich eine Liste angefertigt weil mit Reden bin ich anscheinend nicht weitergekommen.

00:22:50: Und die Liste... Ich hab's sogar mal ein Bild davon gemacht irgendwann später, weil also meine Mutter hatte sie in so einem Schreibtisch-Dings da drinne, benutzte sie nie.

00:23:00: Sie hat sich nicht mehr aufgenommen, was da drauf stand.

00:23:02: mittlerweile gibt es hier auch nicht mehr.

00:23:03: Da steht drauf Liste damit du weißt, wie ich ticke.

00:23:07: Also da dachte ich wirklich schon komplett das Problem nicht bei

00:23:09: mir.".

00:23:10: Ich wollte ja sagen, crazy!

00:23:11: Du hast vierzehnt und hast also eine Liste, die immer besteht.

00:23:13: okay, ich schreibe jetzt mal meine Wahrnehmung und meine Verhaltensweise, meine Bedürfnisse auf?

00:23:17: Wie sind Betriebsanleitungen für dich?

00:23:19: Und hast du es eigentlich schon ziemlich, wie sagt man so, in mundgerechten Stücken ihr eigentlich präsentiert?

00:23:24: Das ist crazy oder sollten... Es ist ne crazy Leistung für eine Vierzehnjährige, die sie eigentlich nicht haben sollte.

00:23:31: Ich weiß nicht alles, was da drauf liegt.

00:23:32: Aber steht so was drauf?

00:23:33: wie kommen die einfach in mein Zimmer rein?

00:23:35: Weil das war auch so im Zimmer ... Also ich hatte zwei Türen, das Zimmer war sehr groß.

00:23:40: So kann eine Doppeltür mit Glasfenster.

00:23:43: Und jeder der daran vorbeigegangen ist, der die Treppen hochgekommen ist hat Automotos direkt in mein Zimmer geguckt

00:23:49: und

00:23:49: meinen Schreibtisch stand an der Ecke wo man durchgucken konnte.

00:23:53: Man hat mich immer von hinten gesehen und es mochte ich überhaupt nicht.

00:23:56: Ich hab mich so exposed gefühlt Wie so ein Zoo-Tier eigentlich schon.

00:24:00: Und irgendwann hab ich das dann auch abgeklebt, die Fenster, obwohl sie echt schön waren und habe den mit Post abgeklebt... Aber trotzdem ist da immer jemand von hinten reingekommen!

00:24:08: Das macht sich überhaupt nicht.

00:24:09: Es ist mittlerweile mal im neuen Zimmer noch so leider.

00:24:12: Dazu komme ich auch noch.

00:24:14: Habe ich zum Beispiel raufgeschrieben?

00:24:15: Komme ich einfach in mein Zimmer weil diese Frau kann nicht klopfen!

00:24:17: Auch immer noch nicht!

00:24:18: Die kann nicht Klopfen.

00:24:19: Also anscheinend viel zu schwer.

00:24:20: Mein Therapeut meint ja auch so Lass dir bitte einen Schlüssel anfertigen.

00:24:24: Ich finde es total interessant, was du sagst.

00:24:26: Weil einige werden jetzt aufwärts sagen naja ist doch mein Kind.

00:24:28: nee ich weiß dass das dann auch zu später so ein Problem führt.

00:24:31: ich weiß von einigen Erwachsenen die sagen Es ist ein Problem wenn man zum Beispiel aus Gründen mit ins Elternhaus zieht oder sonst war's Oder ähm die Eltern irgendwie einen Schlüssel haben klar für den Notfall für die Wohnung.

00:24:41: Auch für euch gilt ihr ruft bitte vorher an bevor er vorbeikommt Ihr klopft ihr geht nicht einfach mit eurem Schlüssel irgendwo rein.

00:24:48: und ja das ist Einfach Basic Sicherheitsgeschichte umgekehrt übrigens das gleiche.

00:24:52: ich finde auch die Kinder sollten nicht Wenn man in derselben Wohnung läuft, oben bei den Eltern die Wohnung kommt.

00:24:56: Das ist immer eine gegenseitige Sache.

00:24:58: Ich finde auch wirklich bei jungen Kindern sobald das ein eigenes Zimmer hat gewöhnt euch einfach anzuklopfen und ja auch beim vierjährigen.

00:25:05: Egal etabliert es für euch schon mal klopf-klopf reinkommen.

00:25:09: Allein

00:25:09: einfach auch weil ich was das angeht sehr schreckhafte Person bin.

00:25:13: Und dann jedes Mal zusammenzuckern.

00:25:14: Es ist so ein unangenehmes Gefühl für mich wenn ich da irgendwie was male und zusammenzucke.

00:25:18: Du verletzt damit auch den Safe Space des Zimmers?

00:25:21: Und das kann sie halt bis heute nicht.

00:25:23: Das war ein Standing-in, die auf der Stelle standen.

00:25:25: Ich möchte an der Stelle auch noch mal einordnen.

00:25:27: Ich verstehe irgendwie, dass wenn das Kind runterkommt wie du es beschrieben hast und am S-Tisch dann erst einmal so die Karten auf den Verschlägt ... Fendi ist schon beeindruckend, wenn jemand in dieser Situation wirklich schon soweit ist, in Anführungszeichen richtig zu reagieren.

00:25:38: Fendi schon crazy!

00:25:40: Aber danach gibt es ganz viele Optionen.

00:25:42: und spätestens, wenn euer Kind euch wirklich sogar eine Hand reiche gibt und sagt guck mal was hältst du von diesen Sachen?

00:25:48: Nehmt es euch zu Herzen.

00:25:49: Man muss nicht alles gut finden, man muss vielleicht auch sagen, oh really jetzt?

00:25:52: Keine Ahnung, weil manchmal hat man ja kleine Macken und Eigenheiten.

00:25:55: aber ich sag mal wirklich so wenn ihr euer Kind geliebt habt und euch an der Beziehung was liegt?

00:25:59: machts doch erstmal oder sprecht halt drüber und sagt hey du hast mir diese Liste gegeben.

00:26:02: ganz viel davon verstehe ich.

00:26:03: kannst du mir das bitte erklären?

00:26:05: Ich weiß noch zwei Punkte die dann draufstehen die auch immer noch heutzutage sehr wichtig sind.

00:26:09: und der nächste wäre sei da wenn ich Hilfe brauche.

00:26:13: Das ist eigentlich so basic in der Kinder-Elternbeziehung.

00:26:16: Und

00:26:17: da gibt es eine ganz einfache Situation, die ich als Beispiel nehmen kann, die sehr banal ist... Ich war mit dem Hund draußen und dann hat er angefangen seine Nase in ein Mauseloch reinzustellen.

00:26:26: Und das ist nicht mehr rausgekommen!

00:26:27: Ich hatte wirklich Angst, der erstickt da gleich

00:26:29: drinnen.

00:26:29: Krass, das hätt sich so richtig reingebohrt in das Loch okay?

00:26:32: Und

00:26:32: dann habe ich meine Mutter angerufen.

00:26:34: So und das ist ja eigentlich dieser Instinkt.. ...ich rufe jetzt jemanden an weil ich brauche Hilfe.

00:26:38: Dann möchtest du einfach Auch egal wie absurd die Situation ist, auch wenn man nicht helfen kann.

00:26:42: Sag bitte nicht ich kann dir nicht helfen!

00:26:44: Das es für eine Person, die die Hand ausstreckt so frustrierend und so belastend in dem Zeitpunkt.

00:26:50: also das dann auch auf der Liste.

00:26:53: Und dann habe ich auch hingeschrieben, auch wenn du mir nicht helfen kannst.

00:26:55: Sei einfach da und sag nicht, ich kann dir nicht helfen!

00:26:57: Bin ich auch wieder krass, dass du das damals schon so schreiben konntest?

00:27:00: Weil in meinem Kopf hab' ich jetzt auch gedacht zu Leuten die ist... Ich bin ja so ein bisschen der Teufelsapokat.

00:27:04: Ja was heißt denn immer, wenn ich Hilfe brauche muss ich da sein.

00:27:06: Immer muss ich nur liefern.

00:27:07: Ne genau das was du sagst.

00:27:08: Wir reden hier von Bass Basic Sachen, nämlich sei da.

00:27:12: Halt es aus, sei dabei.

00:27:13: Selbst wenn man keine Idee hat zu sagen okay, ich bin da beruhigtig, atmomativ durch, du kriegst das hin... Also Dasein ist ja schon eine Form von Hilfe.

00:27:21: Ich glaube wir unterschätzen das ganz häufig.

00:27:23: Es geht hier nicht darum Keine Ahnung dass du um zwei Uhr nachts anrufst und sagst Hier kannst du mal Fliesen verlegen unentgeltlich Und mir vielleicht auch noch die Fliesen zahlen.

00:27:30: Davon reden wir hier glaub ich nicht Sondern wir reden wirklich von Sachen wie Sei doch einfach bitte da Wenn dich gerade einen schwachen Moment habe.

00:27:35: Ja und das Letzte Das

00:27:38: Krasseste.

00:27:38: Okay, ich halte mich wieder fest?

00:27:40: Ja.

00:27:40: Es ist auch genau so wörtlich formuliert.

00:27:43: Vergiss nicht dass ich die Tochter bin und du die Mutter.

00:27:46: Ah das is crazy!

00:27:47: Und da sag' ich ja so oft und wenn wir wieder bei dem Thema Beziehung haben mir nicht und hast Du mir ja nie gesagt.

00:27:54: Das hab ich sowohl schwarz auf weiß als auch mündlich ihr versucht zu erklären.

00:27:59: Also dann auch an der Stelle Ich verstehe, dass Eltern nicht hören wollen dass etwas schiefläuft.

00:28:03: Ich verstehe, das ist menschlich.

00:28:05: Das eigene Ego ankratzt und unser Ego ist noch mal sehr groß von uns allen.

00:28:09: Niemand will hören du hast Scheiße gebaut.

00:28:11: Egal in welcher, wie selber das Schokoladoten oder so.

00:28:14: ich versteh das!

00:28:14: Wenn mir jemand sagt, du hast da Kacke gebaut es auch nicht mein erster Reflex zu sagen oh ja danke, dass du es mir sagst.

00:28:18: Gott wäre ich gern diese große Person die das kann aber wenigstens im ruhigen Moment sich auch mal hinzuzusagen ah vielleicht hat die Person doch recht.

00:28:25: Und ja leider finde ich auch als Eltern habt ihr deine größere Verantwortung.

00:28:29: Also... Es ist ungerecht Aber ihr seid Eltern, das ist eine verdammt wichtige Aufgabe.

00:28:33: Ihr habt so ein Menschlein?

00:28:35: was ihr großzieht und was irgendwie funktionsfähig werden soll.

00:28:38: Und ja, da muss man leider manchmal der bessere Mensch sein.

00:28:40: Ich hab's auch schon ein paar Mal gesagt, wenn ihr halt euch trennt ... Ich bin noch mal ein Trennungskind für mich aber ist es aber voll feini.

00:28:46: ich glaub meine Eltern haben in vielen Bereichen viel richtig gemacht sicherlich auch nicht in allen Aber das ist ... Du hast es ja auch schon gesagt wir machen das alle zum ersten Mal.

00:28:52: dann Wir können nur hoffen dass wir die beste Version davon machen und uns Hilfe holen.

00:28:56: und eine Trennung muss für den Kind nichts Traumatisches sein.

00:28:58: Es gibt genug Studienlagen die sagen Siebzig bis Achtzig Prozent der Trenningskinder verknuspern das sehr gut Das wird ordentlich gemacht.

00:29:04: Die Kinder gewöhnen sich an die neue Situation, wie gesagt Generationendinges gibt mittlerweile auch die craziest Modelle das Nest-Modell, das Wechselmodell und so weiter.

00:29:12: könnt ihr euch alles durchlesen schöne Sachen die man da machen kann.

00:29:15: Das funktioniert ja heute.

00:29:16: wir werden immer entspannter mit Patchworkfamilien und so.

00:29:19: Da geht hier eine ganze Menge!

00:29:20: Und ne Trennung per se ist nicht schlechtes oder gutes sondern dass was man daraus macht und vor allen Dingen wir halt die beiden verantwortlichen gehen mal von der klassischen Zweierbeziehung aus.

00:29:28: Wie die damit umgehen?

00:29:30: Ich glaube, ich habe es vorhin schon mal gesagt bevor wir die Aufnahme gestartet haben.

00:29:39: Im Sinne der Familie, nicht im Sinne dieser Paarbeziehung sondern vor allen Dingen im Sinne der Familienkonstellation.

00:29:43: Dann hab ich die Erfahrung gemacht dass die meistens auch einzeln nicht so gut darin sind ihr Leben und ihre Emotionen zu managen.

00:29:49: Gibt immer beschissene Gründe warum du dich trennst?

00:29:51: Nicht jede Trennung kann gleich nett ausgehen.

00:29:53: es gibt ja auch diese Situation wo ein Teil der Beziehung wirklich einfach Mist gebaut hat Und ich rede hier von Gewalt oder ähnlichem.

00:30:00: Auch da muss mein Wege finden, nicht um zusammenzuleiben noch mal das ist eine andere Konstellation aber auch da um den Kindern die einfachste Möglichkeit zu bieten, unabhängig davon was vielleicht in der Beziehung passiert ist.

00:30:12: Also auch wenn du beschissen wurdest in der beziehung dann part eine Part an und hat dich betrogen.

00:30:15: das ist für dich als individu im scheiße ganz klar.

00:30:18: Und es geht auch nicht.

00:30:18: wenn ihr das in der bezielung nicht so vereinbart habt geht dass auch nicht.

00:30:21: dafür kann des kind über nichts nur weil keine ahnung.

00:30:23: wir machen einen klassiker auf der vater fremd gegangen ist heißt Es Nicht Dass Es Kein guter Vater sein Kann Für Seine Kinder.

00:30:28: Das sind Zwei Völlig Verschiedene Punkte.

00:30:30: unter sage ich's nochmal Da muss man leider der bessere Mensch sein, in dem Falle sagen ja als Ex-Partner bist du einfach nur ein mieses Würmchen.

00:30:38: Aber du bist der Vater meiner Kinder und meine Kinder... werden.

00:30:41: Ich werde meinen Kindern nicht verbauen, mit dir ein gutes Verhältnis zu haben wenn sie selber haben wollen.

00:30:45: Sag ich deswegen so weil ihr zwingt bitte auch eure Kinder nicht ein gutes verhältnis zum Vater oder zur Mutter zu haben, wenn die selber sagen ne las mal!

00:30:52: Also für meine Eltern war es ein Teil ihres Erwachsenenlebens und für mich das waren was meine Kindheit jetzt halt drauf gegangen ist.

00:30:58: deswegen

00:30:58: Und ich sehe da auch immer noch den Punkt als Erwachsener hast du Kontrolle über diese Situation.

00:31:02: Du kannst steuern wo's hingeht natürlich im Rahmen wie der andere Partner sich verhält aber du kannst Entscheidungen treffen.

00:31:07: Als kind kann ich nur reagieren wie du sagst Mama sagt oder Papa sagt, wir ziehen jetzt aus und wir ziehen ins Nachbardorf.

00:31:13: Oder wir ziehen auf dem anderen Kontinent?

00:31:15: Dann kann ich mich als sechsjährige-zehnjährige nicht hinstellen und sagen Ich möchte das aber ausdiskutieren!

00:31:19: Dann ist das erstmal so.

00:31:20: da muss ich mit der Situation klarkommen.

00:31:22: also Da is halt eine Form von Fremdgesteuertheit immer dabei.

00:31:25: Das kann man nicht ausschließen.

00:31:26: Aber die Frage wie kommuniziere ich das mit meinen Kindern?

00:31:29: Welche kleinen Möglichkeiten das selbstbestimmt zu machen Wie du es vorhin so schön gesagt hast auch okay Wir müssen wir ziehen weg.

00:31:34: das ist jetzt ein Punkt.

00:31:36: Das ist hart.

00:31:36: Aber dann kann ich eine schöne Verabschiedung von den Freundinnen ermöglichen und das nicht als gewaltvoll erleben lassen oder als abgehackt, sondern sagen, wir gehen noch mal zusammen auf einen Spielplatz mit der.

00:31:45: Wir machen so ein schönes Nachmittag um eine letzte Erinnerung daraus zu machen.

00:31:49: Es ist aber letztendlich auch die Entscheidung der Erwachsenen!

00:31:51: Als Kind kann ich nur hoffen, dass mir man die Möglichkeit gibt.

00:31:54: Und wie gesagt als Erwachsener kann ich es steuern?

00:31:56: Als Kind muss ich mitmachen!

00:31:57: Ja,

00:31:57: ich kann eigentlich einfach zu ihr.

00:31:59: Sollte ich mich einfach ins Auto steigen und zu ihr

00:32:01: fahren?!

00:32:01: Ja... und wir vergessen auch immer das du als Kind oder als Jugendliche abhängig bist von deinen Eltern.

00:32:05: Ich kann mit Vierzehn nicht sagen Du kannst mich mal kreuzweise ich nehme meine eigene Wohnung uns hier aus.

00:32:09: Wie soll ich das denn mit vierzehn machen?

00:32:10: Dann bin ich daran irgendwie auch verpflichtet auch zu verhandeln und zu sagen Okay was kann ich jetzt sagen um vielleicht den Konflikt zu lösen aber nicht so weit zu gehen das eventuell äh äh das Eltern sich gegen mich stellt und sagt, weißt du was kannst du ausziehen?

00:32:22: Also

00:32:23: es kann man auch ganz oft der Spruch sobald man sie hier nicht benommen hat.

00:32:25: Ja dann zieh doch zu deinem Falter!

00:32:29: Und zwar jetzt die... mütterliche Seite.

00:32:32: Was alles in der Zeit bei meinem Vater passiert ist, habe ich jetzt auch für ein bisschen reingeschnitten.

00:32:35: aber jetzt so Beziehungsthema und Familienthema wieder weil zuhause ab dem Zeitpunkt an dem ich zwölf war hab ich ja schon gesagt hatte keine richtige Mutter mehr noch keine richtige Familie mehr weil mein Stiefvater meine Stiefschwester mein Bruder meine Mutter und mein Hund Hühner Kaninchen das war meine Familie,

00:32:53: klarer Bauern.

00:32:53: Das waren meine Familie und die war dann auf einmal weg als ich zwelfel war Und waren es nur noch meine Mutter, mein Bruder und mein Hund.

00:32:59: Und paar Hühner.

00:33:00: Das war keine richtige Familie mehr.

00:33:02: ab da hat das so angefangen eine Wohngemeinschaft zu werden.

00:33:05: Es hat meine Mutter tatsächlich auch öfter schon gesagt dass wir ja... Es war dann auf die Zukunft gezogen.

00:33:10: wenn ich acht sind oder nein nicht acht sondern wenn ich erwachsen bin können wir ja in einer Wohngemeinschaft wohnen und spreche mir Geld.

00:33:15: Ich möchte übrigens an der Stelle nur eine Sache sagen, weil du meinst ab da waren wir keine Familie mehr.

00:33:18: Nur noch mal rückwirkend nicht, weil ein Elternteil weg war.

00:33:22: Auch Alleinerziehende können sehr gut eine Familie sein, sondern wenn du dir gesagt hast, dass da begann diese Parentifizierung, dass du ja auch nicht mehr wie ein Kind behandelt wurdest, sondern eben wie eine Mitbewohnerin, wie einen Partnerersatz.

00:33:31: also nur ums Einzuordnen für die Leute, die zugehört haben.

00:33:33: Das

00:33:33: ist sehr gut bei meinem Vater.

00:33:35: Wir gingen das Ganze dann hier los und waren da zwei Wochen da, haben dann auch schöne Ausblüge teilweise gemacht.

00:33:40: Jetzt auch wieder, was meine Mutter mir dann erzählt hat.

00:33:42: Der wollte euch nur loswerden, weil er immer noch einen Tag Pause braucht.

00:33:45: Und dann kam relativ schnell meine Stiefmutter ins Spiel.

00:33:49: Die haben sich noch mal im Zug kennengelernt und dann haben wir so fünf Jahre ... Ja, musst du kurz rechnen?

00:33:56: Warte, schwierig!

00:33:57: Von Jahrzehnten bis zum Jahrzehn war sie unsere Stiefmutter.

00:34:00: So, wir haben auch dann viele tolle Auslöge gemacht.

00:34:02: War okay also... So aber halt auch nicht richtig dieses Familiending, weil ich immer nur zu such

00:34:09: da war.

00:34:09: Da hat sich immer nicht so angefühlt wie als wenn man jetzt Familie wäre.

00:34:13: und dann eine Situation wo ich mir auch so denke Leute ihr lebt nicht seit gestern sowas macht man nicht.

00:34:20: Da haben nämlich wirklich ein bisschen vor den Zug geschubst.

00:34:23: wir saßen in einem Restaurant Ich war zwölf vielleicht war ich doch noch elf ich weiß es nicht und meinten die so ja was hält du da eigentlich noch von unserem Geschwisterkind?

00:34:33: Ich hab so überlegt und war so, boah nee.

00:34:36: Dann lebt das ja jetzt da bei meinem Vater?

00:34:39: Ich muss meinen Vater noch teilen mit einem anderen Kind.

00:34:42: Also ich habe ja ein Bruder aber das war irgendwas anderes.

00:34:44: Und dann weiß ich so nein, das fände ich nicht schön!

00:34:47: Ja, ich bin schwanger mach sowas doch nicht.

00:34:49: Eröffne es nicht mit der Frage Wenn du weißt dass du schwanger bist dann fragt den Andern nicht was hältst du von Nicht wenn du nicht darauf vorbereitet bist dass die Antwort aus sein könnte?

00:34:59: Nicht so viel

00:35:00: Nein Aber heutzutage wurde darauf nie eingegangen.

00:35:03: Zu dem Zeitpunkt fand ich es erleichtern, weil ich mich damit jetzt auseinandersetzen wollte was ich gerade von mir gegeben habe.

00:35:09: aber ich find's auch sehr problematisch dass darüber nie geredet wurde.

00:35:11: Ich

00:35:11: denke ja auch nicht die Ideallösung mir wieder gewesen.

00:35:14: man sucht das Gespräch und sagt hey ist ein bisschen blöd gelaufen wir haben dich mit deiner Reaktion gerechnet?

00:35:18: Was macht ihr denn Sorgen mit dem Geschwisterchen?

00:35:20: Weil ich mein da ist jetzt auch die Realität Das is deren Entscheidung als Paar.

00:35:24: Man kann das Kind jetzt nicht wieder zurückgeben oder sagen, wir känzeln den Auftrag.

00:35:29: Weil das andere hat keinen Bock drauf und dann muss man halt sprechen.

00:35:31: Du musst nur sagen hey was ist denn deine Sorge?

00:35:33: Warum glaubst du denn dass es problematisch sein könnte auch hier wieder Kommunikation.

00:35:37: Ja

00:35:38: die Zeit die jetzt kommt hat viel mit der Familie zu tun und das war dann auch die Familie die mich da im Endeffekt gerettet hatte.

00:35:46: ich habe ihr auch gesagt du hast mein Leben gerettelt

00:35:49: so

00:35:49: meine Welt.

00:35:49: also der Boden ist mir unter den Füßen weggerissen worden.

00:35:53: Wir haben eine Eigenbedauerskündigung bekommen.

00:35:55: Scheiße, okay...

00:35:56: Wir müssen hier in mindestens sechs Monaten raus bis Juli, wir müssen hier raus!

00:36:01: Nein das ist immer scheiße.

00:36:02: Also bitte?

00:36:04: Mir ging's schon so scheiße!

00:36:06: Das Ganze hat sich dann bis August noch gezogen.

00:36:09: ich hatte wirklich... täglich Panikattacken in meinem Zimmer.

00:36:13: Einfach weil's mir wegen der familiären Situation so schm-schm Scheiße ging, weil ich mit meiner Mutter nicht richtig reden konnte.

00:36:19: Weil ich niemandem hatte.

00:36:20: Mein Vater hat es auch alles nicht verstanden.

00:36:22: Mit dem Selbstverletzungen zu den Gedanken, es wurde alles extrem schlimm.

00:36:26: Mhm,

00:36:26: war eine gut extrem belastende Situation ne?

00:36:29: Dann hab' ich mich am sechsenzwanzigsten August um zwanzundzehn Uhr abends!

00:36:33: bin ich mit meinem Hund zu ihr gelaufen und hab mich hier geöffnet, meine Adoptiv-Mutti.

00:36:38: Wir haben dann draußen wirklich ewig lang darüber geredet und sie meinte auch so ja sag' ich schon gesehen und ich hab's auch gemerkt und die Mutter hat gesagt oh ne komische!

00:36:46: So... Dann bin ich aber erst mal wieder nach Hause und dann habe ich hier paar WhatsApp immer noch geschrieben.

00:36:51: mir gehts

00:36:51: echt nicht gut.

00:36:52: es wird immer schlimmer Und das ganze Anfang September eskaliert.

00:36:56: Ich bin nach der Schule direkt zudehnen.

00:36:58: Ich glaub', sie hat mich sogar abgeholt und dann ist er Ihr seid egal, Ex-Mann.

00:37:02: Ist zu meiner Mutter rüber und hat ihr das erzählt?

00:37:06: Deinem Kind, du geht's gar nicht gut.

00:37:07: Du hast alles nicht bemerkt, dass ich dein Kind umbringen will.

00:37:10: Ich wollte meine Mutter auch nicht mehr unter die Augen treten.

00:37:13: Erst mal dieses Verletzliche, wer bin ich, das ich ihr zeige.

00:37:16: Das hat sie in meinen Augen auch nicht verdient.

00:37:18: Die Seite von mir zu sehen ist auch wieder so dumm.

00:37:21: Als ich war drei Wochen insgesamt bei denen, bis es dort auch askaliert ist und ich an meinem siebzen Geburtstag in die Klinik gefahren wurde mit dem Krankenwagen ... So!

00:37:29: Und die drei Wochen Ich bin noch mal aufgeblüht.

00:37:34: Also, ich bin gerne zur Schule gegangen.

00:37:37: Ich wurde von meiner Adoptive-Multi abgesetzt oder abgeholt.

00:37:40: Auch wenn ich nur für zwei Stunden dahin gekommen bin und dann haben wir auch mit meiner Lehrerin meinen Oberschuffenleiter und so, haben uns hingesetzt.

00:37:47: Es hieß, ich gehe wahrscheinlich sowieso in die Klinik?

00:37:50: Das wollte zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht!

00:37:52: Dann war er normal, statt zu näher aufgenommen.

00:37:55: Es wurde besprechen und dann habe ich mit meiner Lehrerin geöffnet ... Das ist so eine Süße!

00:37:58: Wir waren auch ne Mädchenklasse Kunstprofil- und Sprachprofil.

00:38:02: Und wir waren beim Duo mit ihr.

00:38:03: D.h.,

00:38:04: das war wirklich die Lehrerin, zu der wär ich auch so gegangen und hätte mich geöffnert ohne dass es jetzt so zwungen gewesen wäre.

00:38:10: Aber wie gesagt, ich war davor halt ... Es wusste einfach keiner.

00:38:12: Ich war in einer kleineren, sicheren Bubble.

00:38:15: Die hat dann auch geweint als sie das ausgehört hat.

00:38:17: Für mich natürlich nicht so schön.

00:38:20: Und ich hab bin mit der Schule aber dann auf einem.

00:38:23: Die haben mich sehr unterstützt, auch in der Klinik.

00:38:25: Ich hab Aufgaben bekommen und konnte Ersatzleistungen machen.

00:38:28: Und bin dadurch durch das Schuljahr noch so durchgekommen

00:38:30: ... Find ich super, dass er möglich

00:38:33: hat.

00:38:33: Das war echt schön!

00:38:34: Die waren alle sehr supportive.

00:38:36: Also die waren echt sehr offen dafür.

00:38:37: Wir haben gefragt, wer noch was ist, wie wir dich unterstützen können?

00:38:41: Wie gesagt, ist es an meinem siebzehnten Geburtstag leider eskaliert.

00:38:46: Bei meiner Mutter hat sich darum gekümmert, Klinik, also sie hat sich damit einen Psychologen in Kontakt gesetzt.

00:38:54: Was ich überhaupt nicht wollte!

00:38:56: Ich hatte da noch gar keinen Kontakt damit.

00:38:58: Die ganze Welt war für mich noch unentdeckt und vor allem weil sie den rausgesucht hat, wollte ich das recht nicht.

00:39:04: Dann sind wir da ein zwei getrennten Autos hin, weil ich wollte doch nicht mit ihr an meinem Auto sitzen.

00:39:08: Das war auch das erste Mal wo ich es mir wieder richtig gesehen habe.

00:39:10: So, ich hab einmal meinen Hund zwischendurch besucht und dann hat mein Adoptiv-Roti mich dahin gefahren... Und ich hab mich zum allerersten Mal einem professionellen Menschen geöffnet.

00:39:21: Der Typ war im Nachhinein echt komisch, aber für mich in dem Moment war das

00:39:26: krass!

00:39:26: Weil ich habe meine Sachen erzählt und mir wurde gesagt, oh boah... Ja gut also

00:39:31: kritisch

00:39:32: was du da so erzählst.

00:39:33: Meine Mutter saß auch ein Teil davon daneben, einen Teil meinte ich, nee kommst nicht mit?

00:39:38: Also den ersten Teil habe ich alleine gemacht weil ich war ja schon sechzehn, das durfte ich.

00:39:42: Das war bevor ich eingewiesen wurde Ähm, bevor meinem siebzehn Geburtstag vergessen.

00:39:47: Und hab ich ihm das erzählt auch mit der familiären Situation und meinem Vater-Trennung und so... ...und er wollte mich eigentlich direkt in eine Wohngruppe schicken, also davor an die Klinik und dann in ne Wohngruppen, dass ich nicht mehr nach Hause muss.

00:39:59: Er hat mir das echt schön auch hierhin geredet!

00:40:02: Auf jeden Fall hat mir es sehr gut getan.

00:40:03: Mit dem hatte ich dann auch E-Mail Kontakt und er hat mich am Geburtstag halt angerufen.

00:40:08: Als ich dann meinte, mir geht's gar nicht gut, der halt mich direkt einweisen lassen.

00:40:13: Ich lasse die ganzen Details jetzt mal weg, weil das nicht das Thema ist.

00:40:17: Und dann bin ich da angekommen in der Klinik an meinem siebzehn Geburtstag.

00:40:21: Zwar ... ja, kann man mal

00:40:22: machen ne?

00:40:25: Auf der Akutstation und zwar echt nicht schön.

00:40:29: Einen Tag hat sich angefühlt wie drei Tage und ich war eine Woche.

00:40:32: auf jeden Fall bin ich dann ungefähr zwei, drei Wochen später wo ich dann stationär aufgenommen und war dann da ein halbes Jahr.

00:40:40: Also vollstationär, keine Tagesklinik?

00:40:41: Ja.

00:40:42: Und ich durfte auch am Wochenende meistens nicht nach Hause.

00:40:44: Ich durfte nur am Wochenenden nach Hause um meine Sachen zu packen.

00:40:48: Weil wir ja umziehen mussten...

00:40:50: Das ist auch noch in der Zeit!

00:40:51: Wir wussten zwar doch nicht wohin aber ich musste meine Sachen packen und wir hatten doch nichts.

00:40:57: Also auch wieder eine sehr guselige Situation.

00:40:59: Ja,

00:40:59: definitiv!

00:41:00: Und wieder zurückgeworfen zu meinem zwölfjährigen Ich was dann mit einer Nacht nach Wohnung besucht hat oder nachdem sie nach der Schule nach Hause gekommen ist.

00:41:06: Das war natürlich nicht schön.

00:41:08: und jetzt war ja noch das Ding.

00:41:10: ich hatte meinen Freundeskreis in der Schule ich hatte die Lehrer die mich unterstützen.

00:41:13: wenn wir jetzt weiter wegziehen müssen dann werde ich das alles So, wir haben dann zum Glück ein Haus unter der Hand eindeufweiter bekommen.

00:41:20: Meine Freundin in der Schule wusste auch erst nicht wo ich bin und jetzt hab' ich letztens erst... Ich habe eine aus meiner alten Klasse beim Feiern getroffen und dann war ich so, wusstet ihr eigentlich wo ich war?

00:41:29: Weil ich hatte danach der Klinik war ich nur noch kurz da und dann habe ich tatsächlich die Schule gewechselt.

00:41:34: Weißt du?

00:41:35: Wusstest ihr eigentlich was da abging?

00:41:37: Ja es ging das Gerücht rum!

00:41:39: Kennen wir ja schon, dass ich wegen Magersucht da war.

00:41:42: War ich nicht.

00:41:43: Dann hab' ich da meine Schule gemacht.

00:41:45: Ich ging es natürlich nicht gut.

00:41:46: Wie gesagt, dann musste ich während ich am Wochenende noch... Zu Hause war, meine Sachen packen.

00:41:50: Ohne zu wissen wohin und mein Vater war einmal da in der Zeit wo ich meine Sachen gepackt hab.

00:41:56: Er hat dann nur so gesagt ja um die Züge im Leben sind ja nicht so schlimm passiert dir immer.

00:42:00: das kannst du grad nicht sagen weißt du?

00:42:02: Ich hock in der Klappe ich habe meinen zuhause verloren Und du laberst von.

00:42:06: Ja es passiert mal.

00:42:07: vor allem ihm ist es noch nie passiert dass er zwanghaft umziehen musste Wo ich muss denke du kannst hier gar nichts sagen Das war nicht so schön.

00:42:16: Also vor allem meine Mutter ist halt selbstständig.

00:42:18: Als Tagesmutter hatte zwei Jugendliche eine Katze, wir hatten dann schon ne Katze und ein Hund – und eigentlich ja noch Hühner – findet da mal was?

00:42:27: Ja, schwierig!

00:42:28: So die Hühne sind wie gesagt auch unsere Nachbarin abgegangen und Katz und Hund konnten mir mitnehmen zum Glück.

00:42:33: Dann im Frühjahr, es war Jahr zwanzig.

00:42:35: Ach nee, warte... Wir hatten einen Elterngespräch in der Klinik.

00:42:38: Da hat ich wirklich ... Angst vor.

00:42:40: Ich wollte im Boden versinken, ich wollte da nicht raus.

00:42:43: Ich hab davor geheult und nicht in diesen Raum rein.

00:42:47: Ich wusste meine Eltern treffen da gleich aufeinander.

00:42:49: Die haben sich ewig bei der Konfirmation so gesehen aber sonst haben die nie so lange miteinander geredet wie sie es gleich tun werden.

00:42:56: Und am nächsten Tag war dann das Gespräch.

00:42:58: Selbst die Oberärztin war mit meiner Therapeuten drin, weil die wussten, dass wird heiter.

00:43:03: Weil die ja beiden auch am Telefon schon gesprochen haben.

00:43:06: Meine Erzählungen gehört haben.

00:43:07: Das Gespräch ging auch ... Elend lang.

00:43:10: Wir saßen da drei Stunden.

00:43:11: Wow, okay!

00:43:12: Und das Schlimmste für mich war neben dem fünfzehnminütigen Gespräch zwischen meiner Mutter und meinem Vater darum dass ich keine Depressionen habe.

00:43:21: sind es alles nur an meiner Periode liegt.

00:43:22: meine Therapeuten meine Oberhetzen die haben uns noch angeguckt bis sie das irgendwann unterbrochen hat und sagt so hallo darum geht's nicht.

00:43:30: vor allem du sitzt in einem Raum mit zwei Profis In den Bereich und sagst im Prinzip denen Nicht mal direkt, sondern dem her so ... Ich hab ja keine Ahnung.

00:43:42: Okay danke!

00:43:43: Die waren auch echt sprachlos und irgendwann hat sie das versucht zu unterbrechen.

00:43:45: Das ging aber nicht.

00:43:46: Aber der schlimmste Moment war wirklich wo ich meinen Haustürflüssel abgeben musste von meinem Haus.

00:43:51: Okay wegen des Umzugs.

00:43:53: Den wollte meine Mutter haben und das war so schlimm für mich.

00:43:55: Und mein Pär so weiter.

00:43:56: So ein Sticker drauf musste mit den neuen Adressern.

00:43:59: Das war schlimm für me.

00:44:01: Was kann man vorstellen?

00:44:02: Also das Gespräch war sehr schlimm.

00:44:04: Das müssen wir gar nicht darüber reden.

00:44:06: Und alle auf der Station wussten das auch und haben mich so voll unterstützt, ich hab mich auch vorher versteckt.

00:44:12: Haben sie mir geholfen?

00:44:13: Weil sie es eben alles wussten!

00:44:14: Dann wurde ich Ende März, im Jahr zwanzigundzehn, entlassen aber nur weil die Klinik ein bisschen überfordert mit mir war, weil's irgendwie zunächst geführt hat... ...und bin dann in das neue Haus tatsächlich mit eingezogen.

00:44:24: Ich war einmal mit meiner Therapeutin vorhin da, eigentlich wollte ich da, ich habe mich wirklich mit Händen und Füßen gewertet, ich wollte da nicht rein und dann hab' ich aber nach Nach diesem halben Jahr in dem Schwebezustand, ich weiß nicht wo es hingeht.

00:44:35: Ich hab meine ganzen Sachen nicht.

00:44:37: Ich habe mein Hund nicht nach diesen ... die ganze Zeit nicht wissen was passiert morgen eigentlich.

00:44:42: Habe ich meine Sachen da gesehen, ne?

00:44:46: Die Wände waren in meinen Farben gestrichen und ich war so, Borker, kein Bock mehr auf die Klinik, lass mich daraus!

00:44:52: Ich möchte wieder zurück in mein Leben, ich will wieder zurück zu meinen Freunden in der Schule.

00:44:56: Lass mich gehen.

00:44:57: Und dann war ich so okay mach' ich.

00:44:59: Ich gehe da jetzt wieder hin, weil ich kein Bock mehr hatte.

00:45:01: Weil andere Optionen wären Wohngruppe gewesen und es war für mich keine Option wegen dem Mund.

00:45:05: Ja stimmt!

00:45:06: Weil das so mein einziger Anker war.

00:45:08: oder ist auch eine oder anderthalb echt schöne letzte Schuljahre?

00:45:11: Das ist auch mal nett.

00:45:12: Also das war die beste Schulerfahrung, die ich hatte.

00:45:14: Ach cool.

00:45:15: Weil die Lehrer auch... so unterstützend waren, weil ich direkt von der Klinik von den Kliniklehrern zu den Lehrern so geleitet wurde.

00:45:21: Die hatten Kontakt und die haben mich da auch echt unterstützt.

00:45:24: Und ja das war echt schön!

00:45:27: Ich habe das Abi dann nur leider nicht geschafft, weil es mir in der Abi-Zeit oder vor Abi-zeit nicht gut ging und wieder Klinikum im Raum stand.

00:45:35: Dann musste ich abbrechen Und dann ging es mir aber auch viel besser.

00:45:38: Ist manchmal in dem Moment vielleicht, wenn man sagt ist ja nicht aufgehoben?

00:45:41: Bis Jahr noch jung haben wir schon drüber geredet.

00:45:43: Aber ja an dem Moment klar.

00:45:44: ich glaube das ist eine harte Entscheidung.

00:45:45: Aber wie du sagst, ich glaub's nimmt da wahrscheinlich auch viel Last runter und man sagt okay komm jetzt nicht.

00:45:49: Genau und vor allem haben wir nachdem wir in den Haus eingezogen sind ein halbes Jahr später mussten wir wieder ausziehen wegen dem Wasserschaden und Schimmel.

00:45:57: Und dann haben wir acht Monate in einem Ferienhaus oder zwei Häusern gewohnt nebeneinander, meine Mutter und mein Bruder in ihm ein und nicht mit dem Hund im anderen.

00:46:06: Dann hat mein Hund Krebs bekommen und ist gestorben.

00:46:08: Ich habe noch weitere vier Monate aufm Boden geschlafen, weil es andere auch gar nicht so lange ausgelegt war für uns.

00:46:16: Als sie wieder zurückgezogen sind ging das halt mit dem Abi los und ich war fertig mit der Welt.

00:46:21: Dann kommen wir zu den familiären Dingen.

00:46:24: Ich musste wieder vier Monate lang neben meiner Mutter auf dem Boden schlafen.

00:46:28: Man hatte keinen Rückzugsort, ich musste meine Sachen wegpacken als die Tageskinder gekommen sind und war dann halt auch da weil ich nichts zu fühlen konnte, weil es mir so schlecht ging wegen meinem Hund.

00:46:37: Also wieder keine Privatsphäre nix.

00:46:39: Und das hat die Beziehung mit meiner Mutter nicht besser gemacht.

00:46:43: können wir alle nachvollziehen, die wird das hören.

00:46:45: Das war jetzt meine Geschichte, die war jetzt natürlich sehr lang und sehr komplex.

00:46:49: Es ist mir tatsächlich oft aufgefallen, dass wenn ich irgendwas erzähle, dass ich dann auch alles erzählen muss, weil es sonst keinen Sinn macht.

00:46:56: Jetzt habe ich eine Tabelle mit typischen Fehlern gemacht, die Eltern machen... Und was man halt stattdessen machen sollte, weil wir wollen ja Tipps mit auf den Weg geben und nicht nur erzählen, was alles falsch läuft.

00:47:08: Weil das bleibt dann auch im Gedächtnis hängen?

00:47:10: Na dann leg mal los!

00:47:11: Also ein ganz großer Fehler.

00:47:12: bitte zieht Kinder nicht in eure Konflikte rein.

00:47:15: Ich glaube es haben jetzt schon paar Mal wiehend Don't Do It Ja.

00:47:18: also einfach miteinander reden.

00:47:20: Wie gesagt, es gibt WhatsApp heutzutage.

00:47:22: Man kann telefonieren Wenn man nicht weit weg voneinander wohnt Auch wenn's vielleicht anstrengend für die Eltern ist.

00:47:28: setzt euch einfach mal hin und redet von Person zu Person.

00:47:31: Meine Eltern hätten das jetzt nicht gemacht machen können, aber die haben halt so auch nie geredet!

00:47:35: Wir waren immer die Boten.

00:47:36: Dann natürlich bitte redet nicht schlecht über den anderen Partner bei euren Kindern.

00:47:43: Ja, wenn man glaube ich auch schon ein paar Mal erwähnt macht es einfach nicht.

00:47:46: Stattdessen einfach klarmachen dass das Kind auch nicht daran Schuld ist und das halt so zu vertuschen also nicht vertuschten sondern einfach so clean zu übermalen dass das kind davon nichts mitbekommt.

00:47:57: weil

00:47:57: kleiner Side Fact sie kriegen's trotzdem mit.

00:47:59: ja.

00:48:00: Also Kinder sind nicht doof, je nach Alter.

00:48:02: Sie werden genug mitkriegen aber dann ja wie du gesagt hast man sollte es so weit wie möglich von ihnen weghalten.

00:48:08: Nicht um sie nicht mit der Realität zu konfrontieren.

00:48:10: das ist glaube ich nicht dass wir sagen wollen hey die sollen in einer heilen Welt leben sondern das ist ein Konflikt zwischen euch als Partnerinnen.

00:48:16: ihr habt einen Konflikt miteinander Aber die Eltern müssen immer noch als Team zusammenarbeiten und eure Kinder kennen euch nicht als Paar Das sind nicht Teil eurer... Zwei ja Paar-Beziehungen, die sind Teil eurer Elternbeziehung.

00:48:28: Und deswegen finde ich auch ganz wichtig das zu trennen.

00:48:30: also es geht doch nicht darum da irgendwas zu beschönigen oder zu verstecken sondern diese beiden Bereiche Eures Lebens zutrennend weil wie gesagt eure Kinder werden sehr trotzdem mitkriegen, sie sind nicht doof Die merken dass der Tonfall anders ist, die merken das ihr weniger miteinander sprecht Ist übrigens auch der Grund warum man nicht zusammenbleiben sollte wenn man sich auf den Keks geht?

00:48:45: Weil auch wenn man denkt naja die Kinder haben nie was vom Streit mit bekommen Am Ärmel!

00:48:49: Die haben immer etwas vom Streiht mitbekommen.

00:48:51: Glaubt mir so gut seid ihr da denn nicht.

00:48:53: Und damit können wir direkt zum nächsten Thema nicht vor dem Kind streiten.

00:48:56: Weil das habe ich auch gesagt, dass was bei mir hängen geblieben ist wie meine Eltern sich beim Tisch gegenüber standen haben und einfach geschehen haben.

00:49:03: Auch hier würde die Einschränkung streiten?

00:49:05: Ich finde es ist völlig okay etwas auszudiskutieren als Eltern.

00:49:08: Wir sagen hey!

00:49:09: Wir müssen jetzt klären den Konflikt weil dann können eure Kinder ja auch lernen, dass ein Konflik erst mal nichts Böses sein muss und dass man den Konstruktiv lösen kann.

00:49:16: aber das was du ja beschreibst ist ja das was wir eben so als eine Karrikatur wirklich als Streit sehen.

00:49:21: Das sind zwei HB-Männchen die sich anbrüllen und da kann ich ja nichts draus lernen außer dass sie sich an brüllen.

00:49:26: Und das jeder Konflikt, den man hat immer sofort ein Drama ist.

00:49:30: also wie soll ich denn dann als Kind in der Lage sein später mal was anzusprechen wenn ich immer die Sorge haben muss und dann stehen wir uns gegenüber und prülen uns an?

00:49:36: Dann halte ich wahrscheinlich meine Klappe!

00:49:38: Dann ist es natürlich wichtig vor allem bei kleineren Kindern dass die Routinen nicht komplett anders sind dass man mit dem Vater um einundzwanzig Uhr ins Bett geht, bei der Mutter um neunzehn Uhr.

00:49:46: Da darf man dann noch das und da darf man aber nicht das.

00:49:49: Da gibt es dann noch einen Sandmännchen?

00:49:52: Das schürt auch in der Konkurrenz.

00:49:53: Bei Papa darf ich, aber noch das Sandmähnchen.

00:49:55: Bei Mama darf ich ein Eis essen so.

00:49:57: Was wir hatten als Eltern, sprecht euch ab legt gemeinsame Regeln fest.

00:50:00: Und die haben's aber auch schon oft genug gesagt.

00:50:02: klar wenn bestimmte Dinge nicht gehen keine Ahnung weil es halt gar kein Fernseher gibt beim bei der Mütter.

00:50:06: Dann kann man halt auch keinen Sandmängchen gucken klar, aber kommuniziert das miteinander.

00:50:10: Sonst ist ja dieses Indirekt gegeneinander aufwiegeln.

00:50:13: So, bei mir darfst du Eis essen so ein bisschen wie beim Papa nicht?

00:50:17: Das höre ich auch schon.

00:50:19: Dann werden wir auch wieder bei meiner Liste die Gefühle des Kindes ernst nehmen.

00:50:24: Wenn das Kind sagt, boah oder wenn ich im Zug geheilt hab ne?

00:50:28: Das fand meine Mutter dann auch immer nicht schön.

00:50:30: So nach dem Motto so ist es so flimm mit mir dass du deinen Vater jetzt hinterher heulst.

00:50:35: Der nimmt das doch nicht persönlich.

00:50:37: Das Kind darf das ja fühlen!

00:50:38: Ja vorallem so ein Wechsel-Ding ist ja irgendwie wie Du's gesagt hast sehr schön beschrieben.

00:50:41: mit dem Rausreißen hatte bei jüngeren Kindern die noch nicht so eine Selbstreflexion haben.

00:50:45: für die fühlt sich das halt dann auch richtig komisch an weil... Ich war doch aber von der Stunde noch beim Papa egal ob es mir dort gefällt oder nicht.

00:50:51: Jetzt bin ich wieder hier und ist dieser Zug, alles ganz stressig.

00:50:54: Ich kann mir schon vorstellen natürlich ist das belastend wenn du das Gefühl hast mein Kind heult weil es bei mir ist.

00:50:58: Aber glaubt mir einfach in der Regel... Das passiert auch in konstruktiven Familien.

00:51:03: Das hat ja nichts mit euch zu tun, sondern mit dem Wechsel an sich.

00:51:05: Je nachdem wie alt das Kind ist.

00:51:06: so ein Wechsel ist echt anstrengend und das ist halt echt schade weil ... Ich hab ja auch schon gesagt ich bin auch ein Trennungskind.

00:51:12: Ich war ein paar Jahre mit meiner Marm alleine und alles was du sagst klar es war nicht immer einfach.

00:51:16: Ich muss mir doch um Gottes Willen nicht sagen dass alles perfekt gelaufen ist.

00:51:19: noch mal wir sind nicht perfekt aber das war ihm genau die sich immer geborgen geführt, geliebt gefühlt.

00:51:24: man hat versucht auch wenn man sich gegenseitig mit einem Arsch nicht angeguckt hat also die Eltern Nichts zu tun, das passt schon irgendwie.

00:51:32: Man kann das auch super konstruktiv lösen.

00:51:34: Ihr könnt individuelle Lösungen dafür finden.

00:51:36: aber ich glaub du hast jetzt echt schon viel erzählt was alles schief läuft wenn man einfach sich nicht als Team versteht, als Elternteam.

00:51:44: Und nochmal ihr könnt wieder Einzelspieler sein neue Familiengründen alles wunderbar.

00:51:47: patchwork funktioniert Wenn man weiß, okay aber wir sind beide diese Eltern dieses Kindes und dafür müssen wir ein Team bilden.

00:51:54: Ja

00:51:54: ja das sind jetzt so die Tipps für die Eltern.

00:51:57: Aber ich habe halt auch erst jetzt vor kurzem realisiert wie doll mich das wirklich belastet hat.

00:52:02: Und deswegen möchte ich auch noch Tipps an Leute weitergeben Die sich in meiner Situation vielleicht wieder sehen und sie denken irgendwie hab ich keine Familie.

00:52:10: So die sind zwar da die sind nicht tot.

00:52:11: Für mich ist das nicht.

00:52:14: Bei meiner Mutter ist es eher die WG, die ich aushalte weil ich's muss oder weil ich gern Geld sparen möchte und bei meinem Vater ist sie sich zu Besuch und ich pass da nicht rein.

00:52:25: Kein Familiengefühl bei beiden.

00:52:26: Hab ich überhaupt nicht und es ist mir irgendwie so schmerzhaft bewusst geworden, nachdem mein Vater mich auch nicht ... Als ich meinte, kann ich bitte zu dir?

00:52:33: Das ging nicht!

00:52:34: Und da war das der Groschen so gefallen und war so Boah hier geht's mir nicht gut Da bin ich auch nicht willkommen.

00:52:41: Wo soll ich denn jetzt hin?

00:52:43: Ich hab mir meine Familie in den letzten Jahren zusammengesucht.

00:52:46: So, wo sind die Familien?

00:52:47: Ja!

00:52:48: Ich habe meine Adoptiv-Mutti, die mich auch immer ihr Adoptivekind nennt, das ist tatsächlich so und sie war auch mit mir das erste Mal jetzt beim Frauenrest.

00:52:56: also weil ich zwanghaft nickle... Ich musste ins Krankenhaus, da hat sie mich hingefahren.

00:53:00: Und ich hab sie auch so die erste, die ich angerufen habe und das gibt mir so viel Sicherheit, dass ich wirklich jemanden hab, einen Erwachsenen an den ich mich wenden kann und der mir dann auch wieder beim Thema Hilfe bietet, obwohl sie es vielleicht nicht kann.

00:53:11: Dann hab ich meine beste Freundin und ihre Eltern, die wohnt so ein bisschen weit weg aber ist einfach ... So, ich hab Menschen... Die sind für mich da und auch mein ganzes Leben lang.

00:53:21: Ich

00:53:22: finde es auch immer wieder wichtig, wir haben es schon ein paar Mal an Podcasts angesprochen.

00:53:24: Ich bin kein Freund von dieser Blutistik als Wassergeschichte zumal der auch hier das Sprichwort falsch benutzt wird.

00:53:30: aber ich sage mal, dass bedeutet halt nichts nur weil man genetisch miteinander verwandt ist.

00:53:34: Elfamilie macht viel mehr aus sich um dann zu kümmern wie du sagst dich zur Helfen miteinander kommunizieren, voneinander dazusehen Und es ist immer sehr schön.

00:53:40: uns freut mich auch für dich in dem Fall wenn man Menschen findet die man seine Wahl-Familien nennen kann wenn man sagt ja Wir sind überhaupt nicht mit einer genetischen Verwandten vielleicht haben wir uns erst mit zwanzig kennengelernt oder so.

00:53:49: Aber hier funkt dieses Familiengefühl.

00:53:52: Definitiv,

00:53:52: also ich bin auch sehr dankbar dafür.

00:53:54: Hast

00:53:54: du noch Tipps sonst für Menschen in deiner Situation?

00:53:57: Das größte was mega hilft hat ist dieses eingestehen okay meine Mutter ist halt jetzt nicht meine Mutter und nicht... Also ich habe versucht darum zu kämpfen, aber es hat halt nicht geklappt und ich kann's nicht ändern!

00:54:08: Und mir ging es besser nachdem ich eine Distanz dazwischen gepackt hab dass die Beziehung zu meiner Mutter besser sein wird, sobald ich zu Hause raus bin.

00:54:19: Und mein Tipp generell ist sich einen Gedankenunschloss zu bauen mit Dingen, an denen man sich festhalten kann.

00:54:26: Bei mir ist es zum Beispiel Vanlife, da möchte ich unbedingt hin und das ist was mich durchbringt oder auch durch die Zeit zuhause.

00:54:32: Ich weiß okay, ich mache das aus dem Grund.

00:54:35: So, ich sitze jetzt aus demgrund durch und kriege das hin.

00:54:37: Es gibt für jeden ... Ich glaub daran, dass es für jeden einen Weg gibt?

00:54:41: aus der Situation rauszukommen und auch individuelle Wege.

00:54:43: Ich habe jetzt zum Beispiel mit einer hier gesprochen, die ist total happy in ihrer Wohngruppe.

00:54:48: Das würde

00:54:49: mich gerade sagen, es gibt natürlich auch nicht.

00:54:50: möglicherweise, ich glaube spätestens mit, ich weiß gar nicht, vierzehn oder sechzehn, ich höre nicht wie die aktuelle Regelung ist, kann man sich ja auch selbst beim Jugendamt vorstellen?

00:54:56: Genau also es gibt ganz viele Methoden und wenn man das auch zu Hause nicht mehr aushält dann würde ich auch, also ich meine auch immer ein Vier Jahre bis man aussieht sind so... auch so intensive vier Jahre, wenn man das wirklich nicht mehr aushält.

00:55:07: Dann würde ich schon versuchen irgendwie was zu machen und dann natürlich sich erst mal vielleicht keine Ahnung.

00:55:12: gibt es da vielleicht Lehrer?

00:55:13: oder?

00:55:14: es gibt ja auch ganz viele Internetseiten.

00:55:15: Ich weiß dass ist alles nicht so gelbe vom Ei an Leute ranzukommen mit denen man reden kann.

00:55:20: Ich habe dann auch teilweise bei so Selbsthilfe-Nummern angerufen.

00:55:24: Aber ich finde auch immer wieder die Nummer gegen Kommas Telefonseelsorge der Krisenschat als erste Anlaufstelle im ersten Mal super Die kennen dir Adressen bei euch in der Nähe?

00:55:32: Die können vielleicht sagen hey du wohnst in Keine Ahnung, Klitschenstein.

00:55:36: Zwei Orte weiter ist eine andere Aufstelle?

00:55:38: Ja und dann wirklich... Also bei mir ist es nur mal wirklich speziell dass ich immer noch den individuellsten Weg finde, den's irgendwie gibt.

00:55:47: Und das heißt damit würde ich sagen so nicht aufgeben nur weil die Null Acht Fünfzehn normalen nicht auf einen zu passt.

00:55:53: Das finde ich glaube auch.

00:55:55: Dafür haben wir mittlerweile echt gute viele Möglichkeiten

00:55:57: Und auch einfach kreativ werden bei der Lösung vielleicht.

00:56:00: Und löst euch aber auch für euch, finde ich von diesen starren Bildern so... Es muss doch aber so funktionieren!

00:56:05: Wir müssen doch eine Familie sein.

00:56:07: Ihr habt es jetzt gerade sehr ausführlich gehört, man tut und macht, aber man kann Dinge nicht erzwingen.

00:56:12: Irgendwann kommt diese harte Realisation dann ist es so nicht Dann hat es in diesem Verleider nicht funktioniert.

00:56:18: Es ist nicht eure Schuld als Kind, dass das nicht funktioniert hat und vielleicht gibt's dann einfach eine andere Konstellation?

00:56:24: Ja, vielleicht sogar eine viel schönere.

00:56:27: Also ich bin... zufrieden mit den Leuten, die ich mir rausgesucht habe.

00:56:30: Und ich hoffe, dass ich noch ganz viele neue Leute kennenlerne und ich bin jetzt auch dabei dann immer rauszugehen.

00:56:36: Ich bin schon weit mitten in meiner Reise drin, was auch mein Depression und meine ganze mentale Gesundheit angeht.

00:56:43: Im Moment bin ich an einem echt guten Punkt, dann auch neue Leute kennenzulernen.

00:56:47: Schön!

00:56:48: Es ist wirklich echt schön.

00:56:50: Das sind doch schöne hoffnungsvolle Abschlussworte oder?

00:56:54: Damit können wir euch gut entlassen, dass ihr diese hoffnungsrohe Botschaft von dir bekommen

00:56:58: habt.

00:56:58: Ich

00:56:59: möchte trotzdem noch ein kleines Abschiedswort sagen?

00:57:02: Generell ist es dieses ... Wenn man im Jetzt steckt, dann fühlt sich das richtig unendlich an.

00:57:08: Aber's geht weiter und das Jahr geht so schnell rum.

00:57:10: Dann ist man in anderen Positionen, in einer anderen Lebensart.

00:57:14: Wenn man sich zurückdenkt und denkt, hab ich nur eine Wand vor mir gesehen, obwohl alles noch vor mir liegt.

00:57:22: So, und ich weiß es klingt immer so wenn man in der Situation ist.

00:57:25: Aber dann würde ich einfach nur sagen, dass die Zukunft noch ganz weit ist.

00:57:29: Und man kann zu viele Lachen auf einen zukommen und auch so dummes ist.

00:57:32: aber es wird besser.

00:57:33: So ihr Lieben alles wird gut das wird besser und wenn euch dieses das gefallen habt oder wenn ihr noch Fragen habt er sich an Maler denn schreibt uns das gibt's bestimmt gerne nochmal tiefere Einblöcke.

00:57:42: wie du auch Sachen geschafft hast Schreibt uns des gerne.

00:57:44: lasst uns eine Rückmeldung da überall wo ihr uns findet und wir sehen uns bei einer der nächsten Folgen.

00:57:49: Ja Wir freuen uns wenn ihr wieder einschaltet.

00:57:52: ja sehr schön

00:57:53: Tschüss.

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