Wut ist gut: Wieso unterdrückte Gefühle uns krank machen

Shownotes

In dieser Folge geht es um Wut. Gemeinsam mit Kinder- und Jugendpsychotherapeut Jörn spricht Theo darüber, warum wir Emotionen überhaupt brauchen und weshalb es keine „guten“ oder „schlechten“ Gefühle gibt.

Theo erzählt, wie er lange versucht hat, seine Wut zu unterdrücken – aus Scham oder Angst vor Ablehnung. Doch unangenehme Gefühle verschwinden nicht einfach: Wenn wir sie verdrängen, zeigen sie sich oft auf andere Weise und können sich sogar langfristig in psychischen Erkrankungen wie Depressionen manifestieren.

Wie können wir lernen, mit unserer Wut umzugehen? Theos Geschichte macht Mut, auch unangenehme Gefühle nicht wegzudrücken, sondern sie als wichtige Signale ernst zu nehmen.

Hast du Fragen oder Themenvorschläge? Schick sie uns auf Instagram unter @tomonimentalhealth oder per E-Mail an social@tomonimentalhealth.org.

Danke fürs Zuhören! Wenn dir die Folge gefallen hat, teile sie doch gerne mit deinen Freund:innen und gib uns Feedback.

Die nächste Episode erscheint in zwei Wochen.

Dieser Podcast dient der Information. Er ersetzt keine individuelle Diagnose oder Therapie. Wenn du Hilfe brauchst, findest du sie hier:

Im Notfall

Rettungsdienst: 112 (rund um die Uhr erreichbar)

Telefonische Hilfsangebote:

  • Nummer gegen Kummer: 116 111 (kostenfrei, anonym, montags bis samstags von 14:00 - 20:00 Uhr)
  • Telefonseelsorge: 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos)

Online-Beratung

  • Neben der telefonischen Beratung kannst du dich bei der Telefonseelsorge auch per online Chat beraten lassen.
  • Die Nummer gegen Kummer hat auch eine Online-Beratung, an die du dich wenden kannst.
  • Bei Jugendnotmail kannst du dich von ehrenamtlichen Psycholog:innen und Sozialarbeiter:innen beraten lassen.
  • Bei U25 wirst du von gleichaltrigen Peers online, anonym und kostenfrei beraten.
  • Auch bei Krisenchat hast du rund um die Uhr die Möglichkeit, eine Chatberatung zu beginnen.

Ärzt:innensuche

Über den Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung findest du die Kontaktdaten aller niedergelassenen Ärztinnen und Therapeutinnen in deiner Nähe.

Transkript anzeigen

00:00:08: Willkommen bei deinem Podcast, es braucht das ganze Dorf.

00:00:10: Hier sprechen jugendliche Alltagsexpertinnen und Experten mit Profis aus der Wissenschaft ehrlich und authentisch über mentale Gesundheit und alles was dazugehört.

00:00:19: Du bist nicht allein denn manchmal braucht es ein ganzes Dorf um den Weg zu finden.

00:00:23: Schön dass du Teil des Dorfes bist.

00:00:32: In diesem Podcast sprechen wir offen über Themen rund um mentale Gesundheit, die für einige emotional herausfordernd sein können.

00:00:39: Wenn du denkst, dass das für dich der Fall sein könnte, empfehlen wir, die Episode nicht allein zu hören!

00:00:44: In der Beschreibung findest du hilfreiche Angebote und Ressourcen, die deine Unterstützung bieten können.

00:00:56: Hallo und herzlich willkommen bei der neuen Folge Podcast.

00:00:59: Mein Name ist Theo.

00:01:00: Ich bin neunzehn Jahre alt von Gamechanger Und heute reden wir über das Thema Wut im Zusammenhang meistens mit den Personen, aber natürlich spielt der Wut auch in einer ein bisschen Erkrankung eine Rolle.

00:01:10: Und mir heute neben mir sitzt, heute der Jörn.

00:01:12: Könnt ihr dich mal kurz vorstellen?

00:01:14: Ja!

00:01:14: Hallo Theo, ich bin Jörnn und Kinder- und Jugendlichenpsychoterepoid.

00:01:19: Ich bin achtundvierzig Jahre alt und habe eine eigene Praxis.

00:01:23: Genau, ich freue mich, dass wir heute über das spannende Thema Wut sprechen oder, weiß nicht, Aggressionen... Wahrscheinlich

00:01:29: meist ist es über Wut, oder?

00:01:31: Ja, genau.

00:01:32: Vielleicht können wir dann am Anfang vielleicht damit sehr gut eine Emotion unterführen.

00:01:38: und die wir all im Alltag spüren.

00:01:40: Vielleicht kann ich dich auch mal fragen, vielleicht erst mal eine erste Linie für was denn eigentlich Emotionen im Alltag gut von uns Menschen?

00:01:46: Ja

00:01:47: genau!

00:01:47: Wir teilen oft ein zwischen guten und schlechten Gefühlen.

00:01:52: Und da glaube ich... Da ist schon eigentlich ein Problem weil wir damit das ja die Gefühle bewerten und damit sagen die Eingefühle, die Schlechten werden irgendwie unnötig.

00:02:04: Die wollen wir nicht haben Das sind ja schlecht, schlechtes will man nicht.

00:02:07: Und die Guten, die wollen wir haben und da ist glaube ich schon so ein Knackpunkt dass alle Gefühle, die wir fühlen, sind wichtig für uns.

00:02:15: Im Grunde genommen können wir sagen das Gefühl uns helfen in der Welt überhaupt erst mal zurecht zu kommen und sie helfen uns in unserem spontanen Handeln.

00:02:25: Das ist eigentlich so evolutionär der erste wichtige Punkt von Gefühlen.

00:02:31: Man kann es vielleicht an so einem Beispiel sehen Also bedroht uns jemand, dann werden wir ärgerlich und wehren uns zum Beispiel oder?

00:02:41: Wir werden durch die Bedrohung ängstlich und fliehen.

00:02:44: Und das war dann eben kein Vorgang.

00:02:48: wo wir überlegt haben hatten ja auch die Zeit nicht für sondern dass funktioniert relativ schnell.

00:02:54: es passiert einfach.

00:02:55: also aus diesen Gefühlen entstehen dann spontane Impulse und dann handeln wir.

00:03:00: Das ist kein Gegensatz zur Vernunft Es ist kein Gegenstück, dass wir sagen, wir wollen nicht fühlen.

00:03:09: Wie die Aufklärung gesagt hat, wir wollten nur vernünftig handeln und das bedeutet also nachdenken.

00:03:14: Sondern manchmal wird es so als Gegensatzpaar benutzt ... Ist es aber nichts?

00:03:19: Die Vernunfts- und Gefühle stehen nebeneinander.

00:03:22: Beide sind wahnsinnig wichtig und notwendig.

00:03:26: Ich würde jetzt grad sagen, bevor ich davorgebe, habe ich auch nachgeschaut dass irrationale Handlungen dargestellt.

00:03:35: Dass man da gerade das irrational bei uns rauskommt, aber wie einiges... Ja, wobei

00:03:39: ich glaube generell starke Gefühle werden oft so geframed, dass es irgendwie vielleicht schwach oder unreif ist.

00:03:46: Genau!

00:03:46: Aber da gibt's dann auch noch große Unterschiede, wo auch das Patriarchat so durch kommt, dass quasi dem Mann oftmals die Wut erlaubt ist und das wird dann geframet als Durchsetzungsstark der Will-Was und so.

00:04:01: Wo gegen Frauen zum Beispiel nicht wütend sein dürfen, wenn aber eine Frau z.B.

00:04:05: weint oder eine starke Emotion zeigt von Verzweiflung oder von Aufregung dann sagen wir sehr schnell ist hysterisch und da ist wieder die Abwertung.

00:04:15: also ich glaube Starke Gefühle möchte die Gesellschaft eher unterdrücken und nicht haben, weil wir durch das Jahrhunderte so ein Bild haben, dass sie das vernünftige Rationale handeln.

00:04:31: Das wäre das Richtige und das Starke!

00:04:33: Und dabei vergessen wir eben, dass die Gefühle einen Sinn haben für uns.

00:04:38: Wenn wir es nochmal ganz runterbrechen und schauen wofür könnte die Wut gut sein?

00:04:43: dann komme ich doch noch mal zu dem Wort Aggression oder Aggressiv.

00:04:47: Das kommt aus dem lateinischen Accredit und das bedeutet eigentlich an etwas herangehen Oder sich auf etwas einlassen oder auch was angreifen.

00:04:55: Das ist glaube ich die Grunddefinition.

00:04:57: wenn wir uns wütend fühlen Dann wollen wir was weghaben.

00:05:02: oder ein bisschen anders formuliert, wir wollen was verändern.

00:05:06: Und das ist doch zutiefst sinnvoll.

00:05:08: Bist

00:05:08: du auch so?

00:05:09: Aber im Kontext der Vision ja darüber reden glaube ich und so war es ja auch das Problem bei mir, dass man viele Menschen ihre Wut unterdrückt und nicht ausdehben.

00:05:20: Bei mir war das ja auch so und können gleich vieler Reden zu was es fühlt wenn man die Wut Unterdrückt.

00:05:26: aber ich glaube es gibt nicht einen Punkt warum man die wut unterdruckt sondern ... mehrere Aspekte.

00:05:31: Oder warum zum Beispiel ich das gemacht habe, wie der Einpunkt war.

00:05:34: Den du eigentlich ungefähr genannt hast ist ja dieses... Ich hatte Scham davor.

00:05:37: vielleicht wenn man seine Wut auch mal auslebt.

00:05:39: Das aber auch gemäß jemanden.

00:05:40: Leute stellen sich vor, wenn man sie in die Wut ausliebt kann und dann steht man den anderen oder so.

00:05:43: Aber so ist es ja nicht.

00:05:45: Sondern dass ich meine Wut Auslebe oder mal zeige damit bin ich gerade nicht d'accord zufrieden.

00:05:51: Dass ich anecke.

00:05:52: dass ich vielleicht von anderen Menschen dann nicht mehr erwünscht bin.

00:05:58: Vielleicht diese Anstervorwaffe bei mir ist stark, warum ich häufig die ... Die Wut und der Drucktabe.

00:06:05: Wir hatten ja die Erfolge über Depressionen gemacht zusammen, die ist auch schon draußen.

00:06:11: Ich würde gerne nur noch mal ganz kurz um den Rahmen nochmal so zu haben, nochmal kurz dich fragen ab wann ging es dir schlecht?

00:06:19: Wann würdest du das so verorten dass du dich depressiv gefühlt hast?

00:06:25: was für ein Alter?

00:06:26: Das

00:06:26: finde ich schwierig genau zu sagen, aber ich glaube bei mir ist irgendwie bei vielen so... warum man den Pistif ist, so eine lange Entwicklung.

00:06:34: Aber ich würde schon sagen ... Das ist so mit zwischen zwölf, dreizehn, würd' ich sagen?

00:06:39: Als ich das hatte, hat es angefangen und dann so richtig mit fünfzehn, sechzehn.

00:06:43: So würd', ich sag'.

00:06:43: Du wolltest ja über dieses Thema reden, weil das jetzt mal eine Frage war.

00:06:48: Weil dir aufgefallen ist, dass du oft deine Wut, also einerseits überhaupt, was du Wut spürst, weil da gibt's auch Menschen bei mir in der Praxis die Spüren gar keine Wut mehr Die ist wirklich weg, also die ist nicht weg.

00:07:02: Sondern sie ist so unterdrückt oder eingetauscht gegen andere Gefühle wie Schuldgefühle und Scham.

00:07:08: Es war aber so, dass du gut gespürt hast.

00:07:10: Du hast nur gemerkt, du kannst sie nicht ausdrücken?

00:07:13: Das würde ich schon sagen ... Dass Wut ein ständiger Begleiter von einem war.

00:07:20: Wenn man ja seine Wut natürlich diese ständige Anspannung in sich, dieser Druck, wenn der dich spürt.

00:07:25: Der war schon stark.

00:07:26: Ich glaube, das war so.

00:07:29: Wenn man als Kind manchmal ein bisschen wütend ... Dann nehm ich vielleicht auch einen mal nicht zu übeln, wenn man mal keine Wut drauf haut oder so.

00:07:38: Falls ich irgendwann gedacht habe, dass man als Jugendlicher oder junger Erwachsener das macht, dann kommt es da drüber und man unkondoliert, wie der keine Kontrolle über sich selber hat.

00:07:48: Und deswegen hab ich das nicht ausgelegt.

00:07:51: Wie gesagt halt dieses, ich wollte hier nicht anecken, aber ich war trotzdem innerlich absolut wütender.

00:07:56: Unterdampf

00:07:56: oder Strom.

00:07:57: Wenn man denkt, wenn ich die Wut dann drücke, geht sie immer weg aber die geht ja nicht weg.

00:08:03: Ja, dieser ständige Druck.

00:08:05: Genau das

00:08:06: ist auch ein schönes Bild weil Gefühle sind quasi nicht nur dass wir sie also wir sagen ja auch dass wir die gefühle spüren und wir spülen da quasi jetzt irgendwie nicht nur im Gehirn was Das es uns irgendwas sagt sondern wir spürts nämlich auch körperlich.

00:08:21: das ist ganz interessant bei gefühlen Also bei Zuwendung Zuneigung Liebe Dann haben wir Krippel zum Bauch oder Angst Angst Schweiß.

00:08:29: also Wir Spüren Dass wir was sich unter den Achsen läuft die Brühe los oder wir haben kalte Hände.

00:08:35: und bei der Wut ist es ja sehr häufig auch so, dass der Körper unter Anspannung gerät.

00:08:41: Also die Muskeln fangen an sich zusammenzukrampfen.

00:08:45: man hat also einen hohen Muskeltonus man verspannt vielleicht sogar das ist dann irgendwie die man zieht die Schultern hoch.

00:08:51: Also das ist körperlich sehr stark zu spüren.

00:08:54: Wut wie du jetzt sagst.

00:08:56: Ich bin mir nicht überrascht auf eigentlich was für eine starke Einfluss die Wut auf seinen Körper Ja.

00:09:02: Also wirklich diese extreme Angespannte, das ist ja auch anstrengend für mich, diese Wut nicht auszulassen.

00:09:09: und wenn die zusammen haben mit Müdigkeit ... Das fand ich interessant, dass ich auch nicht kannte, wenn du gut die ganze Zeit untertürkst und dir hast, dass es auch zur Müdlichkeit fühlt.

00:09:18: Weil es so Energie zieht?

00:09:19: Ja, man sieht die Energie, die ganzezeit das in dich hineinzufressen.

00:09:24: Natürlich leite hat es raus zu hauen, die ganzen Zeit so Trauschslagen oder in seiner Fantasie keine Ahnung mehr.

00:09:30: Eine Person riecht sich mal zu sagen, wie man denkt.

00:09:35: Das macht man dann oder das habe ich im Mächten, den man nicht gemacht hat bei den Fantasien, aber er hat unter Druck und das ist extrem auch Trägkeit für dich.

00:09:44: Viele

00:09:44: Gefühle.

00:09:44: wenn wir die unterdrücken führt es dazu dass wir ein also wie so Energie los werden Weil dieses Gefühl ... Entschuldigung, das unterdrückte Gefühl im der Psyche quasi Energie zieht.

00:09:59: Weil das eben Energie kostet alles am Laufen zu halten wenn wir eigentlich dieses Gefühl so stark unterdrücken.

00:10:05: Dass ich zum Beispiel in der Schule finde, weil da ist es für mich schon ein nerviger oder diese Anspannung die ... Die Zittern hat wie gesagt eine Energie, die dann halt fehlt für andere Sachen.

00:10:15: Und das finde ich unterschätzen immer Menschen.

00:10:18: Ja und ich glaube wir sind ja auch gerade als Schülerinnen und Schüler sind wir auch durchaus häufig in Situationen wo unsere Grenze auch verletzt wird manchmal ganz subtil dass man vielleicht ne Abwertung spürt ob es jetzt von den Lehrerinnen und Lehrern ist oder von der Mitschülerin und Schülern.

00:10:34: Das würde ja einer gesunden Psyche dazu führen.

00:10:40: mich wäre, also wenn jetzt meine Grenze überschritten wird und mein Selbstwert angegriffen wird dann möchte ich mich erschützen.

00:10:47: Und da kämen die Wut ins Spiel, dass ich das zurückweise.

00:10:51: Jetzt bin ich aber sehr häufig im Kontext wo ich es sehr schwer zurückweisen kann weil ich kann nicht in den Konflikt gehen mit Klassenkameradinnen und so mit den Lehrern.

00:11:01: auch sehr schwer allein aus diesem Machtgefälle heraus und aus der Angst vor der Bewertung

00:11:06: oder?

00:11:07: Strafen dann.

00:11:08: Also da sind wir oft in diesem Dilemma und deswegen ist auch das Thema Wut so häufig auch verpönt, weil wir das mit Macht in Verbindung bringen.

00:11:19: Und sehr häufig ist Macht erstmal so negativ bewertet.

00:11:25: Ist ja auch jetzt zum Beispiel aktuell kein Wunder wenn wir sehen dass quasi der Mächtige sich gerade einfach alles nimmt was er will die Macht des Stärkeren einfach schamlos ausübt und sich an keine Regeln mehr hält.

00:11:39: Aber Macht ist erstmal genau genommen nichts Schlimmes und Schlechtes, sondern Macht hat was mit Machen zu tun also auch wieder mit dem.

00:11:50: ich möchte etwas tun Und jetzt kommt es darauf an ob ich das nett mache und quasi den anderen oder die andere nicht verletze in ihrer Würde.

00:12:00: Das kann ich ja machen.

00:12:03: Wir erleben es halt sehr häufig, dass die Würde des anderen verletzt wird.

00:12:06: Wenn jemand seine Macht ausübt?

00:12:08: Ich glaube, du verstehst das richtig.

00:12:09: Wie er machte ist ja nicht gut oder schlecht, sondern das sei nicht neutral!

00:12:13: Ja und ich glaube wir

00:12:15: alle wollen eigentlich aus uns heraus was machen.

00:12:18: Das ist

00:12:18: wichtig für uns.

00:12:19: Und

00:12:19: ich finde, was beschrieben hast, dieses ambivalente Verhältnis in der Schule find' ich jetzt ganz wichtig so... ...dieses einerseits willst Du ja auch in der Mitschule oder so um mal was sagen oder in den Fantasien machst du es auch, aber man ist nicht im echten Leben.

00:12:32: Aber dann kommt wieder dieses Gefühl, diese Schamwiese wenn ich's mache was passiert?

00:12:37: Du siehst ja morgen wieder so du wirst ja nicht als Außenseiter da stehen und das war der Grund, dass du druckt habt damit man halt eben nicht als außenseite da steht.

00:12:45: oder ist er keinem Wutend hysterisch?

00:12:51: Kannst du dich erinnern, dass dir eine schlechte Erfahrung mit Wut gemacht hast also mit einer ausgelebten Wut aus dir heraus.

00:12:58: Da müssen wir lange darüber nachdenken, aber jetzt im ersten Moment mit mir nichts einfallen.

00:13:03: Vielleicht war schon immer die Scham da vorne.

00:13:05: oder wie gesagt ich habe...

00:13:07: Ja, oder du bist halt in einem Umfeld groß geworden.

00:13:11: Das können ja auch immer so kleine Hinweise gewesen sein die Du mit der Zeit aufgenommen hast also das Zeigen von Wut nicht gewollt ist.

00:13:20: Also ich erinnere dann an so Sachen auch die mir Patientinnen und Patienten erzählen.

00:13:25: Sobald ein bisschen Wut gezeigt wird... Oder wir könnten es auch anders machen.

00:13:30: Es gibt eine Patientin erzählt, sie läuft barfuß durchs Haus und die Mutter sagt zieh Socken an das ist gerade Winter.

00:13:38: Dann sagt das Kind, mir ist nicht kalt.

00:13:41: Dann sagt die Mutter zieht die Socken an es ist Winter.

00:13:44: und dann sagt sie aber Mama mir ist nie kalt ich brauche keine Socken.

00:13:48: Und wenn du jetzt nicht sofort deine Socken ansiehst dann aber so dann zieht sie die Socke an und ist halt wütend weil ihre Grenze überschritten wurde.

00:13:57: Sie darf doch spüren ob die Sock'n notwendig sind oder nicht hat aber kapiert, dass wenn sie sich jetzt durchsetzt und sie nicht anzieht dann ist es ein Drama.

00:14:09: Die Mutter rastet dann aus und schreit oder die Mutter zieht sich zurück und geht nicht mehr in den Kontakt mit ihr für einen halben Tag also.

00:14:17: sie erlebt dann quasi Beschämung und Strafe.

00:14:19: also sorgt sie nicht für sich wahrt nicht ihre eigene Grenze, sondern geht über ihren Willen hinweg und zieht halt diese Socken an.

00:14:29: Und ist dann aber wütend und die Wut darf sie noch nicht mal zeigen.

00:14:32: Das gibt es ja auch in anderen Kontexten wie Kindergarten und Schule und Sportverein oder wo auch immer.

00:14:37: Und so kann das schon sein dass wir mit der Zeit gelernt haben.

00:14:40: also das Zeigen von Wut führt dazu dass zum Beispiel die Beziehung abgebrochen wird oder dass man eben mich beschämt oder dass Man mich ausschließt.

00:14:48: also auch so ein Klassiker wenn du wütender bist geh aufs Zimmer und beruhigt dich So, und dann kannst du wieder rauskommen.

00:14:55: Also wenn ich wo zeige werde ich aussortiert Und dann lernt man mit der Zeit, okay, Wut ist was Schlechtes.

00:15:03: Das hat überhaupt keinen Sinn!

00:15:04: Ich will die Wut nicht haben weil sie ist nur schädlich.

00:15:08: und dann möglicherweise hast du das so internalisiert dass du eben für dich sagst ne Wut macht keinen Sinn.

00:15:14: Wut is Mist, Wutsch is Schädlich Weil Du es so gelernt hast.

00:15:18: Damals in der Kunstfläche hatte ich ja schon auch eine wie soll ich sagen eine sehr stickte Lehrerin.

00:15:22: Sie selber war immer wütend

00:15:24: Ja genau

00:15:25: Aber selber wie gesagt wird immer schreime

00:15:27: nicht so

00:15:28: an.

00:15:28: Hände auf dem Tisch oder dann, wenn sie redet und sowas.

00:15:31: Also wie sie ganz ordentlich sein.

00:15:33: Aber ich glaube auch, dass es bei mir ein bisschen ... haben wir um vorher darüber geredet.

00:15:37: Ein bisschen was mit dem Selbstbild zu tun hat.

00:15:40: Wie man sich selber sieht.

00:15:42: Ich glaube das ich mich in Fantasien habe nicht als die Person gesehen hab, die ja vermeidliche Kontrolle verliert.

00:15:49: Ich wollte eigentlich immer die Personen sagen, die alles den Griff halt.

00:15:52: Und zum Beispiel sich nicht von so... Vermeid dich ein Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen will.

00:15:57: Ja, weil im Wirklichkeit mache ich das so.

00:15:59: Aber es ist ja auch normal und menschlich.

00:16:01: oder was ist normal aber üblich?

00:16:03: Also gehört es nicht zum Menschsein dazu dass uns auch Kleinigkeiten an einem aus der Fassung bringen, aber es ist das Framing da oder quasi der Wert möglichst dass das nicht passiert.

00:16:15: Das wäre dann unreif oder klein.

00:16:19: Und das sind eigentlich nur Framings und Werte, die gesetzt werden.

00:16:24: Wir versuchen uns danach zu halten und danach zu richten, obwohl es keinen großen Wert hat.

00:16:29: Genauso wie Eigenständigkeit oder Selbstständigkeit.

00:16:31: Ich darf nicht nach Hilfe bitten... Wer um Hilfe bittet ist schwach.

00:16:36: was ein Käse!

00:16:38: Aber es wird einfach so verkauft als wer das das Richtige.

00:16:41: Deswegen fühlt sich dann quasi jede schlecht, die merkt ich krieg's alleine nicht hin.

00:16:48: mit sich und versteht sich als schwach.

00:16:50: dabei ist es was übliches, was Gutes um Hilfe zu bitten müssen in soziale Wesen.

00:16:56: Du sagtest du kannst dich nicht richtig gut an so ein Ding erinnern wo du mit Wut eine schlechte Erfahrung gemacht hast?

00:17:04: Wo kam dir die Idee dass das mit deinem Selbstwert zu... tun hat.

00:17:08: Also dass du sagst, da gibt es einen Zusammenhang?

00:17:11: Wir haben ja noch davor geredet oder so das der Depression vorhanden kann mir vielleicht gleich nochmal im Kondensfood haben, dass der Person eine Wut gegen das eigene Ich gerichtet ist.

00:17:20: und ich hatte auch wenn ich das gefühlt habe, dass ich mich manchmal dafür nicht gemocht hab, dass sich zu einer wütenden Person bin.

00:17:27: Dass man selber eigentlich ne ruhige Person sein will und dann halt so hoffe ich wütend Ja.

00:17:34: Das passt da einfach nicht zusammen, du wolltest einmal so nicht sein.

00:17:38: Aber man kann es schwer kontrollieren, ob man wütend wird oder nicht.

00:17:43: Und dafür hat man sich dann auch manchmal ... Wird schon so einiges gemacht oder gedacht, wenn die anderen aus so schnell wüten?

00:17:51: Dass man sich mit anderen vergleicht und denkt, die werden doch auch nicht so schnell bieten.

00:17:56: mich das immer direkt so auf.

00:17:58: Aber kein Mensch hatte ich jemals als Wütend erlebt, oder?

00:18:02: Wenn ich jetzt Freundinnen und Freunde deiner Eltern frage würde, die vermutlich sagen, Theo, nein, der war nicht wütend.

00:18:08: Das ist ja netter, es ist ruhiger.

00:18:09: Vielleicht manchmal ... aber nicht.

00:18:12: Es gibt schon welche, die mehr als Wüten gelten als sich.

00:18:16: Ich hab's wie gesagt früher rausgelassen.

00:18:19: Und dann war diese Phase irgendwann das gesagt, nee, ich will das nicht mehr.

00:18:22: Also, da wo du

00:18:23: eigentlich gesünder warst?

00:18:24: Ja.

00:18:25: Genau.

00:18:25: Ich hab früher bei C&F's alles gut so.

00:18:28: Da hatte ich auch kein Problem gehabt, einfach mal zu sein, dass ich sauer bin.

00:18:32: Und deswegen ... wir reden ja über die Verkluffung zwischen Wut und der Person.

00:18:34: Das ist ja schon was zusammenhängt.

00:18:36: Ja,

00:18:36: ihr könnt aber kurz versuchen, das zu erklären, warum Depressionen-Wut so zusammenhinkt.

00:18:42: Die Depression bedeutet oft, dass ein Leben lebe, was sich nicht richtig leben will.

00:18:47: Und mich aber nicht in der Lage sehe es zu verändern.

00:18:51: Ich denke dann, dass vielleicht bestimmte Menschen mich hindern ein Leben zu führen wie ich's leben will.

00:18:57: Auch wiederum aus Angst vor dem Konflikt oder aus Angst, ich werde da nicht geliebt, äußer' ich das nicht und ziehe mich quasi immer mehr in mich hinein und unterdrücke eben diese Wut auf diese Menschen.

00:19:13: Ich müsste ja quasi mich schützen, ich müsste sagen, ich will das nicht aber das krieg ich nicht hin weil ich dann Angst habe... eine Patientin, die sagte immer dann wenn sie quasi für sich einstehen wollte.

00:19:25: In einem Konflikt zum Beispiel mit der Mutter sagt die Mutter okay da gehe ich jetzt zur Brücke Und das war klar, dass sie damit meint die Mutter würde sich jetzt zuizidieren.

00:19:35: Dann konnte natürlich diese Tochter überhaupt nicht mehr sowas sagen.

00:19:39: Sie hatte ja dann immer Angst, die Mutter wird sich umbringen und dann wird quasi diese Wut nach innen gepackt und wird dann irgendwann mal gegen sich selbst gerichtet weil man auch sich selbst also unfähig erlebt, dass man für sich sorgt.

00:19:55: Und der Hass auf die anderen, die mir mein Leben verhindern dann irgendwo in den Hass auf mich selbst, weil ich es auch nicht quasi geregelt kriege.

00:20:06: Das wäre so eine ganz einfache kurze Erklärung mit Wut und Depressionen.

00:20:11: So würde ich auch sagen, dass ich sie so wahrgenommen habe.

00:20:13: Und wahrscheinlich auch ganz viele, die der Person haben will auch schon sein, dass man natürlich auch manchmal auf sich auf andere ist aber meistens schon auf sich selber...

00:20:21: Es ist manchmal auch ein Pendel, das Gesündere ist quasi noch der Wut auf die anderen.

00:20:27: Und es wird dann quasi nochmal schlimmer wenn's die Wut für mich selbst ist so.

00:20:31: Manchmal hat sich das bei mir wie du sagst so abgewächselt und dann wieder extrem auf dich selber.

00:20:38: Ich würde schon sagen meistens eher auf sie selber als in seiner Persönlichkeit hinterfragen oder sich...

00:20:45: Und es gibt auch sowas dass quasi nichts mehr gefühlt wird.

00:20:48: Gibt ja oft diese Beschreibung Ich habe gar nichts mehr gefühlt.

00:20:52: Ich hätte mich gefreut, wenn ich traurig gewesen wäre oder verzweifelt aber ich habe... Nichts mehr gefühlt.

00:20:59: Das ist dann auch noch mal so ein Anteil oder einen ... Ja, das wechselt halt manchmal.

00:21:05: Dass es auch dahin gehen kann, dass man überhaupt nichts mehr fühlt?

00:21:08: Ich hab immer das Gefühl diese Phase in dem er nicht spürte und ich auch mal hatte, jetzt habe ich ja das Gefühl, dass sie fast immer die schlimmste Phase ist.

00:21:16: Dann ist man eigentlich danach wieder vor, dass wir nochmal wütend sind.

00:21:20: Weil sie eine komplette innerliche Lehre ist.

00:21:23: Man ist glücklich nicht traurig, sondern man isst so gleichgültig allen gegenüber.

00:21:28: Das finde ich fast ...

00:21:29: Ja, ich glaube das ist auch einer der tragischsten Momente.

00:21:33: Weil wenn einem alles dann egal ist und man das kapiert, dann ist es sehr existenziell.

00:21:39: Weil man ja sagt, es ist mir eigentlich auch egal ob's mich gibt oder nicht.

00:21:42: Und das

00:21:43: macht ja auch Angst!

00:21:44: Ja aber ich weiß noch, das war vielleicht ein paar Wochen bei mir, aber diese Woche kann ich mich noch so gut dran erinnern, weil dieses Gefühl nichts zu finden.

00:21:51: So raussteh' ich schon nicht im Leben, weil das ist so einmalig.

00:21:54: Ich find das wünsche mal klein.

00:21:56: Das Gefühl, dann lieber seitdem wir traurig oder freundlich als erst nicht zu spielen.

00:22:04: Und das denke ich auch fast, dass es die stimmste Stufe der Depression ist.

00:22:08: Manchmal ist es auch so, dass Gefühle zum Beispiel getauscht werden, auch oft in die Wut.

00:22:15: Also sowas wie Traurigkeit und Lehre kennen auch immer wieder Menschen, große Traurigkeit spüren.

00:22:21: Darüber, dass sie zum Beispiel vielleicht als kleines Kind nicht gesehen wurden oder das zum Beispiel Wünsche nach Nähe und Kuscheln und so nicht erfüllt wurden.

00:22:31: Und diese Traurigkeit darüber ist so unaushaltbar, dass es dann z.B.

00:22:35: so getauscht wird in die Wut.

00:22:37: Dann ist die Wucht quasi einfacher auszuhalten und eventuell eben ja auch – dann kann ich's gegen den anderen richten gegen mich.

00:22:45: Also Gefühle werden auch manchmal so getauscht, hat auch vieler mit der Wut zu tun.

00:22:49: Wenn du den Punkt in den On-Spray ist ganz wichtig, weil das war eigentlich häufig auch hinter der Wucht ein anderes Gefühl versteckt ist und das eine Art Abwehrmechanismus.

00:22:59: Der Fischel ist sowieso bei mir so in Therapie so, dass eigentlich hinter der Woht was Anderes stecken.

00:23:03: Das ist trauer.

00:23:04: Ja

00:23:05: genau, das sehr häufig.

00:23:07: Oder ein anderes Gefühl wie es nicht gesehen zu werden, vielleicht so ein Gefühl... dass das dahintersteckt.

00:23:15: Und dann ist eigentlich Wut, was für mich auch immer leichter auszuhalten als Trauer.

00:23:21: So lieber bin ich wütend?

00:23:23: Lieber keine Ahnung.

00:23:23: Ich meine, da fand es sich irgendwo drauf, als alleine zu sein oder traurig zu sein.

00:23:29: Das finde ich wieder auch, kann man sagen, dass eigentlich auch wichtig ist hinter die Wut auch zu schauen, weil was da nicht dahinter steckt so.

00:23:35: Dass da vielleicht ein ganz anderes Gefühl eigentlich dahinter steht.

00:23:38: Ja,

00:23:39: das stimmt.

00:23:39: Weil das eine Sekunde der Emotionen ist und keine primäre.

00:23:44: War das denn so, wenn du die Wut ... Du hast ja einerseits diese Wut gespürt.

00:23:48: Aber gab's auch Anteile von selbstvorwürfen?

00:23:51: Schlechtes Gewissen und Schuldgefühle?

00:23:53: Und dann wurde die Wutt quasi milder, wenn man diese Gefühle hatte?

00:23:57: Ich

00:23:57: glaube, was du ansprichst ist auch wichtig, warum ich wieder Angst hatte, auch die Wuth auszuleben, weil man die Sorge hat, dass ich danach schlechtes Gewiss habe, dass sich meine Wut ausgediebt hab.

00:24:07: Ah!

00:24:07: Also, dass man sich denkt, warum bist du jetzt da wieder so wütend geworden?

00:24:11: Also, er hätte es doch viel einfacher und lockerer reagieren können.

00:24:15: Aber dann wieder aus der Bewertung heraus dass die Wut nicht in Ordnung

00:24:20: ist?

00:24:20: Ja!

00:24:21: Weil so schlechte Gewissen muss ja den Auslöser haben mit einer Tat, die für dich moralisch nicht in ordnung ist.

00:24:29: Und dass man auf dieser Duitend ist nach dem an die Wutt Ausgeliebt hast du.

00:24:35: Und ich finde, dass man wieder da lernt, das er einfach dazugehört hat auch einfach mal zu sagen was man denkt wie man denkt und vielleicht nicht so lege Gedanken machen sollte was jetzt danach folgt.

00:24:45: so ja und vielleicht kannst du dir vielleicht aus deiner Erfahrung etablieb sprechen das ist wahrscheinlich hofiger als es ist dass Patienten das dann auch lernen viele für sich selber einzustehen Und vielleicht auch sich grenzend zu setzen.

00:24:57: Ja, genau.

00:24:59: Ich denke das sehr häufig so.

00:25:00: diese Thematik gerade mit dem Thema Wut und Depression also dieses ich kann mein Leben nicht so leben wie es will Das macht mich danach erwütend.

00:25:10: So und wir schaffen jetzt eigentlich den Menschen die mich real oder vermeintlich hindern Also Wie schaff ich denn meiner Mutter zu sagen?

00:25:19: Ich möchte die Socken jetzt nicht anziehen und natürlich insofern wo dann jemand droht mit Suizid.

00:25:24: Das ist außergewöhnlich und schlimm.

00:25:26: Da muss man gucken, wie kann man dann mit so was umgehen?

00:25:29: Aber man kann natürlich schon die Frage stellen, wenn jetzt diese Mutter sehr sauer ist, dass ich jetzt die Socken nicht angezogen habe ... Wie kann ich denn damit umgehen ?

00:25:38: Und das ist sowas, als ob wir in der Therapie viel beraten.

00:25:40: Also, wie kannst du das aushalten, dass jetzt die Mama zum Beispiel auf dich sauer isst?

00:25:44: oder kommst du mit ihr irgendwie ins Gespräch darüber ,dass es wichtig ist, ähm... Dass du für dich bestimmen darfst?

00:25:51: Oder natürlich klar, da kann ich auch Eltern einladen und kann mit ihnen das besprechen usw.

00:25:56: Aber diese Mechanismen dahinter, weil auch oft die... Menschen sagen, ich versteh mich nicht.

00:26:02: Weil es ist doch jetzt gar nicht so das große Ding.

00:26:04: Es ist aber meines Erachtens oft die Ansammlung und deswegen haben wir ja manchmal auch dieses Warum is da jetzt jemand ausgerastet?

00:26:12: Das war doch nur ein Pups irgendwie!

00:26:14: Aber der oder die ist ausgerasstet weil's eine Ansammelung an Punkten gab Und dann kann man echt auch wieder mit diesem Kochtopf in den Kessel kommen Da ist zu viel reingekommen und irgendwann mal fliegt halt der Deckel ab Abflieg kann halt irgendwie was ganz, ganz Kleines sein.

00:26:32: Ich glaube es kommt auch häufig dann wieder auf die Tage drauf an, was vielleicht davor schon passiert ist und vielleicht da vor schon etwas passiert ist, wo man schon wütend war und der Druck hat und dann kommt noch was obendrauf und dann prägt das irgendwann aus einem heraus, weil man es einfach nicht mehr unterdrücken kann weil die Anspannung immer innerlich zu stark wird.

00:26:52: Wie hast du das geschafft?

00:26:53: Du sagst es früh in deinem ... Du hattest ja so eine Sorge und das hängt dann mit dem Selbstwertgefühl zusammen, wenn ich für mich einstehe, wenn Ich meine Grenzen verteidige und sage, ich finde es blöd was du gemacht hast Dann hatteste wir die Angst nicht mehr gemocht zu werden ausgesondert zu werden aussortiert zu werden.

00:27:11: Und dass ist ja häufig so einen Punkt In der Therapie an den man sehr lange arbeitet und wo man dann so guckt wie kann das funktionieren dass du langsam dich losdraust und auch eben dann die Erfahrung machst, nee ich werde eigentlich nicht immer aussortiert.

00:27:24: Sondern das funktioniert auch mal, dass ich für mich einstehe.

00:27:26: Wie hat es bei dir geklappt?

00:27:28: oder wie hast du Erfahrungen gesammelt?

00:27:30: Dass du Wut eben also wir sagen auch quasi sozialisieren, dass die Wut sozialisiert wird.

00:27:36: Also dass du nicht rausschreißt und alles kaputt haust sondern dass du sie halt irgendwie adäquat äußerst.

00:27:43: Ich glaube

00:27:43: wie sind was so wichtige ... ist, dass man einfach danach, wenn man das macht, sich nicht mehr stundenlanges Koffe hin oder nachher hat.

00:27:51: War das jetzt richtig?

00:27:53: Wie gesagt, kein schlechtes Gewissen hat, sondern okay, das war halt so und es akzeptiert wie man is'.

00:27:59: wie man handelt.

00:28:00: Das ist wichtig, dass man nicht die ganze Persönlichkeit hinterfragt.

00:28:03: War das erst mal ein kognitiver Vorgang?

00:28:05: Dass du dich damit beschäftigt hast privaten und in der Therapie ... Also, dass du sagst, ah, also Wut is gar nichts Schlechtes!

00:28:13: Und Wut ist notwendig für uns so.

00:28:16: oder war das der Beginn?

00:28:18: Oder wie bist du auf den Weg gekommen?

00:28:21: Ich glaube, wie sei das sich einfach danach ... Wenn man mal wütend wird, nicht die ganze Zeit selbst hinterfragt.

00:28:27: Aber wie hat es geklappt, dass du dich nicht mehr hinterfragt hast?

00:28:29: Weil du hast ja immer ewig gemacht oder beziehungsweise erst einmal gar nicht rausgelassen, dann musst du dich auch nicht hinterfragen.

00:28:35: aber wenn du's gemacht hast...

00:28:36: Ich glaube das ist halt immer zu tun vielleicht... dass man seine Persönlichkeit wieder ein bisschen mehr gestärkt hat.

00:28:42: So, dass man nicht direkt das Gefühl des eigenen Persönlichkeits fällt in sich zusammen von dem sie standhaft ist und wie gesagt auch mal dazugehört.

00:28:53: Dass man natürlich auch Handlungen von einem selber auch nicht gut findet.

00:28:56: Kein Mensch handelt immer perfekt und es ist nicht möglich, dass wir sagen, wann ist der Mensch?

00:29:02: Man kann noch mal schlecht handeln und danach sagen okay, das war schlecht für mich aber die Persönigkeit ... Fällt nicht in sich zusammen.

00:29:09: Das ist das Wichtigste.

00:29:11: Also würdest du dir auch mit der Therapie zuschreiben, dieser Aufbau des Inneren so dass er stabiler wieder wurde?

00:29:20: Ich denke ja würde ich schon sagen.

00:29:22: also wenn ich überlege... wie ich gekommen bin, was ich da finde.

00:29:28: Man könnte mit der Bezeichnung Fragil bezeichnen für die Persönlichkeit.

00:29:31: Wie ein Haus, das so langsam in sich zusammenfällt und noch gerade steht.

00:29:36: Und dass man jetzt ein bisschen nachbauten angefertigt hat, sodass er aber wieder stabiler steht.

00:29:43: Das ist das Wichtigste.

00:29:44: Weißt du, was die anbautenen waren?

00:29:46: Ich finde das wirklich schwer zu sagen, deswegen ... und es ist ja auch mein langer Prozess.

00:29:51: Das sind mehrere Jahre.

00:29:53: Aber vielleicht auch so die Erfahrungen, die man macht, dass wenn man's macht wie sein, dass man sich danach besser überleben kann um die Person jetzt keine Ahnung, machst du halt immer, die anderen machen sie auch mal?

00:30:04: Und dann am nächsten Tag redet man einfach ganz normal wieder weiter, sodass es aber zum Leben dazugehört.

00:30:10: Alle werden mal wütend sein, heißt nicht gleich alles ist beendet.

00:30:15: Du hast

00:30:15: vorhin öfter gesagt du hattest auch so Angst quasi vor Kontrollverlust.

00:30:21: also eben wenn ich die Wut zeige dann weiß ich gar nicht was passiert.

00:30:26: so kenne ich auch Manchmal dieses Überhaupt bei diesem Gefühle erleben und zeigen diese Angst vor Kontrollverlust.

00:30:35: Ich kenne das bei mir selbst zum Beispiel beim Weinen, ich übe seit Jahren besser weinen zu können.

00:30:42: Und ich unterdrücke das häufig weil es irgendeine Angst in mir gibt wenn die Tränen losfließen dann kracht alles zusammen Dann wird alles...ich hab's nicht mehr unter Kontrolle Das passiert gar nicht.

00:30:56: aber die Angst.

00:30:57: Ich weiß, dass es gar nicht passiert aber ich habe immer diese Angst davor wie bist du denn diesen Schritt gegangen zu sagen?

00:31:03: Ich hab Angst wenn ich jetzt die Wut zeige das ich die Kontrolle voll verliere, dass du's dann doch gewagt hast.

00:31:09: Aber erstmal wie du es mit dem Wein beschreibst ist eigentlich relativ analog eigentlich zu mir mit der Wut so, dass man das mal Angst vor seiner eigenen Wut hat für seine Energie.

00:31:18: was dann passiert wenn man es mal raus lässt So dass man halt wie gesagt auch einfach die Erfahrung macht, okay ich kann ja die Wut rauslassen.

00:31:24: Aber ich kann sie immer noch kontrollieren so wie ich habe.

00:31:30: Ich muss jetzt nicht gleich die Kaumplettewut raus lassen sondern nur ein bisschen und das ist wichtig

00:31:36: zu erleben.

00:31:36: Ich kann es eigentlich dosieren!

00:31:38: Ich muss meinen Kumpel da überhaupt nicht anschreien und völlig fertig machen, sondern ich hab's hingekriegt zu sagen, das fand ich jetzt doof.

00:31:47: Wie es das eigentlich so gelernt hat, finde ich, ist schwierig zu sagen.

00:31:52: Also ein langer Prozess, wo du einfach so merkst, dass geht voran?

00:31:56: Ja, solche Sachen passieren ja nicht von heute auf morgen, auch wenn man sich das wünscht.

00:32:02: Leider ein langen Prozess und es ist wirklich schwierig zu sein.

00:32:06: Ich kann es auch sagen, es spielt für dich zusammen Wein... lernt.

00:32:10: Ja, genau!

00:32:11: Ich würde sagen der erste Schritt ist es sich bewusst zu machen.

00:32:16: Also ich würde sagen über viele Jahre nicht war es mir überhaupt kein Rätsel wieso ich nicht weine und dann habe ich irgendwie erst mal gemerkt dass ich mir das Weinen verbiete und dann hab ich mich gefragt warum ich es mir verbiete?

00:32:29: Und dann kam ich irgendwann darauf du hast Angst dass alles zusammen kracht

00:32:34: und wie gesagt selber erstmal bewusst zu Und das ist der erste wichtige Schritt.

00:32:43: Dann kann man weiter machen.

00:32:44: In der Regel ist es erst mal so, dass wir ... wenn wir Pech haben ja quasi entweder in die Erkrankung rutschen oder in ein größeres Problem und da auch noch nicht verstehen was los ist und dann also mit der Zeit quasi so Erkenntnisprozesse einsetzen, ah!

00:32:59: Ich bin hier depressiv weil warum eigentlich?

00:33:02: Und dann so Punkte kommen, ah, das kann auch mit der Wut zu tun haben.

00:33:05: Also ich sorg' nicht für mich.

00:33:07: Und dann ist es natürlich auch die Frage, ist das denn wichtig zu verstehen?

00:33:11: Warum man nicht für sich sorgt oder lernt man einfach.

00:33:13: Ich will für mich sorgen und da mach ich's so.

00:33:16: aber glaubst du so eine Mischung zwischen Verstehen und auch wiederum Fühlen nämlich zum Beispiel mit der Therapeuten im Theraploi diesen Prozess auch gemeinsam zu durchlaufen und das dann immer wieder zu reflektieren?

00:33:28: wie war's denn eigentlich als ich jetzt jemandem gesagt habe ich finde das doof oder so?

00:33:32: Jetzt hat sich das angefühlt

00:33:37: dass es nicht die richtige Lösung ist, sie dauerhaft unterdrücken.

00:33:40: Wie's?

00:33:40: Genau also dauerhaft unterdrückte Gefühle machen krank.

00:33:45: Das

00:33:45: ist ein Gefühl das bei uns in der Gesellschaft so im Aufwachsen schon eher wie auch damit angefangen haben Erfolge als schlechte Emotionen kategorisiert wird.

00:33:55: oder sagen wir diese gefühle wie wie neid?

00:33:59: Da könnte man ja auch sagen oder viele Menschen sagen ich will das nicht haben

00:34:03: weil die meisten haben Ja,

00:34:05: vielleicht auch hoffentlich oder ich denke alle.

00:34:07: Da ist ja gar nichts Schlechtes.

00:34:08: Also ich sage es nicht schlecht daran sondern es zeigt mir was.

00:34:11: Das ist ein Hinweis für mich.

00:34:14: Jetzt kann man lange darüber reden.

00:34:15: wir wollen heute über die Wutreden nicht über den Neid aber das ist mir vielleicht etwas fehlt oder dass ich denke dieses Leben wäre schöner wenn ich das hätte oder was auch immer.

00:34:23: Aber es wird dann eben wie ganz am Anfang gesagt es wird unterteilt in gute Gefühle, die wir haben sollen und dürfen.

00:34:31: Und schlechte und die schlechten da wertet man sich für ab und das ist halt grundsätzlich quasi nicht richtig.

00:34:38: ja dann gibt es quasi der werden hinweis reize Für uns die eigentlich für uns als mensch total wichtig wären werden unterdrückt und abgewertet und verboten und dass es tragisch quasi

00:34:50: Ja wie sagst du mal wie zornen sie was aber etwas gibt oder neid Gibt ja Wut, der Hinweis auf etwas.

00:34:56: Genau!

00:34:58: Da sind wir vielleicht wieder am Anfang, dass wir das ganz runterbrechen können auf Veränderung.

00:35:04: Ich will eine Veränderungen ich will was anders haben.

00:35:08: Möglicherweise kommt da gerade jemand in meinen Bereich rein und macht mein Bereich gerade unsicher für mich Und ich will mich jetzt wehren und da ist noch überhaupt nichts Schlechtes dabei.

00:35:20: Ja, wie du sagst, dass man auch eine Grenze setzt.

00:35:22: Genau.

00:35:23: Hier und nicht weiter.

00:35:25: Und da ist ja erstmal eigentlich nichts Schlechtes

00:35:27: dran.

00:35:27: Da ist es auch ungeeignlich!

00:35:30: Da ist nichts schlechtes dabei.

00:35:31: Ich habe

00:35:32: gedacht selbst wenn man das kategorisieren wollen würde, ich gefühle warum es dann wohl bei schlecht, wenn wir eigentlich so drüber nachdenken würden.

00:35:40: Selbst wenn man's machen würde, würde man es doch dann wahrscheinlich doch eher...

00:35:43: Das wäre jetzt dann spannend, wenn man vielleicht in die Forschung der Gefühle hineingeht.

00:35:48: Ich weiß gar nicht welche Wissenschaft das jetzt machen würde.

00:35:50: Ob vielleicht auch quasi das Bewerten der Wut als schlecht zum Beispiel eine Ursache darin hat, dass immer die herrschende Schicht irgendwie es patriarch hat?

00:36:02: Die herrschen Männer quasi damit auch sich die Untertan etwas gefügiger gehalten haben.

00:36:08: im Sinne von ich versuche deine Kraft und deine... Energie, die dafür sorgt dass du dein Raum vielleicht ausweite.

00:36:17: ...versuche ich dir schon mal gleich schlecht zu machen.

00:36:19: Das darfst du nicht so, ja?

00:36:20: Ja man kann jetzt sagen wer Wut zeigt wärt sich!

00:36:23: Ja genau und wer... Und das ist

00:36:24: nicht erwünscht.

00:36:25: Genau.

00:36:25: Wir könnten wieder da noch einmal zuletzt, weil wir müssen auf die Uhr gucken.

00:36:30: Weil wie gesagt ja eine Nennung Energie auch freisetzen kann.

00:36:33: Wieder wie man auf Wut nutzen kann im Alltag also nicht nur natürlich um Kanzen, sich selber Kanzen setzen und dann zu sagen hier geht es nicht weiter, weil ich will Veränderungen.

00:36:40: Dann zum Beispiel glaube viele Lager oder Nutzen ihre Wut z.B.

00:36:43: im Sport.

00:36:44: Zum Beispiel in Darknessen kann man sagen, es ist wahrscheinlich das einzige Feld wo man Wut eigentlich so richtig aussehen kann bei vielen Sportarten.

00:36:53: Ja, wobei

00:36:53: auch da muss es ja sozialisiert sein,

00:36:56: ne?

00:36:56: Weil wenn ich jetzt ansonsten gibt's quasi wie im Fußball eine rote Karte... Jetzt

00:37:00: kommt noch den Sport drauf an!

00:37:01: Ja genau.

00:37:02: Achso du meinst jetzt zum Beispiel im Boxen, also da könnte ich dann möglicherweise relativ ungehindert die Wut rauslassen.

00:37:10: Zum Beispiel aber viele z.B.

00:37:12: lassen das ja auch beim Fußball z. B. Ja, genau.

00:37:15: Dann

00:37:15: gibt es aber ja zum Beispiel Leute dieses Sprichwort dass die Wut blind macht.

00:37:19: also ich glaube wenn man jetzt einen professionellen guten Boxer sieht dann denke ich das der oder die sagen würde Ich haue nicht wütend auf die Gegnerin den Gegner ein sondern ich will noch wach sein.

00:37:32: so

00:37:33: Ich mein, man muss es ja nicht professionell machen.

00:37:35: Zum Beispiel, wenn ich keine Ahnung mehr hatte, hab ich einfach mal einen Boxer bestellt.

00:37:40: Ja,

00:37:42: genau.

00:37:42: Aber als Psychotherap, das sind dann noch so wie Hickel, um damit noch vielleicht ganz gut umzugehen ... Eigentlich denke ich, so sind sie aber vollkommen ersetzbar.

00:37:53: Weil also, ich find's quasi sinnvoller, dass wir lernen eben für unsere Grenzen zu sorgen und sich den Mut finde und entwickeln zu sagen, das ist mir wichtig möchte ich haben und dann habe nicht mehr diese aufgestaute Wut in mir, weil ich hab für mich gesorgt.

00:38:09: Und natürlich kann es sein, dass sich dann zurückgewiesen werde?

00:38:12: Dann bin ich halt gefrustet wieder aber ich entwickel noch die Wut auf mich, das ich's nicht geschafft habe.

00:38:17: Dann hab' ich halt die Wud auf den anderen ja... Die steckt dann in mir.

00:38:21: vielleicht ist es gut über Sport oder wie auch immer sie abzubauen man kann sie aber auch glaube ich rausdenken und sich Strategien überlegen, wie man jetzt mit dieser Person Anlass umgeht.

00:38:31: Aber wir müssen quasi Ein Boxsack uns in das Zimmer hängen und jeden Tag stunden boxen, um die Wut wegzuhaben.

00:38:38: Sondern da macht es mehr Sinn zu sagen Aha!

00:38:41: Die Wut sagt mir hier werde ich eingeengt.

00:38:43: Jetzt will ich versuchen hier für mich zu sorgen.

00:38:45: Ich will's jetzt nicht ab Also nicht abwerten mit dem Boxsack oder so, aber halt sagen das wäre dann halt dieses Rumdoktern am Symptom und man geht viel weniger zur Ursache.

00:38:55: Ja du hast ja absolut recht weil wie gesagt ich kann dir dann erst eigene Erfahrungen bestätigen, dass ihr mehr gebracht hat über seine Gedankengänge Gedanken zu machen, zu hinterfragen vielleicht auch zu reflektieren und irgendwann einfach dass man es gar nicht mehr braucht.

00:39:09: Genau,

00:39:10: jetzt steht er nämlich einfach da in der Ecke.

00:39:12: Ja

00:39:12: genau,

00:39:12: ich brauche ihn gar nicht mehr.

00:39:14: Ja ja, das ist ein bester Zeichen!

00:39:17: Und ich denke mal es liegt daran dass du für dich besser sorgst in dem Sinn also du kriegst irgendjemand macht irgendwas Du spürst sofort was wir vorhin gesagt haben.

00:39:28: Es ist ein sehr direktes Gefühl Leichte Wut.

00:39:31: und dann geht quasi deine Erinnerung los und die sagt dir dann Moment mal hier wird eine Grenze verletzt.

00:39:37: wie kann ich jetzt reagieren?

00:39:39: Gut, ich musste mir nicht in die Fresse hauen.

00:39:41: Sondern ich sag ihm rück mal bitte ein bisschen weg hier ist es mir zu eng oder so.

00:39:45: und dann ist das wieder weg.

00:39:46: das Gefühl der Wut weil du hast für dich gesorgt.

00:39:49: Die Wut war ja vorher so schlimm in dir Weil Du sie nie nie für Dich gesorgt hast und dann hat sie sich gesammelt und gesammelte und gesamelt Und da musstest du vielleicht boxen um mal so'n bisschen was rauszulassen.

00:39:59: Ja und heute sprichst du's an quasi Dann sammelt sich gar nicht mehr so viel Wut.

00:40:05: Ja, und das ist ja jetzt dann auch so was befallen.

00:40:08: Das werden wir nicht die ganze Zeit auf diese innerliche Anspannung halt

00:40:11: spüren.

00:40:11: Und es gibt natürlich auch Momente da, dass wäre vielleicht so.

00:40:14: mein letztes Statement.

00:40:16: Ich erlebe zum Beispiel Wut Querstrich Ohn macht z.B.

00:40:20: mit unseren politischen Verhältnissen, weil ich das Gefühl habe, ich kann ja gar nichts machen.

00:40:25: Da hüpft

00:40:25: einer da drüben rum und will seinen Fähnchen auf Grönland setzen und meint sich alles zu nehmen.

00:40:30: Und ich werde wütend dass diese Person Regeln bricht und ich fühle mich aber vollkommen ohnmächtig als kleines Jörnchen.

00:40:37: Ich kann es überhaupt nicht ändern.

00:40:41: Ich verspüre jetzt Wut und überlegt mir, was könnte ich denn machen?

00:40:45: Sollte ich ein Ei auf die amerikanische Botschaft werfen oder so.

00:40:49: Es ist Quatsch!

00:40:50: Aber sowas du sagst noch mal kurz zum Schluss.

00:40:53: Ich finde auch das Wut auch häufiger etwas mit oben macht zu tun hat.

00:40:56: Also dieses Gefühl, ich kann nichts ändern.

00:40:58: Du weißt auch manchmal bei mir so weiß ich kann nicht ändern.

00:41:01: Ich bin hilflos der Situation ausgeliefert vielleicht.

00:41:03: Genau und da

00:41:04: kommt nochmal Entschuldigung war doch nicht mein letzter Satz dahin.

00:41:08: Ich glaube, dass wir dann oft den alten Gefühlen aufsitzen.

00:41:11: Als Kind waren wir ohnmächtig weil wir konnten was mich Vater oder Mutter nicht verärgern weil wir sind ja auch die angewiesen Ich gehe zu Brücke, ich kann das ja nicht riskieren quasi.

00:41:23: Manchmal haben wir dann dieses Gefühl heute und denken wir sind ohnmächtig.

00:41:28: dabei sind wir dann heute irgendwie zwanzig oder halt achtundvierzig Und könnten handeln.

00:41:33: aber das alte gefühl von früher ist in uns und sagt uns Ohne mächtige hören es geht gar nichts so.

00:41:39: Ja und dass ist auch wichtig war sie auf.

00:41:41: Wenn es gut läuft durch Therapie, das klar zu bekommen ist ein altes Gefühl was gerade aufploppt.

00:41:46: Das hat nichts mit deiner Realität zu tun.

00:41:48: du kannst handeln nur kannst für dich sorgen.

00:41:50: Du bist nachher nicht einsam und verlassen du wirst nicht verhungern.

00:41:53: Es ist einem wirklich nicht so bewusst in dieser Situation Und hat halt dieses Gefühl der Omen.

00:41:58: Das wäre

00:41:59: dann vielleicht eine neue Extravorhergabe, ich finde es sehr spannend.

00:42:02: wie gehen wir mit... Also viele Menschen in der Praxis die sich ohnmächtig fühlen und Ängste haben wegen dem Klimawandel, wegen der politischen Lage usw.

00:42:11: Und das ist ja verständlich und ernst!

00:42:14: Wie geht man denn da?

00:42:15: Mit so einer Ohnmacht um und mit Nauut, ein sehr interessantes.

00:42:19: Das ist ein spannendes Thema.

00:42:20: Wir können nur mal Ende der Zeit sagen, und dann war das Abschluss.

00:42:23: Es sieht man vielleicht auch die Personen, die zuhören.

00:42:25: Vielleicht auch sich auf einmal trauen, ihre Wut um mal zu zeigen einfach, dass es völlig okay ist, nicht auch Kanzen zu setzen.

00:42:32: Und man darf auch über das Ziel hinaus schießen – das darf uns passieren!

00:42:37: Ja wie sehen wir jetzt?

00:42:37: Das ist viel

00:42:38: viel wichtiger, es zu wagen und zu probieren als die Wut im Topf drinzulassen und dann irgendwann mal zu platzen.

00:42:46: Und vielleicht was mir wichtig ist nochmal, dass wir es umframen.

00:42:50: Dass wir uns wirklich bewusst sind das gibt keine guten und schlechten Gefühle.

00:42:54: Es gibt halt Gefühlen die sich vielleicht nicht so gut anfühlen für uns und andere die sie schöner anfüheln.

00:42:59: und alle gefühle sind wichtig.

00:43:01: Ja und dazu gehört du Wut Genau.

00:43:03: Deswegen bitte nicht die ganze Zeit unterdrücken.

00:43:05: Ja, das kann ich sagen Geht an.

00:43:07: Danke Jörn

00:43:07: Ja danke dir Das haben

00:43:08: wir Spaß gemacht

00:43:09: Mir auch sehr.

00:43:10: Dann bis zum nächsten Mal

00:43:13: Und dann bitte dort oder ihr werdet wahrscheinlich hoffentlich die nächste Folge auch anhören.

00:43:18: Wenn Ihr Fragen habt, schreibt uns!

00:43:21: Wir freuen uns immer über Rückmeldung und auch Themenvorschläge.

00:43:24: Dann bis zur nächsten Folge.

00:43:26: Bis zum nächsten Mal.

00:43:27: Tschüss!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.