Queerness und die LGBTQIA+ Community – Lino über Vielfalt und Identität

Shownotes

Lino ist 19 Jahre alt und ein Transmann. Gemeinsam mit Psychologin Colin klärt er in dieser Folge grundlegende Fragen zum Thema Queerness: Was bedeutet „queer“ eigentlich? Wofür stehen die einzelnen Buchstaben in LGBTQIA+? Und was ist der Unterschied zwischen sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität?

Queere Jugendliche sind stärker von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Schlafstörungen oder Ängsten betroffen. Oft müssen sie ihre Identität verstecken, sind Vorurteilen oder Diskriminierung ausgesetzt. Colin und Lino machen deutlich, wie wichtig Akzeptanz, Offenheit und Toleranz sind: Wenn jeder junge Mensch so sein darf, wie er ist, macht das unsere Gesellschaft bunter, vielfältiger und ein Stück glücklicher.

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Transkript anzeigen

00:00:08: Willkommen bei deinem Podcast, es braucht das ganze Dorf.

00:00:10: Hier sprechen jugendliche Alltags-Experten mit Profis aus der Wissenschaft.

00:00:15: Ehrlich und authentisch über mentale Gesundheit und alles was dazugehört.

00:00:19: Du bist nicht allein, denn manchmal braucht es ein ganzes Dorf um den Weg zu finden.

00:00:23: Schön, dass du Teil des Dorfes bist.

00:00:32: In diesem Podcast sprechen wir offen über Themen rund um mentale Gesundheit, die für einige emotional herausfordernd sein können.

00:00:39: Wenn du denkst, dass das für dich der Fall sein könnte, empfehlen wir, die Episode nicht allein zu hören.

00:00:44: In der Beschreibung findest du hilfreiche Angebote und Ressourcen, die du Unterstützung bieten können.

00:00:56: Hallo und herzlich willkommen bei unserer Podcast-Vorgehäute.

00:00:59: Mein Name ist Lino, ich bin neunzehn Jahre alt und ein Gabe-Train-Arbeittebohnie.

00:01:03: Heute ist das Thema, über das wir reden, die LGBTQ-Community, also beziehungsweise Queerness.

00:01:09: Und bei mir zu Gast ist Kulin.

00:01:12: Hi ihr Lieben, ich bin Kulin, ich bin Psychologin und ein dreißig Jahre alt und freue mich heute, mit Lino zusammen zu dem Thema sprechen zu können.

00:01:20: Das wird bunt.

00:01:21: Ja, sehr bunt, Regenbogenbund, haha.

00:01:24: Schlechter wird's gut.

00:01:26: Na dann, zum Anfang, wie gesagt, mein Name ist Lino, ich bin ein Transmann, der auch auf jeden Fall nicht straight ist, genau definiert, was meine Sexualität ist, ist es nicht.

00:01:37: Und ja, womit wollen wir genau anfangen?

00:01:40: Ich finde, du hast auch schon ein gutes Tor geöffnet, weil, klar, wir zwei reden jetzt darüber und wir haben uns ja auch hierhin gesetzt und wissen, worüber wir reden wollen, aber... Ich find's immer gut, wenn man so ein paar Grundbegriffe klärt.

00:01:48: Du hast jetzt schon ein paar in den Raum geworfen, die dich betreffen und da gibt's ja noch viel mehr.

00:01:51: Wir müssen nicht jedes einzeln, aber ich find's so, was ist denn überhaupt queer?

00:01:54: Und was sind denn diese vielen Buchstaben, die du da immer nennst?

00:01:57: Also, wir können ja mit der LGBTQ Plus-Community anfangen.

00:02:01: Das steht für lesbisch, also, beziehungsweise ist eigentlich die englische Version von lesbien, gay, bisexual, transgender, queer und plus ist halt für alles, was da nicht aufgezählt wird.

00:02:11: Also, manchmal wird auch noch ein A für A-Gender und A-Sexuell hinten dran.

00:02:16: oder ein Sternchen für halt alle variablen dafür.

00:02:18: Und das Thema also Queer sein ist sozusagen der Überbegriff, was sozusagen auch alle Leute innerhalb der Community mit einschließt.

00:02:26: Genau, weil wir haben, glaube ich, wir haben ja auch feststellen, es gibt sehr, sehr viele Begriffe, Identitäten, Orientierung, die man für sich auch claimen kann, glaube ich, auch zum Teil sehr individuell.

00:02:34: Und ich glaube Queer ist immer, also ich mag den Begriff ganz gerne, weil man damit so alles von vornherein schon mal mit unter die Haube nimmt.

00:02:40: Was halt, und jetzt sagen wir das ab.

00:02:42: Abweicht von der Heteronormativität.

00:02:45: Langes Wort.

00:02:47: Willst du's auch kurz erklären?

00:02:48: Also, Heteronormativität steht sozusagen jetzt meines Wissens.

00:02:52: Definiere ich das jetzt falsch, dafür was sozusagen alles, was nicht queer ist.

00:02:56: Also, wenn man heterosexuell ist, steht man halt als Mann auf eine Frau oder als Frau auf einen Mann.

00:03:01: Also, beziehungsweise dann nur auf Männer, beziehungsweise nur auf Frauen.

00:03:04: Und dann gibt's noch einen zweiten Begriff, den ich auch wichtig finde, der nicht in der queeren Community drin ist und zwar cisgender.

00:03:10: Ist ja nicht in der queeren Community drin.

00:03:11: Cisgender.

00:03:12: Also ja, der Cisgender.

00:03:13: Na ja, aber wenn der Cisgender nicht heterosexuell ist?

00:03:17: Ja, dann schon.

00:03:17: Aber theoretisch Cisgender per Sieg ist ja nicht in der Community.

00:03:20: Aber ihr seht schon wieder, ne?

00:03:21: Es ist bundig.

00:03:24: Und es ist auch, finde ich, gar nicht so schlimm, wenn man mal den Überblick verliert.

00:03:27: Ich glaube, niemand hat den vollkommen den Überblick darüber.

00:03:30: Also... Um so sozusagen die zwei Griffe zu klären und zwar, wenn man heterosexuell ist, dann wird sie jetzt natürlich nicht nur auf deine eigene Sexualität, dass man als Mann auf Frauen steht, wie gesagt.

00:03:39: Dann gibt es noch das Wort Cisgender, was sozusagen... Ich weiß nicht, ich erklär das immer ganz gerne als so das Gegenteil von Transgender, wenn du halt in dem... Körpern, die du geboren bist, also wenn du als Frau mit weiblichen Geschlechtszeichen geboren bist und dich auch eine Frau im Inneren bist, dann bist du eine Sis-Frau.

00:03:55: Also ich bin zum Beispiel, ich kenn's ja mal an mir, ich bin eine Sis-Frau.

00:03:58: Ich bin bei der Geburt mit weiblichen Phenotypen ausgestattet gewesen.

00:04:02: Da ist es doch mal so, mit weiblichen Geschlechtssorgern, mit Eileitern und so weiter.

00:04:05: Da hat man gesagt, guck, das sind Mädchen und für mich passt

00:04:08: das.

00:04:09: Also, ich sag's jetzt auch bewusst so, ich bin jetzt nicht, oh mein Gott, ich bin eine Frau und das definiert mich, sondern so, ich komm gut damit klar, dass man mir die körperliche Zuschreibung Frau gegeben hat und denkst so, ja, damit kann ich lieben.

00:04:19: Und deswegen bin ich cis, weil das passt übereinander bei mir.

00:04:22: Das überschneidet sich in meiner Wahrnehmung.

00:04:24: Da gibt's für mich keine Diskrepanz.

00:04:26: Das ist, glaube ich, die Definition, wenn es da keine Diskrepanz gibt.

00:04:29: Vielleicht hätten wir auch damit anfangen sollen, das Wort Transgender dann direkt mal zu definieren.

00:04:33: Vorher, wie jetzt hier die ganze Zeit andere Begriffe definiert.

00:04:36: Lass uns doch einmal durch die LGBTQ-Community, also diese ganzen Buchstaben, einmal kurz durch definieren.

00:04:41: Ja gut,

00:04:41: du hast ja überall immer gleich, ist es ja mit dem L Anfang.

00:04:45: Es hat übrigens sehr schöne, in Anführungszeichen aber sehr wertschätzende historische Gründe, warum das L am Anfang steht.

00:04:51: Das steht nämlich für Lesbien oder Lesbisch.

00:04:53: Das bedeutet, dass eine weibliche Person ebenfalls auf weibliche... Partnerinnen steht oder sich hingezogen fühlt zu anderen Frauen als zum eigenen Geschlecht, würde man jetzt sagen, in dem Fall, wenn das Ausgangsgeschlecht weiblich ist.

00:05:06: Und zwar nur zu anderen Frauen.

00:05:08: Und gay, also das deutsche Wort dafür ist natürlich, schwul bedeutet, dass ein Mann auf einen anderen Mann steht, beziehungsweise sich zu dem hingezogen fühlt, Romanzgefühle für andere Männer und zwar auch nur für andere Männer entwickelt.

00:05:19: Also wenn im Prinzip das... eigene Ausgangsgeschlecht, was man hat, auch dem Geschlecht entspricht, dass man attraktiv findet.

00:05:25: Dann definiert er sich unter homosexuell.

00:05:27: Genau.

00:05:27: Darüber würden beide ja auch unterfallen.

00:05:29: Genau.

00:05:29: Dann war es das B für bisexual oder bisexual.

00:05:32: Da wird es jetzt schon wieder interessant, finde ich immer.

00:05:35: bisexuell bedeutet halt B zwei, dass man quasi... Beide Geschlechter attraktiv hin oder sich hingezogen fühlen.

00:05:41: Und jetzt fängt es schon in der Community an mit der Diskussion.

00:05:43: Das kommt aus einer Zeit, als man eben noch relativ klar von zwei Geschlechtern auch innerhalb der Community gesprochen hat, bzw.

00:05:49: die anderen nicht so sichtbar waren und gesagt hat, ich stehe sowohl auf Männer als auch auf Frauen.

00:05:53: In der moderneren Definition... wird auch gerne schon angenommen.

00:05:57: Naja, wir stehen quasi auch auf das ganze Potpourri dazwischen, außerhalb und so weiter, weil sich dafür mittlerweile auch andere Griffe gefunden haben.

00:06:04: Also das ist jetzt wieder mit den Labels.

00:06:05: Jeder kann sich das Label nehmen, was für ihn passt.

00:06:07: Grundsätzlich b.i.i.i.z, weil nicht auf beide Geschlechter attraktiv finden.

00:06:12: Und sobald ich das weiß, ist B-Sex auch noch ein Umbrella-Begriff.

00:06:17: Wie erklärt man ein Umbrella-Begriff?

00:06:19: Man wird bei uns so eine Art Oberbegriff Umbrella.

00:06:22: Ihr habt ein Regenschirm und unter dem Regenschirm können sich ganz viele Menschen oder Begriffe kuscheln.

00:06:27: die dann unter dem Schirm stehen, die auch dazugehören.

00:06:29: Ja,

00:06:29: und der bisexuelle ist sozusagen der Emberler-Begriff für die ganzen Sexualitäten, die halt nicht nur auf eingeschlecht stehen und es kann auch, also es ist auch irgendwie Definition, es hat auch ganz viele Unterkategorien sozusagen und da kann man auch sozusagen einen spezifischeren Term für sich selber finden, falls man das möchte.

00:06:46: Genau, das soll das, also wie seit Ursprünglich war es, relativ klar definiert, aber weil wir Menschen ja eben bunt sind, da haben wir jetzt eben andere Begriffe drunter wie pansexuell oder alosexuell oder... Könnt ihr alles nachlesen, wenn ihr lustig seid.

00:06:58: Es sind viele Buchstern.

00:06:59: Aber genau, ich glaube, das hast du gut erklärt.

00:07:01: Das ist halt dieser Umbrella-Begriff mittlerweile.

00:07:03: Ja, dann gibt's noch den, das T, das steht für transgender.

00:07:06: Ich glaub, so ein Equivalent am Deutschen gibt's gar nicht.

00:07:10: Ich kann euch direkt sagen, dass transsexuell der falsche Begriff ist.

00:07:14: Weil die ersten drei Begriffe gehen tatsächlich um die Sexualität.

00:07:17: Also um das, auf was du stehst, beziehungsweise also das, was du wodurch sexuell ... und auch romantisch hingezogen fühlst, wobei transgender genau das nicht ist, weil es hat überhaupt gar nichts mit der, so wie du dich hingezogen fühlst, zu tun, sondern es geht darum, dass man halt, also das beispielsweise bei mir selber, ich wurde geboren mit weiblichen Geschlechtzeilen und da ist halt ein Doktor hingekangen und war so, das ist ein Mädchen.

00:07:39: Und sobald ich halt genug war, war ich so, eh, nein.

00:07:42: und so ganz plain mal auszudrücken.

00:07:44: Ja, aber da haben wir es halt.

00:07:45: Bei dir war eine Diskrepanz zwischen der Zuschreibung, dem eigenen Empfinden bei mir eben zum Beispiel nicht.

00:07:49: Und das ist eben genau, würde ich sagen, der Unterschied zwischen Trans und Cis.

00:07:52: Das ist aber ebenfalls auch ein Umbrella-Term für ganz viele andere Kategorien, sind es ja nicht ganz viele andere Unterbegriffe, wo unter anderem auch die Nicht-Benerität dazu zählt oder Transmaskulinen oder Transfemininen.

00:08:04: Ich bin ein... Ich bin transmaskulin, weil ich von dem sozusagen weiblichen Geschlecht zum männlichen Geschlechtstransitioniert bin, das nennt man auch FTM, was also?

00:08:13: in der Community wird es oft dazu beschrieben, das bedeutet Female to Male.

00:08:17: Also jemand, wie ich bei dem bei der Geburt gesagt wurde, das ist ein Mädchen, ich dann aber im späteren Verlauf meines Lebens gesagt habe, falsch, ich bin ein Junge.

00:08:23: Und MTF ist das andersrum, also dass man bei der Geburt gesagt hat, das ein Junge und dass die Frau dann danach gesagt hat, nee, doch nicht, haha.

00:08:32: Also ihr seht auch da wieder Abrella-Term, viele Sachen dazwischen.

00:08:36: Ich sag ja immer gern, alles ist ein Spektrum, weil wir Menschen mögen natürlich auch Kategorien und deswegen.

00:08:40: Auf der bunteren Seite des Spektrums versucht man da halt ganz viele Begriffe auch zu finden, worunter man sich auch wohlfühlt.

00:08:45: Weil ich glaube, das kommen wir ja noch drauf.

00:08:47: Das hat auch viel mit der eigenen Identität und irgendwie auch der eigenen Wahrnehmung in der Umgebung zu tun.

00:08:51: Und manchmal braucht man halt einen Begriff dafür.

00:08:53: Dann das Q bedeutet ... Queer.

00:08:55: Queer.

00:08:57: Es ist so, ähm, die einfach nur das so ... Na ja, das war's halt, alles war's so, also ich glaub, das ist so ein bisschen, wenn man hat zu sagen, na ja, ich weiß es nicht, wie soll ich das erklären?

00:09:05: Ich glaub,

00:09:06: früher endete die Buchstabenfolge ja, glaub ich da, also ich, ein kleiner Dinosaurer, der ich bin, kennen Sie noch, das ist nur LGTPLGBTQ heißt.

00:09:16: Viele Buchstaben heute, ihr Lieben, ich hatte noch nicht genug Koffein.

00:09:19: Und ich glaube, das war für mich immer so ein bisschen diese spezifischen, spezifischen Spezifischen und alle anderen, die sich auch noch darunter zählen.

00:09:24: Deswegen war das... Coup eigentlich immer am Ende, so in meiner Wahrnehmung für Queer.

00:09:28: Reste Kategorie wäre jetzt gemein gesagt, aber so dieser Okay und alle, die sich noch dazu gehörig fühlen.

00:09:32: Und wir haben mir vorher noch schön gesagt, euch werden bestimmt auch andere Schreibweisen begegnen.

00:09:36: Da ist das Endschnipselchen immer ein bisschen anders.

00:09:37: Dann kamen eben noch ein paar extra Buchstaben dazu, einfach um diese spezifischen Kategorien oder spezifischen Personengruppen sichtbarer zu machen aus dem... Queue heraus, einfach noch mal eine Extra-Stellung zu geben.

00:09:50: Zwei, die ich noch am häufigsten miterlebe, ist, dass da noch ein A und ein I hinten dran gehangen wird.

00:09:55: Und zwar, das A steht dann für asexuell oder aromantisch.

00:09:59: Und zwar, es steht nicht für ally.

00:10:00: Ich hab tatsächlich Leute darüber reden können, dass das A für ally steht.

00:10:03: Aber das stimmt nicht.

00:10:05: Es steht für ace oder aro, was die Abkürzungen davon sind.

00:10:07: Und zwar bedeutet A, bedeutet ja immer, dass etwas, also wenn man das etwas fehlt sozusagen.

00:10:12: Und wenn man sagt aromantisch, dann ist es halt jemand, der keine romantische Attraktion.

00:10:16: zu Leuten fühlt.

00:10:17: Also sich halt nicht in Menschen so auf eine romantische Art verlieben kann.

00:10:20: Das heißt nicht, dass Leute nicht trotzdem Bindung eingehen können und Familie und Freunde wirklich lieben können, sondern halt eben nicht diese romantischen Gefühle entwickeln können.

00:10:29: Und das heißt, also ich weiß, ich habe auch schon aromantische Leute getroffen, die dann trotzdem irgendwie in festen Beziehungen drin sind.

00:10:35: Aber also, dass ich weiß, es ist... auch eine super, irgendwie nicht Definitionssache, aber es ist so, wie man das sich selber auslebt, wie man sich, also wie man das für sich selber sozusagen dann auslebt.

00:10:44: Ich

00:10:44: glaube, es hat auch wieder viel mit sozialem gesellschaftlichen Normen zu tun, weil dafür müssen wir dann immer von einem Normbegriff von Romantik ausgehen.

00:10:50: und dann gibt es halt Menschen, die sagen, ja, aber so wie man das zum Beispiel in, keine Ahnung, irgendwelchen Kitching, Liebesfilmen verkauft wird oder in Disney-Movies, das fühle ich so nicht.

00:10:58: Also bin ich ja scheinbar aromantisch, weil wenn das die Definition davon ist, that's not my cup of beer, cup of tea, aber egal, der Deutsche kommt durch, wir brauchen Bier.

00:11:07: Ja, nein, ich brauche Kaffee.

00:11:11: Aber genau, und ich dann... Das heißt, dass nicht, dass diese Menschen gar keine Form von Bindung eingehen können.

00:11:16: Das ist blödsinn.

00:11:17: Und dann gibt es natürlich noch A's, also beziehungsweise A sexuell, und das ist das genau gleiche auf sexuelle... Attraktion.

00:11:24: Ja, sexuelle Anziehung bezogen.

00:11:25: Das sind Leute, die keine eigene sexuelle Anziehung zu Leuten führen haben.

00:11:31: Also nicht das Bedürfnis, mit dieser Person würde ich gerne schlafen.

00:11:35: Dieser körperliche Aspekt, diese körperliche Anziehung ist da halt.

00:11:39: Also, ich weiß, dass viele sexuelle Menschen trotzdem romantische Beziehungen eingehen, sozusagen, dann ohne den Aspekt von Sex in deren Leben.

00:11:46: Aber das ist auch wieder eine... Also, da gibt es auch ganz viele unter... Also, Ace und drunter gibt es auch ganz viele verschiedene Begriffe, die man

00:11:53: sich nicht verlieren kann.

00:11:54: Ich kann sagen, Ko Yumi ist auch wieder ein Berlater.

00:11:55: Ich hab mir das auch

00:11:55: wieder ein Berlater.

00:11:56: Grey

00:11:56: sexual und demisexual.

00:11:59: Es ist schon wieder... Es ist... Ihr seht, bunt.

00:12:00: Es ist schon wieder ein eigener Regenbogen im Regenbogen.

00:12:04: Also falls ihr euch da mal einlesen wollt oder so, kann man auf jeden Fall sich sehr tief in dem Thema einlesen.

00:12:09: Ja, ich will da aber auch irgendwie gar nicht so viel drüber reden, weil ich persönlich zumindest selber keinen Teil von dieser Community bin und die dann nicht irgendwann was vorweggreifen möchte.

00:12:17: Dann

00:12:18: haben wir noch

00:12:19: einen Buchstaben.

00:12:19: Ach so, ja, das I. Oh ja.

00:12:20: Ich habe mich sehr fegen und das fast vergessen.

00:12:23: Ja, weil ich weiß, dass das I steht, das I für intersexuell.

00:12:28: Ja, aber intersexuell ist es ja nicht.

00:12:31: Also das ist ja auch wieder keine Sexualität.

00:12:34: Jetzt sind wir wieder bei der Unterschiede zwischen biologischer Begrifflichkeit und ja, ich glaube tatsächlich, es heißt im medizinischen Kontext immer noch Intersexuality, weil aber Sex, der Begriff ja Sex im Englischen anders geprägt ist als im Deutschen, das ist jetzt immer das Problem.

00:12:48: Also Sex bedeutet eigentlich das biologische Geschlecht.

00:12:51: Also alles, was rein biologisch ist.

00:12:52: Und das bei intersex ist eben das sind Menschen, die ... Wir haben sie eben schon gehabt.

00:12:56: Man kommt auf die Welt und ein Arzt sagt, das ist ein Bub oder das ist ein Mädchen.

00:12:59: Und es gibt einfach Menschen, wo das nicht so offensichtlich ist, weil die Geschlechtsmerkmale innerlich oder äußerlich nicht normtypisch ausgebildet sind.

00:13:06: Und dann rät der Arzt oder die Ärzt dann einfach.

00:13:09: Oder tatsächlich nimmt man das, was am besten passen könnte.

00:13:12: Aber da haben wir hier ... Mischform.

00:13:14: Ganz alte Begriffe sind so was wie Hermaphrodit zum Beispiel, ganz, ganz veraltete

00:13:18: Begriffe.

00:13:19: Das ist gut, kommt aus der griechischen Mythologie.

00:13:21: Das sind so Uraltbegriffe dafür, aber es bedeutet eben, dass hier jemand von Hause aus nicht die Normkategorie erfüllt, die wir uns so normgerecht in unseren Köpfen zusammengelegt haben, sondern einfach Merkmale beider Geschlechter aufweisen kann.

00:13:35: oder ich weiß, dass auch was mit Chromosomen zu tun haben kann, je nachdem wie Chromosomen sozusagen ausgebildet sind, dass das auch tatsächlich viel unter Intersex sozusagen fällt.

00:13:44: Aber ich weiß, dass einige Leute das je auch als sozusagen unter... Ein Unterbegriff von Transsehen.

00:13:52: Ich weiß, da gibt's auch ganz viele Liskosen drüber, die will ich gar nicht erst aufmachen.

00:13:55: Es ist auch super kompliziert.

00:13:56: Vielleicht können wir einfach festhalten, ihr Lieben, wir reden jetzt schon so lange drüber.

00:13:59: Sowohl sexuelle Orientierung als auch sexuelle Identität sind nicht benähert.

00:14:03: Naja, es gibt nicht nur zwei Pole.

00:14:05: Es gibt nicht nur schwarz und weiß und es gibt nicht nur männlich-weiblich, es gibt nicht nur heteronthomo, es gibt nicht nur, ich find Sex gut und ich find Sex nicht gut.

00:14:12: Alles ist ein Spektrum.

00:14:13: und ja, das sieht auch die Biologie so, das sieht auch die Genetik so, das sieht auch die Endung.

00:14:20: Es ist nicht so simpel.

00:14:21: Gibt es Normen.

00:14:22: und Normen haben wir ja schon ein paar Mal hier in dem Podcast drüber gesprochen, sind Mehrheiten.

00:14:26: Also das ist ja mal das, was wir in der Wissenschaft von Normativ sprechen, da machen wir damit halt Mehrheiten.

00:14:30: Ist die Mehrheit da draußen höchstvermutlich cisgendered?

00:14:33: Sprich, fühlt sich dem Geschlecht zugeordnet oder fühlt sich mit dem Geschlecht übereinstimmt, was es zugeordnet hat, so wie ich das bin?

00:14:39: Ja, höchstvermutlich die Mehrheit, wahrscheinlich schon.

00:14:41: Ist die Mehrheit da draußen heterosexuell?

00:14:43: Sprich, steht auf das andere Geschlecht als das eigene, also Männer auch Frauen, Frauen auch Männer, höchstvermutlich... Auch ja, die Mehrheit in Zahlen, ja, heißt, dass das das das Richtige ist, das Einzige ist, dass das die Wahrheit hier ist.

00:14:56: Nein, oder?

00:14:57: Was sagst du dazu, Lino?

00:14:58: Nee, das heißt das absolut nicht.

00:14:59: Also ich könnte mich da sehr lange drüber aufregen, aber das machen wir mal nicht.

00:15:03: Jetzt, damit wir so ein paar Basic Begriffe geklärt haben, werden wir auf jeden Fall bald noch ein paar mehr erklären müssen, wenn wir so einen schönen Deep Dive reinmachen.

00:15:12: Wir müssen

00:15:12: einfach mal so ein ABC-Song damit aufmachen.

00:15:15: Ja, ich habe schon ein paar Leute gehört, die die LGBTQ-Community so witzigerweise als die Alphabet-Mafia bezeichnen.

00:15:23: Das finde ich einen sehr witzigen Begriff.

00:15:24: Ich wollte gerade sagen, der ist bestimmt, ich weiß nicht, ob der witzig gemeint ist, aber ich finde den so gut, dass man den bitte witzig claimen sollte für sich und sagt, oh ja.

00:15:31: Apropos Sachen, die auch nicht als witzig gemeint fahren, wie er jetzt die ganze Zeit queer als einen Überbegriff sozusagen für alles auch sagen benutzen, damit man nicht halt die ganze Zeit LGBTQIA plus whatever noch sagen muss, dass tatsächlich queer früher als eine Beleidigung benutzt wurde.

00:15:46: So was auch wie... Schwul ja so, weil ich weiß auch, und dass man sich irgendwann dazu entschieden hat, das klingt jetzt so einfach, aber sagt es trotzdem, dass er dazu entschieden hat, dieses Wort sich zurückzuerobern und das einfach zu resklamen und nicht mehr als was Negatives selber zu benutzen und verwerten, was ich auch sehr ... was persönlich sehr interessant ist, wie man im Umgang ist.

00:16:07: Also hat man ja auch mit Gay tatsächlich den Begriff und ich glaube es ist aber immer, wenn der Begriff eigentlich ursprünglich mal neutral gemeint war.

00:16:13: Also wer ist bei Gay?

00:16:13: weiß ich es jetzt.

00:16:14: Das war früher ja einfach für andere Begriffe Jolly, also farbenfroh oder amüsiert.

00:16:19: Man hat gesagt, oh, das ist ein Gay-Event.

00:16:21: Und dann hat man das auf die Männer übertragen, die sich so verhalten haben.

00:16:26: Und dann wurde es aber irgendwann eben negativ benutzt.

00:16:28: Im Deutschen, glaub ich, haben wir einen ähnlichen Begriff, der aber nie so richtig re-reclaimed wurde.

00:16:32: In der Gemeinschaft ist, glaub ich, tunte.

00:16:34: Also ich hab's jetzt so gesagt.

00:16:35: Ich weiß, da gibt's auch einen großen Reclaiming-Bewegung in der schwulen Community, die gesagt hat, wir müssen diesen Begriff uns wieder zurückholen.

00:16:41: Korrigiert mich, aber ich glaub vor allen Dingen so wirklich noch in der alten Gay-Community, da gab's da immer viele Unterhaltungen, die ich auch so mitbekommen hab.

00:16:47: Gerade so Stichwort Rosa von Frauenheim und so.

00:16:49: Ich glaub, er war da auch ein großer Vorrat.

00:16:51: weiter diesen Begriff, sich wieder zurückzuholen.

00:16:53: Ich hab das Wort ja noch nie gehört.

00:16:55: Ihr merkt wieder, wir haben hier einen Generationen-Unterschied.

00:16:58: Aber ich find's ja gut, weil ich bin noch in der Generation aufgewachsen, wo's ein Schimpfwort war.

00:17:02: Ganz klar.

00:17:03: Also, wenn du das jemandem gesagt hast, hat man das definitiv als Schimpfwort gemeint.

00:17:06: Und ich fand's zum Beispiel sehr cool, dass ich irgendwann gelesen hab, dass die Gay-Community versucht hat, diesen Begriff sich zurückzuholen und sagen, nee, nee, nee.

00:17:11: Wir wollen da auch ein gewisse Pride mit reinlegen.

00:17:14: So, bevor wir jetzt wieder hier fünftausend Side Tracks aufmachen, das kann ja bei uns mal etwas passieren.

00:17:19: Dann lass uns doch mal anfangen.

00:17:21: und hast du ein paar Fragen für mich mitgebracht oder soll ich einfach so aufs Blaue losdrehen?

00:17:26: Wir haben jetzt ja ganz viele Begriffe geklärt oder berichtet und ich glaube, wir haben jetzt schon ein bisschen Zeit damit verbracht, aber ich glaube, mir wäre wichtig und ich glaube, du kannst das gut erklären.

00:17:34: Was ist denn jetzt nochmal der Unterschied?

00:17:35: Weil du hast ja von dir gesagt, du bist Trans-ident, also du bist Transgender und das ist ja aber nicht deine sexuelle Orientierung, sondern das ist deine Identität.

00:17:44: Was ist denn da jetzt der Unterschied?

00:17:46: Ja, das finde ich auch.

00:17:47: Da ist mir persönlich auch sehr wichtig, dass man einen großen Unterschied macht.

00:17:49: Weil, dass ich sozusagen in einem Frauenkörper geboren wurde, aber eigentlich ein Mann bin, hat ja überhaupt nichts damit zu tun, zu welchem Geschlecht ich mich hingezogen fühle.

00:17:58: Und dass eine Gender-Identität, weil Sex ist ja das Biologische, und Gender ist das, was in deinem Kopf sozusagen passiert.

00:18:06: Ich weiß nicht, es hört sich komisch an, wenn man das so sagt.

00:18:08: Das ist ja

00:18:08: gerade das soziale Konstrukt, oder?

00:18:11: Sobald ich weiß, gibt es dafür auch noch einen anderen Begriff.

00:18:13: Sobald ich weiß, ist Gender sozusagen das, was du ... wo du lebst.

00:18:16: Also das was dein Kopf, deine Seele, wenn man das so bezeichnet.

00:18:20: Also es ist schade, wir sind im Deutschen, da haben wir haben nur einen Begriff Geschlecht und das macht es im Deutschen sehr schwierig darüber zu reden, weil das Leute irritiert sind, weil man redet halt nicht immer von Genitalien, wenn man von Geschlecht redet, sondern da hat die englische Sprache leichter.

00:18:31: Und

00:18:32: dass sozusagen eine geschlechtliche Identität halt nichts damit zu tun hat, auf was für Leute du, in wen du dich verlieben kannst oder zu wen du dich irgendwie hingezogen fühlst, dass das ja zwei vollkommen verschiedene Sachen sind und ich weiß nicht ob ich das gut erklärt habe.

00:18:44: Ja,

00:18:44: aber dann darf ich mal eine ketzerische Frage stellen.

00:18:46: Natürlich.

00:18:47: Kannst du probieren?

00:18:47: Heißt

00:18:48: das, deine sexuelle Orientierung hat gewechselt?

00:18:51: Ah, das ist eine interessante Frage.

00:18:53: Also, ich glaube, dass die würde ich aber eher so in einer längeren Geschichte über mich beantworten können.

00:19:00: Also, ich, ich, ich, dafür müsste ich eher so ein Deep Dive in meine Geschichte, wie es überhaupt zu meiner Realisation kam und so was machen.

00:19:07: Ihr hört, schaltet mal ein zu einer späteren Folge, weil ihr seht ja jetzt schon, dass es so viel und wir sind nicht mal in der Oberfläche.

00:19:13: Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, zu was ihr was hören wollt, weil wir wollen natürlich für euch produzieren.

00:19:18: Das heißt, wenn ihr sagt, geil, Lino soll mal bitte mehr darüber erzählen, es interessiert uns, dann schreibt es gerne rein, weil dann ziehen wir Lino schneller wieder hier auf dieses Tisch und sagen, jetzt bloß, erzähl den Leuten das.

00:19:28: Ich mach das auch freiwillig damit es... Das ist jetzt nicht so, nicht so angreifend mir gegenüber klingt.

00:19:33: Ich bin sehr gerne dafür offen, in so einem Rahmen hier Fragen zu beantworten, auch die sozusagen, also ihr könnt mir gerne alle eure unangenehmen Fragen stellen, ob ich die beantwortet, ist ja dann meine Entscheidung.

00:19:41: Aber ich finde das auch sehr wichtig, dass sozusagen so ein Traum wie so ein Podcast hier gibt, in dem jemand hier sitzt und so sagt, ey, falls ihr Fragen zu Transmenschen oder auch zu nicht nur auf Frauen stehen als ein Transmann, was Fragen oder keine Ahnung generell zu quälen, das habt, ich sitze hier und ich beantworte gerne viele eurer Fragen.

00:20:02: Ich bin gerne da, die zu beantworten.

00:20:03: Ich beantworte solche Fragen sehr gerne, vor allem in so einem Rahmen, weil ich weiß, als ich mich zu am Allererst geoutet habe in meiner Schule, war ich sehr, sehr schnell in meiner ganzen Schule bekannt als das queere Kind der Schule.

00:20:14: Das Einzige natürlich.

00:20:15: Das Einzige.

00:20:16: Ja, also es

00:20:16: war auf jeden Fall nicht, ich war nicht der Einzige, der Queer war in unserer Schule, aber ich war so die einzige Person, die das halt irgendwie auch offen nach außen hingetragen hat, auch weil ich das natürlich musste, weil ich, was heißt, musste es jetzt so übertrieben, aber natürlich bin ich ... auch sozial transitioniert und ich habe meine Haare kurz geschnitten und ich habe einen anderen Namen benutzt und dann haben natürlich Leute dadurch das auch... mitgekriegt, dass ich zu queeren Community gehöre.

00:20:37: Und ich hab das auch nicht versteckt.

00:20:38: Ich hab Regenburg und Pins getragen.

00:20:40: Also für fünfzehn, vierzehn eigentlich.

00:20:42: Eine Zeiche, wo man sehr gerne über den eigenen Sex spricht sowieso.

00:20:45: Also ich war fünfzehn und Leute haben einfach so Leute, die ich nicht kannte, haben mir richtig Übergriffe gefragt gestellt.

00:20:50: Und ich hab die trotzdem beantwortet, weil ich immer gesagt habe, wenn ich die jetzt hier beantworte, dann geht ihr vielleicht nicht zur nächsten Queerenperson, die ihr trifft und stellt der Person die Fragen, sondern dann macht ihr das nur bei mir und dann... Und damit ihr das jetzt vielleicht, ich will euch jetzt nicht unterstellen, aber damit ihr sozusagen die Möglichkeit habt, diese Fragen trotzdem zu fragen und eine Antwort darauf zu kriegen und genau nicht die erstbeste queere Person, die euch über den Weg läuft, ausquetscht, bin ich dafür da, damit ich eure Fragen beantworten kann.

00:21:13: Und vielleicht stellt ihr eine Frage, die man andere sich nicht getraut hat zu stellen, aber voll wichtig ist, die zu hören.

00:21:17: Also ich ermutige euch noch mal bitte, bitte stellt euch das Fragen.

00:21:20: Ich bin super offen dafür, die ich hier zu beantworten in so einem geregelten Rahmen.

00:21:24: Ja, trotzdem muss ich natürlich jetzt als Psychologe von der Seite reinkrätschen und sagen, falls du, der du das gerade ... oder die du das gerade hörst, dass eine Queerickhint an deiner Schule bist.

00:21:32: Du musst diese Fragen nicht beantworten.

00:21:34: Also, ihr müsst euch da nicht ins Gewehrfeuer stellen.

00:21:37: Milino selber gerade gesagt hat, ihr könnt ihm alle Fragen stellen, aber sie beantwortet, wird er selber entscheiden.

00:21:42: Und bitte macht das auch in eurem Privatleben so.

00:21:44: Zum Glück, finde ich, haben sich die Zeiten ja ein bisschen entwickelt, seit meiner Jugend definitiv schon ein bisschen.

00:21:50: Ich finde es immer noch krass, wie unterschiedlich es dann doch noch manchmal ist.

00:21:52: Aber ihr habt jetzt hier so eine Möglichkeit.

00:21:55: So, dann könnt ihr jemanden fragen, wenn ihr neugierig seid.

00:21:57: Eine Sache ist ja klar, es scheint ja ein Interesse zu bestehen.

00:22:00: Also ein Queer in Themen.

00:22:01: Und ob das manchmal, finde ich, getarnt ist in so einer ... Ich bin so edgy, stell jetzt mal hier so eine Frage, hihi, bist du schwul, hihi.

00:22:07: Irgendwo muss ja trotzdem ein Interesse da sein.

00:22:09: Weil warum glaube ich, dass das besonders edgy ist, wenn ich das jetzt frage?

00:22:12: Oder besonders cool ist, wenn ich das jetzt frage?

00:22:15: Das heißt, da ist ja immer noch ein Spannungsrahmen oder ein Interessenfeld.

00:22:18: Und deswegen, glaube ich, ist es wichtig, über sowas zu reden.

00:22:21: Ich habe ... viel Diskriminierung dafür erfahren, dass ich Teil der queeren Community bin.

00:22:25: Und zwar nicht nur dafür, dass ich nicht straight bin, sondern auch viel dafür, dass ich ein Transmann bin.

00:22:31: Und deswegen fass ich das immer gerne einfach unter Queerphobie zusammen, weil's nicht nur homophobie ist oder unter Queerfeindlichkeit.

00:22:38: Ich find's schwer, in den Termen dafür zu finden.

00:22:39: Ja, das ist ja richtig.

00:22:40: Das ist halt wieder, was wir vorhin hatten.

00:22:41: Wir kommen immer wieder auf dieses Normativ zurück.

00:22:43: So alles, was vom Normativen, d.h.

00:22:45: vom Mehrheitlichen abweicht, wird immer erst mal beäugt.

00:22:48: Ich glaub, es hat auch sehr viel mit Persönlichkeitsstruktur zu tun, und sagt, das ist anders als die Normalität, da geh ich mal gucken, was es ist.

00:22:54: Oder zu sagen, das ist anders als die Normalität, verbrennt ist, holt die Forken.

00:22:58: Aber dazu ist so das, was ich sagen wollte, dass viele dieser Queer-Fobis sozusagen, die ich erfahren habe, zumindest meines Wissens, immer eher aus einer Unwissenheit entstanden ist.

00:23:08: Oder auch irgendwie aus einer Interesse, dass Leute dann halt dumme Fragen gestellt haben, die mich verletzt haben, wo die Leute das natürlich... Ich rechne das Leuten immer nicht so böse an.

00:23:17: Ich glaube immer gerne daran, dass Leute das netter gemeint, dass Leute nicht absen... und so waren.

00:23:21: Ich sag das jetzt, weil ich weiß, das verletzte ich, sondern ich glaube immer daran, dass Leute so was einfach aus Unwissenheit machen.

00:23:26: Deswegen ist es mir auch genauso wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten, weil ich finde, wie gesagt, weil ich finde, dass viel dieser Queerphobie, zumindest von der, die ich irgendwie erfahren habe, ihren Ursprung in der Unwissenheit hat.

00:23:39: und einfach nicht aufgeklärt hat.

00:23:41: Ich hab so viele Gespräche schon mit Leuten geführt, wo ich dann irgendwann mal gesagt hab, ja, aber Queenies kommt ja auch nicht nur in der Spezies-Mensch vor, sondern auch in ganz vielen verschiedenen Tierarten.

00:23:48: Und Leute waren so, hey, was?

00:23:50: Das wusste ich gar nicht.

00:23:50: Ich dachte immer, es wäre was Abnormales.

00:23:52: Und dann bist du so, ja, es ist halt nichts Abnormales.

00:23:54: Also, Pinguine ist immer das beste Beispiel, was die meisten Leute kennen.

00:23:56: Ich hab auch sofort an die Pinguine gedacht.

00:23:58: Ja, Pinguine wie unser Maskottchen.

00:24:00: Hey, ich liebe unser Maskottchen.

00:24:01: Keine Ahnung, also ... Also, dass es auch so verschiedene Fische gibt, die einfach irgendwie immer als, ich glaube, Bäder geboren werden und dann sobald sie einmal Sex hatten, zu Frauen werden.

00:24:11: Ich versaue euch jetzt allen, findet Nemo.

00:24:12: Oh ja,

00:24:13: bitte.

00:24:13: Ich glaube, bei Clown zwischen der Sonne, ihr kennt alle, süß.

00:24:17: Die werden, glaube ich, alle als Männchen geboren.

00:24:19: Und die leben in der Kolonie zusammen.

00:24:20: Diese Kolonie wird immer von dem größten Weibchen angeführt.

00:24:23: Und wenn dieses größte Weibchen stirbt, dann entstehen quasi Konflikte in der Gruppe und quasi das Männchen, was den meisten Stress ausgesetzt hat, weil das sich am meisten verteidigen muss, weil das am meisten ist eine Rangordnung ausklärt.

00:24:34: Diese Gruppe muss ja wieder neu zusammenfinden.

00:24:35: Das transitioniert dann zum Weibchen und ist dann die neue Materialchen der Gruppe.

00:24:38: Das heißt, eigentlich, bei Vincent Nemo nach dem Tod von Nemo's Mutter hätte eigentlich Marlin höchst vermutlich die Rolle von Nemo's Mama wieder ein... weil er eigentlich zum weiblichen Fisch transitioniert wäre.

00:24:48: Könnt mir gerne danken, dass ich euch gerade für Netnemo erweitert habe.

00:24:53: Genau solche Fakten wissen halt Leute nicht, dass das eigentlich voll das Normale in Naturwelten ist, dass da auch irgendwie Queerness halt vorkommt.

00:25:02: Ich

00:25:02: glaube, was wir immer für ein Fehlschluss machen, ist ja auch so ein naturalistischer Fehlschluss.

00:25:05: Das heißt, wir denken immer, die Natur hätte einen Plan.

00:25:08: Alles muss in diesem Plan passen.

00:25:09: Das heißt, die Natur hätte zum Beispiel gesagt, es muss zwei Geschlechter geben und alles muss in diese zwei Schubladen passen.

00:25:14: So kann sich z.B.

00:25:15: Fortpflanzung fortentwickeln.

00:25:17: Aber Evolution hat keinen Agenda.

00:25:20: Evolution hat keinen Plan.

00:25:22: Evolution ist so, du hast überlebt, lang genug, um dich fortzuflanzen.

00:25:26: Yay!

00:25:27: Wie du das gemacht hast, ist Evolution völlig egal.

00:25:30: Und Hauptsache, es findet Wege quasi fortzubestehen als Spezies.

00:25:34: Und ob ich das jetzt tue, indem ich zwei Geschlechter hab, drei Geschlechter hab, zwischen Geschlechter hab, wechselnde Geschlechter hab, das ist der Evolution.

00:25:40: Ratze putze egal.

00:25:41: Und deswegen finde ich immer so schwierig, wenn jemand da mit diesem... aber nicht natürlich Argument kommt.

00:25:45: Wenn ich mir denke, der Natur ist scheißiger.

00:25:47: Solange diese Spezies fortbesteht, denkst du die Natur so.

00:25:50: Zwei Daumen hoch.

00:25:51: Das ist ein tiefes Thema.

00:25:53: Ich glaube, wir brauchen hier wirklich viel Anlauf.

00:25:55: Aber ich glaube, es ist uns beiden, glaube ich, wichtig, erst mal abzubauen, dass hier irgendwas unnormal ist, dass hier irgendwas neben der Spur läuft.

00:26:03: Nochmal, Leute, es ist halt ein Spektrum.

00:26:04: Wir reden auch in diesem Podcast so oft über Spektrum, wenn es über mentale Gesundheit geht.

00:26:08: Jede Aspekt menschlicher Existenz ist ein Spektrum.

00:26:11: Absolut, um auch noch mal den Dreh zu den Fragen zurückzufinden, falls ihr auch sozusagen Fragen habt, die ich euch jetzt nicht beantworten kann an Queer Community Leute und ihr habt das Bedürfnis, eure eine Queer Person, die ihr kennt zu fragen, dann bitte ich euch, wie ich schon vorher ganz das gemacht habe, das nicht zu tun.

00:26:25: und ich kann euch sagen, das Internet, Social Media hat so viele Leute, die ihren Lebensweg als Queer Person mitteilen und offen darüber reden und auch unangenehme Fragen beantworten in auch Podcasts, in YouTube Videos, in Kommentar-Sektionen, in TikTok Videos.

00:26:39: Also es ist eine Bandbrei... anderen Informationen, die euch das Internet und vor allem auch Social Media von eigenen Geschichten, falls ihr so was hören wollt.

00:26:46: Ich glaube, wir betonen das auch so, und die nur betont es auch gerade so, um mal auch das große Thema von Tumuni wieder aufzufassen.

00:26:52: Das ist ja eben schon leicht anklingen lassen.

00:26:53: So dieser Weg, wenn man feststellt, okay, ich bin halt nicht heteronormativ und ich bin nicht cis heteronormativ, vielleicht ist ja nochmal ein zweiter Punkt.

00:27:00: Das ist ja schon für einen selbst ein großer Prozess und es ist halt eklatant entscheidend, wie das Umfeld damit umgeht.

00:27:06: Denn das ist ganz, ganz wichtig, wir kommen vielleicht später noch drauf.

00:27:09: Wir sehen tatsächlich, was die mentale Gesundheit angeht zwischen der heteronormativen Gesellschaftsteile der Gesamtbevölkerung und der Queerenbevölkerung.

00:27:16: Wir sehen eklatante Unterschiede.

00:27:19: Und zwar nicht zu Gunsten der Queeren-Community, sondern zu Lasten.

00:27:22: Und mir ist aber einen Punkt ganz wichtig.

00:27:23: Das hat nichts mit der Queerness an sich zu tun, sondern es hat ganz klar was damit zu tun, wie die Umwelt damit umgeht, wie man akzeptiert wird, ob man mal ein paar Fragen im Freundeskreis beantwortet, wenn man sagt, hey, darf ich dich da mal was fragen?

00:27:35: Und man gestattet auch, dass die Person sagt, nein, du heute nicht.

00:27:38: Oder ob man, ich ... Greifst jetzt noch mal auf, wie du gesagt hast.

00:27:41: dass Criere Kind an der Schule ist, dem einem die Fragen nicht hergeworfen werden und zum Teil ja auch in höchst intime Persönlichkeitsbereiche geht.

00:27:48: Weil da geht es jetzt nicht nur darum, hey, welche Eisorte magst du gerne, sondern ich vermute mal, du hast auch Fragen bekommen, wo man auch als Cishetero-Mensch sagt, Entschuldigung, das geht dich gar nichts

00:27:57: an.

00:27:57: Was ich damit eigentlich sagen möchte, ist, guck einfach, in welchem Rahmen das passiert.

00:28:01: Und ich finde, man kann auch mit Freunden immer solche Themen reden.

00:28:03: Es muss halt, wie gesagt, in einem ganzen Rahmen stattfinden und nicht bei einer wilden Person zu sein.

00:28:07: Man kann sich da selber immer als Rahmen nehmen.

00:28:10: welchem Rahmen ihr von eurer Freundin euren Freund gefragt werden wolltet, irgendwas über eure sexuelle Erfahrung oder eure Identität.

00:28:16: Wenn ihr in dem Moment sagt, ach ich würde jetzt aber ungern aufm Schulhof angebrüllt werden mit der Frage, dann macht's vielleicht auch nicht.

00:28:21: Wenn ihr sagt, ach jetzt so im gemütlichen Rahmen, auf der Couch, und das ist gerade alles ganz cozy, ja jetzt würde ich eine Frage beantworten, dann ist vielleicht ein guter Zeitpunkt.

00:28:29: Und dann akzeptiert natürlich, wenn jemand sagt nie gerade nicht oder keine Ahnung.

00:28:32: Ja, Basics.

00:28:33: Basics inzwischen menschlicher Kommunikation.

00:28:35: Wenn jemand sagt, nein, möchte ich nicht, dann sagt man, okay, das ist voll in Ordnung.

00:28:39: Nein, das ist ein vollständiger Satz, ihr kennt das.

00:28:41: Richtig,

00:28:42: weil nur ein Jahr ist ein Jahr.

00:28:43: Ja, um da noch mal das, was du gerade gesagt hast, dass queere Identität auch sozusagen beeinflusst, wie es einem mental geht.

00:28:51: Aber nicht dadurch, also du hattest ja schon gesagt, dass es nicht, dass queere Identität beeinflusst.

00:28:56: Also was für Gefahren man sozusagen hat, auch mentale Krankheiten zu entwickeln.

00:29:02: Total.

00:29:02: Willst

00:29:02: du da mal so ein paar Fakten?

00:29:03: Soll

00:29:03: ich euch mal so ein paar Fun Facts nennen?

00:29:06: Ja, die ganz witzigen Fakten.

00:29:08: Hau sie raus.

00:29:08: Es ist wirklich schlimm.

00:29:09: Also ich muss zum einen immer sagen, ihr kennt das mittlerweile, wenn ihr ein paar Folgen gehört habt, die Zahlen muss man immer ein bisschen mit Vorsicht genießen, weil bei solchen Umfragen, bei Auswertungen ist es immer sehr schwierig, was ist queer und was ist nicht queer.

00:29:20: Also sagen wir nicht wissen, was zum Beispiel eine Studie erhoben hat.

00:29:22: Fragten zum Beispiel eine Studie nur noch zur sexuellen Orientierung.

00:29:25: oder fragt sie auch nach der Identität.

00:29:26: Wie wird das definiert?

00:29:27: Werden zum Beispiel Menschen, die vielleicht bisexuell oder pansexuell sind, sich aber in einer heteronormativen Beziehung befinden?

00:29:34: In welche der beiden Kategorien werden die gezählt?

00:29:36: von den Studienstellern?

00:29:37: Das muss man immer so ein bisschen mit Vorsicht genießen.

00:29:39: Und dann natürlich auch die Auskunft, ist man bereit, ehrlich zu antworten.

00:29:42: Nichtsdestotrotz, selbst wenn man diese ganzen Ungewissheiten so ein bisschen rausrechnet, muss man echt sagen, es zeichnet sich wirklich ein düsteres Bild.

00:29:49: Generell müssen wir sagen, die Queery-Community hat deutlich erhöhte Werte von Depressionen.

00:29:52: Wir reden hier davon, In der Queeren-Community gibt es in der Gesamtbevölkerung.

00:30:01: Das ist a lot.

00:30:02: Im Schnitt kann man sagen, das Doppelte.

00:30:04: Dann, Schlafstörungen sind extrem häufig.

00:30:06: In der Queeren-Community finden wir durchschnitt fünfzehn Prozent der Personen, die Schlafstörungen haben.

00:30:11: Während in der Gesamtbevölkerung sind wir bei acht Prozent.

00:30:13: Also auch hier fast eine Verdoppelung.

00:30:14: Burnout finden wir in neun Prozent der Queeren-Community, versus drei Prozent in der Gesamtbevölkerung.

00:30:21: Wir haben doppelt so häufig, das finde ich auch ein wichtiges Thema.

00:30:23: Aber das trägt zu den anderen bei.

00:30:24: Wir haben doppelt so häufig das Gefühl von Einsamkeit in der Queer&Community.

00:30:28: Also es berichten ungefähr zwölf, fünf Prozent der Personen aus der Queer&Community, dass sie sich häufig oder sehr häufig einsam fühlen, versus sechs Prozent in der Gesamtbevölkerung.

00:30:37: Also auch schon hier wieder das Doppelte.

00:30:39: Soziale Isolation, elf Prozent versus fünf Prozent.

00:30:42: Ihr Lieben, ich könnte ewig so weitermachen, wir haben auch eine deutlich erhöhte Suizidversuchrate.

00:30:47: Also ich habe Umfragen gefunden, da reden wir davon, dass vierzehn Prozent der Queer&Community schon mal mit... mindestens einen Suizidversuch unternommen haben.

00:30:56: Wie gesagt, immer mit sehr viel Spielraum behaftet.

00:31:02: Aber wir gehen in der Gesamtbevölkerung von null Komma eins Prozent aus.

00:31:05: Das ist heftig.

00:31:07: Und ich möchte an der Stelle noch mal sagen, das hat nichts mit dem Queer sein, an sich zu tun.

00:31:12: Sondern es hat damit zu tun, wenn ihr alle unsere Folgen vor euch schon mal gehört habt, kennt ihr auch die Risikofaktoren für mentale Erkrankungen und führt zum Beispiel Suizidgedanken.

00:31:19: Und diese Risikofaktoren liegen für Menschen der Queer-In-Community extrem häufig vor.

00:31:24: Weil das sind eben so Sachen wie soziale Umfeld.

00:31:26: Wie reagiert mein soziales Umfeld?

00:31:27: Werde ich aufgenommen mit offener... und würde sagen, hey, du gehörst dazu, ist doch völlig wurscht, wen du magst oder was du bist, du bist ja immer noch die Person, die wir lieb haben.

00:31:34: Das hat mit persönlichen Krisensituationen zu tun, wenn ich aufgrund meiner Identität oder meiner Orientierung von zu Hause rausgeschmissen werde.

00:31:42: Und das passiert leider nicht so unhäufig, dass ich aus meiner Kernfamilie verbannt werde.

00:31:46: Dann ist das ein massiver Wegfall von sozialen Strukturen, die ich da hab.

00:31:50: Grundsätzlich Diskriminierung.

00:31:51: Und da reden wir jetzt nicht nur von Mitschülerinnen, die irgendwie dich hänseln, da reden wir wirklich auch von Diskriminierung bei Arztbesuchen, Schule, Lehrkräfte, diverse Bereiche im der Jobwelt.

00:32:03: Also das passiert halt, das heißt nicht, dass jede queere Person das erlebt.

00:32:07: Und das heißt auch nicht, dass jede queere Person das gleich erlebt.

00:32:10: Also, manche so ein bisschen, da sind halt mal zwei Erfahrungen, manche haben zweihundert Erfahrungen.

00:32:15: Aber es ist halt insgesamt mehr, als wenn ich halt in Anführungszeichen, ganz normal, sprich, ganz mehrheitlich bin.

00:32:21: Wenn ich halt das bin, was die Gesellschaft von mir erwartet, dann habe ich auch weniger dieser Risikofaktoren.

00:32:26: Oder wir können auch sagen, dann hat man halt ein Privileg, weil man eben diese Sachen nicht erfährt.

00:32:29: Wenn ich aber zum Beispiel ganz offen mit einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebe, das heißt, man sieht halt, dass ich zum Beispiel draußen mit einer anderen Frau unterwegs wäre, plus, dass man vielleicht sieht, dass ich nicht so dem bineeren Geschlechtsoptik entsp- Sondern irgendwie so nicht so ganz einzuordnen mit, dann kriege ich halt deutlich mehr Gegenwind.

00:32:44: Und das sind die Ursachen für diese Ecklertante und Zahlen.

00:32:48: Ja, das auch.

00:32:49: Also ich finde es richtig krass.

00:32:50: Und ich persönlich habe das auch bei mir selber gemerkt.

00:32:52: Also, das durch meinen Outing.

00:32:55: Und ich sage mal ganz gerne, dass ... Also, zumindest hat es mich so angefühlt, dass mein Outing als ein Transmann die Leute immer mehr invasiv in ihrem eigenen Leben empfunden haben.

00:33:04: Weil es ja nicht nur war, dass ich gesagt habe, boah, ich steh jetzt auf Typen.

00:33:08: Und alle so waren ja okay, bock mich nicht.

00:33:10: Sondern es war ja was, wo ich gesagt habe, hey, du musst mich jetzt mit dem ... Natürlich nicht, du musst, aber ich hab gesagt, ich würde gerne mit dem anderen Namen und anderen Phronomen angesprochen werden und dass Leute selber auch wirklich was dafür tun mussten, sozusagen, dass ich jetzt, das jetzt was bei mir passiert, das ist ja ja nicht nur was, was mich persönlich sozusagen begriffen betroffen hat und dass ich dadurch sehr viel Gegenwind erfahren habe.

00:33:30: Also ich kam mich, glaube ich, an eine einzige Person erinnern, die sich gut, die ... die das gut aufgenommen hat, weil ich mich sozusagen wohlgefühlt habe beim Outing.

00:33:39: Und die meisten anderen Leute, ich bin auch noch mit, also ich hab viele Personen aus meinem Leben, vor allem Freundinnen und Ha Ha auch meine Mutter dadurch aus meinem Leben verloren.

00:33:50: Ich hab aber auch mit einigen nach einem Jahr oder so die Kurve gekriegt, damit umzugehen und haben das, wie ich gesagt habe, am Anfang aus Unwissenheit.

00:34:00: Ich blüht mir gegenüber Verhalten.

00:34:02: Wie gesagt, für mich hatte das immer einen sehr großen Effekt darauf, weil ich war vorher schon, also, bevor ich mich als offen, als transgoutet habe, war ich schon ... war Leuten irgendwie ... Also, ich war halt kein feminines Mädchen.

00:34:14: Also, ich war nie ... Um das noch mal kurz voran wegzunehmen, ich war auch nie ein Mädchen.

00:34:19: Und ich hab mich auch nicht sozusagen in einen Jungen verwandelt, sondern ich war schon immer ein Junge.

00:34:23: Ich fühle mich nicht auch... Also, Leute sagen immer ganz gerne, wenn sie von Transmenschen sprechen, die empfinden.

00:34:29: Also, was sagen die immer so?

00:34:31: Sagt, du fühlst dich als Junge.

00:34:32: Du fühlst, wie du identifizierst

00:34:34: dich?

00:34:34: Ja, genau.

00:34:35: Dass viele Leute sagen, also, ich identifiziere mich nicht nur als Junge.

00:34:37: Ich bin ein junger bzw.

00:34:39: Mann, keine Ahnung.

00:34:40: Und das war ich auch schon seit meiner Geburt an.

00:34:42: Ich hab das erst halt später realisiert.

00:34:45: Und deswegen ist mir auch wichtig, nicht sozusagen zu sagen, dass ich damals ein Mädchen war, sondern dass ich halt das damals nicht anders wusste, um jetzt den Dreh wieder zurück zu meiner Geschichte zu finden, dass ich damals halt keinen ... dass Leute mich nicht als Feminin das Mädchen wahrgenommen haben, sondern mich nicht wohl damit gefühlt haben, Feminin zu sein.

00:35:03: Und dass sehr viele Leute den Schluss darauf gemacht haben, dass ich auch auf Frauen stehe.

00:35:07: Ich fand das sehr interessant, weil ich hab mich nie vor jemanden als bi oder lesbisch geoutet.

00:35:11: Weil ich hab nie darüber nachgedacht, in eine Beziehung zu gehen.

00:35:14: Für mich war das voll abseits meiner Realität.

00:35:17: Ich hab dann auch mit Lehrkräften darüber geredet, wenn sie so waren, oh mein Gott, stell dir deinen Traumtypen vor.

00:35:22: Ich war so, woher weißt du, dass du ein Typ bist?

00:35:23: Dann deine Traumfrau, ich war so, woher weißt du das?

00:35:25: seine Frau ist und ich war lieber so, stell dir deinen Traum Menschen vor und ich war so, okay.

00:35:31: Aber immer so hier an der Stelle wie der Generationsding, das finde ich ja schon super fortschrittlich.

00:35:36: Ich finde ja auch immer schön zu sagen, wie weit wir trotzdem gekommen sind.

00:35:39: Noch mal, ich bin eine andere Generation und ich wäre genau dieselbe Person gewesen.

00:35:43: Sie sagt ja, stell dir deinen Traumtypen vor und ich habe gesagt, mein Traum Mädchen und dann wäre schon der Punkt gewesen.

00:35:48: Ja nee, du bist ja eins.

00:35:49: Also ich glaube, da wäre ich bei vielen meiner Lehrkräften schon auch.

00:35:52: Nicht bösartig, aber auf so ein ... Ja, nee, das versteh ich jetzt nicht.

00:35:55: Also, Traumjunge, so ... Okay, ich mach die Aufgabe einfach für mich.

00:35:59: Deswegen find ich's ja schon gut, dass das zweite Angebot schon

00:36:02: kommt.

00:36:03: Und das dritte Zähne knirschen, weil ich so denke, oh Mann, wir sind doch ein paar Meter gekommen.

00:36:07: Und ich muss übrigens sagen, ich war ja auch kein besonders feminines Mädchen.

00:36:10: Ich würde bis heute sagen, dass ich nicht besonders feminin bin.

00:36:12: Und ich find wirklich witzig, weil ich musste sehr nicken, als du es gerade gesagt hast.

00:36:15: Ich glaube, es ist dann einfach auch so ein Reflex, dann kommt ... Du lässt bös.

00:36:18: Also erstens, dass Menschen denken, dass das in irgendeiner Form eine Beleidigung wäre, amüsiert.

00:36:21: mich immer hochgradig.

00:36:23: Aber es war dann immer sofort, du entsprichst nicht diesem Mädchen-Mädchen-Typus, also musst du lesbisch sein.

00:36:32: Und umgekehrt würde ich auch sein, wenn du nicht so eine junge Anführungszeichen bist, musst du schwul sein.

00:36:38: Das greift schon so krass kurz.

00:36:41: Wie gesagt, das habe ich viel erlebt.

00:36:43: Vor meinem Outing.

00:36:44: Aber ich fand es immer gut, weil ich wollte nicht, dass irgendwelche Leute schließen, auf was für ein Geschlecht ich stehe.

00:36:50: Und damals war das kein Thema für mich.

00:36:52: Ich fand es gut, dass Leute nicht davon ausgegangen sind, dass ich auf Typen stehe.

00:36:55: Aber irgendwie sind sie es doch als kompliziert.

00:36:57: Das durch meinen Outing, also meinen Trans-Outing, auch offen.

00:37:00: Das ist ein sehr großen Unterschied, für mich, mental gemacht hat.

00:37:03: Also, dass es am Anfang hat, dass ich befreiend angefühlt.

00:37:07: Auch so, als ich als allererst so den Gedanken hatte.

00:37:11: Oh.

00:37:11: Ich glaube, ich könnte ein Transmann sein, dann war ich direkt so, oh Gott, nein, auf gar keinen Fall, das ist mir viel zu anstrengend.

00:37:16: Das war literally, es war ungefähr Wort dieser Gedanke, den ich hatte, ich war so auf gar keinen Fall, das ist viel zu anstrengend.

00:37:22: Ehrlichen Gedanken.

00:37:23: Und dann war ich so, nein.

00:37:24: Und dann hab ich es erst mal für so ein halbes Jahr oder so ein Jahr lang, war ich so, das ist eine Lüge, das ist nicht passiert.

00:37:29: Und war so, das stimmt nicht.

00:37:31: Und ich hab eine lange Zeit gebraucht, bis ich das von mir selber irgendwie dann wahrnehmen konnte.

00:37:35: Durch eine sehr witzige Geschichte.

00:37:36: Wichtig Geschichte, weil ich hab immer, also ich ... Ich habe früher sehr viele Bücher geschrieben.

00:37:43: Eine Freundin von mir hat einen Charakter entwickelt, die sie in das Buch reingeschrieben hat.

00:37:46: Die hat den geschrieben und ich war so, das ist voll interessant.

00:37:49: Da war ich so, meine beste Freundin hat einen Charakter in meinen Buchen.

00:37:53: Ich will auch einen Charakter in meinen Buch haben, habe ich so einen Mädchen gestaltet, die natürlich nicht feminin war, keine Ahnung, irgendwas.

00:37:58: Und irgendwann nach so zwei Wochen mit diesem ... Mediencharakter, auch wieder Nachbarnstrichen, dann war ich so, boah, es würde voll gut zu diesem Charakter passen, wenn das ein Transmann wäre, dieser Charakter, den, wo ich sehr offensichtlich den Gedanken hatte, dass das ich bin.

00:38:12: Und ich war so, hm, das ist ein Transmann.

00:38:14: Das war für mich persönlich sehr witzig, weil so ein halbes Jahr später schreibe ich irgendwann so eine Szene mit ihm und er war so, ah ja, boah.

00:38:19: Und er hatte übrigens auch den Namen Lino und das war ich den Namen voll schön fand.

00:38:24: Und dann war ich irgendwann so, hm, wollte mein Unterbewusstsein mir etwas sagen, was ich nicht verstanden habe.

00:38:30: Ja.

00:38:31: Ja.

00:38:31: An dieser Stelle bin ich sehr dafür.

00:38:32: Übrigens kreative Hobbys sind sehr gute, für die eigene Identität zu erkunden.

00:38:37: Also, weil es kommt mir sehr vertraut vor.

00:38:39: Ich habe auch viel geschrieben als Jugendliche und gezeichnet.

00:38:42: Und ja, das ist ein Safe-Space, finde ich, um Sachen auszuprobieren.

00:38:45: Und man einfach so guckt, wie du sagst, so den Charakter, dann lässt man ihn durchlaufen.

00:38:48: Ja, aber was wäre eigentlich, wenn das, und wenn das, und dann plötzlich merkt man so, oh ja, das führt sich für diesen Charakter, der zufälligerweise noch diesen Namen trägt und einfach eine krasse Mary zu oder ja, je nachdem männlich weiß ich kein Festnis.

00:38:59: Das Gegenschick zu Mary Sue ist Mary Sue.

00:39:01: Oh, warum haben wir mal einen anderen Kreativschreiber?

00:39:03: Aber wenn man dann einfach so merkt, vielleicht hat das doch mehr mit mir zu tun als ich denke.

00:39:09: Aber ich finde es gut, weil es ist ein Safe Space.

00:39:10: Also deswegen von allen von euch, die irgendwie denken so, ich weiß nicht so ganz wo ich stehe.

00:39:15: Falls ihr ein kreatives Hobby habt, lasst doch einfach mal so ein paar wilde Ideen einfließen.

00:39:18: Das heißt ja nicht, dass es am Ende passt.

00:39:20: Vielleicht stellt ihr am Ende fest, nee, ganz ehrlich, geht für mich gar nicht.

00:39:22: Aber das ist ein Safe Space, in dem ihr Sachen ausprobieren könnt.

00:39:25: Schreib, zeichnet, cosplay, first suited.

00:39:29: Und wenn ihr merkt, was fühlt sich gut an, habt ihr was entdeckt.

00:39:33: Ich finde es auch eine sehr witzige Geschichte.

00:39:36: Der Charakter hat jetzt einen anderen Namen.

00:39:37: Das

00:39:38: ist jetzt mein Name.

00:39:39: Ich fand es immer noch eine witzige Geschichte, dass es mir das zu meiner Erkenntnis geholfen hat.

00:39:46: Aber hab ich auch immer noch eine Weile gebraucht, bis ich das Leuten mich getraut habe zu sagen.

00:39:51: Ich hab auch immer erst die Wasser ausgetestet.

00:39:54: Ich hab erst nach meiner Mutter, bin ich als Allerstes hingegangen und hab so irgendwie, ich weiß gar nicht, wie's gemacht hab, aber ich hab das Thema Trans-Leute angesprochen.

00:40:02: Und dann hat sie erst mal eine halbe Stunde und ein Rampage über Transfrauen gegangen.

00:40:07: Brauchen wir jetzt gar nicht ins Detail reinzugehen.

00:40:09: Das Wasser war auf jeden Fall verseucht?

00:40:11: Ja,

00:40:11: auf jeden Fall.

00:40:12: Also, da war gut, dass ich das Wasser eigentlich vorher getestet habe.

00:40:14: Ich hab mich natürlich im Endeffekt dann doch eher geoutet.

00:40:17: Weil, na ja, brauchen wir auch nicht einzulaufen einzugehen.

00:40:20: Aber also, so hab ich das persönlich immer gemacht, um so ein bisschen auch einschützen zu können, wie die Situation ist.

00:40:24: Und ich fand persönlich, ich weiß nicht, ob das nur eine Ich-Erfahrung war, aber ich fand, dass Outings sind, werden schwieriger, je näher, die die Person steht.

00:40:32: Also, je wichtiger dir ... die Anerkennung auch von jemandem ist.

00:40:34: Also für so wildfremden Menschen ist es mir immer super leicht gefallen, das zu sagen.

00:40:38: Aber je wichtiger oder mir die Anerkennung von jemandem war, desto schwieriger war das für mich.

00:40:43: In meiner Familie fand ich das richtig, richtig schwierig.

00:40:45: Ich hab noch viele ältere Geschwister.

00:40:47: Da hat es mir auch immer super schwer gefallen.

00:40:49: Und auch vor Freundinnen, die mir irgendwie sehr wichtig waren, hatte ich einen großen Struggle da irgendwie, das hinzukriegen.

00:40:57: Und ich fand das sehr, sehr, sehr schwer.

00:41:00: mich vor Leuten zu orten und deren Reaktionen mitzukriegen.

00:41:03: Das war für mich auf jeden Fall sehr anstrengend.

00:41:05: Und ich hab mich auch in der Zeit, wie du das so schön in deinen Statistiken gesagt hast.

00:41:10: Ich war eins dieser Statistiken-Kinder.

00:41:11: Ich hab mich auf jeden Fall sehr alleine gefühlt immer damit und hab dann sozusagen, ich weiß nicht, ich hab probiert, meine Community durch meine Bücher selber zu finden.

00:41:19: Also mir die sozusagen selber aufzubauen und ja.

00:41:22: Es war auf jeden Fall nicht leicht.

00:41:24: Aber

00:41:24: dann, wenn du gerade so schön meine erfreulichen Statistiken angesprochen hast, dann würde ich doch direkt mal auch deine Frage an dich weiterspielen, weil ich finde, wenn man die Zahlen so liest, ist das erst mal sehr schreckend.

00:41:33: Und ich glaube, dass trotzdem Menschen das hören könnten und können sagen, Kelly, sagt es hat mit der Queerness nichts zu tun, ja, bei sich da wohl ganz eindeutig, dass die einfach alle einen an der Nuss haben.

00:41:40: Aber wir haben eine kleine Handvoll guter Studien, die sich damit beschäftigt haben.

00:41:44: Wie sieht es denn mit diesen Zahlen aus, zum Beispiel zur Depression, wenn sich jemand... Outfit oder, beziehungsweise ein Coming-Out hat, weil ich weiß, das sind auch zwei verschiedene Begriffe.

00:41:52: Oder wenn zum Beispiel auch jemand sich der Transition oder seine Transition tatsächlich angeht und wir sehen halt einfach, dass die Zahlen sinken.

00:42:01: Wir sehen einfach, dass es der mentalen Gesundheit wahnsinnig gut tut, wenn man zum Beispiel seine Transidentität ausleben kann.

00:42:09: Dann gehen die Zahlen zurück.

00:42:10: Natürlich je mehr, desto erfolgreicher sprich und erfolgreicher ist nicht, desto besser man irgendwie, man nennt das Passing, also desto eher man quasi dem männlichen oder weiblichen Geschlecht, zu dem man gehört, also zugeordnet wird, sondern je besser das aufgenommen wird.

00:42:23: Da sind wir bei diesen externen Faktoren.

00:42:26: Wenn man einfach die Person sein kann, die man ist und die Umwelt einfach voll fein damit ist, dann gehen diese ganzen Belastungszahlen zurück, dann gehen die Depressionszahlen zurück, dann gehen die Suizidgedankenzahlen zurück, dann gehen die Burnoutszahlen zurück.

00:42:38: Und ich meine, das könnte ja vielleicht Hinweis sein.

00:42:41: Und das ist ja auch unabhängig von Queerness.

00:42:43: Können wir bitte Menschen einfach?

00:42:45: Solange sie sich nicht selbst oder anderen Leuten schaden, bitte einfach so sein lassen, wie sie wollen.

00:42:48: Dann sind wir alle irgendwie ein bisschen glücklicher.

00:42:51: Aber ich will euch damit halt einfach nur sagen, es gibt da tatsächlich ganz klare Belege für, dass es eben nicht an der Transidentität an sich liegt oder an der Queerness oder am Schwul sein oder you name it.

00:43:02: Ihr habt jetzt ja ein paar Begriffe gelernt, sondern dass es halt deutlich verzweigter ist und dass jeder von euch was dafür tun kann, dass es den Menschen besser geht.

00:43:08: Sei halt einfach kein Arschloch.

00:43:09: Wir sagen das so oft.

00:43:10: Sei halt einfach kein Arschloch.

00:43:12: Aber das ... dass dieses in Ruhe lassen, dass das vielen Leuten extra schwer wird, wenn es um Transmenschen geht, weil du da genau die Person nicht nur nicht in Ruhe lassen kannst.

00:43:19: Weil du da tatsächlich, wie gesagt, was an deinem eigenen Verhalten ändern musst.

00:43:23: Ich find das ein spannenden Punkt, wenn du das gesagt hast.

00:43:25: In meinem Fall als Trans-Audit.

00:43:26: Ich kann nicht nur einfach sagen, okay, schön für dich, sondern ich muss mir gegebenenfalls einen neuen Namen merken und ein neues Pronomen.

00:43:32: Wir haben ja noch gar nicht über Neopronomen geredet.

00:43:34: Und natürlich steckt darin eine ganz große Wahrscheinlichkeit, nämlich, dass ich Fehler machen werde.

00:43:40: Ganz viele Menschen haben, also ich sag ja grundsätzlich, wir haben in Deutschland eine beschissene Fehlerkultur und ganz viele Menschen haben riesige Ängste davor Fehler zu machen.

00:43:47: Natürlich ist das blöd, wenn ich, vor allem wenn die Person mir ja vielleicht auch wichtig ist in irgendeiner Lage und ich dann sage, oh Scheiße, jetzt hab ich das falsche Pronomen benutzt oder ich hab den Deadname, also den alten abgelegten Namen benutzt.

00:43:58: Natürlich ist das für beide Personen blöd, aber ich meine, du kannst das ja mal aus deiner Perspektive sagen.

00:44:01: Also ich hab immer das Gefühl gehabt, wenn ich das nicht, wenn das wirklich klar ist, dass das ein Fehler war und versehen, bin ich nie abgestraft worden dafür, sondern jemand hat gesagt, es jetzt so und so oder natürlich machen wir Fehler.

00:44:12: Aber... Ist deswegen gar nicht zu versuchen, um die Person absichtlich zu verletzen, indem man absichtlich die Pronomen falsch benutzt und den alten Namen, obwohl man weiß, dass die Person damit nicht mehr angesprochen werden möchte.

00:44:22: Das ist halt immer wieder dabei.

00:44:23: Das hat Arschlochverhalten.

00:44:25: Fehler machen ist kein Arschlochverhalten.

00:44:26: Absichtlich, ein Idiot sein, ist ein Arschlochverhalten.

00:44:29: Also, ich vergleiche das.

00:44:30: Also, ich nenne da immer gerne zwei Sachen und zwar als allererstes.

00:44:32: Ich hab mich am Anfang selber auch super aufmisternd.

00:44:35: Also, ich weiß, ich hab immer, also, ich weiß, ich erinnere Situationen, die sind noch sehr prägnante in meinem Kopf.

00:44:39: Da war so meine Schwester und die hat so irgendwas zu mir gesagt.

00:44:42: Also, was ich so, ja, und da steht mein Bruder und ich war so, hi, ich bin die Schwester von, ich war so, verdammt!

00:44:47: Und es war auch, also ich hab mich so, ich, die Einzige, die ich dafür bläme, wenn sie mich misst, dann bin ich selber, ich mach mich selber sehr verdonneterverfertigt.

00:44:53: Aber man ist ja selber, weil sich selber immer noch mal ein bisschen harter als bei anderen Menschen.

00:44:56: Und die zweite Sache, die ich sage, ist so, wenn das Jahr wechselt.

00:44:59: Er erinnert bestimmt alle noch an eure Schulzeit oder seit noch in der Schule.

00:45:02: Wenn das Jahr wechselt und man muss immer so oben die Startung hinschreiben, dann verkackt man am Anfang einfach immer das neue Jahr hinzuschreiben.

00:45:09: Ich habe mir das letzte schon, als ich meine Notizen gemacht habe, habe ich zwanzig, zwanzig oben hingeschrieben.

00:45:13: Wir haben schon zwanzig, sehn zwanzig.

00:45:15: Und das ist mir einfach passiert.

00:45:16: Aber das passiert euch dann so für den Januar und vielleicht noch so ein bisschen für den Februar, dann hört es auch auf.

00:45:20: Und das ist okay, weil das ist halt eine Veränderung an die muss man sich gewöhnen und das ist... Das ist voll okay, Fehler zu machen.

00:45:26: Ich finde, es kommt immer darauf an, wie man damit umgeht.

00:45:28: Du

00:45:28: hast ja auch schon ein bisschen angedeutet, so die Reaktion deines Umfeldes und auch, was ja auch nicht ganz einfach war, bei unterschiedlichen Reaktionen und auch im Nah- und Fernfeld.

00:45:37: Aber was hat es denn vor allen Dingen auch also mit dir selber gemacht?

00:45:40: Hast du dann irgendwann mal daran gezweifelt, ist es jetzt doch das Richtige?

00:45:43: Also eine innere Unsicherheit oder so ein Selbstzweifel, dass du dann vielleicht doch gesagt hast, obst, vielleicht sollte das doch in dem Buch bleiben bei dem Lino oder gab es da so Geschichten?

00:45:52: Also tatsächlich mit meinem ... habe ich nicht so viel gezweifelt.

00:45:55: Damit hatte ich nie einen Zweifel.

00:45:56: Für mich war immer so klar, ich bin kein Mädchen.

00:45:57: Und sobald ich das so einmal wirklich auch so verbal ausgesprochen oder aufgeschrieben hatte, dann war für mich da auch kein Zurück mehr.

00:46:03: Für mich war das so, ich hab manchmal, hab ich so benachgedacht, um mich so selber zu kontrollieren, ob ich jetzt nicht irgendwas dummes mache.

00:46:09: Also, wie gesagt, da war irgendwie für mich gar keinen Zweifel mit drin, aber bei so meiner Sexualität schon.

00:46:15: Also das ist auch was, mit dem ich erst jetzt seit kürzerem angefangen habe zu struggle.

00:46:19: Weil meine Meinung nach daran liegt, dass ich jetzt an einem Punkt in meiner Transition bin, wo ich ein sehr gutes Passing habe.

00:46:24: Also wie wir schon gesagt haben, dass Leute sozusagen mich angucken und sich hundertprozentig sind, dass ich ein Typ bin.

00:46:29: Sie gucken mich aber nicht an und denken, dass ich ein Typ bin, sondern sie gucken mich an und denken, oh, das muss auf jeden Fall ein schulartem Mann sein.

00:46:34: Das ich sehr witzig finde.

00:46:36: Ja, weil ich trage Ohrringe und auch hin und wieder mal Nagelack.

00:46:39: Oh mein Gott, oh mein Gott!

00:46:41: Ich bin es auch nicht nur ein Ohrring, sondern es sind zwei öhrlicher Pro-Seites ganz schockierend.

00:46:44: Struggle ich zurzeit irgendwie sehr doll damit, dass ich das Gefühl habe, dass es ... irgendwie unnormal.

00:46:51: Also, dass ich mit so einem Gedankengang davon, dass ich einfach unnormal bin.

00:46:55: Dass es so diese Gedankengange von herkommen, eine Römanschmerzung, die ich sowieso nie habe, weil ich dafür bin ich viel zu sehr queer.

00:47:03: Und mit solchen Gedankengängen ist das eher, was ich viel zu kämpfen habe und sich ... nicht so ausgesprochen in meinem Kopf stattfinden, sondern eher so unterbewusst.

00:47:15: Und es ist auch manchmal ... Ich will nicht sagen, dass ich mich sehr weit verhasse, queer zu sein, aber es ist oft so, wo ich das nicht mag.

00:47:21: Weil ich denke, mein Leben wäre einfach so einfach, wenn ich nicht queer wäre.

00:47:25: Dann schiebe ich einfach so einen Hass darauf, dass es so anstrengend ist.

00:47:28: Aber ich schiebe dann nicht so einen Hass auf die Gesellschaft, dass es mir so schwer macht, sondern darauf, dass ich so anders bin.

00:47:34: Und ich weiß, also so gleichzeitig bin ich irgendwie stolz darauf, dass ich irgendwie nicht dem Normen der Gesellschaft entspreche, weil ich das auch gut finde natürlich, dass man diese Normen der Gesellschaft aufbricht.

00:47:42: Aber das kann ich auch nicht immer leben.

00:47:45: Das ist nicht mal das, was ich so auch fühle, obwohl ich probiere, das ist das, was ich nach außen hin trage und auch nach außen hin lebe.

00:47:51: Ich verstehe den Struggle, den du beschreibst und denk mir natürlich jernzeit so, ja.

00:47:56: Es ist halt mal wieder die Gesellschaft.

00:47:58: Aber es ist halt nicht so einfach.

00:47:59: Ich glaube, selbst wenn man das weiß, ist es ja immer die Frage, wie fühlt sich's an?

00:48:02: Und vor allen Dingen, ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber solche Sachen sind ja auch nicht immer gleich.

00:48:05: Also es gibt wahrscheinlich Tage, wo du das sehr gut externalisieren kannst, kannst du ganz ehrlich sagen, nein, ganz ehrlich, ihr macht mir die Scheiße schwer.

00:48:10: Und wenn ihr einfach mal euch ordentlich benehmen würdet, dann hätt ich nicht so ein Struggle.

00:48:13: Und dann gibt es einen Tag, wo man sich denkt, vermute ich mal, so es wäre schon einfach geil, wenn ich einfach... mich anpassen könnte und einfach sagen kann, hast recht, hab ich mir ausgesucht.

00:48:22: Da sind wir ja bei so großen Themen wie, es ist eben auch die Eigensexualität, ist halt nicht ausgesucht.

00:48:26: Ich glaube, viele, viele Menschen da draußen.

00:48:28: würden sich gerne ihre Sexualität aussuchen.

00:48:30: Ich kenne eine Menge Frauen, die echt gerne homosexuell werden und sagen, ganz ehrlich, hat mir nicht ausgesucht, auf Männer zu stehen.

00:48:36: Wir sind aber leider hier in diesem Boot.

00:48:37: Genauso viele Menschen kenne ich sicherlich, die sagen, hey, ist für mein Leben mehr so viel einfacher, wenn ich einfach Retro wäre.

00:48:42: Aber da sie sehen wir halt, es ist eben keine Entscheidungsfrage.

00:48:45: Ich meine, wie viele Geschichten kennen wir, gerade so aus der schwulen Community von Männern, die gesagt haben, ja, ich war halt dann auch, ich hab's versucht, ich hab Beziehungen mit Frauen gehabt, war sogar vielleicht verheiratet, hab vielleicht sogar irgendwie hingekriegt, Kinder zu zeugen.

00:48:57: Trotzdem merkt man halt so, es ist halt Arbeit, es ist Verstellen, es ist Maskieren.

00:49:01: Das leben wir echt einfach, wenn wir uns Dinge aussuchen könnten.

00:49:05: Es ist nicht man selber sein.

00:49:06: und es fällt mir auch so viel auf, dass ich das Gefühl habe, dass Queerness auch irgendwie in Medien oft einfach Leiden beschrieben wird.

00:49:12: Keine Ahnung, ich finde, es muss halt irgendwie so einen guten Zwischenmaß geben.

00:49:15: Zwischen einfach irgendwie rohen Charakteren, die einfach so ... neben bei Queer sind oder auch Queer-Stories, die um ihre Queerness gehen.

00:49:21: Um das dabei zu sagen, ich hab viele Charaktere, die nur auf ihre Queerness reduziert werden.

00:49:25: Wo du denkst, ja, aber Leute haben auch einen anderen Charakter daneben dran.

00:49:29: Mir ist es voll voll passiert, es war so, Leute wussten nicht, dass ich Geschichten schreibe oder dass ich male, dass ich ... Wie,

00:49:34: dachte Queerness ist deine ganze Persönlichkeit?

00:49:35: Ja,

00:49:36: doch, natürlich, total.

00:49:38: Keine Ahnung, und ja, Lol, ihr hört mich jetzt nur, wenn meine Queerness reden.

00:49:42: Aber da ist natürlich ein riesengroßer Mensch hinten dran, der nicht so mit Queerness zu tun hat.

00:49:46: Aber irgendwie doch ... auch dann auch Teile davon irgendwie beeinflusst werden von mir, weil natürlich das auch irgendwie ein Teil von mir ist.

00:49:52: Jetzt hast du ja das Sprachor.

00:49:54: Was würdest du denn jugendlichen Menschen, die das hier hören, mitgeben wollen?

00:49:58: Tatsächlich, die jetzt vielleicht sagen, oh, ich entdecke da was in mir.

00:50:01: oder ja, ich habe auch schon mal das Gefühl, das ist ein bisschen anders.

00:50:04: Was wäre so seine Botschaft?

00:50:06: Das finde ich richtig schwer, weil also ich weiß es nicht.

00:50:10: Ich weiß, ich habe so einen sehr negativen Blick auf Outing.

00:50:13: durch das, was ich halt erlebt habe.

00:50:15: Und ich hab auch Leute getroffen, die voll gute Erfahrungen irgendwie, auch als Transmenschen, irgendwie gemacht haben mit ihrem Outing in ihrer Familie, der ETC.

00:50:21: Also, ich kann jetzt sowas vorlabern von ihr seid wertvoll und es ist irgendwie ihr seid ihr seid ihr seid genau so richtig, wie ihr seid.

00:50:29: Und das stimmt natürlich alles.

00:50:30: Ich hab noch nicht das Gefühl, dass es so viel Unterschied macht, wenn ich das jetzt hier so als eine wildfremde Person irgendwie zu euch sage.

00:50:36: Ich werde es euch trotzdem sagen, weil ihr seid wertvoll und ihr seid nicht falsch, so wie ihr seid.

00:50:39: Und es ist voll okay, sich anders zu fühlen, als die Gesellschaft ist.

00:50:43: von einem verlangt und das ist nicht falsch.

00:50:47: ihr Queer seid oder herausfinden sollte.

00:50:48: Das ist nicht ein einfacher Weg, den ihr vor euch habt.

00:50:50: Ich würde euch nicht anbieten, aber es ist auch ein Weg, der mit sehr viel Freude verbunden ist.

00:50:54: Also zumindest das bei mir.

00:50:55: Ich habe viel Stress und Leiden dadurch erlebt, dass ich mich geoutet habe, aber gleichzeitig habe ich super viele so schöne Momente auch erlebt.

00:51:02: Und ich weiß, darüber haben wir jetzt irgendwie auch nicht viel geredet, aber es ist trotzdem, kann es mit mir so schön sein, Queer zu sein.

00:51:08: Und ich würde das auch nicht, ich würde mich, wenn ich mich entscheide, ich weiß Sexualität und Geschlecht ist keine Entscheidung, wenn ich mich entscheiden könnte, dann würde ich mich wieder... dafür zu entscheiden, dass zu sein, was ich jetzt bin, weil das ein Weg ist, der auch so viel Schönheit mit sich bringen kann.

00:51:22: Um einmal was Gutes über Social Media zu sagen, dass man da sehr viele Communities finden kann und auch Leute, die bereit sind, bestimmt irgendwie mit euch über solche Sachen zu reden und vielleicht was, wo ihr euch irgendwie selber wiederfindet.

00:51:34: Ich könnte irgendwie so viel sagen und irgendwie doch gar nichts.

00:51:37: Und vielleicht ein bisschen schwierig, irgendwas zu finden, was ich jetzt euch sagen kann.

00:51:40: Aber ich fand das gut.

00:51:41: Und ich mach die Werbetrommel noch mal, wenn ihr wollt, dass Lino euch mehr erzählt.

00:51:45: Und einfach mal, sich was von der Seele reden darf oder euch ein bisschen der Fragenbahn von da, stellt die einfach.

00:51:50: Ihr habt hier echt eine gute Situation.

00:51:52: Wir haben ja im Team auch noch mehr Personen, die dazu was sagen können zu den unterschiedlichen Themen.

00:51:55: Fragt einfach mal.

00:51:56: Also wir können hier gerne darüber reden und euch Erfahrungen austauschen.

00:51:59: Und ich find's ja auch schön, dass es auch so ein ehrlicher Austausch ist.

00:52:01: Was ihr auch gerade gesagt, viel war scheiße.

00:52:03: Ja, viel war auch echt geil.

00:52:05: Oder ist geil, das ist ja noch nicht am Ende deines Weges.

00:52:07: Mir

00:52:08: ist aufgefallen, dass wir noch was offen gelassen haben, was wir ganz am Anfang angeschnitten haben.

00:52:11: Du wolltest noch erklären, warum das L ganz am Anfang von LGBTQ steht.

00:52:15: Und ich finde, das ist ein gutes Wort zum Schluss.

00:52:18: Ja, aber das haben wir jetzt bestimmt.

00:52:20: ein paar von euch waren so, mein Gott, jetzt haben die das angesprochen, oder haben wir es gar nicht irgendwie erwähnt.

00:52:23: Das ist mir nämlich gelessen, wenn du gerade noch ersägt hast oder vor einer halben Stunde schon aufnehmen.

00:52:28: Bisschen mir noch aufgefallen.

00:52:29: Und ich glaube, ich finde, dass ein... Kleines, gutes, schöne Sache, die man am Ende noch berichten kann.

00:52:34: Dann kriegt ihr jetzt, die ihr so lange durchgehalten habt, noch die Auflösung zu diesem sehr, finde ich, emotionalen Stück der Queerengeschichte.

00:52:41: Wir hatten's ja schon mal angesprochen, es gab ja die große AIDS-Epidemie, hat man sie genannt, also wirklich als HIV aufkam und damit eben auch die AIDS-Erkrankungen in den Achtzigern, Siebzigern, Siebzigern, Achtzigern, da Neunzigern so in dieser Zeit.

00:52:52: Und viele, viele schwule Männer sind damals erkrankt.

00:52:55: Und es war tatsächlich einfach so ... dass damals auch in der medizinischen Fach, bei medizinischen Fachpersonen viele, viele Vorurteile herrschten, sodass diese Männer nicht richtig gepflegt wurden, z.B.

00:53:06: auch von den Krankenschwestern und Pflegern, dass die Berührungsängste hatten, dass die auch tatsächlich Behandlung untersagt haben oder Pflege.

00:53:14: Und diese Menschen brauchten gerade bei den finalen Momenten ihres Lebens Unterstützung, banale Sachen.

00:53:19: Hilfe bei der Pflege, bei der Hygiene, beim Essen, beim Trinken.

00:53:22: Und tatsächlich muss man sagen, ist hier die lesbische Community eingetreten und hat viele, viele dieser erkrankten Männer in ihren letzten Wochen, Tagen und Stunden gepflegt, hat sich da wirklich sehr aufopfern gekümmert, hat wirklich da auch begleitet, auch Sterbebegleitung gemacht an diesen Tagen.

00:53:36: Und da ist die Community wirklich voneinander eingetreten und hat da wirklich eng zusammengehalten.

00:53:42: Und tatsächlich, um das zu zeigen, hat man damals, als man eben diese Begrifflichkeiten für die Community gefunden hat, bei den vielen Buchstaben... dass das L nach vorne muss, um eben da Anerkennung zu zäulen, dass die lesbischen Frauen damals eben eingeschritten sind, als viel Fachpersonal einfach Leute hat liegen lassen.

00:53:57: Die sind hin, die haben gefüttert, die haben gebadet, die haben gewaschen.

00:54:00: Und sicherlich vielen Männern damals den Abschied leichter gemacht.

00:54:03: Und ich finde, das ist einer perfekten Abschied, um so ... Ich weiß nicht, das ist traurig, aber das ist auch echt schön.

00:54:09: Ich find es ein superguter Abschied.

00:54:10: zu unserer Folge.

00:54:11: Dann bleibt uns nur noch zu sagen, falls ihr Fragen habt, fragt mich.

00:54:15: Ich bin dafür da, sie zu beantworten.

00:54:17: Oh mein Gott fragt Lino.

00:54:20: Also ich bin sehr gerne dafür da, die euch zu beantworten.

00:54:22: Ihr könnt ihr auch nicht nur über wo auch immer ihr es hört, sondern auch über unsere Social Media Kanäle und Instagram haben wir.

00:54:27: Uns privat fragen und dann hoff ich hört man sich mal in einer anderen Folge wieder.

00:54:32: Bestimmt, wir freuen uns auf euch.

00:54:34: Ich auf jeden Fall.

00:54:35: Ciao.

00:54:36: Tschüss.

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