Mara und die Angst: Strategien für den Alltag mit Panikattacken
Shownotes
Herzrasen, Schwindel, Atemnot – Panikattacken können plötzlich auftreten und im Leben Betroffener alles durcheinanderbringen. In dieser Folge spricht Mara mit Psychologin Colin offen über Panikattacken, ein Thema, das Mara seit langem begleitet. Colin erklärt verständlich: Was sind Panikattacken und wie entstehen sie? Was passiert im Körper und Gehirn während einer Panikattacke? Gemeinsam schauen die beiden darauf, wie bestimmte Umstände, Stress und scheinbar harmlose Auslöser, wie Koffein, zusammenwirken können.
Mara teilt ihre persönlichen Erfahrungen und Strategien, die ihr geholfen haben, mit akuten Panikattacken umzugehen und ihnen vorzubeugen. Die beiden betonen, warum Panikattacken nicht lebensbedrohlich sind, obwohl sie für Betroffene so belastend sind. Mit geeigneter Unterstützung und therapeutischen Maßnahmen lassen sie sich sehr gut behandeln, sodass man wieder Kontrolle über die eigenen Ängste gewinnen kann.
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Transkript anzeigen
00:00:08: Willkommen bei deinem Podcast, es braucht das ganze Dorf.
00:00:10: Hier sprechen jugendliche Alltagsexpertinnen und Experten mit Profis aus der Wissenschaft.
00:00:15: Ehrlich und authentisch über mentale Gesundheit und alles was dazugehört.
00:00:19: Du bist nicht allein, denn manchmal braucht es ein ganzes Dorf um den Weg zu finden.
00:00:23: Schön, dass du Teil des Dorfes bist.
00:00:32: In diesem Podcast sprechen wir offen über Themen rund um mentale Gesundheit, die für einige emotional herausfordernd sein können.
00:00:39: Wenn du denkst, dass das für dich der Fall sein könnte, empfehlen wir, die Episode nicht allein zu hören.
00:00:44: In der Beschreibung findest du hilfreiche Angebote und Ressourcen, die du Unterstützung bieten können.
00:00:56: Hey, schön, dass du wieder eingeschaltet habt.
00:00:59: Ich bin Mara und heute geht es um ein Thema, das mich seit vielen Jahren begleitet und zwar sind das Panikattacken.
00:01:06: In dieser Folge spreche ich mit Kulin, meinem Gast, darüber, welche Auslöser Panikattacken haben, was Panikattacken sind, wie sie grundsätzlich auch entstehen und was man tun kann, wenn sie plötzlich das eigene Leben bestimmen und mitgestalten.
00:01:19: Kulin, möchtest du dich kurz vorstellen?
00:01:22: Ja,
00:01:22: danke, mache ich gerne.
00:01:23: Hi ihr Lieben, ich bin Kulin.
00:01:24: Ich bin zum jetzigen Zeitpunkt thirty-eight.
00:01:27: Ich bin die Psychologin und genau bin heute dafür da, weil Mara wird uns Anteil haben lassen an ihren Erfahrungen und ich bin dann immer dafür da, das so ein bisschen mit langweiligen wissenschaftlichen Fakten zu begleiten.
00:01:37: Dann lass uns einfach mal direkt starten.
00:01:39: Was genau ist eine Panikattack?
00:01:41: oder wie definiert man sie?
00:01:43: Fangen wir erst mal so darauf an, wie es auf dem Papier steht.
00:01:45: Das ist immer, sag ich mal, die Blaupause dafür.
00:01:48: Eigentlich redet man davon, eine Panikattacke ist eine einzelne, also abgegrenzte und plötzlich auftretende Episode, die körperliche oder psychische Ausnahmezustande oder Alarmsituation darstellt.
00:02:00: Wichtig ist dabei, dass es eigentlich kein objektiven, äußeren Auslöser gibt.
00:02:05: Es wäre jetzt keine Panikattacke in... Anführungszeichen Panik zu verfallen, wenn, keine Ahnung, ein Bär aus dem Bus springt und versucht dich zu fressen.
00:02:12: Das ist eine angemessene Reaktion, aber Panikattacken passieren eben von außen für die meisten Menschen nicht aus Gründen, ja, objektiven Anlasses.
00:02:19: Also, für jemanden von außen kann das aussehen, das kommt, käme das aus dem Nichts.
00:02:23: Wenn ich, ob du das auch so erlebst oder ob du für dich sagst, nee, für mich hat das ja immer objektive Anlässe.
00:02:28: Tatsächlich aus meiner Sicht sehr unterschiedlich zu betrachten oder zumindest sehr differenziert, denn Panika-Dagen können sich in verschiedenen Situationen einfach ergeben aus innerer Unruhe, innerer Stress.
00:02:40: Und das kann sich eben entweder manchmal nur so ein paar Minuten ja ausbreiten und vielleicht auch wieder vergehen.
00:02:47: Und das kommt gar nichts zu so einer Panikattack oder einer Stresssituation.
00:02:52: Aber so typische Symptome, die Panikattacken ausmachen, die kommen schon aus der Umwelt oder aus dem Inneren wohlbefinden und unwohl sein in dem Fall.
00:03:03: Und das ist meistens auch aus äußeren Faktoren auf jeden Fall zu ziehen.
00:03:08: Mein Beispiel wäre ... dass man zum Beispiel vorher Kaffee getrunken hat.
00:03:13: Kaffee steigert natürlich auch die Aufmerksamkeit oder macht natürlich wach, aber macht natürlich auch ziemlich hyperstimuliert, verstimulierte Aktionen im Körper wach.
00:03:23: Und das kann natürlich auch dazu führen, dass man, oder dass ich auch gemerkt habe, oh, jetzt passiert irgendwie viel, viel mehr als vorher, oder die Umwelt verändert sich zu irgendwie, ich meine, zu einem Platz, der einem vielleicht ... wo man sich wohlfühlt und entspannt ist, sondern wo man auf einmal immensen Stress und Angstzustände bekommt.
00:03:41: Finde ich gut, dass du direkt am Anfang zum Beispiel so ein Beispiel nimmst, weil ich glaube, das fehlen auch nicht klar.
00:03:45: Gerade von unseren jüngeren HörerInnen vielleicht.
00:03:47: Warum ist der Kaffeebrot im Koffein da drin?
00:03:49: Und Koffein ist ja eigentlich, also ich bin auch so ein kleines Koffeinopfer, soll uns ja wach machen und in Erregungszustand hochsetzen.
00:03:55: Passiert auch mit, also ich habe ja gerade ein Glas Coke Zero stehen, wegen des Koffeins mate.
00:04:00: Oder was haben wir noch?
00:04:01: Energydrinks, da ist auch über Koffein drin, alles fein und gut.
00:04:05: wie Mara gerade erzählt hat, wenn ihr eh schon eventuell wisst, dass ihr unter Panikattacken, dass ihr dazu neigt, ist es eine schlechte Idee mit dem Koffein, weil, habe ich gerade gesagt, Erregungszustand geht nach oben, ihr werdet wacher, ihr werdet aufmerksamer, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass euer Körper euer Gehirn etwas findet, was eventuell die Angst auslösen könnte und dann natürlich eben im schlimmsten Fall eine Panikattacke endet.
00:04:26: Was
00:04:26: auch dazu beigetragen hat bei den letzten Panagata Kediv vor ungefähr vier oder drei Wochen stattfand, war, dass ich nicht nur ironischerweise Kaffee getrunken hatte.
00:04:37: Flat white, liebe Leute.
00:04:39: Ich kann nicht empfehlen, wenn ihr ein bisschen sensibel darauf reagiert.
00:04:43: Nee, also komplett auf Kaffee verzichten.
00:04:46: Ich glaube, dass es sein ganzes Leben danach einschränken, das ist keine gute Alternative.
00:04:51: Allerdings gibt es auch Alternativen.
00:04:53: Dazu komme ich natürlich dann gleich.
00:04:54: Aber die Körperwahrnehmung selber, die haben auch bei mir dazu beigetragen.
00:04:59: dass ich da etwas angebahnt hatte.
00:05:02: Und es war eine Stelle an meinem Ohr, die hatte so eine Art von, wahrscheinlich, einen Pekel, der sich da gebildet hatte.
00:05:08: Ich reagiere da manchmal ein bisschen sensibel drauf, weil ich dann irgendwie denke, oh Gott, da ist jetzt irgend so eine Aushebung oder eine Verkapslung oder auf einmal irgend so was.
00:05:17: Man fasst sich ja manchmal ins Gesicht und dann entdeckt man auf einmal irgendwelche Stellen, die vor zwei Tagen noch nicht da waren.
00:05:23: In dem Fall ist mir da auch ... diese Stelle am Ohr aufgefallen.
00:05:27: Erst hab ich mich gar nicht damit wirklich beschäftigt, weil dann ging's ja ums Kaffee trinken.
00:05:32: Und danach wurde das immer intensiver.
00:05:35: Und ich hab immer öfter in diese Stelle gefasst und ich war mir nicht so sicher, okay, was ist das jetzt überhaupt dort?
00:05:41: Dann hat sich mein Körper irgendwie auf diese eine Stelle da konzentriert gehabt.
00:05:45: Aber auch die Tatsache, dass ich jetzt irgendwie, keine Ahnung, dass da irgendwas sein könnte oder irgendwie sich da auf irgendeine Ziste bildet, was auch immer das dann war.
00:05:55: Und ... Dann mit dem Kaffee natürlich in Kombination kam dann automatisch diese Steigerung an, mein Wahrnehmung, meine Inversion.
00:06:04: Und es hört sich erst mal ein bisschen lächerlich an, weil okay, das ist so eine Stelle da irgendwo an deinem Körper und das heißt ja erst mal gar nichts, aber beides und vielleicht auch die Geräuschkulisse, ich war in einem Kaffee, hat das Ganze ziemlich hochspiralt und irgendwie hat sich das nicht gesetzt.
00:06:20: Und dann fing die Panikattacker
00:06:22: an.
00:06:22: Ich find gut, dass du auch noch mal sagst, es ist natürlich nicht nur der Kaffee oder nicht nur die Stelle im Gesicht, sondern es ist, wie du halt sagst, die Kombination.
00:06:29: Und das ist auch ganz wichtig, wenn wir heute darüber reden.
00:06:31: Panikattacken sind... Krankheitssymptome.
00:06:34: Also das ist nichts, wo jetzt sagt, ich trinke auch mal einen Kaffee und dann juckt mir das Ohr.
00:06:38: Ja, fein für dich, wenn da nix passiert, super, damit liegst du in der Norm.
00:06:41: Aber es gibt eben bestimmte wahrscheinlich, wir kennen die Ursachen ja noch nicht so genau, bestimmte neuronale oder auch homonelle Neurotransmitter bedingte Gründe, warum man dann eben nicht in der Lage ist, einfach wegzuhören oder wegzuschauen von dem, zum Beispiel von deiner Stelle im Ohr.
00:06:56: Also es wird vielleicht ja später nochmal aufgegriffen, das ist ganz typisch auch bei der Anwarnung von einem Panikattack, dass man auf einmal sehr aufmerksam auf Das eigene Ich-Bezogen ist auf den eigenen Körper, auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers und sich eben nicht einfach mal so davon lösen kann.
00:07:09: Das ist eben auch nichts, wo man jetzt der Person wie üblich sagen kann.
00:07:12: Ich meine, ihr kennt das ja schon in unserem Podcast.
00:07:13: Es hilft nicht zu sagen, Renn, denk doch einfach nicht an dein Ohrleppchen.
00:07:16: Ja.
00:07:18: Das ist auf jeden Fall nicht das, was wir dann irgendwie zielfühlen.
00:07:21: Das war diese Tipps oder diese Tipps von Außenstehenden, die das einfach nicht, die das nicht kennen oder die damit nicht in Berührung kommen.
00:07:28: Das natürlich, ja, das ist natürlich nicht zu verurteilen, aber es ist natürlich auch nicht... Super hilfreich, wenn dann solche Aussagen kommen.
00:07:36: Na ja, aber es ist natürlich wichtig zu wissen, dass Panikattacken nicht irgendwie einen Bedrohnen oder auf einmal dazu führen, dass man umfällt oder nicht mehr lebt danach, sondern dass das erst mal natürlich sehr unangenehm ist.
00:07:50: Aber diese Phase ging auch wieder glücklicherweise vorbei, dass man auch, wenn es sich so anfühlt, nicht mit dem Schlimmsten rechnen muss.
00:07:58: Es ist kein gutes Gefühl, das will ich nicht abwerten.
00:08:00: aber allerdings kein permanentes Gefühl.
00:08:04: Es dreht einmal auf, wann ist immer so eine große Frage.
00:08:07: Das ist leider sehr ... Das ist nichts wirklich für herzusehen.
00:08:11: Wenn es dann aus solchen Alltags-Situationen entsteht, also ich hätte an dem Samstag nachmittag auch nicht daran gedacht.
00:08:19: Und normalerweise geht es gerade auch als ja, Post-Abeturienten, waren natürlich immer die Schulen, die Leiter, ja, die Igweltäter.
00:08:28: für mich, weil das natürlich dann irgendwie immer mein ... den Stress extrem hoch gesetzt hat.
00:08:33: Und auch Klausuren oder Tests dann irgendwie der Auslöser dafür waren, dass ich mich, dass ich gekrübelt habe, dass ich nach der Schule immer dachte, okay, wie strübte ich das jetzt, wie lerne ich am besten?
00:08:47: Oder wenn ich Fächer hatte, die mich einfach nicht gelegen haben und wo ich dann dachte, oh Gott, wie soll ich da jetzt meine zehn Punkte schreiben?
00:08:54: Oder wie komme ich da jetzt irgendwie durch?
00:08:56: Und das war, glaube ich, der Moment für mich, wo ich wusste, okay, es ist ... kann auch extern aus der Schule etwas passieren.
00:09:03: Und ich glaube, dass erstmal psychischer Stress nicht nur aus solchen Arbeitskreisen kommen kann oder auch jetzt aus der schulischen Seite.
00:09:12: Ja, absolut.
00:09:12: Ich glaube, was mir ganz wichtig ist, weil du es auch gerade schon angeschnitten hast und weil ich ja weiß, manche von euch hören irgendwie fünf Minuten in die Folge rein und dann, keine Ahnung, kocht das Nudelwasser über ihr und ihr seid schnell weg.
00:09:22: Weil ich kenne die Frage mal ganz, ob dir so eine Panikattacke aussieht.
00:09:25: Wichtig, glaube ich, vor allen Dingen für die, die es schon mal erlebt haben oder vielleicht hoffentlich nicht erleben werden bei den Zukunft, was man oft sagt ist, für die Person, die da gerade durch muss, fühlt es sich sehr oft an, als ob das jetzt hier das Ende ist.
00:09:38: Das ist jetzt Ende Gelände, man kommt aus der Sache nicht mehr raus, man wird sterben im Zweifelsfall, wenn die Attacke sehr groß ist.
00:09:44: Wichtig ist an der Stelle ganz, ganz wichtig, man stirbt nicht an einer Panikattacke.
00:09:48: An sich, wir gehen gleich noch mal drauf einbestimmt, es gibt eine Menge körperlicher Symptome, die sind auch da, das bildet sich die Person nicht ein, das passiert de facto.
00:09:56: Das fühlt sich im ganzen Körper gissen Alarmzustand.
00:09:59: Aber ganz, ganz wichtig ist hier die Aussage, man stirbt nicht von einer Panikattacke.
00:10:03: Das ist kein lebensbedrohlicher Zustand, er fühlt sich an wie einer.
00:10:07: Aber es ist keiner.
00:10:08: Und warum ist es so banal, dass ich das sage, ist wichtig zu wissen.
00:10:11: Weil wenn man sich an irgendwas noch krallen kann, wenn man in der Tacke drin ist, dann hoffentlich an den Gedanken, ich war hier schon mal, ich hab das hier schon mal geschafft.
00:10:18: Ich weiß vom Kopf her, dass mich das nicht töten wird, auch wenn es sich gerade anders anfühlt.
00:10:23: Deswegen ganz, ganz wichtig die Info.
00:10:24: Ausnahmen sind natürlich, man hyperventiliert so stark, dass man umkippt und mit der Kante auf den Kopf, also mit der Kopfkante auf eine Tischkante knallt.
00:10:31: Okay.
00:10:32: Aber versuchen wir jetzt mal, diese kurzen statistischen Wahrscheinlichkeiten rauszuwächten.
00:10:35: Eine Panikattacke alleine, ganz wichtig, stirbt man nicht.
00:10:40: Ich meine, es ist auch natürlich immer so eine Art von wahrscheinlich einem Mythos, dass Panikattacken irgendwie, ja, das eine, das ganze Leben begleiten.
00:10:48: Also, meine Mutter kam dann auch nach ein paar Jahr Trainingsanheiten oder auch grundsätzlich dem Gefühl, okay, es kann mir wirklich nichts passieren, auch da ein bisschen von weg oder raus.
00:10:57: Und das ist nicht etwas, was dein ganzes Leben lang dich begleiten muss.
00:11:02: Aber es ist schon wichtig daran, zu arbeiten.
00:11:04: Absolut.
00:11:05: Also tatsächlich ist das ja mit viel mit Angst assoziiert.
00:11:08: und tatsächlich sagen wir eigentlich immer so grundsätzlich Angststörungen, vor allen Dingen spezifische Angststörungen, Phobien sind eigentlich eine Therapie voll gut zu behandeln, weil da kann man sehr gut ran in der Regel und deswegen kann man eigentlich auch an Panikstörungen, an Panikattacken sehr gut ran.
00:11:20: Man muss eben, wie du sagst, man muss dran arbeiten.
00:11:22: und natürlich die Wahrheit ist auch, wir haben eine Menge Strategien.
00:11:25: Man muss finden, was für sich individuell passt.
00:11:27: Für die einen klappt das, für die anderen klappt das.
00:11:29: Man muss halt ein bisschen dran bleiben, aber finde ich wichtig, dass du sagst, ihr seid dem nicht ausgeliebt.
00:11:33: Ja,
00:11:34: exakt.
00:11:34: Also ich habe selber ein paar Strategien.
00:11:37: in meiner noch nicht so langen Zeit meiner Panikattacken gefunden.
00:11:40: Manche funktionierten, wie schon angeschnitten, weniger gut, oder manche haben doch mehr Wirkung erzielt.
00:11:46: Eins, was auf jeden Fall hilft, ist nach meiner Erfahrung, dass man von dieser Konzentration von Wahrnehmungen in seinem Körper wegkommt und irgendwas anderes fixiert.
00:11:57: Irgendwas anderes anfixiert wahrscheinlich, in dem Sinne zum Beispiel, man entfernt sich einer Situation, in der man kalt ist, was über seine Hände laufen lässt.
00:12:06: oder man springt mal schnell auf und ab oder öffnet das Fenster, das ist auch wichtig.
00:12:12: Auch gerade in der Luftzufuhr, die Luftzufuhr deutlich... kurz und flacher Atmung auch ist, dass auch neue Luft zirkulieren kann und neue Luft reinkommt, gerade wenn ihr in einem geschlossenen Raum seid.
00:12:23: Oder ihr geht einfach aus dem Raum raus, in die frische Luft sozusagen, wenn das möglich ist.
00:12:28: Oder auch, was mir geholfen hat, vielleicht auch irgendwas Schafes essen.
00:12:32: Bei gerade Schafe Kaugummies höre ich oft so Big Red oder so was in der Tasche haben, damit man die schnell zu sich nehmen kann.
00:12:38: Was auch hilft, ist glaube ich bei mir zumindest ganz gut vorangekommen, wenn man läuft, dann spürt man mehr seine ... oder den Untergrund.
00:12:48: Man rutscht nicht irgendwo weg, man ist ja irgendwie dann schon stabil und läuft eine gewisse Zeit.
00:12:54: Und wenn wir zum Beispiel zur zweiten Seite, dann hilft es auch, Konversation einfach über die Gegend zu führen.
00:13:00: oder guck mal, da ist der Baum oder da ist doch die Straße und da ist das gräbe Auto oder so.
00:13:06: bringt sich das von diesem Gedanken der Konzentration auf seine eigenen Gefühle ein bisschen weg.
00:13:11: Das hat nicht immer Erfolg.
00:13:12: Die Garantie ist nicht immer hundert Prozent, das muss man dazu sagen.
00:13:15: Aber es hat eine gewisse Sicherheit, weil ohne diese Tipps auch jetzt aus meiner eigenen Familie hätte ich das gar nicht wirklich angehen können und auch besser bewältigen können.
00:13:26: Also ich war froh, dass es schon Leute gab, die dann in der Situation auch dabei waren.
00:13:31: Aber gerade wenn man alleine ist, ich weiß nicht, was ich getan hätte in dem Fall.
00:13:35: Also, ich hätte wahrscheinlich alles ausgesessen.
00:13:38: Das hab ich vorher immer gemacht.
00:13:39: Aber gerade spezifisch in dieser Situation, will man ja auch irgendwie die Konzentration auf etwas ganz anderes lenken und nicht in der Situation per se bleiben.
00:13:48: Und gerade in geschlossenen Räumen, wo ich mich auch befunden hatte, war das extrem schwierig.
00:13:53: Und der erste Gedanke war einfach erst mal weggehen und sich irgendwo anders festhalten und draußen auf den Fluss starren.
00:13:59: Und so hat mich das so ein bisschen mehr auf den Boden gebracht und nicht irgendwie noch mehr in die Stresssituation.
00:14:05: Also ihr habt es gerade gehört, das ist glaube ich auch ganz ganz wichtig.
00:14:08: Wir haben ja gesagt, es ist sehr nach innen bezogen, so eine Panikattacke.
00:14:11: Man hört eben und wir haben ja schon angedeutet, es gibt wahnsinnig krasse körperliche Symptome.
00:14:14: Es ist ganz normal, natürlich, dass man eine Herzgrasen eigentlich schon kriegt.
00:14:19: Also man spürt richtig, wie das Herz in den Brustkorb auf und abgeht.
00:14:22: Wir haben immer schon gesagt, Typerventilieren kann ein Thema sein oder flaches Atmen, Artennot.
00:14:26: Das macht die Sachen natürlich nicht viel besser, weil man plötzlich merkt, ich krieg nicht richtig Luft.
00:14:30: Und dann ist es logisch, dass man noch mehr Panik bekommt.
00:14:32: Leute schwitzen, zittern, übel.
00:14:34: Es kann zu übergeben kommen.
00:14:36: Es sind wirklich heftige körperliche Symptome, die das begleiten.
00:14:39: Und dann ist es ja logisch, dass man da noch viel mehr den Fokus drauflegt, weil man merkt ja dann plötzlich, oh mein Gott, da tut sich ja gerade Wasser in meinem Körper.
00:14:46: Ja, gerade diese Veränderung ist erst mal richtig angstsämfeln, weil man gar nicht so damit konfrontiert war.
00:14:51: Also ich war auch noch nie in der Situation, wo ich so lange irgendwie in diesem Zustand mich befunden hatte, weil es vorher einfach immer relativ kurzweilig war und ich lieber die fünf Minuten Spanne hinwegkam.
00:15:01: Gerade wenn ich dann gemerkt habe, okay, Jetzt hümmt sich das alles auf.
00:15:05: Ich wusste, ich werd bleich.
00:15:06: Ich hab gemerkt, wie immer geliehen die Situation auch für andere Leute um mich herum war auf einmal.
00:15:11: Vielleicht war das auch meine Wahrnehmung, die sich bisschen mehr Druck gemacht hat, als es wahrscheinlich war, aber auch das Leute von außen auf mich geguckt haben.
00:15:20: Und dann die Szenerie natürlich auch auf sich selber gelenkt ist.
00:15:23: Oder ich in dem Fall ziemlich hilflos war und ich wusste gar nicht so, okay, jetzt stand die mich auch noch an und sehen, wie ich da so irgendwie halb durchgegeben hab.
00:15:33: Stolper auch.
00:15:34: Aber es ist wichtig da auch nicht, den Halt zu verlieren, sondern trotzdem weiter mehr zu atmen, auch ein Bauch zu atmen, zum Beispiel.
00:15:42: Oder die Atemtechniken ausprobieren, die es gibt, also dreimal ausatmen oder drei, fünf, vier Techniken.
00:15:51: Also eine Art Zahlenkombination.
00:15:52: Es gibt ganz viele, vier, sieben, acht, vier, vier.
00:15:56: Das kann auch helfen.
00:15:58: Oder auch das für die Mädchen zum Beispiel auch.
00:16:01: Haargummis für Menschen mit langen Haaren grundsätzlich, dann einfach irgendwas an sich rumzuziehen, wie so ein langes Haargumie eben ist und dann an seine Haut wieder zurückzuziehen und schnell mal irgendwie so einen Schlüssel in die Hand nehmen und drehen und wenden und irgendwas, was einen davon etwas abbringt.
00:16:21: und ablenkt vor allem.
00:16:23: Ablenken ist ein gutes Stichwort.
00:16:25: Ich würde auch sagen, wenn ihr in der Situation seid oder wenn ihr mit jemanden in der Situation seid, also die andere Person, eine Panikattacke, was wir gerade hatten, ich persönlich würde sagen, schaut wirklich, dass ihr als Allererstes die Atmung in den Griff kriegt, weil die meisten fangen, im Anzug überventilieren oder flach zu atmen.
00:16:37: Das ist an sich nicht dramatisch, aber z.B.
00:16:39: beim Überventilieren kann es eben dadurch sein, dass es dadurch, ich glaube, zu einer Muskelübersäuerung kommt und dadurch das Blut, irgendwie andere Zusammensetzungen.
00:16:46: Es geht aus dem Gleichgewicht, da müssen jetzt die MedizinerInnen das genauer beschreiben.
00:16:51: was jetzt grundsätzlich auch erst mal nicht das Problem ist, aber erinnert euch vorhin an diese statistische Wahrscheinlichkeit, wenn ihr halt in eurem Bett ohnmächtig werdet, was weich und cozy ist, dann ist es nicht ganz so problematisch, wie wenn ihr ohnmächtig werdet, windet auf der Gas und schlagt dann mit dem Kopf auf der Bordstandkante auf.
00:17:05: Deswegen finde ich immer ganz wichtig, was du gerade gesagt hast, diese Atemübung, da gibt es noch ein nöcher raucher geeignete und für nicht rauchende geeignete.
00:17:13: sucht euch daran
00:17:14: was.
00:17:15: Genau, da reichen nach meiner Erfahrung auch Meditationsvideos oder irgendwelche Entspannungsmusik-Videos aus, in dem Fall.
00:17:23: Also die auch irgendwie geführt werden natürlich, die dann sagen, halt mal kurz ein und langsam wieder aus und so Flaskeln benutzen, wie ja, schließe kurz die Augen und konzentriere dich auf dich selber, auf dein Atem und so was kann in dem Fall.
00:17:38: Also man hat natürlich niemanden, nicht immer Musik oder direkt seine Intensie in so Hand, in dem Fall ... kann man auch natürlich versuchen, seine eigene Stimme dann irgendwie im Kopf zu benutzen oder zu sagen.
00:17:50: Ich antworte mir selber zum Beispiel oder sage dann, okay, in meinem Kopf sage ich, atme aus, atme ich aus oder dreh dich kurz irgendwie oder steh auf.
00:17:59: Und das kann man dann auch alles irgendwie, wenn man dann natürlich die Kapazität dazu hat, das dann in der Situation zu machen.
00:18:03: Also das Wichtigste bei mir war einfach, dass ich wusste, ich hab irgendwas an Methoden, weil auch wenn die ein bisschen, auch wenn die nicht sofort helfen, man weiß, man hat was an, dass man sich ... und das
00:18:14: ist
00:18:15: besser, als wenn man da steht und wirklich ihr Ahnung hat, wie man da rangehen kann.
00:18:19: Ich finde es wichtig, genau das, was du sagst, dass man sich so ein... Also kann man natürlich vor der ersten Attacke, kann man das nicht, ne?
00:18:24: Die kommt ja unangenehm.
00:18:25: Wenn man weiß, okay, ich habe das jetzt eins, zwei mal durch, offensichtlich könnte das noch mal passieren.
00:18:29: Ich finde es ganz wichtig, sich so einen Kasten zusammensetzen, so einen Werkzeugkasten, so was funktioniert überhaupt für mich, weil keine Ahnung, vielleicht finde ich ja so Meditationsgelabe auch total lächerlich.
00:18:38: Dann sag ich so, nee, das wird für mich nicht klappen.
00:18:40: Und ich würde gerne sagen... übt so was.
00:18:42: Also gerade Atemübungen, selbst wenn ihr nicht von Panikattacken betroffen seid, das kann echt hilfreich sein, weil auch wenn ihr einfach nur normal nervös seid vor einem Referat oder vor einem Auftritt oder keine Ahnung, das Block-Riot-Konzert von Weihnachtsbaum jedes Jahr, wenn ihr so eine Atemübung drauf habt, könnt ihr euch auch in so eine normalen Situation runterfahren.
00:19:00: Und wenn ihr dann mal eventuell in so eine Ausnahmesituation kommt, dann habt ihr das schon mal geübt und dann geht viel schneller in eurem Kopf der Tab auf.
00:19:07: A, warte, wir haben doch eine Atemübung parat, als wenn ihr erst Panisch irgendwie überlegt.
00:19:12: Oh Gott, da war doch irgendwas mit Atemübungen.
00:19:13: Vier, fünf, sieben, drei, zwei, ausatmen, einatmen.
00:19:16: Dann ist es durch.
00:19:17: Dann werdet ihr euch nur noch panischer machen.
00:19:18: Aber wenn ihr wisst, okay, warte, ich habe diese eine Atemübung, die funktioniert für mich.
00:19:21: Oder ich habe dieses eine Musikstück, ich mach das jetzt rein, dann seid ihr vorbereitet.
00:19:25: Das ist ganz, ganz wichtig.
00:19:27: Vorbereitet sein.
00:19:29: Ja, kann ich nur unterstreichen.
00:19:30: Also, gerade wenn es, wenn es darum geht, auch so aus dem Nichts, dann irgendwie anfangen zu strechen, weil es hat der... gefüsse Faktoren, der mit rein spielen.
00:19:37: Aber wenn man nicht damit rechnet, und gerade wenn es einen so in so ganz klassischen Situationen einfach nur im Alltag betrifft, dass man da etwas hat und sich daran orientieren kann.
00:19:48: Absolut.
00:19:49: Ich meine, wir reden ja eigentlich auch immer in diesem Podcast darüber klar.
00:19:51: Wir reden immer über psychische Erkrankungen oder psychische Problemfelder, wenn es aus dem Ruder gelaufen ist.
00:19:57: Das war eigentlich alles, was wir euch immer erzählen.
00:19:59: Und gerade jetzt auch heute, was Panikattacken angeht.
00:20:02: Alter, das hilft euch auch, wenn ihr nicht davon betroffen seid.
00:20:05: eure psychische Gesundheit zu stärken, zu regulieren, zu verbessern.
00:20:09: Weil Stress, das ist nicht nur auf die Schule begrenzt.
00:20:13: Und es ist ja auch irgendwie eine universelle... Ich würde es jetzt an den Anfangsstrichen setzen.
00:20:18: Volkskrankheiten sind ein bisschen geworden mit Arbeiten, mit Allerheizien im Mütter oder Väter
00:20:24: oder... Selbst so was vermeintlich Positives wie
00:20:26: Freizeit.
00:20:26: Dass man Freizeit auf einmal dann Überforderung findet.
00:20:29: Und es kann natürlich... Das fängt nicht nur in der Schule einmal an, weil man eine Klausur schreit.
00:20:34: in der Uni.
00:20:35: Aber das ist schon echt ein breiter Fächern.
00:20:37: Das kann wirklich jedem helfen, bis zur Technik.
00:20:40: oder Anwendungen irgendwie sich anzueignen.
00:20:43: Total, das finde ich superwichtig.
00:20:45: Was du sagst, wir reden heute zweit, wie gesagt, über Panik, aber Stress ist ja auch ein Auslöser gegebenenfalls oder ein Nährboden, auf dem sich eine Panik-Attack gesetzen kann.
00:20:55: im Zweifelsfall, wenn der berühmte Tropfen zu viel kommt, um zwei Punkte senkt.
00:20:58: Gerade
00:20:58: so Angebohnhalten, die einen runterfahren.
00:21:01: Ich mein, Tee hat ja auch eine berühmte Wirkung, ich trinke sehr keine Tee.
00:21:04: Gerade so typische Routinen, wo man weiß, vielleicht aus Erfahrung, okay, die ... Ich fahre mich nach dem stressigen Alltag runter oder ich gucke eine Serie, wenn es auch so was ist.
00:21:15: Total.
00:21:15: Aber wie du sagst, und da, ganz ehrlich, seid euch da auch nicht für irgendwas zu peinlich oder glaubt, dass es peinlich ist.
00:21:21: Wenn ihr merkt, mir tut was gut.
00:21:22: Und wenn es halt das fünfte Mal das Gucken von irgendeinem Film ist oder das fünftigste Mal.
00:21:27: Wenn ihr so ein Comfort-Movie habt oder ein Lied, wo ihr sagt, okay, ich judge auch niemanden, wenn es atemlos von Helene Fischer ist.
00:21:33: Bisschen schon, aber grundsätzlich judge ich euch nicht deswegen.
00:21:36: Macht's rein.
00:21:37: Wenn ihr irgendwas wisst, okay, und das bringt mir... jetzt runter.
00:21:39: oder die heiße tasse kakao oder i don't know sucht euch was und probiert euch aus aus.
00:21:44: probiert euch aus und guckt was ihr habt.
00:21:46: denn glaubt mir es kommt immer irgendwann der moment wo ihr es braucht.
00:21:49: es kommt immer irgendwann dieser stressige moment oder dieser jetzt auch noch das moment.
00:21:53: das ist einfach echt gut.
00:21:54: man weiß gut egal wenn ich nach hause gehe dann gucke ich zum zwanzigsten mal i don't know eine schöne beschierung oder so dann geht das wieder
00:22:00: runter Genau.
00:22:02: Also ich finde, das ist auch etwas, was man nicht unterschätzen sollte.
00:22:05: Also gerade, wenn man weiß, okay, das bringt einen, das bringt einen aus dieser Umgebung, aus diesem Stress raus, dann wendet das an und probiert es aus.
00:22:13: Weil es hilft euch auch, wenn es mal mehr wird, womit wir dann wieder bei den Panikgeschichten werden, weil das sind so Grundlagen Sachen, so Basics, die man beherrschen sollte und dann kann man quasi, sollte man es brauchen, auch in die fortgeschrittene Kategorie, kann man sich dann quasi behaupten.
00:22:27: Ich
00:22:28: find auch grad mit dem Alter, man ist im Kindergarten nicht mit so viel Verantwortung oder so bombardiert, also wie jetzt im Erwachsenenleben oder im jungen Erwachsenenleben bei mir.
00:22:37: Das betrifft ja, das betrifft ja vor allem Leute oder Menschen, die nicht nur auf der Arbeit sich befinden, sondern auch irgendwie auf einmal merken, oh, jetzt ist auch noch eine Lebensphase, die anfängt.
00:22:47: oder ich wechselt z.B.
00:22:49: Schule oder ich weiß nicht, oder man wechselt z.B.
00:22:53: von der siebten zu der achten Klasse oder man weiß, man hat noch den Ahn noch einen Monat, bis man seine Prüfung schreibt oder so.
00:23:00: Und dann denkt man ja auch, auch wenn es dann wahrscheinlich eher subconsciously ist.
00:23:05: trotzdem an diese, an diese Ereignisse noch.
00:23:07: Und das kann sich auch auf den Alltag natürlich danach auswirken.
00:23:10: Und dann ist es natürlich gut, wenn man solche Methoden dann zu denen zurückfinden kann, genau.
00:23:15: Absolut.
00:23:16: Und du hast es ja gerade so schön beschrieben, mit diesem, auch diese Situation hier einem zum Beispiel, im Jugendalter oder frühen Erwachsenenalter auf einen einprasseln.
00:23:23: Und das ist wahrscheinlich auch vielleicht der Grund, warum wir zum Beispiel also Panikstörung oder auch Panikattacken gehen ja vielleicht gleich nur auf den Unterschied ein.
00:23:30: Beginnend tatsächlich hauptsächlich im späten Jugendalter früher wachsen.
00:23:34: Also genauso diese Phase, würde ich mal sagen, schon fünfzehn und fünfundzwanzig.
00:23:37: Und das ist ja generell eine super sensible Phase.
00:23:40: Naja, bestimmt schon haben wir uns im Podcast auch schon dabei gesprochen.
00:23:42: Die Gehirnentwicklung ist in den Jahren das berühmte Wort Puppertöt.
00:23:46: Da passiert ganz viel.
00:23:47: Unter anderem auch mit der Amygdala ist ein Teil unseres Gehirns.
00:23:50: Der wird auch teilweise umgebaut, der eben für starke emotionale Reaktion, wie Angst zuständig ist.
00:23:56: Und dann, wie du sagst, Abschlussprüfung, Ausbildung suchen, Uni aussuchen.
00:24:01: Und dann sind wir ja noch bei so Sachen wie vielleicht der erste Schwarm oder irgendwie der Freundeskreis wechselt.
00:24:06: Oder man hat Probleme mit dem eigenen Körperbild.
00:24:08: All das gleichzeitig.
00:24:10: Und dann ist es irgendwie relativ selbsterklärend, finde ich, dass dann so eine kleine miese Panikstörung oder Attacke ist.
00:24:16: Viel leichter hat sich einzuschleichen, als wenn man keine Ahnung gesetztes Arbeitsleben hat, eine feste Wohnung.
00:24:21: und festen Alter und man einfach sagt, gut, ich weiß in etwa, wie der nächste Tag aussehen wird.
00:24:25: Ja, gerade Unsicherheit spielt auch eine große Rolle, wahrscheinlich in dem Fall.
00:24:29: Und ich glaube, bei mir hat es vor allem in der achten Klasse dann irgendwie so ... Bisschen Auslöser gehabt auch, immer mit Zeit, Management und wie stark ich da mich anpassen kann oder nicht.
00:24:41: Und mit dem Umfeld und die auch die Lehrer dann zu hören, mit so sprüchen wie ja, dann versuchte auch, dein Zellmanagement auf die Reihe zu kriegen.
00:24:51: Ja, also ich meine, das ist dann nicht einer der Wege, aber nicht der Weg, den ich dann hätte gehen sollen.
00:24:57: Und dass es auch an der Angst gelegen hatte oder daran, dass ich dachte, ich schaff das überhaupt gar nicht oder ich kann die Aufgabe... in der vorgegebenen Zeit erledigen, hat das dann deutlich in die Höhe geschrieben.
00:25:08: Ich glaube aber auch der Aspekt, dass ich gar nicht wusste, dass das eine ist.
00:25:12: Sobald ich gewusst hätte, dass es wirklich in so eine Störung und Angestörung oder Panik einzuordnen ist, hätte ich deutlich weniger mich darüber auch irgendwie dann bett oder so danach beschäftigt gehabt.
00:25:24: Dann war ich jetzt zu klein, so kindisch oder irgendwie zu sensibel oder habe ich überreagiert vielleicht.
00:25:32: Und das hat ... die Selbstkritik sehr hochgeschraubt.
00:25:36: Und dass es gar nicht wirklich an meinen Ecken und Kanten liegt, sondern dass es solche Auslöser wie unter Druck stehen oder Prüfungsangst zu haben, dass diese Sachen viel maßgeblicher sind als, okay, ich setze mein eigener Fehler, weil ich XYZ an Persönlichkeit habe.
00:25:52: Das möchte ich euch auch mitgehen, dass ihr nicht die Kritik sofort an euch selber sucht, weil das meiste kann man gar nicht wirklich beeinflussen.
00:26:00: oder nicht sofort reparieren, dass die Angst nicht kommen könnte oder so.
00:26:06: Und dass man da gar nicht wirklich weiß, diese Faktoren sind ein Plusreich dafür und man kann dagegen was tun.
00:26:13: Dann hat man ja auch eine gewisse Klarheit.
00:26:15: Ich hatte ja keine Klarheit, dass das überhaupt in die Richtung geht.
00:26:18: Dann erst ab der Oberstufe hat sich das so ein bisschen erklärt.
00:26:21: Und dann kann man so weit, sobald ich irgendwie weiter in die Vergangenheit kam, dass du mehr wusstest, okay, das ist eigentlich schon so der typische Weg.
00:26:29: Also es hat sich durch die Schule ein bisschen, die Schule hat es mir auf die Wege gegeben.
00:26:33: Ich habe da nicht viel wirklich was gegen gemacht.
00:26:35: Es hätte auch echt mehr geholfen, wenn ich da auch irgendwie eine Kleide gehabt hätte.
00:26:40: Also dass ich wusste, es liegt einfach an solchen Faktoren wie Stress, der mich dann halt einfach in diese Situation bringt.
00:26:47: Nicht weil ich das schüchtern eine kleine Mädchen mitn, sondern weil wir die Umstände dementsprechen.
00:26:52: dass alles so gelegt haben, dass ich dann die Panik gehabt habe.
00:26:55: Das
00:26:55: ist immer wieder an dem Punkt, was ich auch mal gerne sage.
00:26:57: Zum einen, bitte, wenn ihr selber an so einem Punkt seid, wie Mara gerade beschrieben habt und ihr merkt irgendwie, okay, mein Zeitmanagement funktioniert nicht und ich merke, es bringt mich in Stress.
00:27:05: Mein Punkt wäre, sitzt das halt nicht zu lange aus und macht das mit euch selber aus.
00:27:09: Ich sage ja immer, für jeden ist individuell irgendwas ein Problem.
00:27:12: Die einen halten mehr aus, die anderen weniger.
00:27:13: Wir sind halt unterschiedlich gebaut, was das angeht.
00:27:15: Aber sobald ihr merkt, das hier geht über meine Ressourcen hinaus, das hier übersteigt langsam meine Kompetenzen.
00:27:21: Sobald ihr das ... das erste mal merkt.
00:27:22: Bitte wendet euch an Profi und das heißt nicht, dass ihr in die Klinik rennen sollt.
00:27:26: In meiner Idealwelt habt ihr eine schulsozialarbeitende Person, habt ihr Vertrauenslehrkräfte, habt ihr irgendwas niedrigschwelliges und sei es der, es gibt den Krisenschad, es gibt die Nummer für Kummer.
00:27:37: Irgendetwas, sobald ihr dieses kleine Merkt.
00:27:40: Bitte, bitte redet mit jemandem, weil genau das, was Mara euch gerade erzählt hat.
00:27:43: Die Person, im Zweifelsfall geht die Person das mit euch durch und gibt euch auch ein Feedback von außen und kann sagen, ja okay, jetzt wie du das sagst, glaub schon, wir können da erst vielleicht was an deinem Zeitmanagement machen, lass mal zusammen machen.
00:27:53: Und wenn es dann immer noch nicht hilft, weil dann habt ihr schon mal was gemacht, ihr seid in die Selbstwirksamkeit gekommen.
00:27:57: Selbst wenn es nicht hilft, hilft es schon wahnsinnig viel, was zu tun und zu sagen, okay, ich versuch das mal.
00:28:02: Wenn es dann nicht funktioniert, dann kann man ja weitergehen.
00:28:05: Und wie gesagt, es ist halt wichtig, vielleicht ist ja auch jemand, der sagt, was du da erzählst, ich glaube, wir gucken uns mal was anderes an, vielleicht ist bei dir eine Panikstörung
00:28:12: zum Beispiel.
00:28:13: Der ist man halt auch früh genug irgendwie wahrgenommen wird.
00:28:15: und das ist nicht als, ja... typischer Schulstress abgestempelt wird.
00:28:19: Und
00:28:19: auch der ist übrigens nicht gut.
00:28:20: Und auch bitte an die Lehrpersonen unter euch.
00:28:22: Das ist dann die andere Seite.
00:28:24: Wenn ihr merkt, dass ihr ein Kind, ein Jugendlichen habt, der immer wieder, ich bleib mal bei deinem Beispiel, mit dem Zeitmanagement struggled, dann bitte nicht zum zwanzigsten mal sagen, dann muss ich doch was tun, sondern frag doch mal nach.
00:28:34: Ich weiß, wir alle wissen, wie hart knapp die Zeit von Lehrkräften ist und was ihr alles auf euren Schultern habt.
00:28:40: Aber nicht zum fünften Mal einfach dasselbe sagen und denken, der Jugendliche, die Jugendliche ist einfach nur ein bisschen zu blöd, um es umzusetzen.
00:28:46: und sagt, hey, wie geht's dir gerade?
00:28:48: Was passiert hier gerade?
00:28:49: Und ich denke mir halt auch immer, also meine Erfahrung ist, die meisten Kinder und auch Jugendliche, wenn jetzt nicht durch schon viel geleitete Erfahrungen in der Schule, die wollen ja, also sie wollen erstens selber lernen.
00:29:00: Wir als Spezies wollen eigentlich immer lernen.
00:29:03: Unser Gehirn ist eigentlich nur deswegen da, weil wir immer wieder Neues lernen wollen.
00:29:05: Und die wollen ja auch gelobt werden.
00:29:08: Also auch von Lehrkräften.
00:29:09: Das ist uns allen inne.
00:29:10: Wir wollen gerne sagen.
00:29:11: Oh, guck mal, das hast du gut gemacht.
00:29:13: Oh ja, danke.
00:29:14: Das ist nichts Schlimmes, sondern wir sind in Herend so als Spezies.
00:29:18: Wir machen es gerne gut und wir gefallen gerne.
00:29:20: Das ist ja auch völlig in Ordnung, das motiviert uns ja auch.
00:29:23: Deswegen finde ich es immer so fatal, wenn bei vielen Lehrkräften, und da sind sicherlich auch gewisse Vorurteile in gewissen Bereichen auch nicht ganz unschuldig dran, dass man halt unterstellt, ja, die Person will das nur einfach nicht.
00:29:33: Und Leute glaubt mir, klar, wenn wir jetzt mitten in der Pubertätsphase drin sind, ich meine, wir wissen alle, wie wir waren, die wir da schon raus sind, so wenn wir mit Fuck you all, ich will nicht mehr mitmachen in dem System.
00:29:43: Aber ein sieben, acht, neun, zehnjähriges Kind will das nicht aktiv sabotieren.
00:29:47: Bitte geht hin und fragt.
00:29:48: Weil was ist das Schlimmste, was passieren kann?
00:29:50: Im schlimmsten Fall war es gar nicht so dramatisch und ihr konntet das Problem schnell und einfach lösen.
00:29:54: Super, ihr konntet ein kleines Problem schnell und einfach lösen.
00:29:57: Das ist doch klasse.
00:29:58: Lasst es kein großes Problem werden.
00:30:00: Ich finde, dass Panik oder grundsätzlich diese Sachen rund um Stress und so gar nicht so merklich sind, es sei denn, man guckt wirklich genau hin.
00:30:10: man spürt so ein paar Patterns und sieht, okay, der, diejenige, hat so gewisse, weiß nicht, Gewohnheitenentwickel, die sie irgendwie darauf hinleuten können, oder ist immer irgendwie aufgeregt vor XY-Tests, oder ...
00:30:23: wird man sehr bleibig, was du erzählt hast, klagt immer bei Übelkeit zum Beispiel.
00:30:27: Oder wird
00:30:27: auf einmal stiller, weil das kann auch ... der Grund sein.
00:30:31: Gerade wenn ihr vielleicht Leute kennt, die sehr viel reden, die sonst eigentlich viel aktiver sind und sich auf einmal zurückziehen.
00:30:40: Ich hab gemerkt, ich war gar nicht mehr wirklich im Raum.
00:30:43: Ich war so in mich gekehrt und ich konnte gar nicht mehr so richtig altikulieren.
00:30:47: Meine Mutter stand neben mir und ich war vom Psychischen her irgendwie so halb eingeforen.
00:30:54: Ich war gar nicht so wirklich präsent.
00:30:57: Ich hatte das Gefühl, ich konnte auch nicht mehr so viel.
00:31:01: Ich hab mich zu sehr auf meine körperlichen Schwierigkeiten konzentriert, was mich
00:31:05: gefeuert
00:31:06: hat.
00:31:06: Genau.
00:31:07: Die ist nach innen gewendet.
00:31:09: Das muss nach außen kommen.
00:31:12: Die Aufmerksamkeit darf sich nicht nur auf sich selber beziehen, weil das beregt das Ganze ja noch mal mehr an.
00:31:17: Das befeuert sich auch gegenseitig.
00:31:19: Wenn ich immer mehr spüre, wie mein Körper entgleist, dann entgleise ich ja noch mehr.
00:31:23: Total.
00:31:23: Und ich glaub, gerade für Lehrkräfte, aber auch für Trainerpersonen, wenn ihr zum Beispiel Kinder habt, Jugendliche ... die eigentlich immer sehr leistungsstark sind.
00:31:31: Aber immer in den Abfragenmomenten, in Anführungszeichen Versagen.
00:31:35: Also bei Klausuren oder bei Wettkämpfen.
00:31:37: Noch mal, das machen die nicht absichtlich.
00:31:39: Dann frag drei mal, wie kann es sein, dass jemand, der wirklich gute Leistung hat, der wirklich auch human merkt, der ist engagiert, die Person, die ist dabei?
00:31:45: Warum klappt es immer in diesen Momenten nicht?
00:31:48: Weil genauso was kann dahinterstecken, was ihr gerade gehört habt.
00:31:50: Die Person versteinert einfach völlig ist, völlig in sich gefangen, auf sich konzentriert.
00:31:54: Und wie soll ich denn dann noch irgendwie Leistung abrufen können?
00:31:58: Das hatte ich dann im Spondericht oder auch beim Volleyball damals.
00:32:01: Dann ist in dem Land ein Mannschaftssport drin.
00:32:03: Man ist vielleicht gerade dabei, irgendeinen Punkt zu machen.
00:32:06: Und man steht da wirklich und auf einmal ist die Sitzung so, werde ich das jetzt machen oder nicht machen?
00:32:11: Oder die Gedanken sind nicht mehr wirklich bei der Sache und nicht bei dem, was man normalerweise sonst hinkriegen würde.
00:32:17: In meinem Fall hingen natürlich auch irgendeine Note dran.
00:32:20: Und dann diese objektive Bewertung, okay, du hast es nicht in der vorgegebenen Zeit geschafft, irgendwie den Ball zu werfen.
00:32:27: oder so und das war natürlich dann.
00:32:29: dann hing natürlich auch nicht nur diese Panik da dran und nicht nur dieses okay ich habe versagt sondern oh jetzt habe ich aber auch noch schlechte Noten daraus bekommen.
00:32:36: und also das muss man sich auch bewusst werden.
00:32:38: also Noten natürlich nicht wirklich.
00:32:40: die Bewertung Das Bewertungsmittel, was eigentlich angebracht ist, finde ich, in dem Fall, also die Schule, hat halt dieses System.
00:32:48: Aber ich finde, dass das nicht bewertet, wie gut oder schlecht man jetzt wirklich
00:32:52: in
00:32:52: irgendwelchen Gezünderwissen war, ist ja.
00:32:55: Aber gerade das in Kombination mit dem Gedanken, oh, jetzt bin ich aber nicht mehr dabei.
00:33:00: Und auf einmal hängt viel mehr dran als nur, ich habe jetzt meinen Ball nicht geschossen oder das ist jetzt zu schief gegangen, sondern auf einmal bin ich der Depp, der da nicht fähig ist, irgendwas zu machen.
00:33:10: sondern einfach irgendwie nicht mehr Kontrolle übersichert.
00:33:14: Kontrolle hatte ich dann halt nicht in dem Moment, weil ich wusste nicht, dass bei mir in dem Fall nicht was dünnt.
00:33:20: Und ich war gar nicht ... wirklich präsent, wie gesagt, und hatte nicht das Gefühl, dass ich was richtig in dieser Stare tun kann.
00:33:28: Aber es gibt, wie gesagt, die Methoden, die wir genannt hatten.
00:33:31: Und das muss man sich halt immer wieder einfach klar werden oder einbauen in seinen Alltag.
00:33:36: Ich will auch gar nicht so auf dem Leistungsaspekt rumreiten, aber weil wir gerade jetzt zum Beispiel dieses Beispiel aufgemacht haben, nur wirklich für die Lehrpersonen, die gerade zuhören, achtet auch auf die Schülerinnen, die immer gute Leistungen bringen.
00:33:46: Weil da kann auch eine Angststörung dahinter stecken, da kann die Panik halt danach kommen, aber sie sind halt so viel Angst.
00:33:51: davor, dass sie versagen könnten, dass die Bewertung erfolgt.
00:33:55: Genau, dass sie in den Perfektionismus rutschen, was auch eine große Grundlage ist.
00:33:59: Und da seht ihr dann.
00:34:00: Immer nur Peakleistung, aber ihr seht nicht, was danach passiert.
00:34:03: Ihr seht den Zusammenbruch auf der Toilette nicht, wenn sie den Klassenraum verlassen.
00:34:06: Achtet bitte auch auf sowas.
00:34:07: Oder einfach, dass dieser Moment der Freude, der guten Note oder der guten Leistung nicht wirklich lange anhält.
00:34:14: Also verschwindend
00:34:15: gering ist.
00:34:16: Sondern, dass der kurze Moment nur ist, oh, jetzt habe ich es geschafft, aber danach kommt wieder dieser richtig steile Abfahrt, sondern so was wie jetzt ist, jetzt sink ich doch wieder in diesen Kreis, jetzt muss ich aber gehts nächstes Mal noch.
00:34:29: besser sein oder
00:34:30: so.
00:34:30: Genau, das nächste Mal muss ich das Gleiche wieder ab.
00:34:32: Wer weiß, vielleicht war sie ja nur milde geschimpft, die leer geraft.
00:34:34: Naja, das war ja auch ein einfaches Thema.
00:34:36: Ich war, blablabla, also dieser... Du siehst
00:34:37: ja Gedanken, kam mir dann auch so, es war ja doch eigentlich eine einfache Sache in Sinne von, das war ja doch ein bisschen einfacher, oder?
00:34:47: Ich habe es nicht mehr wirklich, man erkennt seine Leistung gar nicht an.
00:34:49: Also man erkennt auch nicht an, dass man die ganze Zeit hundert, zehn Prozent doch gegeben hatte, obwohl... dann dieser Peel, also es rennt an einem so vorbei, weil man versteht gar nicht mehr, dass man die ganze auf so einem hohen Niveau war und das nicht.
00:35:04: Ja, dass das nicht haltbar ist einfach.
00:35:07: Wenn das total wichtig ist, weil ihr hört es ja raus.
00:35:08: Na klar, gibt es statistisch gesehen, dass eine Bild häufiger als das andere.
00:35:11: Aber es ist immer ganz wichtig, dass, vor allen Dingen finde ich im Schulkontext, ist mir immer total wichtig, Noten alleine sagen nichts darüber aus, ob eine Person irgendeine Form von Belastung hat.
00:35:19: Also weder stimmt das Vorurteil zum Beispiel, keine Ahnung, in dem Bereich bin ich ja vieler unterwegs, dass ADHS nur immer nur schlechte Noten haben.
00:35:25: Das ist einfach nicht so.
00:35:26: Es gibt brillanter Eins Kommandoler mit ADHS, weil nur weil ich ein Problem habe, heißt es nicht, dass man das in den Noten sehen muss.
00:35:31: Und genauso eben wie wir es gerade gesagt haben bei Angst.
00:35:33: oder Panik.
00:35:34: Ja, in den meisten Fällen verhindert ist die gute Leistung, weil dieser Leistungsabrufmoment einfach super ja, on the edge ist.
00:35:40: und jetzt musst du, wenn mir jemand sagt, jetzt musst du springen, dann bleibt man meistens auf dem Boden.
00:35:44: Was kann eben auch das andere sein?
00:35:46: Deswegen achtet da bitte drauf und nun mal tatsächlich um mal wieder so ein paar Zahlen einzuschmeißen, weil ich das ja so gerne mache.
00:35:51: In Europa geht man davon aus, dass drei Prozent der Bevölkerung innerhalb eines Jahres mindestens eine Panikattacke haben.
00:35:57: Das heißt, wenn ihr hundert Leute im Raum habt, wenn ihr dieses schöne Beispiel, drei davon werden mindestens einer Attack an diesem Jahr haben.
00:36:03: Fanfekt übrigens in den USA sind das elf Prozent und ich kann mir... nicht vorstellen, warum es in den USA so viel mehr sind als in Europa.
00:36:11: Ich habe gar keine Ahnung.
00:36:12: Aber ihr seht, das ist jetzt auch kein Randphänomen.
00:36:14: Vor hundert Leuten, wenn ihr mal guckt, wie groß eine durchschnittliche Schule ist oder ja Arbeitsplatz oder der Sportverein, da finden sich schnell hundert Leute und da finden sich schnell drei Leute von den hundert.
00:36:23: Das ist wirklich nicht so selten.
00:36:25: Ja, wir fassen nochmal zusammen.
00:36:26: Also eine Panikattacke ist eine einzelne plötzlich auftretende Episode von körperlichen ums physischen Alarmsignalen ohne eigentlich einen angemessenen Objektiven Anlass.
00:36:35: Ich glaube, ich habe mal ganz wichtig, aber hat ja schon Es gibt natürlich Anlässe, aber es ist jetzt eigentlich nichts, was diese Reaktion rechtfertigen würde in der Heftigkeit.
00:36:42: Und ganz wichtig, es gibt eben starke, starke körperliche Symptome, Brustschmerzen, versteckte Atmung oder Hyperventilierung, Todesangst wirklich.
00:36:50: Also unterschätzt das bitte nicht.
00:36:51: Trotzdem vielleicht auch ganz wichtig, man läuft nicht schreiend im Kreis rum bei einer Panikattacke und brüllt.
00:36:56: Ich hab Angst, ich hab Angst, sondern das kann auch sehr, sehr still ablaufen.
00:36:59: Und glaube ich, ganz, ganz wichtig ist auch zu verstehen, noch mal mein Stirb davon nicht.
00:37:03: Und... Den Höhepunkt erreichen die relativ schnell.
00:37:06: Also das baut sich relativ dramatisch schnell auf.
00:37:09: In der Regel sagt man so nach vier bis fünf Minuten, ist eigentlich der Höhepunkt erreicht, maximal zehn und dann flaut das wieder ab.
00:37:14: Also aber nicht heißt, dass es danach weg ist, aber man kann den Tag wieder gesund zu Ende begehen und alles ist vorbei.
00:37:20: Das kann ein Nachspiel von einer halben Stunde haben, wenn es eine heftige Attacke war, kann das auch mal Stunden dauern bis zum nächsten Tag.
00:37:27: Aber ich sage mal, dieser Peak, der ist immer relativ schnell erreicht bei einer Panikattacke.
00:37:31: So, was können wir aber tun?
00:37:32: Genau, was wir selber tun können, ist auf jeden Fall, uns gewisse Werkzeuge an die Hand zu nehmen und gewisse Techniken zu üben, nicht nur im Kontext von, ich muss jetzt irgendeine Panikattacke in drei, vier Jahren, die mich dann irgendwann durch Arbeit oder Schule annähert, sondern, dass man das auch als Wichtige... Hilfe nutzt, im Alltag Zeug zu kommen und auch nach der Arbeit oder nach gutem oder schlechten Stress anzuwenden und gewisse Sicherheit hat.
00:38:02: diesen Kontext, gewisse Methoden an der Hand zu haben, die einen dann in solchen Situationen ganz gut zur Seite stehen.
00:38:08: Und wo man weiß, man ist damit nicht irgendwie hilflos ausgesetzt und man muss da keine Angst vorhaben, irgendwie die komplette Kontrolle über sich zu verlieren.
00:38:16: Also solange man gewisse, vielleicht drei Methoden hat, die einem, wo man weiß, okay, die Gemischstabilität, dass man einen Abend auf jeden Fall nicht vergisst und am besten auch sich bewusst macht, es ist eine Panikgattak, benennt das Problem auch im Inneren und wisst, okay, es ist jetzt keine Paralyse oder irgendwas oder herzinfarkt, was auch manchmal vielleicht damit schon assoziiert werden kann, gerade wenn es Prostschmerzen sind.
00:38:38: Und dass man dann weiß, okay, es ist wirklich keine, es ist ein Zustand, der auch wieder weggeht.
00:38:43: Wie lange ist natürlich immer nicht immer zu definieren oder abzusehen, je nachdem wie schwer sie dann am Ende sind.
00:38:50: Aber dass es wichtig ist, dass man weiß, okay, es geht wieder weg.
00:38:53: Und Hilfe zu suchen ist auch kein Anzeichen von ich.
00:38:57: Ich bin jetzt total hilflos oder schwächer, sondern auch wenn es die nette Kellnerin vom Restaurant wäre, dann versucht man den Menschen vielleicht auch zu erzählen, okay, ich gehe jetzt gerade nicht gut, ich ... können sie mich vielleicht nach draußen begleiten oder so.
00:39:10: Ja,
00:39:10: gut dahin weiß.
00:39:11: Dass man nicht, dass man ... die Umgebung auch ein bisschen nutzt für sich, wenn man zum Beispiel alleine ist, wenn ihr eine Freundin oder eine Familie irgendwie sieht, dass diese Angst einen wirklich einholt, weil das sieht man an den Gesichtszügen, das sieht man daran, dass die Person ... vielleicht auch nicht mehr wirklich Kontrolle übersprechen.
00:39:30: Oder man merkt, die Person atmet sehr stark oder fühlt sich grundsätzlich unwohl von externen Geräuschen oder etwas, was sie gerade ja beschäftigt.
00:39:40: Dass man da auch sieht, okay, Ansprechhilfe auf jeden Fall natürlich und auch die Person an die Hand zu nehmen und zu sagen, wir gehen jetzt mal kurz raus oder wir konzentrieren uns jetzt auf das Foto von vor fünf Jahren, wo wir zusammen irgendwas gemacht haben und haben dann einfach eine Sinnesablenkung.
00:39:56: und die Sinnesablenkung hilft dann auch, die Panikartakstelle loszuwerden.
00:40:00: Ja,
00:40:00: lenkt ab von dieser Fokus nach innen auf den Fokus nach außen.
00:40:04: Also, dass man weiß, im groben Ganzen gibt es Lösungen und Wege und man ist damit nicht irgendwie alleine auf der Welt.
00:40:12: Und genau, und es muss nicht permanent einen auch begleiten.
00:40:16: Also, es hat auch keine lebenslange Last an einem außer.
00:40:19: Natürlich bei manchen Leuten lässt es manchmal nach.
00:40:22: oder es kommt in ganz unregelmäßigen Abständen oder gar nicht mehr wirklich vor.
00:40:27: Aber das ist wirklich, dass man auch einen Ausweg finden kann aus dem Zustand oder aus der Panik und dass das auch nichts Schlimmes ist.
00:40:34: Absolut, holt euch Hilfe.
00:40:36: Fragt früh genug.
00:40:37: Je früher man rangeht, desto kleiner ist das Problem.
00:40:39: Genau.
00:40:40: kann ich nicht unterstützen.
00:40:42: Ja, dann freue ich mich, dass ich heute die Episode mit Kulina aufnehmen durfte.
00:40:47: Und freue mich auf die nächsten, die bald kommen werden.
00:40:51: Und ja, auch vielen Dank an euch, an die Zuhörer und Attacks of Village.
00:40:56: Und vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
00:40:58: Vielen Dank auch von mir.
00:40:59: Und ihr wisst ja, like, suscribe, schreibt Kommentare.
00:41:01: Wenn ihr mal was Spezielles von Mara bis heute ihr habt, viele Geschichten zu erzählen,
00:41:06: schreibt uns.
00:41:06: Gut, vielen Dank.
00:41:08: Tschüss.
00:41:09: Tschüss.
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